Alle Werke (343)
151
Janssen, Horst
(1929 Hamburg 1995)
Nonne und Lucifer. Farbholzschnitt auf Japan. 1961. 80 x 51 (92,8 x 64) cm, unter Passepartout.
Signiert, datiert u. nummeriert "8/50".
Nicht bei Vogel - Brockstedt H 49 - Exemplar der Edition Galerie Brockstedt von 1987. - Der volle Rand mit vereinzelten winzigen Atelierspuren. Die linken Ecken mit druckbedingten Knitterspuren.
(1929 Hamburg 1995)
Nonne und Lucifer. Farbholzschnitt auf Japan. 1961. 80 x 51 (92,8 x 64) cm, unter Passepartout.
Signiert, datiert u. nummeriert "8/50".
Nicht bei Vogel - Brockstedt H 49 - Exemplar der Edition Galerie Brockstedt von 1987. - Der volle Rand mit vereinzelten winzigen Atelierspuren. Die linken Ecken mit druckbedingten Knitterspuren.
152
Jawlensky, Alexej von
(Torschok 1864 - 1941 Wiesbaden)
Stilleben mit Fruchtschale und Blumenvase. Öl über Graphit auf Malpappe. Um 1932. 53,9 x 41,5 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso Studie in Öl (Stilleben).
Jawlensky/Pieroni-Jawlensky 1414 - Provenienz: 1959 Galerie Beyeler, Basel; Privatsammlung Bayern; Privatsammlung Nordrhein-Westfalen. - Ausgestellt in: Alexej von Jawlensky. Basel, Galerie Beyeler, 1957, Katalog-Nr. 7; Alexej von Jawlensky. Saarbrücken, Saarland Museum, 1957, Katalog-Nr. 18 (verso mit dem Etikett); Alexej von Jawlensky. Düsseldorf, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen u.a., 1957, Katalog-Nr. 32 sowie in: Alexej von Jawlensky. Los Angeles, Stephen Silagy Galleries, 1958, Katalog-Nr. 21. - In Jawlenskys Stilleben verdichtet sich jener Weg vom Gegenständlichen zur inneren Vision, der sein gesamtes Schaffen prägte. Aus der russischen Kunsttradition heraus und früh durch die französische Moderne inspiriert, fand Jawlensky in München zu einer eigenständigen, expressionistischen Bildsprache. Während seine berühmten Köpfe und Heilandsgesichter häufig im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, zeigen die Blumenstilleben eine nicht minder konsequente Reduktion und Vergeistigung der sichtbaren Welt. Charakteristisch ist die klare, oft stark vereinfachte Komposition: Vase, Tischfläche und Hintergrund werden in großflächige Farbzonen gegliedert, die durch dunkle Konturen gegeneinander abgegrenzt sind. Diese Linien verleihen den Formen Halt und rhythmische Spannung, ohne sie naturalistisch zu modellieren. Gerade in den späten Stilleben entfaltete Jawlensky eine außerordentliche Sensibilität für die "Eigenwerte" der Farben. Komplementärkontraste - etwa zwischen Rot und Grün oder Blau und Orange - evozieren eine vibrierende Intensität. Zarte Rosé- und Türkistöne stehen neben tiefem Violett oder glühendem Gelb. Die Farbe besitzt eine emotionale und fast spirituelle Dimension. In der gesteigerten Leuchtkraft und Verdichtung der Farbflächen wird das Bild zu einem Resonanzraum subjektiver Empfindung. Dabei bleibt der Duktus sichtbar: Der freie, teils pastose Pinselstrich zeugt von körperlicher Präsenz und unmittelbarem Zugriff. Diese Offenheit der Faktur verstärkt den Eindruck, dass das Bild nicht eine äußere Erscheinung festhält, sondern einen inneren Zustand sichtbar macht. "Immer wieder waren es die Stilleben, in denen er durch die Intensivierung der Farbe und Konzentration der Form zum Ausdruck bringen wollte, was in ihm vibrierte", schrieb der Wiesbadener Museumsdirektor Clemens Weiler. "Die Farbe wird bei ihm nie dekorativ verwendet, sondern stets gefühlsbetont, innerlich bedeutungsvoll, hintergründig gesättigt." (Clemens Weiler, Alexej Jawlensky, Köln 1959, S. 63 ff.) - Vereinzelte winzige Retuschen.
(Torschok 1864 - 1941 Wiesbaden)
Stilleben mit Fruchtschale und Blumenvase. Öl über Graphit auf Malpappe. Um 1932. 53,9 x 41,5 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso Studie in Öl (Stilleben).
