All Artworks
(315)
242
Rainer, Arnulf
(Baden bei Wien 1929 - 2025 Wien)
Breitkreuz silber/weinrot. Kaltnadelradierung in Silber u. Rot auf Büttenkarton. 1999. 22,5 x 18,5 (53,2 x 37) cm.
Signiert u. nummeriert "17/35". Mit dem Trockenstempel des Druckers Kurt Zein, Wien.
Nicht mehr bei Breicha - Provenienz: Vom Vorbesitzer 2013 in der Galerie Sabine Knust, München, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben).
(Baden bei Wien 1929 - 2025 Wien)
Breitkreuz silber/weinrot. Kaltnadelradierung in Silber u. Rot auf Büttenkarton. 1999. 22,5 x 18,5 (53,2 x 37) cm.
Signiert u. nummeriert "17/35". Mit dem Trockenstempel des Druckers Kurt Zein, Wien.
Nicht mehr bei Breicha - Provenienz: Vom Vorbesitzer 2013 in der Galerie Sabine Knust, München, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben).
243
Rataiczyk, Werner
(Eisleben 1921 - 2021 Halle)
Stehendes Mädchen (Jutta). Öl auf Hartfaser. 1953. 98,5 x 44,2 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso in Versalien signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Privatsammlung Berlin, direkt vom Künstler erworben. - Unser 1953 in Halle entstandenes Gemälde "Stehendes Mädchen (Jutta)" gehört zu den frühen eigenständigen Figurenbildern Werner Rataiczyks und entstand unmittelbar nach dem Abschluss seines Studiums an der Burg Giebichenstein, wo er von 1947 bis 1952 bei Erwin Hahs ausgebildet wurde. Dessen von der Klassischen Moderne geprägtes Verständnis einer autonomen, auf Farbe und Form gegründeten Malerei bildete eine wesentliche Grundlage für Rataiczyks frühes Werk. - Vor einem in fein abgestuften Grauwerten gehaltenen Hintergrund erscheint die isolierte Figur eines jungen Mädchens. Der auf wenige Elemente reduzierte Bildraum lenkt den Blick ganz auf die ruhige Präsenz der Gestalt. Überlängte Proportionen, vereinfachte Gesichtszüge und eine reservierte Haltung verleihen der Dargestellten eine zeitlose, beinahe entrückte Wirkung. Der Blütenzweig setzt als einziger farbiger Akzent einen lyrischen Kontrapunkt innerhalb der gedämpften Komposition. - Die tonige Farbigkeit erinnert an das für die hallesche Malerei charakteristische "hallische Grau", das weniger der Naturbeobachtung als der atmosphärischen und formalen Verdichtung dient. In der Vereinfachung der Formen und der Konzentration auf die autonome Bildwirkung zeigt sich Rataiczyks Auseinandersetzung mit der Klassischen Moderne, insbesondere mit Werken von Pablo Picasso. - Entstanden in einer Zeit, in der die kulturpolitischen Vorgaben der DDR zunehmend auf den Sozialistischen Realismus ausgerichtet wurden, setzt das Gemälde einen bemerkenswerten Gegenakzent. An die Stelle erzählerischer oder ideologisch geprägter Inhalte tritt die Konzentration auf die einzelne Figur und ihre malerische Präsenz. Unser Gemälde dokumentiert damit die Kontinuität der an der Burg Giebichenstein gepflegten Moderne und markiert zugleich einen frühen Höhepunkt in Rataiczyks Figurenmalerei.
(Eisleben 1921 - 2021 Halle)
Stehendes Mädchen (Jutta). Öl auf Hartfaser. 1953. 98,5 x 44,2 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso in Versalien signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Privatsammlung Berlin, direkt vom Künstler erworben. - Unser 1953 in Halle entstandenes Gemälde "Stehendes Mädchen (Jutta)" gehört zu den frühen eigenständigen Figurenbildern Werner Rataiczyks und entstand unmittelbar nach dem Abschluss seines Studiums an der Burg Giebichenstein, wo er von 1947 bis 1952 bei Erwin Hahs ausgebildet wurde. Dessen von der Klassischen Moderne geprägtes Verständnis einer autonomen, auf Farbe und Form gegründeten Malerei bildete eine wesentliche Grundlage für Rataiczyks frühes Werk. - Vor einem in fein abgestuften Grauwerten gehaltenen Hintergrund erscheint die isolierte Figur eines jungen Mädchens. Der auf wenige Elemente reduzierte Bildraum lenkt den Blick ganz auf die ruhige Präsenz der Gestalt. Überlängte Proportionen, vereinfachte Gesichtszüge und eine reservierte Haltung verleihen der Dargestellten eine zeitlose, beinahe entrückte Wirkung. Der Blütenzweig setzt als einziger farbiger Akzent einen lyrischen Kontrapunkt innerhalb der gedämpften Komposition. - Die tonige Farbigkeit erinnert an das für die hallesche Malerei charakteristische "hallische Grau", das weniger der Naturbeobachtung als der atmosphärischen und formalen Verdichtung dient. In der Vereinfachung der Formen und der Konzentration auf die autonome Bildwirkung zeigt sich Rataiczyks Auseinandersetzung mit der Klassischen Moderne, insbesondere mit Werken von Pablo Picasso. - Entstanden in einer Zeit, in der die kulturpolitischen Vorgaben der DDR zunehmend auf den Sozialistischen Realismus ausgerichtet wurden, setzt das Gemälde einen bemerkenswerten Gegenakzent. An die Stelle erzählerischer oder ideologisch geprägter Inhalte tritt die Konzentration auf die einzelne Figur und ihre malerische Präsenz. Unser Gemälde dokumentiert damit die Kontinuität der an der Burg Giebichenstein gepflegten Moderne und markiert zugleich einen frühen Höhepunkt in Rataiczyks Figurenmalerei.
