All Artworks
(315)
262
Schiestl, Matthäus
(Gnigl 1869 - 1939 München)
o.T. (Kardinal in Gebirgslandschaft). Lack über Öl u. Bleistift auf Karton auf Schichtholz. 26 x 24,6 cm. Gerahmt.
Signiert.
Provenienz: Sammlung Glaubrecht Friedrich, Radebeul. - Leichte Lager- und Alterungsspuren.
(Gnigl 1869 - 1939 München)
o.T. (Kardinal in Gebirgslandschaft). Lack über Öl u. Bleistift auf Karton auf Schichtholz. 26 x 24,6 cm. Gerahmt.
Signiert.
Provenienz: Sammlung Glaubrecht Friedrich, Radebeul. - Leichte Lager- und Alterungsspuren.
263
Schmidt-Kirstein, Helmut
(Aue 1909 - 1985 Dresden)
Blumenstilleben. Öl auf Karton. 1968. 23,7 x 17,9 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert.
(Aue 1909 - 1985 Dresden)
Blumenstilleben. Öl auf Karton. 1968. 23,7 x 17,9 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert.
264
Schmidt-Kirstein, Helmut
(Aue 1909 - 1985 Dresden)
Blumenstilleben. Öl auf Karton. 1968. 23,7 x 17,9 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso zweifach signiert u. datiert (66 u. 67).
(Aue 1909 - 1985 Dresden)
Blumenstilleben. Öl auf Karton. 1968. 23,7 x 17,9 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso zweifach signiert u. datiert (66 u. 67).
265
Schmitz, Hans
(1896 Köln 1977)
Liegender. Bronze mit brauner Patina. Um 1924. 8,5 x 18,5 x 11,5 cm.
Monogrammiert.
Hans Schmitz schloss sich nach seiner Begegnung mit Heinrich Hoerle 1921 den "Kölner Progressiven" an, die eine reduzierte, konstruktivistische Bildsprache entwickelten. Unter dem Nationalsozialismus wurden seine Werke nicht mehr öffentlich gezeigt und sein Frühwerk wurde im Krieg nahezu vollständig zerstört. Zu den wenigen erhaltenen Arbeiten zählt das Kunstwachsmodell des Liegenden von 1930. Unsere vorliegende Bronze entstand vermutlich Anfang der 1970er Jahre zu Lebzeiten des Künstlers als späterer Guss nach diesem Modell.
(1896 Köln 1977)
Liegender. Bronze mit brauner Patina. Um 1924. 8,5 x 18,5 x 11,5 cm.
Monogrammiert.
Hans Schmitz schloss sich nach seiner Begegnung mit Heinrich Hoerle 1921 den "Kölner Progressiven" an, die eine reduzierte, konstruktivistische Bildsprache entwickelten. Unter dem Nationalsozialismus wurden seine Werke nicht mehr öffentlich gezeigt und sein Frühwerk wurde im Krieg nahezu vollständig zerstört. Zu den wenigen erhaltenen Arbeiten zählt das Kunstwachsmodell des Liegenden von 1930. Unsere vorliegende Bronze entstand vermutlich Anfang der 1970er Jahre zu Lebzeiten des Künstlers als späterer Guss nach diesem Modell.
266
Schmidt-Rottluff, Karl
(Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Stilleben mit Blaudistel und Fruchtschale. Aquarell auf festem chamoisfarbenen Bütten. 1958. 69,5 x 50 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. mit der Werkverzeichnisnummer "5822" versehen. Die Rahmenrückwand mit einem Etikett der Galerie Neher, Essen.
Die Arbeit ist im Archiv der Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung, Berlin, dokumentiert (Zertifikat vom 23. Januar 2019 beigegeben). - Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Neher, Essen, erworben (Werkdatenblatt der Galerie vom 15. Juni 2022 beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Frühjahr 2022. Kunst aus dem 20. Jahrhundert. Essen, Galerie Neher, 2022, S. 15. - In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Stilleben mit Blaudistel und Fruchtschale. Aquarell auf festem chamoisfarbenen Bütten. 1958. 69,5 x 50 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. mit der Werkverzeichnisnummer "5822" versehen. Die Rahmenrückwand mit einem Etikett der Galerie Neher, Essen.