Jawlensky/Pieroni-Jawlensky 1414 - Provenienz: 1959 Galerie Beyeler, Basel; Privatsammlung Bayern; Privatsammlung Nordrhein-Westfalen. - Ausgestellt in: Alexej von Jawlensky. Basel, Galerie Beyeler, 1957, Katalog-Nr. 7; Alexej von Jawlensky. Saarbrücken, Saarland Museum, 1957, Katalog-Nr. 18 (verso mit dem Etikett); Alexej von Jawlensky. Düsseldorf, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen u.a., 1957, Katalog-Nr. 32 sowie in: Alexej von Jawlensky. Los Angeles, Stephen Silagy Galleries, 1958, Katalog-Nr. 21. - In Jawlenskys Stilleben verdichtet sich jener Weg vom Gegenständlichen zur inneren Vision, der sein gesamtes Schaffen prägte. Aus der russischen Kunsttradition heraus und früh durch die französische Moderne inspiriert, fand Jawlensky in München zu einer eigenständigen, expressionistischen Bildsprache. Während seine berühmten Köpfe und Heilandsgesichter häufig im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, zeigen die Blumenstilleben eine nicht minder konsequente Reduktion und Vergeistigung der sichtbaren Welt. Charakteristisch ist die klare, oft stark vereinfachte Komposition: Vase, Tischfläche und Hintergrund werden in großflächige Farbzonen gegliedert, die durch dunkle Konturen gegeneinander abgegrenzt sind. Diese Linien verleihen den Formen Halt und rhythmische Spannung, ohne sie naturalistisch zu modellieren. Gerade in den späten Stilleben entfaltete Jawlensky eine außerordentliche Sensibilität für die "Eigenwerte" der Farben. Komplementärkontraste - etwa zwischen Rot und Grün oder Blau und Orange - evozieren eine vibrierende Intensität. Zarte Rosé- und Türkistöne stehen neben tiefem Violett oder glühendem Gelb. Die Farbe besitzt eine emotionale und fast spirituelle Dimension. In der gesteigerten Leuchtkraft und Verdichtung der Farbflächen wird das Bild zu einem Resonanzraum subjektiver Empfindung. Dabei bleibt der Duktus sichtbar: Der freie, teils pastose Pinselstrich zeugt von körperlicher Präsenz und unmittelbarem Zugriff. Diese Offenheit der Faktur verstärkt den Eindruck, dass das Bild nicht eine äußere Erscheinung festhält, sondern einen inneren Zustand sichtbar macht. "Immer wieder waren es die Stilleben, in denen er durch die Intensivierung der Farbe und Konzentration der Form zum Ausdruck bringen wollte, was in ihm vibrierte", schrieb der Wiesbadener Museumsdirektor Clemens Weiler. "Die Farbe wird bei ihm nie dekorativ verwendet, sondern stets gefühlsbetont, innerlich bedeutungsvoll, hintergründig gesättigt." (Clemens Weiler, Alexej Jawlensky, Köln 1959, S. 63 ff.) - Vereinzelte winzige Retuschen.
153
Kádár, Béla
(1877 Budapest 1956)
o.T. (Mandolinenspielerin). Kohle auf Papier. 30 x 20,5 cm, unter Passepartout.
Verso weitere vollwertige Arbeit in Gouache u. Kohle (Porträt), dort von der Tochter Zsuzsa Kádár autorisiert.
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Hamburg. - Die untere Bildhälfte mit vereinzelten kleinen Stockflecken. Insgesamt leicht knitterspurig.
(1877 Budapest 1956)
o.T. (Mandolinenspielerin). Kohle auf Papier. 30 x 20,5 cm, unter Passepartout.
Verso weitere vollwertige Arbeit in Gouache u. Kohle (Porträt), dort von der Tochter Zsuzsa Kádár autorisiert.
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Hamburg. - Die untere Bildhälfte mit vereinzelten kleinen Stockflecken. Insgesamt leicht knitterspurig.
154
Kádár, Béla
(1877 Budapest 1956)
o.T. (Mädchen mit gesenktem Blick). Gouache u. schwarze Kreide auf Papier auf Karton montiert. 44,3 x 32,9 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Provenienz: Von der Vorbesitzerin in der Galerie Balogh, München, erworben.
(1877 Budapest 1956)
o.T. (Mädchen mit gesenktem Blick). Gouache u. schwarze Kreide auf Papier auf Karton montiert. 44,3 x 32,9 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Provenienz: Von der Vorbesitzerin in der Galerie Balogh, München, erworben.
155
Kádár, Béla
(1877 Budapest 1956)
o.T. (Bauernmädchen). Aquarell auf chamoisfarbenem Papier. 29,5 x 20,6 cm, unter Passepartout.
Signiert.
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Hamburg.
(1877 Budapest 1956)
o.T. (Bauernmädchen). Aquarell auf chamoisfarbenem Papier. 29,5 x 20,6 cm, unter Passepartout.
Signiert.
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Hamburg.
156
Kádár, Béla
(1877 Budapest 1956)
o.T. (Dorflandschaft). Kohle auf Papier. 16 x 24 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Von der Tochter Zsuzsa Kádár autorisiert. Verso weitere Kohlezeichnung (Vase).
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Hamburg. - Die untere rechte Ecke minimal stockfleckig.