244
Reuter, Erich Fritz
(1911 Berlin 1997)
Entwurf zum Denkmal des "Unbekannten Politischen Gefangenen". Bronze mit dunkelbrauner Patina. 1952. 46 x 49 x 64 cm.
Monogrammiert, bezeichnet "I" u. mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln" versehen.
Karpen 21 B - Ausgestellt in: Der unbekannte politische Gefangene. Berlin, Kunsthaus Dahlem, 2020, online abgebildet. - Wie kein anderer nach 1945 ist der Wettbewerb Spiegelbild einer höchst ideologisierten Kunstpolitik: Im Spannungsfeld des Ost-West-Konflikts wurde die Auslobung im Januar 1952 durch das Londoner Institute of Contemporary Arts (ICA) durchgeführt. Weltweit reagierten über 3.000 Bildhauer aus 57 Nationen auf die Ausschreibung, etwa 1.500 reichten Entwürfe ein. Mit 262 Einsendungen war die Beteiligung aus der noch jungen Bundesrepublik am höchsten. Um die Fülle der Einreichungen zu bewältigen, organisierte das ICA nationale Ausstellungen und Vorentscheidungen in Deutschland, England, Frankreich, Italien, Österreich, Norwegen und den USA. Zusammen mit den 46 Einreichungen aus der Schweiz wurden die deutschen Entwürfe 1952/53 im Haus am Waldsee in Berlin gezeigt. (Vgl. Kunsthaus Dahlem, artatberlin.com)
(1911 Berlin 1997)
Entwurf zum Denkmal des "Unbekannten Politischen Gefangenen". Bronze mit dunkelbrauner Patina. 1952. 46 x 49 x 64 cm.
Monogrammiert, bezeichnet "I" u. mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln" versehen.
Karpen 21 B - Ausgestellt in: Der unbekannte politische Gefangene. Berlin, Kunsthaus Dahlem, 2020, online abgebildet. - Wie kein anderer nach 1945 ist der Wettbewerb Spiegelbild einer höchst ideologisierten Kunstpolitik: Im Spannungsfeld des Ost-West-Konflikts wurde die Auslobung im Januar 1952 durch das Londoner Institute of Contemporary Arts (ICA) durchgeführt. Weltweit reagierten über 3.000 Bildhauer aus 57 Nationen auf die Ausschreibung, etwa 1.500 reichten Entwürfe ein. Mit 262 Einsendungen war die Beteiligung aus der noch jungen Bundesrepublik am höchsten. Um die Fülle der Einreichungen zu bewältigen, organisierte das ICA nationale Ausstellungen und Vorentscheidungen in Deutschland, England, Frankreich, Italien, Österreich, Norwegen und den USA. Zusammen mit den 46 Einreichungen aus der Schweiz wurden die deutschen Entwürfe 1952/53 im Haus am Waldsee in Berlin gezeigt. (Vgl. Kunsthaus Dahlem, artatberlin.com)
245
Reed, David
(San Diego 1946 - lebt in New York)
Studio Study #11, 2017 (For Painting #662). Öl u. Alkydharzlack über Papiercollage u. eine Fotocollage auf Karton. 2017. 38 x 53,6 cm. Beidseitig sichtbar unter Glas gerahmt.
Mit handschriftlichen Notizen zum Werk. Verso signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Privatsammlung Berlin. - Mit handschriftlichen Notizen zum Werk vom 12.7.2013 bis 16.11.2014, wie folgt: "Toxic California light - use image of Los Angeles modernist house in 'True Detective' seen while working on this study / This smog really relates to the house at 1541 Garrison Place, San Diego / Used an image of our house on this study. Architect: John August Reed. / etc.".
(San Diego 1946 - lebt in New York)
Studio Study #11, 2017 (For Painting #662). Öl u. Alkydharzlack über Papiercollage u. eine Fotocollage auf Karton. 2017. 38 x 53,6 cm. Beidseitig sichtbar unter Glas gerahmt.
Mit handschriftlichen Notizen zum Werk. Verso signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Privatsammlung Berlin. - Mit handschriftlichen Notizen zum Werk vom 12.7.2013 bis 16.11.2014, wie folgt: "Toxic California light - use image of Los Angeles modernist house in 'True Detective' seen while working on this study / This smog really relates to the house at 1541 Garrison Place, San Diego / Used an image of our house on this study. Architect: John August Reed. / etc.".
