All Artworks
(315)
302
Uhlig, Max
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Frauenbildnis P.F. Aquarell, Gouache u. schwarze Kreide auf chamoisfarbenem Japan. 1986. 61,5 x 55 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Die Rahmenrückwand mit einem Etikett, dort von fremder Hand betitelt.
In den Ecken fest auf der Unterlage montiert.
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Frauenbildnis P.F. Aquarell, Gouache u. schwarze Kreide auf chamoisfarbenem Japan. 1986. 61,5 x 55 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Die Rahmenrückwand mit einem Etikett, dort von fremder Hand betitelt.
In den Ecken fest auf der Unterlage montiert.
303
Uhlig, Max
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Männlicher Kopf. Öl auf fester Malpappe. 1976. 78 x 94 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Männlicher Kopf. Öl auf fester Malpappe. 1976. 78 x 94 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
304
Ursula
(Mittenwalde 1921 - 1999 Köln)
d.i. Ursula Schultze-Bluhm
Cauchemar. Farbstift u. Feder in Tusche über Papiercollage auf festem Karton. 1976. 39,5 x 28,4 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. betitelt.
Weiss 76/201 - Ausgestellt in: Ursula. Neue Zeichnungen. Köln, Galerie Der Spiegel, 1976 (die Rahmenrückwand mit dem Etikett) sowie ausgestellt und abgebildet in: Ursula. Das bin ich. Na und? Köln, Museum Ludwig, 2023, S. 337.
(Mittenwalde 1921 - 1999 Köln)
d.i. Ursula Schultze-Bluhm
Cauchemar. Farbstift u. Feder in Tusche über Papiercollage auf festem Karton. 1976. 39,5 x 28,4 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. betitelt.
Weiss 76/201 - Ausgestellt in: Ursula. Neue Zeichnungen. Köln, Galerie Der Spiegel, 1976 (die Rahmenrückwand mit dem Etikett) sowie ausgestellt und abgebildet in: Ursula. Das bin ich. Na und? Köln, Museum Ludwig, 2023, S. 337.
305
Ursula
(Mittenwalde 1921 - 1999 Köln)
d.i. Ursula Schultze-Bluhm
Fuerte - Die Familie. Zwei Blatt. Farb- u. Faserstift bzw. Farbstift auf festem Karton. 1984/85. 37,5 x 51 bzw. 32,5 x 72,5 cm. Jeweils im Passepartout freigestellt u. unter Glas gerahmt.
Beide Blatt signiert, datiert u. betitelt (teils auf der Rahmenrückwand).
Weiss 84/203 und 85/205.
(Mittenwalde 1921 - 1999 Köln)
d.i. Ursula Schultze-Bluhm
Fuerte - Die Familie. Zwei Blatt. Farb- u. Faserstift bzw. Farbstift auf festem Karton. 1984/85. 37,5 x 51 bzw. 32,5 x 72,5 cm. Jeweils im Passepartout freigestellt u. unter Glas gerahmt.
Beide Blatt signiert, datiert u. betitelt (teils auf der Rahmenrückwand).
Weiss 84/203 und 85/205.
306
Vogelgesang, Klaus
(Radebeul 1945 - lebt in Berlin)
Pschscht. Farbstifte u. Graphit auf Karton. 1979. 200 x 150 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Die Rückwand verso mit verschiedenen Transportetiketten.
Provenienz: Atelier des Künstlers; vom Vorbesitzer 1980 in der Kunsthalle Düsseldorf erworben (Ausstellungskatalog beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet u.a. in: Klaus Vogelgesang. Zeichnungen 1975-1980. Düsseldorf, Kunsthalle, 1980, Katalog-Nr. 17, ohne Seitenangabe; Realism and Expressionism in Berlin Art. Frederick S. Wight Art Gallery, University of California, Los Angeles, 1980, Katalog-Nr. 39, S. 79 (verso Transportetikett); Klaus Vogelgesang 1969-1982. Berlin (West), Staatliche Kunsthalle, 1982, Katalog-Nr. 138, S. 128 (verso Transportetikett) sowie in: Mensch und Landschaft in der zeitgenössischen Malerei und Graphik. Düsseldorf/Moskau, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, 1983, S. 73 (verso Transportetikett).