Die Arbeit ist im Archiv der Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung, Berlin, dokumentiert (Zertifikat vom 23. Januar 2019 beigegeben). - Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Neher, Essen, erworben (Werkdatenblatt der Galerie vom 15. Juni 2022 beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Frühjahr 2022. Kunst aus dem 20. Jahrhundert. Essen, Galerie Neher, 2022, S. 15. - In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
267
Schmidt-Rottluff, Karl
(Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Heiliger Franziskus. Holzschnitt auf chamoisfarbenem Vélin. 1919. 59,5 x 48,5 (75 x 60) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Schapire H 243 - In den Kanten fest unter dem Passepartout montiert. Lager- und Alterungsspuren.
(Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Heiliger Franziskus. Holzschnitt auf chamoisfarbenem Vélin. 1919. 59,5 x 48,5 (75 x 60) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Schapire H 243 - In den Kanten fest unter dem Passepartout montiert. Lager- und Alterungsspuren.
268
Schmidt-Rottluff, Karl
(Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Lago Maggiore. Holzschnitt auf chamoisfarbenem Bütten. Um 1930. 39,5 x 50 (42,9 x 58) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Rathenau H 32 - Jahresgabe der Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin - "Der Holzschnitt muß etwa von 1930 sein, ursprünglich sollte daraus ein Farbholzschnitt werden. Aus nicht mehr erklärbaren Gründen ist das unterblieben. Da der Stock sich zufällig erhalten hatte und mich die Hoferges. letzthin bat, ob ich nicht u.s.w., kam mir der Stock wieder in die Hände, ich ließ ihn andrucken und man war damit einverstanden." (Schmidt-Rottluff, zitiert nach: Ernest Rathenau, Karl Schmidt-Rottluff. Das graphische Werk seit 1923, Berlin 1976, ohne Seitenangabe) - Der volle Rand mit leichten Lager- und Alterungsspuren.
(Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Lago Maggiore. Holzschnitt auf chamoisfarbenem Bütten. Um 1930. 39,5 x 50 (42,9 x 58) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Rathenau H 32 - Jahresgabe der Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin - "Der Holzschnitt muß etwa von 1930 sein, ursprünglich sollte daraus ein Farbholzschnitt werden. Aus nicht mehr erklärbaren Gründen ist das unterblieben. Da der Stock sich zufällig erhalten hatte und mich die Hoferges. letzthin bat, ob ich nicht u.s.w., kam mir der Stock wieder in die Hände, ich ließ ihn andrucken und man war damit einverstanden." (Schmidt-Rottluff, zitiert nach: Ernest Rathenau, Karl Schmidt-Rottluff. Das graphische Werk seit 1923, Berlin 1976, ohne Seitenangabe) - Der volle Rand mit leichten Lager- und Alterungsspuren.
269
Schrader, Sebastian
(Berlin 1978 - lebt in Berlin)
Dilettanten. Öl auf Leinwand. 2011. 150 x 120 cm.
Verso signiert u. datiert sowie mit dem Etikett der maerzgalerie, Berlin/Leipzig, versehen.
Abgebildet auf der Webseite des Künstlers (work 2012). - Ausgestellt in: Aufgeschoben. Mannheim, Kunstverein, 2015-16, sowie in: Sebastian Schrader. Schloss Detmold, Lippische Gesellschaft für Kunst e.V. Detmold Kunstverein Lippe, 2018. - Den eigentlichen Fokus des Gemäldes bildet die rechts platzierte männliche Gestalt, die ohne Beine dargestellt ist und ihren Blick auf das von ihrem Gegenüber präsentierte Schaukelpferd richtet. Zwischen beiden entwickelt sich eine stille, rätselhafte Spannung, deren Bedeutung bewusst offen bleibt. Die körperliche Versehrtheit könnte als Sinnbild einer prekären künstlerischen Existenz oder als Reflexion über die Bedingungen des Kunstbetriebs verstanden werden - zumal die Gestalt durchaus als Selbstbildnis des Malers gelesen werden kann. Das angebotene Schaukelpferd erscheint dabei als vieldeutiges Symbol zwischen Kindheitserinnerung, Illusion und unerreichbaren Sehnsüchten. Wie in vielen seiner Arbeiten verzichtete Schrader auf eine eindeutige Erzählung und eröffnet stattdessen einen Bildraum, der unterschiedliche Lesarten zulässt. - Stellenweise leichtes Craquelé.
(Berlin 1978 - lebt in Berlin)
Dilettanten. Öl auf Leinwand. 2011. 150 x 120 cm.