246
Reynolds, Alan
(Newmarket 1926 - 2014 Kent)
Structure - Green, Yellow, Black and Red. Öl auf Karton. 1961. 111 x 100,5 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso Etikett der Redfern Gallery, London, dort von fremder Hand signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Von der Vorbesitzerin in der Galerie Annely Juda Fine Art, London, erworben. - Ausgestellt in: Pittsburgh International Exhibition of Contemporary Painting. Pittsburgh, Carnegie Institute, Department of Fine Art, 1961 (verso Ausstellungsetikett). - Unser 1961 entstandenes Werk gehört zu jener entscheidenden Übergangsphase, in der sich Reynolds von der neo-romantischen Landschaftsmalerei löste und zu einer eigenständigen konstruktiven Bildsprache fand. Die Hinwendung zur Abstraktion bedeutete dabei keinen vollständigen Bruch mit der Natur. Vielmehr überführte der Künstler deren wahrgenommene Gliederungen, Rhythmen und Kräfteverhältnisse in ein autonomes Gefüge aus Fläche, Farbe und Proportion. Die Komposition wird von einem tiefen, nahezu schwarzen Farbfeld beherrscht. An den Rändern treten kleinere grüne, gelbe und rote Farbkörper hervor. Besonders das kräftige Rot rechts oben und das warme Gelb im unteren rechten Bereich wirken wie visuelle Akzente innerhalb der dunklen Grundstruktur. Links antwortet ihnen eine große, angeschnittene ovale Form in gedämpftem Grün. Helle Zonen am oberen und unteren Bildrand öffnen die Komposition und setzen der Schwere des Zentrums eine lichte, beinahe schwebende Gegenbewegung entgegen. - Reynolds vermeidet die makellose Oberfläche und die mathematische Härte einer rein geometrischen Abstraktion. Die Farbfelder besitzen sichtbare malerische Texturen; Kanten bleiben stellenweise offen, überarbeitet oder leicht verschoben. Dadurch bewahrt das Bild den Charakter eines gewachsenen Organismus. Ordnung und Improvisation, Stabilität und Bewegung halten sich gegenseitig im Gleichgewicht. Gerade diese Balance gehört zu den grundlegenden Anliegen des Künstlers, dessen Werk von der Galeristin Annely Juda als eine lebenslange Suche nach dem Gleichgewicht beschrieben wird. - Der Titel Structure verweist entsprechend weniger auf ein dargestelltes Motiv als auf das eigentliche Thema des Bildes: das Verhältnis der einzelnen Formen zueinander und zum Ganzen. Die stark begrenzte Palette dient nicht der Beschreibung sichtbarer Gegenstände. Farbe wird vielmehr als strukturelle Kraft eingesetzt. So entsteht ein Bildgefüge, das zugleich architektonisch und lebendig erscheint. - Bereits Reynolds' gefeierte Gemälde der 1950er Jahre waren durch starke horizontale Teilungen und eine zunehmende Vereinfachung natürlicher Formen bestimmt. Ab 1958 trat die gegenständliche Erscheinung immer weiter zurück. Dabei waren insbesondere Paul Klee, dessen Werk Reynolds unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland kennenlernte, sowie Piet Mondrian wichtige Bezugspunkte. Anders als Mondrian behielt Reynolds jedoch eine spürbar malerische, intuitive und von Naturerfahrung geprägte Formensprache bei. Die frühe internationale Präsentation unseres Gemäldes unterstreicht seinen Rang. Noch im Entstehungsjahr war es in der Pittsburgh International Exhibition of Contemporary Painting des Carnegie Institute zu sehen. Structure - Green, Yellow, Black and Red ist damit nicht nur ein charakteristisches Beispiel der britischen Nachkriegsabstraktion, sondern ein Schlüsselwerk innerhalb von Reynolds' persönlicher Entwicklung. In seiner Verbindung von geometrischer Disziplin, malerischer Empfindsamkeit und unterschwelliger Naturerinnerung zeigt es einen Künstler, der Abstraktion nicht als Verzicht, sondern als Vertiefung verstand: als Suche nach einer Ordnung hinter den sichtbaren Dingen. - Minimale Randläsuren.
(Newmarket 1926 - 2014 Kent)
Structure - Green, Yellow, Black and Red. Öl auf Karton. 1961. 111 x 100,5 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso Etikett der Redfern Gallery, London, dort von fremder Hand signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Von der Vorbesitzerin in der Galerie Annely Juda Fine Art, London, erworben. - Ausgestellt in: Pittsburgh International Exhibition of Contemporary Painting. Pittsburgh, Carnegie Institute, Department of Fine Art, 1961 (verso Ausstellungsetikett). - Unser 1961 entstandenes Werk gehört zu jener entscheidenden Übergangsphase, in der sich Reynolds von der neo-romantischen Landschaftsmalerei löste und zu einer eigenständigen konstruktiven Bildsprache fand. Die Hinwendung zur Abstraktion bedeutete dabei keinen vollständigen Bruch mit der Natur. Vielmehr überführte der Künstler deren wahrgenommene Gliederungen, Rhythmen und Kräfteverhältnisse in ein autonomes Gefüge aus Fläche, Farbe und Proportion. Die Komposition wird von einem tiefen, nahezu schwarzen Farbfeld beherrscht. An den Rändern treten kleinere grüne, gelbe und rote Farbkörper hervor. Besonders das kräftige Rot rechts oben und das warme Gelb im unteren rechten Bereich wirken wie visuelle Akzente innerhalb der dunklen Grundstruktur. Links antwortet ihnen eine große, angeschnittene ovale Form in gedämpftem Grün. Helle Zonen am oberen und unteren Bildrand öffnen die Komposition und setzen der Schwere des Zentrums eine lichte, beinahe schwebende Gegenbewegung entgegen. - Reynolds vermeidet die makellose Oberfläche und die mathematische Härte einer rein geometrischen Abstraktion. Die Farbfelder besitzen sichtbare malerische Texturen; Kanten bleiben stellenweise offen, überarbeitet oder leicht verschoben. Dadurch bewahrt das Bild den Charakter eines gewachsenen Organismus. Ordnung und Improvisation, Stabilität und Bewegung halten sich gegenseitig im Gleichgewicht. Gerade diese Balance gehört zu den grundlegenden Anliegen des Künstlers, dessen Werk von der Galeristin Annely Juda als eine lebenslange Suche nach dem Gleichgewicht beschrieben wird. - Der Titel Structure verweist entsprechend weniger auf ein dargestelltes Motiv als auf das eigentliche Thema des Bildes: das Verhältnis der einzelnen Formen zueinander und zum Ganzen. Die stark begrenzte Palette dient nicht der Beschreibung sichtbarer Gegenstände. Farbe wird vielmehr als strukturelle Kraft eingesetzt. So entsteht ein Bildgefüge, das zugleich architektonisch und lebendig erscheint. - Bereits Reynolds' gefeierte Gemälde der 1950er Jahre waren durch starke horizontale Teilungen und eine zunehmende Vereinfachung natürlicher Formen bestimmt. Ab 1958 trat die gegenständliche Erscheinung immer weiter zurück. Dabei waren insbesondere Paul Klee, dessen Werk Reynolds unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland kennenlernte, sowie Piet Mondrian wichtige Bezugspunkte. Anders als Mondrian behielt Reynolds jedoch eine spürbar malerische, intuitive und von Naturerfahrung geprägte Formensprache bei. Die frühe internationale Präsentation unseres Gemäldes unterstreicht seinen Rang. Noch im Entstehungsjahr war es in der Pittsburgh International Exhibition of Contemporary Painting des Carnegie Institute zu sehen. Structure - Green, Yellow, Black and Red ist damit nicht nur ein charakteristisches Beispiel der britischen Nachkriegsabstraktion, sondern ein Schlüsselwerk innerhalb von Reynolds' persönlicher Entwicklung. In seiner Verbindung von geometrischer Disziplin, malerischer Empfindsamkeit und unterschwelliger Naturerinnerung zeigt es einen Künstler, der Abstraktion nicht als Verzicht, sondern als Vertiefung verstand: als Suche nach einer Ordnung hinter den sichtbaren Dingen. - Minimale Randläsuren.