(Radebeul 1945 - lebt in Berlin)
Pschscht. Farbstifte u. Graphit auf Karton. 1979. 200 x 150 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Die Rückwand verso mit verschiedenen Transportetiketten.
Provenienz: Atelier des Künstlers; vom Vorbesitzer 1980 in der Kunsthalle Düsseldorf erworben (Ausstellungskatalog beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet u.a. in: Klaus Vogelgesang. Zeichnungen 1975-1980. Düsseldorf, Kunsthalle, 1980, Katalog-Nr. 17, ohne Seitenangabe; Realism and Expressionism in Berlin Art. Frederick S. Wight Art Gallery, University of California, Los Angeles, 1980, Katalog-Nr. 39, S. 79 (verso Transportetikett); Klaus Vogelgesang 1969-1982. Berlin (West), Staatliche Kunsthalle, 1982, Katalog-Nr. 138, S. 128 (verso Transportetikett) sowie in: Mensch und Landschaft in der zeitgenössischen Malerei und Graphik. Düsseldorf/Moskau, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, 1983, S. 73 (verso Transportetikett).
307
Voss, Jan
(Hamburg 1936 - lebt in Paris)
Figurant CIV. Assemblage aus Karton, Leichtstoffplatten u. Acryl. 2001. 43 x 29 x 2 cm. Im Objektkasten gerahmt.
Signiert u. datiert. Die Rahmenrückwand verso mit einem Etikett der Galerie Boisserée, Köln.
(Hamburg 1936 - lebt in Paris)
Figurant CIV. Assemblage aus Karton, Leichtstoffplatten u. Acryl. 2001. 43 x 29 x 2 cm. Im Objektkasten gerahmt.
Signiert u. datiert. Die Rahmenrückwand verso mit einem Etikett der Galerie Boisserée, Köln.
308
Walter-Kurau, Johann
(Jelgava 1869 - 1932 Berlin)
Frauenporträt. Öl auf Karton. 1912. 26,4 x 22 cm. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert.
Mit einer Expertise von Frau Dr. Kristiana Abele, Riga, vom 16.02.2026. Das Werk entstand im Zusammenhang mit dem Ölgemälde "Im Treppenhaus des Gewandhauses zu Leipzig nach dem Konzert" von 1912. - Ab 1889 studierte Walter-Kurau an der St. Petersburger Kunstakademie und emigrierte 1906 nach Deutschland, wo er sich zunächst in Dresden niederließ. Dort gehörte er zu den Mitbegründern der "Dresdner Künstlergruppe 1913". 1917 zog er weiter nach Berlin und beteiligte sich von da an regelmäßig an den Ausstellungen der Berliner Secession. Sein dortiges Atelier betrieb er zugleich als Kunstschule, an der unter anderem Hans Zank ausgebildet wurde. - Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken. Eine kleine Kratzspur und winzige Retuschen.
(Jelgava 1869 - 1932 Berlin)
Frauenporträt. Öl auf Karton. 1912. 26,4 x 22 cm. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert.
Mit einer Expertise von Frau Dr. Kristiana Abele, Riga, vom 16.02.2026. Das Werk entstand im Zusammenhang mit dem Ölgemälde "Im Treppenhaus des Gewandhauses zu Leipzig nach dem Konzert" von 1912. - Ab 1889 studierte Walter-Kurau an der St. Petersburger Kunstakademie und emigrierte 1906 nach Deutschland, wo er sich zunächst in Dresden niederließ. Dort gehörte er zu den Mitbegründern der "Dresdner Künstlergruppe 1913". 1917 zog er weiter nach Berlin und beteiligte sich von da an regelmäßig an den Ausstellungen der Berliner Secession. Sein dortiges Atelier betrieb er zugleich als Kunstschule, an der unter anderem Hans Zank ausgebildet wurde. - Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken. Eine kleine Kratzspur und winzige Retuschen.