Verso signiert u. datiert sowie mit dem Etikett der maerzgalerie, Berlin/Leipzig, versehen.
Abgebildet auf der Webseite des Künstlers (work 2012). - Ausgestellt in: Aufgeschoben. Mannheim, Kunstverein, 2015-16, sowie in: Sebastian Schrader. Schloss Detmold, Lippische Gesellschaft für Kunst e.V. Detmold Kunstverein Lippe, 2018. - Den eigentlichen Fokus des Gemäldes bildet die rechts platzierte männliche Gestalt, die ohne Beine dargestellt ist und ihren Blick auf das von ihrem Gegenüber präsentierte Schaukelpferd richtet. Zwischen beiden entwickelt sich eine stille, rätselhafte Spannung, deren Bedeutung bewusst offen bleibt. Die körperliche Versehrtheit könnte als Sinnbild einer prekären künstlerischen Existenz oder als Reflexion über die Bedingungen des Kunstbetriebs verstanden werden - zumal die Gestalt durchaus als Selbstbildnis des Malers gelesen werden kann. Das angebotene Schaukelpferd erscheint dabei als vieldeutiges Symbol zwischen Kindheitserinnerung, Illusion und unerreichbaren Sehnsüchten. Wie in vielen seiner Arbeiten verzichtete Schrader auf eine eindeutige Erzählung und eröffnet stattdessen einen Bildraum, der unterschiedliche Lesarten zulässt. - Stellenweise leichtes Craquelé.
270
Schroeder, Ernst
(Stettin 1928 - 1989 Hamburg)
Präparierte Fische II. Pinsel in Tusche auf leichtem chamoisfarbenen Büttenkarton. Um 1952-1958. 29,6 x 41,8 cm. Unter Glas gerahmt.
Verso weitere Arbeit in Faserstift (Großer Segler).
Makarinus 400 - Ausgestellt und abgebildet in: Ernst Schroeder. Arbeiten auf Papier. Neustrelitz u.a., galerie refugium, 1992. - Die rückseitige Zeichnung leicht nach vorne durchschlagend. Leichte Randläsuren.
(Stettin 1928 - 1989 Hamburg)
Präparierte Fische II. Pinsel in Tusche auf leichtem chamoisfarbenen Büttenkarton. Um 1952-1958. 29,6 x 41,8 cm. Unter Glas gerahmt.
Verso weitere Arbeit in Faserstift (Großer Segler).
Makarinus 400 - Ausgestellt und abgebildet in: Ernst Schroeder. Arbeiten auf Papier. Neustrelitz u.a., galerie refugium, 1992. - Die rückseitige Zeichnung leicht nach vorne durchschlagend. Leichte Randläsuren.
271
Seitz, Gustav
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Käthe Kollwitz (Entwurf zum Käthe-Kollwitz-Denkmal). Bronze mit brauner Patina. 1956. 34 x 17 x 20 cm.
Mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln".
Nicht bei Grohn - Eines von insgesamt zwei Exemplaren. - Provenienz: Geschenk von Luise Seitz an Helga Steffan, Hamburg; 2013 Privatsammlung Lübeck. - 1956 erhielt Gustav Seitz, der bereits zu dieser Zeit zu den bedeutendsten Bildhauern der DDR zählte, den Auftrag zur Schaffung eines Denkmals für Käthe Kollwitz auf dem Berliner Käthe-Kollwitz-Platz im Prenzlauer Berg. An jenem Ort hatte sich einst das Wohnhaus der Künstlerin befunden, das 1943 bei einem Bombenangriff zerstört wurde. Bereits seit 1950 erinnerte dort eine Kalksteinkopie von Kollwitz' eigener Skulptur "Mutter mit zwei Kindern" an ihr Leben und Werk. Unsere Bronze, der zweite plastische Entwurf, dokumentiert auf eindrucksvolle Weise den zwei Jahre andauernden Kompositionsprozess des Bildhauers, wobei ihm das späte Selbstbildnis von Kollwitz aus dem Jahr 1938 als Anhaltspunkt diente. Im Unterschied zu später ausgeführten Fassungen zeigt unsere Plastik die dargestellte Kollwitz noch beide Hände über einer auf dem Schoß ruhenden Zeichenmappe gefaltet. Im endgültigen, 1958 vollendeten Denkmal (Grohn 127) entschied sich Seitz für eine reduziertere, kubische Formensprache, die an jene Ernst Barlachs erinnert: Dort hält die Künstlerin die nun neben sich platzierte Zeichenmappe mit der linken Hand umfasst, während sie in der rechten, auf dem Schoß ruhenden Hand einen Kreidestift bereithält. Die leicht nach vorn gebeugte Körperhaltung unserer Bronze, die Seitz in der finalen Version etwas zurücknahm, sowie der ernste, nachdenkliche, aber dennoch standhafte Gesichtsausdruck erinnern an eine Künstlerin, die unter dem faschistischen Regime großes Leid ertragen musste und trotzdem nie den Kampf für den Humanismus aufgab. Das überlebensgroße Denkmal, eine bildhauerische Meisterleistung, gilt heute als Seitz' Hauptwerk.