247
Röhl, Karl Peter
(1890 Kiel 1975)
o.T. (Tektonische Komposition I). Pinsel in Tusche auf chamoisfarbenem Karton. 1920. 48,5 x 32,3 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Hofstaetter Z 1920-20 - Provenienz: Sammlung Edwin Redslob, Berlin, danach in Familienbesitz; 1994 Galerie Bodo Niemann, Berlin; Privatsammlung Berlin.
(1890 Kiel 1975)
o.T. (Tektonische Komposition I). Pinsel in Tusche auf chamoisfarbenem Karton. 1920. 48,5 x 32,3 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Hofstaetter Z 1920-20 - Provenienz: Sammlung Edwin Redslob, Berlin, danach in Familienbesitz; 1994 Galerie Bodo Niemann, Berlin; Privatsammlung Berlin.
248
Röhl, Karl Peter
(1890 Kiel 1975)
o.T. (Abstrakte Komposition). Aquarell, Pinsel u. Feder in Tusche auf chamoisfarbenem Bütten. 1920. 37,5 x 46,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. mit Signaturzeichen versehen. Verso unleserlich betitelt. Auf dem Unterlagekarton zusätzlich signiert, datiert sowie mit der Ortsangabe "Weimar", dem Signaturzeichen u. Pentagramm versehen.
Nicht bei Hofstaetter - Der obere Rand mit einem Einriss.
(1890 Kiel 1975)
o.T. (Abstrakte Komposition). Aquarell, Pinsel u. Feder in Tusche auf chamoisfarbenem Bütten. 1920. 37,5 x 46,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. mit Signaturzeichen versehen. Verso unleserlich betitelt. Auf dem Unterlagekarton zusätzlich signiert, datiert sowie mit der Ortsangabe "Weimar", dem Signaturzeichen u. Pentagramm versehen.
Nicht bei Hofstaetter - Der obere Rand mit einem Einriss.
249
Rosenhauer, Theodor
(Dresden 1901 - 1996 Berlin)
Haus mit Schimmelgespann in der Lößnitz. Öl auf Leinwand. 1950. 45,5 x 60 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso betitelt u. mit der Werknummer "78" versehen.
Werner 165 - Provenienz: Galerie Finkbein, Dresden; 2006 Privatsammlung Oyten; Privatsammlung Radebeul. - Ausgestellt in: Theodor Rosenhauer. Dresden, Gemäldegalerie Neue Meister, 1968, Katalog-Nr. 79, S. 45; Theodor Rosenhauer. Dresden, Albertinum, 1988, ohne Angaben sowie in: Kunst der Vergangenheit. Frankfurt am Main, Galerie Frank Hänel, 1989, ohne Angaben. - Theodor Rosenhauer schuf vorliegendes Gemälde in einer für sein Ouvre entscheidenden Phase. Nach der Zerstörung Dresdens und dem weitgehenden Verlust seines Frühwerks wandte sich der Künstler erneut der unmittelbar erfahrbaren Umgebung zu. Die Lößnitz, die Landschaft um Radebeul westlich von Dresden, wurde für ihn zu einem wiederkehrenden Motivkreis. Häuser, Gärten, Weinberge, Straßen und winterliche Baumgruppen erscheinen in seinen Bildern jedoch nicht als topografisch genaue Veduten. Rosenhauer übersetzte das Gesehene vielmehr in eine konzentrierte, aus Farbe und tektonisch gefügten Formen entwickelte Bildordnung. - Charakteristisch für Rosenhauer ist die schwere, erdgebundene Farbigkeit. Ocker, Braun, Schwarzblau und gebrochenes Grau bestimmen den Grundklang. Das helle Fell des Schimmels, das stumpfe Gelb der Hauswand und das kräftige Ziegelrot am linken Gespann setzen sparsame, umso wirksamere Akzente. Licht wird nicht naturalistisch beschrieben, sondern scheint aus der Farbmaterie selbst hervorzutreten. Unter breiten, teils pastosen Pinselzügen bleibt die Struktur der Leinwand sichtbar; Konturen werden angesetzt, übergangen und erneut gefasst. Aus diesem Wechsel von Verdichtung und Offenheit entsteht jene matte, stoffliche Oberfläche, die Rosenhauers Malerei ihren unverwechselbaren Charakter verleiht. - Seine künstlerischen Grundlagen hatte Rosenhauer zwischen 1920 und 1924 bei Ferdinand Dorsch an der Dresdner Kunstakademie erworben. Prägend wirkten auf ihn die malerischen Realisten des späten 19. Jahrhunderts, insbesondere Wilhelm Leibl, Carl Schuch und Wilhelm Trübner. An deren toniger Farbauffassung und unmittelbarer Arbeit vor dem Motiv hielt Rosenhauer fest, ohne epigonal zu werden. Im Gemälde von 1950 verbindet sich diese Tradition mit einer Verknappung der Formen, die bereits auf die zunehmende Autonomie der Farbe in seinem späteren Werk vorausweist. - Entstanden in den frühen Jahren der DDR, entzieht sich das Bild einer programmatischen oder illustrativen Lesart. Zwar verweist das Pferdegespann auf die Arbeitswelt der noch stark ländlich geprägten Lößnitz; doch erhebt Rosenhauer weder das Motiv zum gesellschaftlichen Sinnbild noch gestaltet er es als idyllische Heimatansicht. Mensch, Tier, Architektur und Vegetation erscheinen als gleichgewichtige Bestandteile einer nüchtern erfassten Wirklichkeit. Gerade diese Konzentration auf das Elementare - auf Masse, Oberfläche, Licht und Farbe - begründet die stille Intensität des Bildes. - Die Leinwand minimal gewellt.