(1877 Budapest 1956)
o.T. (Dorflandschaft). Kohle auf Papier. 16 x 24 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Von der Tochter Zsuzsa Kádár autorisiert. Verso weitere Kohlezeichnung (Vase).
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Hamburg. - Die untere rechte Ecke minimal stockfleckig.
157
Kandinsky, Wassily
(Moskau 1866 - 1944 Neuilly-sur-Seine)
Kleine Welten II (aus der Mappe "Kleine Welten"). Farblithographie auf Büttenkarton. 1922. 25,5 x 21 (36 x 28) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Roethel 165 - Herausgegeben vom Propyläen-Verlag, Berlin. - In den Kanten fest unter Passepartout montiert. Im Passepartoutausschnitt leicht lichtrandig. Die untere linke Ecke mit einem fachmännisch restaurierten Einriss.
(Moskau 1866 - 1944 Neuilly-sur-Seine)
Kleine Welten II (aus der Mappe "Kleine Welten"). Farblithographie auf Büttenkarton. 1922. 25,5 x 21 (36 x 28) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Roethel 165 - Herausgegeben vom Propyläen-Verlag, Berlin. - In den Kanten fest unter Passepartout montiert. Im Passepartoutausschnitt leicht lichtrandig. Die untere linke Ecke mit einem fachmännisch restaurierten Einriss.
158
Kaus, Max
(1891 Berlin 1977)
Frauen am Wasser I. Gouache u. Feder in Tusche auf Büttenkarton. 1930er Jahre. 52,5 x 68 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Verso signiert u. betitelt.
(1891 Berlin 1977)
Frauen am Wasser I. Gouache u. Feder in Tusche auf Büttenkarton. 1930er Jahre. 52,5 x 68 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Verso signiert u. betitelt.
159
Kever, Gerard
(Kohlscheid 1956 - lebt in Köln)
Bläser. Dispersion auf leichtem Karton. 1983. 59,2 x 41,7 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Vom Vorbesitzer direkt beim Künstler erworben. - Die linke obere Ecke mit einer kleinen Läsur.
(Kohlscheid 1956 - lebt in Köln)
Bläser. Dispersion auf leichtem Karton. 1983. 59,2 x 41,7 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Vom Vorbesitzer direkt beim Künstler erworben. - Die linke obere Ecke mit einer kleinen Läsur.
160
Kirchner, Ernst Ludwig
(Aschaffenburg 1880 - 1938 Frauenkirch bei Davos)
Weg mit Baum und Bauersleuten. Holzschnitt auf hellgrauem Bütten. 1908. 27,8 x 21,6 (35,8 x 24,3) cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso Stempel des Bruders, Walter Kirchner. Dort von diesem am 30.9.50 autorisiert u. mit der Werknummer "142" versehen. Die Rahmenrückwand mit einem Etikett der Galerie Henze & Ketterer AG, Wichtrach/Bern.
Gercken 264 - Dube H 132 - Einer von drei bekannten Abzügen Kirchners aus seiner Brücke-Zeit in Dresden.
(Aschaffenburg 1880 - 1938 Frauenkirch bei Davos)
Weg mit Baum und Bauersleuten. Holzschnitt auf hellgrauem Bütten. 1908. 27,8 x 21,6 (35,8 x 24,3) cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso Stempel des Bruders, Walter Kirchner. Dort von diesem am 30.9.50 autorisiert u. mit der Werknummer "142" versehen. Die Rahmenrückwand mit einem Etikett der Galerie Henze & Ketterer AG, Wichtrach/Bern.
Gercken 264 - Dube H 132 - Einer von drei bekannten Abzügen Kirchners aus seiner Brücke-Zeit in Dresden.
161*
Kitzinger, Thomas
(Neunkirchen/Saar 1955 - lebt in Freiburg)
Wir führen Buch und erleiden Verluste (Musik II). Dreiteiliges Wandobjekt. Öl auf feiner Leinwand auf Holz. 1994. Jeweils 160 x 36,5 cm u. in Künstlerleiste gerahmt.
Jeweils verso signiert, datiert, betitelt, mit der Werknummer "130" sowie Angaben zur Hängung versehen.
(Neunkirchen/Saar 1955 - lebt in Freiburg)
Wir führen Buch und erleiden Verluste (Musik II). Dreiteiliges Wandobjekt. Öl auf feiner Leinwand auf Holz. 1994. Jeweils 160 x 36,5 cm u. in Künstlerleiste gerahmt.
Jeweils verso signiert, datiert, betitelt, mit der Werknummer "130" sowie Angaben zur Hängung versehen.
162
Klemm, Fritz
(Mannheim 1902 - 1990 Karlsruhe)
Wald. Pinsel in Tusche u. Kreide auf Packpapier. Um 1968. 49 x 53,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Im früheren Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Stockflecken.
(Mannheim 1902 - 1990 Karlsruhe)
Wald. Pinsel in Tusche u. Kreide auf Packpapier. Um 1968. 49 x 53,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Im früheren Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Stockflecken.