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Käthe Kollwitz (Entwurf zum Käthe-Kollwitz-Denkmal). Bronze mit brauner Patina. 1956. 34 x 17 x 20 cm.
Mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln".
Nicht bei Grohn - Eines von insgesamt zwei Exemplaren. - Provenienz: Geschenk von Luise Seitz an Helga Steffan, Hamburg; 2013 Privatsammlung Lübeck. - 1956 erhielt Gustav Seitz, der bereits zu dieser Zeit zu den bedeutendsten Bildhauern der DDR zählte, den Auftrag zur Schaffung eines Denkmals für Käthe Kollwitz auf dem Berliner Käthe-Kollwitz-Platz im Prenzlauer Berg. An jenem Ort hatte sich einst das Wohnhaus der Künstlerin befunden, das 1943 bei einem Bombenangriff zerstört wurde. Bereits seit 1950 erinnerte dort eine Kalksteinkopie von Kollwitz' eigener Skulptur "Mutter mit zwei Kindern" an ihr Leben und Werk. Unsere Bronze, der zweite plastische Entwurf, dokumentiert auf eindrucksvolle Weise den zwei Jahre andauernden Kompositionsprozess des Bildhauers, wobei ihm das späte Selbstbildnis von Kollwitz aus dem Jahr 1938 als Anhaltspunkt diente. Im Unterschied zu später ausgeführten Fassungen zeigt unsere Plastik die dargestellte Kollwitz noch beide Hände über einer auf dem Schoß ruhenden Zeichenmappe gefaltet. Im endgültigen, 1958 vollendeten Denkmal (Grohn 127) entschied sich Seitz für eine reduziertere, kubische Formensprache, die an jene Ernst Barlachs erinnert: Dort hält die Künstlerin die nun neben sich platzierte Zeichenmappe mit der linken Hand umfasst, während sie in der rechten, auf dem Schoß ruhenden Hand einen Kreidestift bereithält. Die leicht nach vorn gebeugte Körperhaltung unserer Bronze, die Seitz in der finalen Version etwas zurücknahm, sowie der ernste, nachdenkliche, aber dennoch standhafte Gesichtsausdruck erinnern an eine Künstlerin, die unter dem faschistischen Regime großes Leid ertragen musste und trotzdem nie den Kampf für den Humanismus aufgab. Das überlebensgroße Denkmal, eine bildhauerische Meisterleistung, gilt heute als Seitz' Hauptwerk.
272
Seitz, Gustav
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Ernst Niekisch (Zweite Fassung). Bronze mit schwarzbrauner Patina. 1955. 31 x 19 x 27 cm. Auf Holzsockel (Höhe: 10 cm).
Signiert (geritzt), mit dem Stempel "GS-ST" sowie mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln".
Grohn 345 - Abgebildet in: Brigitte Heise und Bernd Schälicke, Gustav Seitz. 50 Köpfe, Hamburg 2013, Katalog-Nr. 20, S. 77. - Auftraggeber des Porträts von Ernst Niekisch war dessen Freund und politischer Weggefährte Joseph E. Drexel. Kennengelernt hatten sich beide 1923 im Bund Oberland, wo Niekisch als einer der führenden Vertreter des Nationalbolschewismus und Mitglied der USPD bereits früh öffentlich gegen Hitler Stellung bezog. 1939 wurden beide unter anderem wegen ihrer politischen Publikationen vom Volksgerichtshof zu lebenslanger Haft verurteilt. Wegen Hochverrats ins Zuchthaus Brandenburg deportiert, erlitt Niekisch in jener Zeit schwere körperliche Schäden und erblindete fast vollständig. Nach seiner Befreiung durch die Rote Armee trat Niekisch zunächst der KPD und später der neu gegründeten SED bei. Zudem übernahm er eine Lehrstelle für Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine zunehmend kritische Haltung gegenüber der Führung der DDR führte jedoch 1955 zu seinem Austritt aus der Partei. Im selben Jahr beauftragte Drexel den Bildhauer Seitz mit dem Porträt seines langjährigen Freundes, dessen fortwährend antifaschistisches Engagement er mit diesem Porträt würdigen wollte.