(Dresden 1901 - 1996 Berlin)
Haus mit Schimmelgespann in der Lößnitz. Öl auf Leinwand. 1950. 45,5 x 60 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso betitelt u. mit der Werknummer "78" versehen.
Werner 165 - Provenienz: Galerie Finkbein, Dresden; 2006 Privatsammlung Oyten; Privatsammlung Radebeul. - Ausgestellt in: Theodor Rosenhauer. Dresden, Gemäldegalerie Neue Meister, 1968, Katalog-Nr. 79, S. 45; Theodor Rosenhauer. Dresden, Albertinum, 1988, ohne Angaben sowie in: Kunst der Vergangenheit. Frankfurt am Main, Galerie Frank Hänel, 1989, ohne Angaben. - Theodor Rosenhauer schuf vorliegendes Gemälde in einer für sein Ouvre entscheidenden Phase. Nach der Zerstörung Dresdens und dem weitgehenden Verlust seines Frühwerks wandte sich der Künstler erneut der unmittelbar erfahrbaren Umgebung zu. Die Lößnitz, die Landschaft um Radebeul westlich von Dresden, wurde für ihn zu einem wiederkehrenden Motivkreis. Häuser, Gärten, Weinberge, Straßen und winterliche Baumgruppen erscheinen in seinen Bildern jedoch nicht als topografisch genaue Veduten. Rosenhauer übersetzte das Gesehene vielmehr in eine konzentrierte, aus Farbe und tektonisch gefügten Formen entwickelte Bildordnung. - Charakteristisch für Rosenhauer ist die schwere, erdgebundene Farbigkeit. Ocker, Braun, Schwarzblau und gebrochenes Grau bestimmen den Grundklang. Das helle Fell des Schimmels, das stumpfe Gelb der Hauswand und das kräftige Ziegelrot am linken Gespann setzen sparsame, umso wirksamere Akzente. Licht wird nicht naturalistisch beschrieben, sondern scheint aus der Farbmaterie selbst hervorzutreten. Unter breiten, teils pastosen Pinselzügen bleibt die Struktur der Leinwand sichtbar; Konturen werden angesetzt, übergangen und erneut gefasst. Aus diesem Wechsel von Verdichtung und Offenheit entsteht jene matte, stoffliche Oberfläche, die Rosenhauers Malerei ihren unverwechselbaren Charakter verleiht. - Seine künstlerischen Grundlagen hatte Rosenhauer zwischen 1920 und 1924 bei Ferdinand Dorsch an der Dresdner Kunstakademie erworben. Prägend wirkten auf ihn die malerischen Realisten des späten 19. Jahrhunderts, insbesondere Wilhelm Leibl, Carl Schuch und Wilhelm Trübner. An deren toniger Farbauffassung und unmittelbarer Arbeit vor dem Motiv hielt Rosenhauer fest, ohne epigonal zu werden. Im Gemälde von 1950 verbindet sich diese Tradition mit einer Verknappung der Formen, die bereits auf die zunehmende Autonomie der Farbe in seinem späteren Werk vorausweist. - Entstanden in den frühen Jahren der DDR, entzieht sich das Bild einer programmatischen oder illustrativen Lesart. Zwar verweist das Pferdegespann auf die Arbeitswelt der noch stark ländlich geprägten Lößnitz; doch erhebt Rosenhauer weder das Motiv zum gesellschaftlichen Sinnbild noch gestaltet er es als idyllische Heimatansicht. Mensch, Tier, Architektur und Vegetation erscheinen als gleichgewichtige Bestandteile einer nüchtern erfassten Wirklichkeit. Gerade diese Konzentration auf das Elementare - auf Masse, Oberfläche, Licht und Farbe - begründet die stille Intensität des Bildes. - Die Leinwand minimal gewellt.
250
Rosenhauer, Theodor
(Dresden 1901 - 1996 Berlin)
o.T. (Lilien, Sonnenblumen und Malven im Krug). Gouache auf Büttenkarton. 70 x 51,2 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Verso Widmung vom 21.II.1988.