163
Knaus, Eugen
(Mannheim 1900 - 1976 Lampertheim)
o.T. (Seelandschaft bei Gewitter). Öl auf Leinwand. Um 1930. 105,5 x 75 cm. Gerahmt.
Signiert.
Provenienz: Sammlung Maria Helfert, Mannheim (eine enge Freundin des Künstlers); Privatsammlung Hessen. - Craquelé und Retuschen.
(Mannheim 1900 - 1976 Lampertheim)
o.T. (Seelandschaft bei Gewitter). Öl auf Leinwand. Um 1930. 105,5 x 75 cm. Gerahmt.
Signiert.
Provenienz: Sammlung Maria Helfert, Mannheim (eine enge Freundin des Künstlers); Privatsammlung Hessen. - Craquelé und Retuschen.
164
Kolbe, Georg
(Waldheim in Sachsen 1877 - 1947 Berlin)
Hockende. Bronze mit dunkelbrauner Patina. 1928. 27,2 x 23,6 x 24 cm.
Auf der Standfläche monogrammiert u. mit dem Gießerstempel "H. Noack Berlin" versehen.
Berger 116 - Einer von vier bekannten Güssen. - Provenienz: Villa Grisebach, Auktion am 25.11.1994, Los 44; Privatsammlung Österreich. - Georg Kolbes "Hockende" zählt zu den eindringlichsten und zugleich formal geschlossensten Skulpturen der späten 1920er Jahre. In ihr erreicht der Künstler eine ausgewogene Konzentration der Form, die seine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper in einer spannungsvoll gebundenen Ruhe zusammenführt. Die weibliche Aktfigur ist in einer kontemplativen Haltung wiedergegeben: Die Beine sind eng an den Körper gezogen und der Kopf nach oben gerichtet. Ihre Wirkung entfaltet sich nicht aus einer gesteigerten Bewegung, sondern aus der Balance von Spannung und Entspannung, von plastischem Volumen und klar geführter Linie. Kolbes wiederholte Hinwendung zu tanzenden Frauenfiguren gründet in seinem nachhaltigen Interesse an Bewegung und körperlicher Ausdruckskraft. Anregungen bezog er sowohl aus der zeitgenössischen europäischen Tanzszene als auch aus dem Studium antiker Vorbilder. Während die frühen Tänzerinnen noch von rhythmischer Dynamik geprägt sind, verdichtet sich die Bewegung in der Hockenden zu einer ruhigen, in sich geschlossenen Komposition. Die 1920er Jahre markieren für Kolbe eine Phase großer öffentlicher Anerkennung und künstlerischer Reife. Seine figürlichen Bronzeplastiken wurden europaweit ausgestellt und gesammelt und festigten seinen Rang als einer der bedeutendsten Bildhauer der Klassischen Moderne. Unsere "Hockende" von 1928, die in lediglich vier bekannten Exemplaren gegossen wurde, steht am Übergang zu einer verstärkt kontemplativen Werkphase, in der sich Kolbe nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1927 vermehrt Fragen persönlicher Empfindung und formaler Verdichtung zuwandte.
(Waldheim in Sachsen 1877 - 1947 Berlin)
Hockende. Bronze mit dunkelbrauner Patina. 1928. 27,2 x 23,6 x 24 cm.
Auf der Standfläche monogrammiert u. mit dem Gießerstempel "H. Noack Berlin" versehen.
Berger 116 - Einer von vier bekannten Güssen. - Provenienz: Villa Grisebach, Auktion am 25.11.1994, Los 44; Privatsammlung Österreich. - Georg Kolbes "Hockende" zählt zu den eindringlichsten und zugleich formal geschlossensten Skulpturen der späten 1920er Jahre. In ihr erreicht der Künstler eine ausgewogene Konzentration der Form, die seine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper in einer spannungsvoll gebundenen Ruhe zusammenführt. Die weibliche Aktfigur ist in einer kontemplativen Haltung wiedergegeben: Die Beine sind eng an den Körper gezogen und der Kopf nach oben gerichtet. Ihre Wirkung entfaltet sich nicht aus einer gesteigerten Bewegung, sondern aus der Balance von Spannung und Entspannung, von plastischem Volumen und klar geführter Linie. Kolbes wiederholte Hinwendung zu tanzenden Frauenfiguren gründet in seinem nachhaltigen Interesse an Bewegung und körperlicher Ausdruckskraft. Anregungen bezog er sowohl aus der zeitgenössischen europäischen Tanzszene als auch aus dem Studium antiker Vorbilder. Während die frühen Tänzerinnen noch von rhythmischer Dynamik geprägt sind, verdichtet sich die Bewegung in der Hockenden zu einer ruhigen, in sich geschlossenen Komposition. Die 1920er Jahre markieren für Kolbe eine Phase großer öffentlicher Anerkennung und künstlerischer Reife. Seine figürlichen Bronzeplastiken wurden europaweit ausgestellt und gesammelt und festigten seinen Rang als einer der bedeutendsten Bildhauer der Klassischen Moderne. Unsere "Hockende" von 1928, die in lediglich vier bekannten Exemplaren gegossen wurde, steht am Übergang zu einer verstärkt kontemplativen Werkphase, in der sich Kolbe nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1927 vermehrt Fragen persönlicher Empfindung und formaler Verdichtung zuwandte.