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Ernst Niekisch (Zweite Fassung). Bronze mit schwarzbrauner Patina. 1955. 31 x 19 x 27 cm. Auf Holzsockel (Höhe: 10 cm).
Signiert (geritzt), mit dem Stempel "GS-ST" sowie mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln".
Grohn 345 - Abgebildet in: Brigitte Heise und Bernd Schälicke, Gustav Seitz. 50 Köpfe, Hamburg 2013, Katalog-Nr. 20, S. 77. - Auftraggeber des Porträts von Ernst Niekisch war dessen Freund und politischer Weggefährte Joseph E. Drexel. Kennengelernt hatten sich beide 1923 im Bund Oberland, wo Niekisch als einer der führenden Vertreter des Nationalbolschewismus und Mitglied der USPD bereits früh öffentlich gegen Hitler Stellung bezog. 1939 wurden beide unter anderem wegen ihrer politischen Publikationen vom Volksgerichtshof zu lebenslanger Haft verurteilt. Wegen Hochverrats ins Zuchthaus Brandenburg deportiert, erlitt Niekisch in jener Zeit schwere körperliche Schäden und erblindete fast vollständig. Nach seiner Befreiung durch die Rote Armee trat Niekisch zunächst der KPD und später der neu gegründeten SED bei. Zudem übernahm er eine Lehrstelle für Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine zunehmend kritische Haltung gegenüber der Führung der DDR führte jedoch 1955 zu seinem Austritt aus der Partei. Im selben Jahr beauftragte Drexel den Bildhauer Seitz mit dem Porträt seines langjährigen Freundes, dessen fortwährend antifaschistisches Engagement er mit diesem Porträt würdigen wollte.
273
Seitz, Gustav
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Das Strumpfband. Bronze mit schwarzbrauner Patina. 1949. 22,5 x 6 x 13 cm.
Signiert u. datiert. Auf der Standfläche nummeriert "II". Mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln".
Grohn 78.
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Das Strumpfband. Bronze mit schwarzbrauner Patina. 1949. 22,5 x 6 x 13 cm.
Signiert u. datiert. Auf der Standfläche nummeriert "II". Mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln".
Grohn 78.
274
Sitte, Willi
(Kratzau 1921 - 2013 Halle an der Saale)
Studie mit Akten (Strand). Öl, Gouache sowie Pinsel u. Feder in Tusche auf festem Karton. 1960. 54 x 61 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso datiert u. betitelt.
Provenienz: Privatsammlung Berlin, direkt vom Künstler erworben. - Die vorliegende Studie zählt zu den frühen Beispielen des Motivs "Menschen am Strand", das in der ostdeutschen Gesellschaft zu einem Sinnbild für Sehnsucht, Freiheit und vorübergehende Unbeschwertheit in den 60er und 70er Jahren werden sollte. Am Strand schienen alle gleich zu sein; für die Dauer weniger Urlaubstage konnten die Sorgen und Zwänge des Alltags in den Hintergrund treten. Mit seinem freien, gestischen Duktus und dem lebendigen Farbauftrag verdichtet Sitte schwebende Formen, Sand und menschliche Körper zu einem atmosphärischen Ganzen. Wie eine flüchtige Erinnerung mit nur angedeuteten Konturen und Formen heben sich die Figuren vor einem grauen Hintergrund ab. Einzelne Körper, Bewegungen und Details werden bei näherer Betrachtung sichtbar, bleiben jedoch insgesamt bewusst diffus und offen. So entsteht das Bild einer Gemeinschaft aus Paaren und Einzelpersonen, die weniger durch ihre Beziehungen als vielmehr durch den Ort und ihre Menschlichkeit miteinander verbunden sind. Auf eindrucksvolle Weise vermittelt Sitte das lichte, sommerliche Gefühl einer unbeschwerten Gemeinschaft. Bei einem Interview mit Günter Gaus im Berliner Rundfunk 1996 erklärte Willi Sitte zu seiner Vorliebe für Aktmalerei: "Das ist für mich die große Leidenschaft. Der Mensch ist für mich der eigentliche Mittelpunkt. Deswegen kann ich vom Menschen, den der liebe Gott geschaffen hat, als Maler nicht ablassen." (Gespräch, RBB, 14.09.1996, Text online). - Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
(Kratzau 1921 - 2013 Halle an der Saale)
Studie mit Akten (Strand). Öl, Gouache sowie Pinsel u. Feder in Tusche auf festem Karton. 1960. 54 x 61 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso datiert u. betitelt.