Innerhalb Rosenhauers Oeuvre nehmen Blumenstücke eine eigenständige Stellung ein. Gerade in seinen Aquarellen zeigt sich die außergewöhnliche Fähigkeit des Künstlers, mit wenigen, präzise gesetzten Farbwerten eine dichte malerische Atmosphäre zu erzeugen. Vergleichbare Kompositionen entstanden vor allem seit den 1960er Jahren und gehören zu den charakteristischsten Arbeiten seines Spätwerks. - Die Komposition ist bewusst einfach gehalten: Ein schlichter glasierter Keramikkrug trägt einen locker gebundenen Strauß aus Lilien, Sonnenblumen, weißen Blüten und aufragenden Malven. Der schwarzbraune Hintergrund löst jeden räumlichen Bezug weitgehend auf und lenkt den Blick ganz auf das leuchtende Farbspiel der Blüten. Dadurch scheinen diese aus der Dunkelheit heraus aufzuleuchten; das Licht modelliert weniger den Raum als vielmehr die Eigenfarbe der Pflanzen. Insbesondere die leuchtenden Gelb- und Orangetöne der Lilien und Sonnenblumen sowie die bewegte, organisch rhythmisierte Anordnung des Bouquets lassen eine Auseinandersetzung mit van Goghs Auffassung der Farbe als autonomem Ausdrucksmittel erkennen. - Obwohl Rosenhauer dem traditionellen Blumenstilleben verpflichtet bleibt, vermeidet er jede dekorative Gefälligkeit und vermittelt durch den unterschiedlichen Reifegrad der Blüten den Eindruck eines natürlichen Werdens und Vergehens. - Die Blattränder mit vereinzelten Löchlein von Reißzwecken sowie rechts mit einer leichten vertikalen Knickspur.
(Dresden 1901 - 1996 Berlin)
o.T. (Lilien, Sonnenblumen und Malven im Krug). Gouache auf Büttenkarton. 70 x 51,2 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Verso Widmung vom 21.II.1988.
Innerhalb Rosenhauers Oeuvre nehmen Blumenstücke eine eigenständige Stellung ein. Gerade in seinen Aquarellen zeigt sich die außergewöhnliche Fähigkeit des Künstlers, mit wenigen, präzise gesetzten Farbwerten eine dichte malerische Atmosphäre zu erzeugen. Vergleichbare Kompositionen entstanden vor allem seit den 1960er Jahren und gehören zu den charakteristischsten Arbeiten seines Spätwerks. - Die Komposition ist bewusst einfach gehalten: Ein schlichter glasierter Keramikkrug trägt einen locker gebundenen Strauß aus Lilien, Sonnenblumen, weißen Blüten und aufragenden Malven. Der schwarzbraune Hintergrund löst jeden räumlichen Bezug weitgehend auf und lenkt den Blick ganz auf das leuchtende Farbspiel der Blüten. Dadurch scheinen diese aus der Dunkelheit heraus aufzuleuchten; das Licht modelliert weniger den Raum als vielmehr die Eigenfarbe der Pflanzen. Insbesondere die leuchtenden Gelb- und Orangetöne der Lilien und Sonnenblumen sowie die bewegte, organisch rhythmisierte Anordnung des Bouquets lassen eine Auseinandersetzung mit van Goghs Auffassung der Farbe als autonomem Ausdrucksmittel erkennen. - Obwohl Rosenhauer dem traditionellen Blumenstilleben verpflichtet bleibt, vermeidet er jede dekorative Gefälligkeit und vermittelt durch den unterschiedlichen Reifegrad der Blüten den Eindruck eines natürlichen Werdens und Vergehens. - Die Blattränder mit vereinzelten Löchlein von Reißzwecken sowie rechts mit einer leichten vertikalen Knickspur.
251
Robbel, Kurt
(Berlin 1909 - 1986 Mahlow)
Bei der Morgentoilette. Aquarell u. Gouache über Bleistift auf leichtem Karton. 1949. 62 x 46 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Robbel lehrte ab 1951 in verschiedenen Funktionen an der Kunsthochschule Weißensee, zuletzt als Professor. Er war mit Horst Strempel und Ernst Rudolf Vogenauer befreundet. Zu seinen Schülern gehörten u.a. Konrad Knebel, Ronald Paris, Hans Ticha und Hans Vent. - In den Kanten fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(Berlin 1909 - 1986 Mahlow)
Bei der Morgentoilette. Aquarell u. Gouache über Bleistift auf leichtem Karton. 1949. 62 x 46 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Robbel lehrte ab 1951 in verschiedenen Funktionen an der Kunsthochschule Weißensee, zuletzt als Professor. Er war mit Horst Strempel und Ernst Rudolf Vogenauer befreundet. Zu seinen Schülern gehörten u.a. Konrad Knebel, Ronald Paris, Hans Ticha und Hans Vent. - In den Kanten fest auf dem Unterlagekarton montiert.
252
Rudolph, Wilhelm
(Chemnitz 1889 - 1982 Dresden)
o.T. (Dresdner Straßenansicht). Holzschnitt auf Japan. Vor 1945. 41 x 57,2 (45,8 x 65,7) cm.
Signiert u. als "Handdruck" bezeichnet (in deutscher Schreibschrift).
Seltener Holzschnitt des Künstlers, in dem er eine Straßenansicht Dresdens vor der Zerstörung im Jahr 1945 festhielt. - Der volle Rand mit vereinzelten winzigen Stockflecken.
(Chemnitz 1889 - 1982 Dresden)
o.T. (Dresdner Straßenansicht). Holzschnitt auf Japan. Vor 1945. 41 x 57,2 (45,8 x 65,7) cm.
Signiert u. als "Handdruck" bezeichnet (in deutscher Schreibschrift).