165
Kolbe, Georg
(Waldheim in Sachsen 1877 - 1947 Berlin)
Kauernde (Weiblicher Akt). Pinsel u. Feder in Sepia auf Karton. 36,9 x 46,8 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert. Verso Skizze zum selben Thema. Die Rahmenrückwand mit einem Etikett der Galerie Vömel, Düsseldorf.
Vereinzelte kleine Stockflecken.
(Waldheim in Sachsen 1877 - 1947 Berlin)
Kauernde (Weiblicher Akt). Pinsel u. Feder in Sepia auf Karton. 36,9 x 46,8 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert. Verso Skizze zum selben Thema. Die Rahmenrückwand mit einem Etikett der Galerie Vömel, Düsseldorf.
Vereinzelte kleine Stockflecken.
166
Kollwitz, Käthe
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Frau mit totem Kind. Radierung auf gewalztem China auf Kupferdruckkarton. 1903. 41,2 x 47 (54,5 x 70,5) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Vom Drucker Otto Felsing ebenfalls signiert.
Knesebeck 81 VIII a - Klipstein 72 VIII a - Provenienz: Nachlass der Künstlerin; spätestens 1979 Galerie Pels-Leusden, Berlin; Privatsammlung Süddeutschland (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt in: Vom zeichnerischen Entwurf zur Druckgraphik. Eine Gegenüberstellung. Berlin, Galerie Pels-Leusden, 1979/80. - Der volle Rand mit vereinzelten kleinen Stockflecken. Die Blattkanten mit leichten Knitterspuren sowie mit zwei kleinen Einrissen am unteren Rand.
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Frau mit totem Kind. Radierung auf gewalztem China auf Kupferdruckkarton. 1903. 41,2 x 47 (54,5 x 70,5) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Vom Drucker Otto Felsing ebenfalls signiert.
Knesebeck 81 VIII a - Klipstein 72 VIII a - Provenienz: Nachlass der Künstlerin; spätestens 1979 Galerie Pels-Leusden, Berlin; Privatsammlung Süddeutschland (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt in: Vom zeichnerischen Entwurf zur Druckgraphik. Eine Gegenüberstellung. Berlin, Galerie Pels-Leusden, 1979/80. - Der volle Rand mit vereinzelten kleinen Stockflecken. Die Blattkanten mit leichten Knitterspuren sowie mit zwei kleinen Einrissen am unteren Rand.
167
Kollwitz, Käthe
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Die Pflüger (Blatt 1 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung in Schwarzbraun auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. 1907. 30,2 x 44,5 (41,3 x 53,5) cm.
Signiert.
Knesebeck 99 XII - Klipstein 94 VII - Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken. Der obere Blattrand mit drei kleinen fachmännisch restaurierten Einrissen.
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Die Pflüger (Blatt 1 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung in Schwarzbraun auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. 1907. 30,2 x 44,5 (41,3 x 53,5) cm.
Signiert.
Knesebeck 99 XII - Klipstein 94 VII - Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken. Der obere Blattrand mit drei kleinen fachmännisch restaurierten Einrissen.
168
Kollwitz, Käthe
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Vergewaltigt (Blatt 2 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung in Dunkelbraun auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. 1907/08. 30 x 52 (56 x 72,7) cm.
Signiert. Vom Drucker Otto Felsing ebenfalls signiert.
Knesebeck 101 V a - Klipstein 97 V - Leichte Lager- und Alterungsspuren.
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Vergewaltigt (Blatt 2 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung in Dunkelbraun auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. 1907/08. 30 x 52 (56 x 72,7) cm.
Signiert. Vom Drucker Otto Felsing ebenfalls signiert.
Knesebeck 101 V a - Klipstein 97 V - Leichte Lager- und Alterungsspuren.
169
Kollwitz, Käthe
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Beim Dengeln (Blatt 3 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. 1905. 28,5 x 28,5 (59,4 x 44,7) cm, unter Passepartout.
Signiert u. bezeichnet "Bauernkrieg Bl. 3". Vom Drucker Otto Felsing ebenfalls signiert.
Knesebeck 88 XIII - Klipstein 90 X - Unter dem Passepartout gebräunt.
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Beim Dengeln (Blatt 3 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. 1905. 28,5 x 28,5 (59,4 x 44,7) cm, unter Passepartout.
Signiert u. bezeichnet "Bauernkrieg Bl. 3". Vom Drucker Otto Felsing ebenfalls signiert.