Provenienz: Privatsammlung Berlin, direkt vom Künstler erworben. - Die vorliegende Studie zählt zu den frühen Beispielen des Motivs "Menschen am Strand", das in der ostdeutschen Gesellschaft zu einem Sinnbild für Sehnsucht, Freiheit und vorübergehende Unbeschwertheit in den 60er und 70er Jahren werden sollte. Am Strand schienen alle gleich zu sein; für die Dauer weniger Urlaubstage konnten die Sorgen und Zwänge des Alltags in den Hintergrund treten. Mit seinem freien, gestischen Duktus und dem lebendigen Farbauftrag verdichtet Sitte schwebende Formen, Sand und menschliche Körper zu einem atmosphärischen Ganzen. Wie eine flüchtige Erinnerung mit nur angedeuteten Konturen und Formen heben sich die Figuren vor einem grauen Hintergrund ab. Einzelne Körper, Bewegungen und Details werden bei näherer Betrachtung sichtbar, bleiben jedoch insgesamt bewusst diffus und offen. So entsteht das Bild einer Gemeinschaft aus Paaren und Einzelpersonen, die weniger durch ihre Beziehungen als vielmehr durch den Ort und ihre Menschlichkeit miteinander verbunden sind. Auf eindrucksvolle Weise vermittelt Sitte das lichte, sommerliche Gefühl einer unbeschwerten Gemeinschaft. Bei einem Interview mit Günter Gaus im Berliner Rundfunk 1996 erklärte Willi Sitte zu seiner Vorliebe für Aktmalerei: "Das ist für mich die große Leidenschaft. Der Mensch ist für mich der eigentliche Mittelpunkt. Deswegen kann ich vom Menschen, den der liebe Gott geschaffen hat, als Maler nicht ablassen." (Gespräch, RBB, 14.09.1996, Text online). - Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
275
Sitte, Willi
(Kratzau 1921 - 2013 Halle an der Saale)
Weiblicher Paris I. Öl auf Karton. 1971. 61,5 x 54,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso datiert u. betitelt. Auf der Rahmenrückwand ebenfalls betitelt.
Ausgestellt und abgebildet in: Sittes Welt. Willi Sitte: Die Retrospektive. Halle, Kunstmuseum Moritzburg, 2021, S. 442. - Der Bildträger materialbedingt leicht gewellt. Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
(Kratzau 1921 - 2013 Halle an der Saale)
Weiblicher Paris I. Öl auf Karton. 1971. 61,5 x 54,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso datiert u. betitelt. Auf der Rahmenrückwand ebenfalls betitelt.
Ausgestellt und abgebildet in: Sittes Welt. Willi Sitte: Die Retrospektive. Halle, Kunstmuseum Moritzburg, 2021, S. 442. - Der Bildträger materialbedingt leicht gewellt. Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
276
Sintenis, Renée
(Glatz 1888 - 1965 Berlin)
Liegendes Zebukalb. Bronze mit schwarzgoldener Patina. 1924. 5,8 x 10 x 3,8 cm.
Zweifach monogrammiert sowie nummeriert "8". Auf der Standfläche mit dem Gießerstempel "H. Noack Berlin Friedenau".
Buhlmann 201 - Berger/Ladwig/Wenzel-Lent 61.
(Glatz 1888 - 1965 Berlin)
Liegendes Zebukalb. Bronze mit schwarzgoldener Patina. 1924. 5,8 x 10 x 3,8 cm.
Zweifach monogrammiert sowie nummeriert "8". Auf der Standfläche mit dem Gießerstempel "H. Noack Berlin Friedenau".
Buhlmann 201 - Berger/Ladwig/Wenzel-Lent 61.