Seltener Holzschnitt des Künstlers, in dem er eine Straßenansicht Dresdens vor der Zerstörung im Jahr 1945 festhielt. - Der volle Rand mit vereinzelten winzigen Stockflecken.
253
Sagert, Horst
(Dramburg 1934 - 2014 Berlin)
Herbstwald vor Industriehafen. Gouache auf Papier. 1962. 25,8 x 21,8 cm (im Oval). Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert.
Riemann-Reyer 29 - Sagert, der Theatermacher, kreierte mit seiner überbordenden Fantasie ganz eigene Bildräume. Eine Freundin aus dem Theater schrieb in einem Brief zu seinen Werken: "Ein Blick in verschiedene Welten, wie durchs Fernrohr. Verzaubert. Verzaubernd. Etwas wird verdeckt und gleichzeitig sichtbar. Eine verschlossene Welt, die sich öffnet, wenn man genau hinschaut" - Treffender kann man es nicht formulieren.
(Dramburg 1934 - 2014 Berlin)
Herbstwald vor Industriehafen. Gouache auf Papier. 1962. 25,8 x 21,8 cm (im Oval). Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert.
Riemann-Reyer 29 - Sagert, der Theatermacher, kreierte mit seiner überbordenden Fantasie ganz eigene Bildräume. Eine Freundin aus dem Theater schrieb in einem Brief zu seinen Werken: "Ein Blick in verschiedene Welten, wie durchs Fernrohr. Verzaubert. Verzaubernd. Etwas wird verdeckt und gleichzeitig sichtbar. Eine verschlossene Welt, die sich öffnet, wenn man genau hinschaut" - Treffender kann man es nicht formulieren.
254
Sagewka, Ernst
(Nikolaihorst 1883 - 1959 Bielefeld)
Dorfstraße aus Lembruch am Dümmer See. Öl auf Leinwand. 1922. 65 x 80 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, datiert, betitelt u. mit der Werknummer "66" versehen.
Sagewka 351 G - Provenienz: Privatsammlung Münster. - Sagewkas Kunst verbindet die Darstellung seiner heimatlichen Umgebung mit einer Bildsprache, die deutlich vom Expressionismus der frühen 1920er Jahre geprägt ist und emotional aufgeladen die Natur und einfache Lebensweise der Dorfbewohner widerspiegelt. Der Künstler arbeitete mit kräftigen Farbkontrasten und einer bewegten, teils pastosen Pinselführung, die dem Bild Dynamik und Tiefe verleihen. Die warmen Orange- und Ockertöne der Katen links stehen im Spannungsverhältnis zu den kühlen Blau- und Grautönen der rechten Behausung und verdeutlichen die expressionistische Auffassung von Farbe als Ausdrucksträger innerer Empfindung. Seit 1892 in Westfalen, begann Sagewka 1901 eine Lehre als Kirchenmaler. Es folgte 1904 der Eintritt in die Fachschule der Malerinnung in Bielefeld, 1907 der Beginn des Studiums an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ sich Sagewka als freischaffender Künstler in Bielefeld nieder. In den 1920er und 1930er Jahren nahm er an zahlreichen Einzel- und Kollektivausstellungen teil. 1937 wurden seine als entartet bezeichneten Werke aus der Sammlung des Städtischen Kunsthauses in Bielefeld entfernt. - Leichtes Craquelé. Vereinzelte winzige Farbverluste.
(Nikolaihorst 1883 - 1959 Bielefeld)
Dorfstraße aus Lembruch am Dümmer See. Öl auf Leinwand. 1922. 65 x 80 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, datiert, betitelt u. mit der Werknummer "66" versehen.
Sagewka 351 G - Provenienz: Privatsammlung Münster. - Sagewkas Kunst verbindet die Darstellung seiner heimatlichen Umgebung mit einer Bildsprache, die deutlich vom Expressionismus der frühen 1920er Jahre geprägt ist und emotional aufgeladen die Natur und einfache Lebensweise der Dorfbewohner widerspiegelt. Der Künstler arbeitete mit kräftigen Farbkontrasten und einer bewegten, teils pastosen Pinselführung, die dem Bild Dynamik und Tiefe verleihen. Die warmen Orange- und Ockertöne der Katen links stehen im Spannungsverhältnis zu den kühlen Blau- und Grautönen der rechten Behausung und verdeutlichen die expressionistische Auffassung von Farbe als Ausdrucksträger innerer Empfindung. Seit 1892 in Westfalen, begann Sagewka 1901 eine Lehre als Kirchenmaler. Es folgte 1904 der Eintritt in die Fachschule der Malerinnung in Bielefeld, 1907 der Beginn des Studiums an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ sich Sagewka als freischaffender Künstler in Bielefeld nieder. In den 1920er und 1930er Jahren nahm er an zahlreichen Einzel- und Kollektivausstellungen teil. 1937 wurden seine als entartet bezeichneten Werke aus der Sammlung des Städtischen Kunsthauses in Bielefeld entfernt. - Leichtes Craquelé. Vereinzelte winzige Farbverluste.
255
Sagewka, Ernst
(Nikolaihorst 1883 - 1959 Bielefeld)
Dahlien. Öl auf Leinwand. 1921. 56,3 x 58,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Der Keilrahmen verso mit dem Etikett des Kulturhistorischen Museums Bielefeld.
Sagewka 037 G - Provenienz: Von den Vorbesitzern 1984 aus einer Bielefelder Privatsammlung erworben. - Ausgestellt in: Ernst Sagewka. Bielefeld, Kulturhistorisches Museum, 1982, Katalog-Nr. 17 (Leihschein mit Objektliste in Kopie beigegeben). - Vereinzelte kleine Farbverluste. Minimales Craquelé.