309
Wauer, William
(Oberwiesenthal 1866 - 1962 Berlin)
Blitzreiter. Bronze, teils versilbert. 1923. 14,5 x 24,5 x 12 cm.
Signiert u. mit dem Gießerstempel "W. Füssel Berlin" versehen. Auf der Standfläche nummeriert "VI/VII".
Laszlo S. 57 - Wauer präsentierte ab 1916 seine kantig-geometrischen Skulpturen in der Avantgarde-Galerie "Der Sturm": "Ich werde häufig gefragt, warum ich 'viereckig' modelliere. Ich gestalte natürlich, wie alle Künstler, meinen 'Idealmenschen'. Ich wünsche ihn wesensecht aus seiner physiologischen Substanz. Ich wünsche ihn befreit von allem Menschlich-Allzumenschlichen, ganz eingespannt in den Rhythmus seiner Daseinsaufgabe", schrieb er 1928 an den Museumsdirektor Ludwig Justi. Sein berühmtestes Werk, das Porträt von Herwarth Walden, ist zu einem Inbegriff formaler Radikalität der deutschen Moderne geworden. Neben den Porträts schuf er eine größere Anzahl Figuren, die im Sinne seiner "rhythmisch gebändigten Dynamik" von raumgreifenden Bewegungslinien durchzogen sind und bis heute ihre formale Aktualität erhalten haben. (Wauer, zitiert nach: Herwarth Waldens Sturmfrisur, BZ, 19.04.11)
(Oberwiesenthal 1866 - 1962 Berlin)
Blitzreiter. Bronze, teils versilbert. 1923. 14,5 x 24,5 x 12 cm.
Signiert u. mit dem Gießerstempel "W. Füssel Berlin" versehen. Auf der Standfläche nummeriert "VI/VII".
Laszlo S. 57 - Wauer präsentierte ab 1916 seine kantig-geometrischen Skulpturen in der Avantgarde-Galerie "Der Sturm": "Ich werde häufig gefragt, warum ich 'viereckig' modelliere. Ich gestalte natürlich, wie alle Künstler, meinen 'Idealmenschen'. Ich wünsche ihn wesensecht aus seiner physiologischen Substanz. Ich wünsche ihn befreit von allem Menschlich-Allzumenschlichen, ganz eingespannt in den Rhythmus seiner Daseinsaufgabe", schrieb er 1928 an den Museumsdirektor Ludwig Justi. Sein berühmtestes Werk, das Porträt von Herwarth Walden, ist zu einem Inbegriff formaler Radikalität der deutschen Moderne geworden. Neben den Porträts schuf er eine größere Anzahl Figuren, die im Sinne seiner "rhythmisch gebändigten Dynamik" von raumgreifenden Bewegungslinien durchzogen sind und bis heute ihre formale Aktualität erhalten haben. (Wauer, zitiert nach: Herwarth Waldens Sturmfrisur, BZ, 19.04.11)
310
Wigand, Albert
(Ziegenhain in Hessen 1890 - 1978 Leipzig)
Wasserglas mit Blumen. Mischtechnik über Collage auf festem Karton. 1960. 36,8 x 26 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Grüß-Wigand C-1960/8 - Provenienz: Nachlass Gerhard Altenbourg, Altenburg; Privatsammlung Berlin. - Herausragende großformatige Arbeit, die wohl als eine der bedeutendsten Collagen im Werk Wigands betrachtet werden kann. - Fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(Ziegenhain in Hessen 1890 - 1978 Leipzig)
Wasserglas mit Blumen. Mischtechnik über Collage auf festem Karton. 1960. 36,8 x 26 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Grüß-Wigand C-1960/8 - Provenienz: Nachlass Gerhard Altenbourg, Altenburg; Privatsammlung Berlin. - Herausragende großformatige Arbeit, die wohl als eine der bedeutendsten Collagen im Werk Wigands betrachtet werden kann. - Fest auf dem Unterlagekarton montiert.
311
Wilhelm, Paul
(Greiz 1886 - 1965 Radebeul bei Dresden)
Tulpenstilleben. Aquarell u. Pinsel in Tusche auf Japan auf Karton. 1954. 49,8 x 32,5 cm, im Passepartout freigestellt.