277
Steiauf, Heinrich Friedrich
(Groß-Zimmern 1908 - 1968 Frankfurt am Main)
Mädchen mit Hyazinthe. Öl auf Leinwand. 1932. 60 x 23,5 cm. Gerahmt.
Signiert, datiert (5.32) u. mit der Ortsangabe "Ffm" (Frankfurt am Main) versehen.
Das hochformatige Gemälde entstand 1932, als Steiauf der Meisterklasse Max Beckmanns an der Frankfurter Städelschule angehörte. Dessen Einfluss zeigt sich in der straffen Komposition und dem verdichteten, beinahe bühnenhaften Bildraum. Der kaum ausgeführte Hintergrund, der stilisierte vereinfachte Kopf, die dunklen Augen und die betonten Hände konzentrieren die Darstellung auf ihren seelischen Ausdruck. Auch die spannungsvolle Gegenüberstellung des kühlen Kleides mit warmem Inkarnat, roten Lippen und rosafarbener Blüte verweist auf Beckmanns Lehre. Steiauf übernimmt diese Gestaltungsmittel jedoch nicht schematisch. Sein weicher Farbauftrag und die zurückhaltende Kontur mildern Beckmanns dramatische Härte zu einer lyrisch-melancholischen Versunkenheit. So verbindet die junge Frau die konstruktive Strenge der Beckmann-Schule mit einer eigenständigen, neusachlich geprägten Sensibilität. Die Hyazinthe als Frühlingsblume verweist auf Jugend, Erwachen und Vergänglichkeit. Sie und das dargestellte Mädchen erscheinen gleichermaßen zart und dem Vergehen ausgesetzt. Als Werk aus dem letzten vollständigen Jahr der Meisterklasse steht Steiaufs Gemälde zugleich für einen lange wenig beachteten Abschnitt der Frankfurter Moderne, der mit Beckmanns Entlassung und der Auflösung seiner Klasse im Frühjahr 1933 gewaltsam endete. - Die Leinwand mit einer leichten Kratzspur.
(Groß-Zimmern 1908 - 1968 Frankfurt am Main)
Mädchen mit Hyazinthe. Öl auf Leinwand. 1932. 60 x 23,5 cm. Gerahmt.
Signiert, datiert (5.32) u. mit der Ortsangabe "Ffm" (Frankfurt am Main) versehen.
Das hochformatige Gemälde entstand 1932, als Steiauf der Meisterklasse Max Beckmanns an der Frankfurter Städelschule angehörte. Dessen Einfluss zeigt sich in der straffen Komposition und dem verdichteten, beinahe bühnenhaften Bildraum. Der kaum ausgeführte Hintergrund, der stilisierte vereinfachte Kopf, die dunklen Augen und die betonten Hände konzentrieren die Darstellung auf ihren seelischen Ausdruck. Auch die spannungsvolle Gegenüberstellung des kühlen Kleides mit warmem Inkarnat, roten Lippen und rosafarbener Blüte verweist auf Beckmanns Lehre. Steiauf übernimmt diese Gestaltungsmittel jedoch nicht schematisch. Sein weicher Farbauftrag und die zurückhaltende Kontur mildern Beckmanns dramatische Härte zu einer lyrisch-melancholischen Versunkenheit. So verbindet die junge Frau die konstruktive Strenge der Beckmann-Schule mit einer eigenständigen, neusachlich geprägten Sensibilität. Die Hyazinthe als Frühlingsblume verweist auf Jugend, Erwachen und Vergänglichkeit. Sie und das dargestellte Mädchen erscheinen gleichermaßen zart und dem Vergehen ausgesetzt. Als Werk aus dem letzten vollständigen Jahr der Meisterklasse steht Steiaufs Gemälde zugleich für einen lange wenig beachteten Abschnitt der Frankfurter Moderne, der mit Beckmanns Entlassung und der Auflösung seiner Klasse im Frühjahr 1933 gewaltsam endete. - Die Leinwand mit einer leichten Kratzspur.
278
Stöhrer, Walter
(Stuttgart 1937 - 2000 Scholderup)
o.T. Mischtechnik (Acryl, farbige Tinte, Goldfarbe, Ölkreide, Pinsel in Tusche, Bleistift) auf Karton. 1979. 43,8 x 60 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. bezeichnet. Verso signiert u. mit der Adresse des Künstlers versehen.