Knesebeck 88 XIII - Klipstein 90 X - Unter dem Passepartout gebräunt.
170
Kollwitz, Käthe
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Bewaffnung in einem Gewölbe (verworfene Fassung von Blatt 4 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Lithographie in Dunkelbraun auf chamoisfarbenem Papier. 1902. 36,5 x 23,3 (51,5 x 38,5) cm, unter Passepartout.
Signiert.
Knesebeck 65 C a - Klipstein 59 a - Der volle Rand unten mit einer Knitterspur.
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Bewaffnung in einem Gewölbe (verworfene Fassung von Blatt 4 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Lithographie in Dunkelbraun auf chamoisfarbenem Papier. 1902. 36,5 x 23,3 (51,5 x 38,5) cm, unter Passepartout.
Signiert.
Knesebeck 65 C a - Klipstein 59 a - Der volle Rand unten mit einer Knitterspur.
171
Kollwitz, Käthe
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Losbruch (Blatt 5 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. 1902/03. 49 x 58 (55,4 x 68) cm.
Signiert.
Knesebeck 70 XII - Klipstein 66 XI - Leichte Lagerspuren.
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Losbruch (Blatt 5 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. 1902/03. 49 x 58 (55,4 x 68) cm.
Signiert.
Knesebeck 70 XII - Klipstein 66 XI - Leichte Lagerspuren.
172
Kollwitz, Käthe
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Schlachtfeld (Blatt 6 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung in Grünschwarz auf Van Gelder Zonen Bütten. 1907. 39,7 x 51,3 (51,2 x 65) cm.
Signiert.
Knesebeck 100 XI a - Klipstein 96 X - Leichte Lagerspuren.
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Schlachtfeld (Blatt 6 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung in Grünschwarz auf Van Gelder Zonen Bütten. 1907. 39,7 x 51,3 (51,2 x 65) cm.
Signiert.
Knesebeck 100 XI a - Klipstein 96 X - Leichte Lagerspuren.
173
Kollwitz, Käthe
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Die Gefangenen (Blatt 7 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. 1908. 30,5 x 41,6 (42,6 x 52,5) cm.
Signiert.
Knesebeck 102 VI b - Klipstein 98 VI - Der untere rechte Rand mit einem kleinen Wasserfleck.
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Die Gefangenen (Blatt 7 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. 1908. 30,5 x 41,6 (42,6 x 52,5) cm.
Signiert.
Knesebeck 102 VI b - Klipstein 98 VI - Der untere rechte Rand mit einem kleinen Wasserfleck.
174
Kontuly, Béla
(Miskolc 1904 - 1983 Budapest)
Selbstporträt. Öl auf Leinwand. Um 1928. 60,5 x 45,5 cm. Gerahmt.
Verso von fremder Hand bezeichnet u. betitelt.
Auf diesem eindringlichen Selbstbildnis begegnet Kontuly dem Betrachter mit konzentriertem, nahezu prüfendem Blick. In frontal angelegter Halbfigur inszeniert der Künstler sich in formalem Anzug und Fliege - ein Selbstentwurf, der künstlerische Professionalität und bürgerliche Selbstbehauptung gleichermaßen betont. Besonders prägnant ist die kompositorische Zweiteilung: Links öffnet sich das Bild wie durch ein Fenster in eine helle, weit ausgreifende Landschaft mit wolkenbewegtem Himmel, während rechts eine dunkle, nahezu monochrome Fläche das Gesicht in dramatischer Licht-Schatten-Wirkung modelliert. Diese Gegenüberstellung - Naturraum und Innenraum, Offenheit und Verdichtung - hat symbolischen Charakter. Sie kann als bildnerische Reflexion über die Rolle des Künstlers gelesen werden: zwischen Weltbeobachtung und innerer Sammlung, zwischen Außenwirklichkeit und subjektiver Wahrnehmung. Die Malweise verbindet neusachliche Partien mit weicheren Übergängen. Kontuly gestaltet das Gesicht mit präziser Zeichnung und fein abgestuften Tonwerten, wodurch ein fast skulpturaler Eindruck entsteht. Gleichzeitig setzen die Landschaftspartie und die Wolkenformationen einen malerischeren, atmosphärischen Akzent. Die Farbigkeit bleibt insgesamt gedämpft, wobei der starke Hell-Dunkel-Kontrast den Ausdruck intensiviert und dem Werk eine psychologische Spannung verleiht. - Kontuly hatte an der Akademie der Bildenden Künste in Prag und der Hochschule für Bildende Künste in Budapest unter István Réti und Andor Dudits studiert. Bereits während seines Studiums konnte er im Museum der Ostslowakei in Kosice ausstellen und erhielt 1928 den Benczúr-Preis, eine Anerkennung des Talents des Malers, der später zahlreiche weitere renommierte Preise gewinnen sollte, darunter den Klebelsberg-Preis und die Wiener Goldmedaille. In den 1930er Jahren stellte er seine Werke im Ernst Museum in Budapest aus und trat der Künstlergilde Munkácsy bei. Die neue Sachlichkeit des italienischen Novecento gab Kontulys Malstil neue Impulse, als er von 1928 bis 1930 gemeinsam mit seiner Frau Hajnalka Fuchs Stipendiat der Ungarischen Akademie in Rom war. Neben der Ausmalung zahlreicher Kirchen und Sakralbauten, trat er insbesondere durch seine klaren und realistischen Porträts hervor. 2004 widmete ihm die Kunsthalle in Budapest eine Retrospektive zum 100. Geburtstag. - Retuschen.