Signiert u. datiert.
Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
(Greiz 1886 - 1965 Radebeul bei Dresden)
Tulpenstilleben. Aquarell u. Pinsel in Tusche auf Japan auf Karton. 1954. 49,8 x 32,5 cm, im Passepartout freigestellt.
Signiert u. datiert.
Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
312
Wittig, Werner
(Chemnitz 1930 - 2013 Radebeul)
o.T. (Häuser). Öl auf Hartfaser. 42 x 37,5 cm. Gerahmt.
Signiert.
Fest im Rahmen montiert.
(Chemnitz 1930 - 2013 Radebeul)
o.T. (Häuser). Öl auf Hartfaser. 42 x 37,5 cm. Gerahmt.
Signiert.
Fest im Rahmen montiert.
313
Wittig, Werner
(Chemnitz 1930 - 2013 Radebeul)
Chrysanthemen. Öl auf Hartfaser. 1967. 36,8 x 37,3 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso signiert u. datiert "im Winter 67" sowie auf einem Etikett von fremder Hand betitelt.
Provenienz: Kunstausstellung Kühl, Dresden; 1980 Sammlung Glaubrecht Friedrich, Radebeul. - Stellenweise minimales Craquelé.
(Chemnitz 1930 - 2013 Radebeul)
Chrysanthemen. Öl auf Hartfaser. 1967. 36,8 x 37,3 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso signiert u. datiert "im Winter 67" sowie auf einem Etikett von fremder Hand betitelt.
Provenienz: Kunstausstellung Kühl, Dresden; 1980 Sammlung Glaubrecht Friedrich, Radebeul. - Stellenweise minimales Craquelé.
314
Zeniuk, Jerry
(Bardowick 1945 - lebt in München)
o.T. Öl u. Aquarell auf Büttenkarton. 1991. 26,5 x 31,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert, datiert (Summer 1991) u. mit der Ortsangabe "New Mexico" versehen.
(Bardowick 1945 - lebt in München)
o.T. Öl u. Aquarell auf Büttenkarton. 1991. 26,5 x 31,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert, datiert (Summer 1991) u. mit der Ortsangabe "New Mexico" versehen.
315
Zimmermann, Mac
(Stettin 1912 - 1995 Wasserburg am Inn)
Traum der Friseuse. Tempera auf Leinwand. 1948. 51 x 36 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso Ausstellungsetikett.
Knapp/Petersen 342 - Ausgestellt in: Deutscher Künstlerbund. Zehnte Ausstellung. Mit der Sonderausstellung "Das frühe Bild - Malerei und Plastik". München, Haus der Kunst, 1960, Nr. 370 (Katalog beigegeben). - Frühes Werk des Künstlers, das vom Künstlerbund im Rahmen einer Sonderausstellung besonders gewürdigt wurde. - Vereinzelte kleine Retuschen.
(Stettin 1912 - 1995 Wasserburg am Inn)
Traum der Friseuse. Tempera auf Leinwand. 1948. 51 x 36 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso Ausstellungsetikett.
Knapp/Petersen 342 - Ausgestellt in: Deutscher Künstlerbund. Zehnte Ausstellung. Mit der Sonderausstellung "Das frühe Bild - Malerei und Plastik". München, Haus der Kunst, 1960, Nr. 370 (Katalog beigegeben). - Frühes Werk des Künstlers, das vom Künstlerbund im Rahmen einer Sonderausstellung besonders gewürdigt wurde. - Vereinzelte kleine Retuschen.
316
Zimmermann, Mac
(Stettin 1912 - 1995 Wasserburg am Inn)
Jongleure und Zuschauer. Öl auf Hartfaser. 1953. 69,5 x 99,7 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert u. betitelt.