Die Arbeit wird in das Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier von Walter Stöhrer von Hanne Forstbauer, Scholderup, unter der Nummer "WV 1979-022" aufgenommen. Wir danken Frau Forstbauer für die freundliche Auskunft. - Provenienz: Atelier des Künstlers; Privatsammlung Stuttgart; Privatsammlung Baden-Württemberg. - Stöhrer schuf vorliegende Arbeit während eines Florenzaufenthaltes.
(Stuttgart 1937 - 2000 Scholderup)
o.T. Mischtechnik (Acryl, farbige Tinte, Goldfarbe, Ölkreide, Pinsel in Tusche, Bleistift) auf Karton. 1979. 43,8 x 60 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. bezeichnet. Verso signiert u. mit der Adresse des Künstlers versehen.
Die Arbeit wird in das Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier von Walter Stöhrer von Hanne Forstbauer, Scholderup, unter der Nummer "WV 1979-022" aufgenommen. Wir danken Frau Forstbauer für die freundliche Auskunft. - Provenienz: Atelier des Künstlers; Privatsammlung Stuttgart; Privatsammlung Baden-Württemberg. - Stöhrer schuf vorliegende Arbeit während eines Florenzaufenthaltes.
279
Stötzer, Werner
(Sonneberg 1931 - 2010 Altlangsow)
Stehender weiblicher Akt. Steinguss. 1964. 90,7 x 26 x 22 cm.
Auf der Plinthe monogrammiert (verwittert).
Volpert/Zimmermann 046 - Brief und Fotos von Sylvia Hagen mit Bestätigung der Authentizität und Angaben zur Gussgeschichte in Kopie beigegeben. - Steinguss der Kunstformerei Markus Schulz von 1989. - Stärkere Witterungsspuren.
(Sonneberg 1931 - 2010 Altlangsow)
Stehender weiblicher Akt. Steinguss. 1964. 90,7 x 26 x 22 cm.
Auf der Plinthe monogrammiert (verwittert).
Volpert/Zimmermann 046 - Brief und Fotos von Sylvia Hagen mit Bestätigung der Authentizität und Angaben zur Gussgeschichte in Kopie beigegeben. - Steinguss der Kunstformerei Markus Schulz von 1989. - Stärkere Witterungsspuren.
280
Strawalde
(Frankenberg 1931 - lebt in Berlin)
Grüne Frau. Öl über Stoffcollage auf Leinwand. 1987. 83,5 x 135,5 cm. Gerahmt.
Recto u. verso signiert u. datiert (7.X.1987). Der Keilrahmen verso mit einem Etikett, dort typografisch betitelt.
Ausgestellt und abgebildet in: Strawalde. Jürgen Böttcher. Maler und Regisseur. Altenburg, Lindenau-Museum, 2012, S. 105. - Vereinzeltes minimales Craquelé.
(Frankenberg 1931 - lebt in Berlin)
Grüne Frau. Öl über Stoffcollage auf Leinwand. 1987. 83,5 x 135,5 cm. Gerahmt.
Recto u. verso signiert u. datiert (7.X.1987). Der Keilrahmen verso mit einem Etikett, dort typografisch betitelt.
Ausgestellt und abgebildet in: Strawalde. Jürgen Böttcher. Maler und Regisseur. Altenburg, Lindenau-Museum, 2012, S. 105. - Vereinzeltes minimales Craquelé.
281
Strawalde
(Frankenberg 1931 - lebt in Berlin)
Ostwestliches Sofa. Mischtechnik (Öl, Karton, Stoff, Sand, Schallplattenfragment) auf Leinwand. 1991. 192 x 131 cm. Gerahmt.
Recto u. verso signiert u. datiert (Mai 1991). Verso zusätzlich betitelt.
Ausgestellt und abgebildet in: Strawalde. Jürgen Böttcher. Maler und Regisseur. Altenburg, Lindenau-Museum, 2012, S. 127. - Vereinzeltes minimales Craquelé.
(Frankenberg 1931 - lebt in Berlin)
Ostwestliches Sofa. Mischtechnik (Öl, Karton, Stoff, Sand, Schallplattenfragment) auf Leinwand. 1991. 192 x 131 cm. Gerahmt.
Recto u. verso signiert u. datiert (Mai 1991). Verso zusätzlich betitelt.
Ausgestellt und abgebildet in: Strawalde. Jürgen Böttcher. Maler und Regisseur. Altenburg, Lindenau-Museum, 2012, S. 127. - Vereinzeltes minimales Craquelé.