(Miskolc 1904 - 1983 Budapest)
Selbstporträt. Öl auf Leinwand. Um 1928. 60,5 x 45,5 cm. Gerahmt.
Verso von fremder Hand bezeichnet u. betitelt.
Auf diesem eindringlichen Selbstbildnis begegnet Kontuly dem Betrachter mit konzentriertem, nahezu prüfendem Blick. In frontal angelegter Halbfigur inszeniert der Künstler sich in formalem Anzug und Fliege - ein Selbstentwurf, der künstlerische Professionalität und bürgerliche Selbstbehauptung gleichermaßen betont. Besonders prägnant ist die kompositorische Zweiteilung: Links öffnet sich das Bild wie durch ein Fenster in eine helle, weit ausgreifende Landschaft mit wolkenbewegtem Himmel, während rechts eine dunkle, nahezu monochrome Fläche das Gesicht in dramatischer Licht-Schatten-Wirkung modelliert. Diese Gegenüberstellung - Naturraum und Innenraum, Offenheit und Verdichtung - hat symbolischen Charakter. Sie kann als bildnerische Reflexion über die Rolle des Künstlers gelesen werden: zwischen Weltbeobachtung und innerer Sammlung, zwischen Außenwirklichkeit und subjektiver Wahrnehmung. Die Malweise verbindet neusachliche Partien mit weicheren Übergängen. Kontuly gestaltet das Gesicht mit präziser Zeichnung und fein abgestuften Tonwerten, wodurch ein fast skulpturaler Eindruck entsteht. Gleichzeitig setzen die Landschaftspartie und die Wolkenformationen einen malerischeren, atmosphärischen Akzent. Die Farbigkeit bleibt insgesamt gedämpft, wobei der starke Hell-Dunkel-Kontrast den Ausdruck intensiviert und dem Werk eine psychologische Spannung verleiht. - Kontuly hatte an der Akademie der Bildenden Künste in Prag und der Hochschule für Bildende Künste in Budapest unter István Réti und Andor Dudits studiert. Bereits während seines Studiums konnte er im Museum der Ostslowakei in Kosice ausstellen und erhielt 1928 den Benczúr-Preis, eine Anerkennung des Talents des Malers, der später zahlreiche weitere renommierte Preise gewinnen sollte, darunter den Klebelsberg-Preis und die Wiener Goldmedaille. In den 1930er Jahren stellte er seine Werke im Ernst Museum in Budapest aus und trat der Künstlergilde Munkácsy bei. Die neue Sachlichkeit des italienischen Novecento gab Kontulys Malstil neue Impulse, als er von 1928 bis 1930 gemeinsam mit seiner Frau Hajnalka Fuchs Stipendiat der Ungarischen Akademie in Rom war. Neben der Ausmalung zahlreicher Kirchen und Sakralbauten, trat er insbesondere durch seine klaren und realistischen Porträts hervor. 2004 widmete ihm die Kunsthalle in Budapest eine Retrospektive zum 100. Geburtstag. - Retuschen.
175
Kostabi, Mark
(Los Angeles 1960 - lebt in New York)
The Tradition of Enlightenment. Öl auf Leinwand. 1992. 61 x 45,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, betitelt u. bezeichnet "4.29.92.ACAHARY".
Provenienz: Vom Vorbesitzer 1992 in der Galerie Martin Lawrence Modern, New York, erworben. - Beigegeben: Brief von Harry Saylor, Assistant Director der Galerie, vom 8. Januar 1992 sowie ein Polaroid, das den Künstler zusammen mit dem Gemälde bei der Eröffnungsausstellung der Galerie im Jahr 1992 zeigt. - Die linke untere Ecke mit einer leichten Kratzspur.
(Los Angeles 1960 - lebt in New York)
The Tradition of Enlightenment. Öl auf Leinwand. 1992. 61 x 45,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, betitelt u. bezeichnet "4.29.92.ACAHARY".
Provenienz: Vom Vorbesitzer 1992 in der Galerie Martin Lawrence Modern, New York, erworben. - Beigegeben: Brief von Harry Saylor, Assistant Director der Galerie, vom 8. Januar 1992 sowie ein Polaroid, das den Künstler zusammen mit dem Gemälde bei der Eröffnungsausstellung der Galerie im Jahr 1992 zeigt. - Die linke untere Ecke mit einer leichten Kratzspur.