(Nikolaihorst 1883 - 1959 Bielefeld)
Dahlien. Öl auf Leinwand. 1921. 56,3 x 58,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Der Keilrahmen verso mit dem Etikett des Kulturhistorischen Museums Bielefeld.
Sagewka 037 G - Provenienz: Von den Vorbesitzern 1984 aus einer Bielefelder Privatsammlung erworben. - Ausgestellt in: Ernst Sagewka. Bielefeld, Kulturhistorisches Museum, 1982, Katalog-Nr. 17 (Leihschein mit Objektliste in Kopie beigegeben). - Vereinzelte kleine Farbverluste. Minimales Craquelé.
256
Sagewka, Ernst
(Nikolaihorst 1883 - 1959 Bielefeld)
Kiefern am Königsee (Masuren). Öl auf Leinwand. 1923. 91,5 x 70 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Der Keilrahmen verso mit dem Etikett des Kulturhistorischen Museums Bielefeld.
Sagewka 039 G - Provenienz: Von den Vorbesitzern 1984 aus einer Bielefelder Privatsammlung erworben. - Ausgestellt in: Ernst Sagewka. Bielefeld, Kulturhistorisches Museum, 1982, Katalog-Nr. 27 (Leihschein mit Objektliste in Kopie beigegeben). - Vereinzelte winzige Farbverluste und Lagerspuren. Leichtes Craquelé.
(Nikolaihorst 1883 - 1959 Bielefeld)
Kiefern am Königsee (Masuren). Öl auf Leinwand. 1923. 91,5 x 70 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Der Keilrahmen verso mit dem Etikett des Kulturhistorischen Museums Bielefeld.
Sagewka 039 G - Provenienz: Von den Vorbesitzern 1984 aus einer Bielefelder Privatsammlung erworben. - Ausgestellt in: Ernst Sagewka. Bielefeld, Kulturhistorisches Museum, 1982, Katalog-Nr. 27 (Leihschein mit Objektliste in Kopie beigegeben). - Vereinzelte winzige Farbverluste und Lagerspuren. Leichtes Craquelé.
257
Schabbon, Wilhelm
(Sieker 1890 - 1962 Bielefeld)
Frühlingslandschaft bei Sieker. Öl auf Leinwand. 60,5 x 80,5 cm. Gerahmt.
Signiert.
Schabbon wurde 1920 von Walter Gropius an das Bauhaus in Weimar berufen, wo er die Metallwerkstatt leitete. Bereits 1922 kehrte er nach Bielefeld-Sieker zurück und arbeitete dort als freier Maler und Goldschmied. In zahlreichen Werken setzte er sich mit der heimatlichen Landschaft auseinander und thematisierte sie in ihren vielfältigen Facetten. - Vereinzelte Braunflecken. Retuschen.
(Sieker 1890 - 1962 Bielefeld)
Frühlingslandschaft bei Sieker. Öl auf Leinwand. 60,5 x 80,5 cm. Gerahmt.
Signiert.
Schabbon wurde 1920 von Walter Gropius an das Bauhaus in Weimar berufen, wo er die Metallwerkstatt leitete. Bereits 1922 kehrte er nach Bielefeld-Sieker zurück und arbeitete dort als freier Maler und Goldschmied. In zahlreichen Werken setzte er sich mit der heimatlichen Landschaft auseinander und thematisierte sie in ihren vielfältigen Facetten. - Vereinzelte Braunflecken. Retuschen.
258
Schaefler, Fritz
(Eschau 1888 - 1954 Köln)
o.T. (Sitzender). Aquarell auf chamoisfarbenem Büttenkarton. 1919. 34 x 25,5 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso mit dem Adreßstempel "Hanns Otto Schaefler".
Nicht bei Thiel - Im Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Die Blattränder stellenweise mit Löchlein von Reißzwecken.
(Eschau 1888 - 1954 Köln)
o.T. (Sitzender). Aquarell auf chamoisfarbenem Büttenkarton. 1919. 34 x 25,5 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso mit dem Adreßstempel "Hanns Otto Schaefler".
Nicht bei Thiel - Im Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Die Blattränder stellenweise mit Löchlein von Reißzwecken.
259
Scharff, Edwin
(Ulm 1887 - 1955 Hamburg)
Sitzende. Bronze mit goldbrauner Patina. 1925. 20 x 10,5 x 20 cm.
Monogrammiert.
Jörgens-Lendrum 110.2.
(Ulm 1887 - 1955 Hamburg)
Sitzende. Bronze mit goldbrauner Patina. 1925. 20 x 10,5 x 20 cm.
Monogrammiert.
Jörgens-Lendrum 110.2.
260
Scheib, Hans
(Potsdam 1949 - 2026 Berlin)
o.T. (Fliegende). Holz, farbig bemalt. 21 x 96 x 94,5 cm.
Provenienz: Von der Vorbesitzerin direkt beim Künstler erworben.
(Potsdam 1949 - 2026 Berlin)
o.T. (Fliegende). Holz, farbig bemalt. 21 x 96 x 94,5 cm.
Provenienz: Von der Vorbesitzerin direkt beim Künstler erworben.
261
Scheib, Hans
(Potsdam 1949 - 2026 Berlin)
Träumerin II. Holz, farbig bemalt. 1999. 122 x 29 x 29 cm.
Auf der Standfläche signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Brockstedt erworben. - Die Standfläche mit einer kleinen Läsur.
(Potsdam 1949 - 2026 Berlin)
Träumerin II. Holz, farbig bemalt. 1999. 122 x 29 x 29 cm.
Auf der Standfläche signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Brockstedt erworben. - Die Standfläche mit einer kleinen Läsur.