Knapp/Petersen 418 - Mac Zimmermanns Jongleure und Zuschauer führen in eine rätselhafte Bildwelt, in der die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum aufgehoben scheinen. Auf einer bühnenartig ausgebreiteten Ebene stehen sich zwei Figurengruppen gegenüber: links die hellen, bewegten Jongleure, rechts die dunkleren, eng miteinander verschlungenen Zuschauer. Ihre gesichtslosen, organisch verformten Körper erinnern weniger an individuelle Personen als an urtümliche Wesen, die sich in einem fortwährenden Prozess der Verwandlung zu befinden scheinen. Während die erhobenen Arme der Jongleure freudige Bewegungen beschreiben und den Blick in den tiefblauen Himmel lenken, wirken die Zuschauer kompakter und stärker an die helle Ruinenarchitektur gebunden. Lange Schlagschatten verstärken den kulissenhaften Charakter der Szene. So entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen Bewegung und Erstarrung, Darbietung und Beobachtung, Gemeinschaft und Abgrenzung. Obwohl Zimmermanns Werk dem Surrealismus nahesteht, reicht seine Bildsprache darüber hinaus. Die menschenleere Weite, der tiefe Horizont und die gedämpfte Farbigkeit verweisen auf die romantische Landschaftstradition, insbesondere auf Caspar David Friedrich. Die gesichtslosen Figuren und die verlassene Architektur lassen zugleich an Giorgio de Chiricos metaphysische Malerei denken. Die Ruinen können als Sinnbilder der Vergänglichkeit verstanden werden. Zugleich scheint aus ihnen neues Leben hervorzugehen: Körper, Landschaft und Architektur gehen ineinander über. Das Gemälde veranschaulicht damit Zimmermanns Vorstellung einer Welt nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Vieles im Aufbruch und nichts endgültig festgelegt ist. Wie ein "zeichnender Ovid" - so Torsten Rodiek - macht der Künstler die Metamorphose selbst zum eigentlichen Thema des Bildes. - Stellenweise minimales Craquelé und winzige Farbverluste.
(Stettin 1912 - 1995 Wasserburg am Inn)
Jongleure und Zuschauer. Öl auf Hartfaser. 1953. 69,5 x 99,7 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert u. betitelt.
Knapp/Petersen 418 - Mac Zimmermanns Jongleure und Zuschauer führen in eine rätselhafte Bildwelt, in der die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum aufgehoben scheinen. Auf einer bühnenartig ausgebreiteten Ebene stehen sich zwei Figurengruppen gegenüber: links die hellen, bewegten Jongleure, rechts die dunkleren, eng miteinander verschlungenen Zuschauer. Ihre gesichtslosen, organisch verformten Körper erinnern weniger an individuelle Personen als an urtümliche Wesen, die sich in einem fortwährenden Prozess der Verwandlung zu befinden scheinen. Während die erhobenen Arme der Jongleure freudige Bewegungen beschreiben und den Blick in den tiefblauen Himmel lenken, wirken die Zuschauer kompakter und stärker an die helle Ruinenarchitektur gebunden. Lange Schlagschatten verstärken den kulissenhaften Charakter der Szene. So entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen Bewegung und Erstarrung, Darbietung und Beobachtung, Gemeinschaft und Abgrenzung. Obwohl Zimmermanns Werk dem Surrealismus nahesteht, reicht seine Bildsprache darüber hinaus. Die menschenleere Weite, der tiefe Horizont und die gedämpfte Farbigkeit verweisen auf die romantische Landschaftstradition, insbesondere auf Caspar David Friedrich. Die gesichtslosen Figuren und die verlassene Architektur lassen zugleich an Giorgio de Chiricos metaphysische Malerei denken. Die Ruinen können als Sinnbilder der Vergänglichkeit verstanden werden. Zugleich scheint aus ihnen neues Leben hervorzugehen: Körper, Landschaft und Architektur gehen ineinander über. Das Gemälde veranschaulicht damit Zimmermanns Vorstellung einer Welt nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Vieles im Aufbruch und nichts endgültig festgelegt ist. Wie ein "zeichnender Ovid" - so Torsten Rodiek - macht der Künstler die Metamorphose selbst zum eigentlichen Thema des Bildes. - Stellenweise minimales Craquelé und winzige Farbverluste.