176
Kother, Paul
(Leipzig 1878 - 1963 Weimar)
Doppelporträt (Otto Mueller und seine Frau Maschka). Leimfarbe auf Rupfen. Um 1906. 56 x 70 cm. Gerahmt.
Die Arbeit wird in das Werkverzeichnis des Künstlers aufgenommen. Wir danken Torsten Sabatier, Verden, für die freundlichen Auskünfte. - Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland (seit Ende der 1920er Jahre in Familienbesitz); Privatsammlung Hessen. - Paul Kother und Otto Mueller lernten sich 1896 in Dresden in der Malklasse von Carl Bantzer kennen. 1909 heiratete Kother Muellers Schwester Martha. In vorliegendem Doppelporträt zeigt Kother seinen Schwager mit dessen Ehefrau Maschka in einer stillen, introvertierten Zweisamkeit. Diese doppelte Nähe - biografisch wie emotional - prägt die besondere Intensität des Bildes. Kother verzichtet auf eine repräsentative Pose oder dekorative Ausgestaltung. Stattdessen rückt er die psychologische Präsenz der beiden Figuren in den Vordergrund. Die Gesichter sind kantig modelliert, von kräftigen Konturen und expressiven Farbkontrasten bestimmt. Blau- und Grüntöne dominieren die Komposition und verleihen ihr eine kühle, fast entrückte Atmosphäre, die durch die dunklen, ernsten Augenpartien noch verstärkt wird. Otto Mueller erscheint nach innen gekehrt, mit angespannt erhobener Hand, während Maschka ruhiger und gefasster wirkt. Kother gelingt es, die unterschiedlichen seelischen Zustände beider Figuren sichtbar zu machen, ohne sie voneinander zu isolieren. Vielmehr entsteht ein Spannungsfeld zwischen Nähe und Eigenständigkeit, das für die Darstellung moderner Paarbeziehungen ebenso charakteristisch ist wie für den Geist des Expressionismus. - Die untere rechte Ecke mit einer leichten Läsur.
(Leipzig 1878 - 1963 Weimar)
Doppelporträt (Otto Mueller und seine Frau Maschka). Leimfarbe auf Rupfen. Um 1906. 56 x 70 cm. Gerahmt.
Die Arbeit wird in das Werkverzeichnis des Künstlers aufgenommen. Wir danken Torsten Sabatier, Verden, für die freundlichen Auskünfte. - Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland (seit Ende der 1920er Jahre in Familienbesitz); Privatsammlung Hessen. - Paul Kother und Otto Mueller lernten sich 1896 in Dresden in der Malklasse von Carl Bantzer kennen. 1909 heiratete Kother Muellers Schwester Martha. In vorliegendem Doppelporträt zeigt Kother seinen Schwager mit dessen Ehefrau Maschka in einer stillen, introvertierten Zweisamkeit. Diese doppelte Nähe - biografisch wie emotional - prägt die besondere Intensität des Bildes. Kother verzichtet auf eine repräsentative Pose oder dekorative Ausgestaltung. Stattdessen rückt er die psychologische Präsenz der beiden Figuren in den Vordergrund. Die Gesichter sind kantig modelliert, von kräftigen Konturen und expressiven Farbkontrasten bestimmt. Blau- und Grüntöne dominieren die Komposition und verleihen ihr eine kühle, fast entrückte Atmosphäre, die durch die dunklen, ernsten Augenpartien noch verstärkt wird. Otto Mueller erscheint nach innen gekehrt, mit angespannt erhobener Hand, während Maschka ruhiger und gefasster wirkt. Kother gelingt es, die unterschiedlichen seelischen Zustände beider Figuren sichtbar zu machen, ohne sie voneinander zu isolieren. Vielmehr entsteht ein Spannungsfeld zwischen Nähe und Eigenständigkeit, das für die Darstellung moderner Paarbeziehungen ebenso charakteristisch ist wie für den Geist des Expressionismus. - Die untere rechte Ecke mit einer leichten Läsur.
177*
Kretzschmar, Bernhard
(Döbeln 1889 - 1972 Dresden)
Konvolut von zehn Blatt Radierungen. Auf chamoisfarbenem Bütten bzw. leichtem Büttenkarton, jeweils unter Passepartout. 1920-24. In blauer Leinenkassette. 67,5 x 50,5 x 10 cm.
Provenienz: Privatsammlung Hessen. - Enthält die Motive: 1. Meine Frau. 1920/21. 32,8 x 22,7 (51 x 43,6) cm. Signiert, zweifach datiert (1920 bzw. 21), betitelt und als "Probedruck" bezeichnet. Schmidt R 31. - 2. Spielendes Mädchen. 1922. 39,6 x 24,6 (55,5 x 42) cm. Signiert, datiert und betitelt. Mit dem Trockenstempel des Euphorion Verlages, Berlin. Schmidt R 118 b. - 3. Ein schöner Traum. 1923. 28,2 x 20 (41,2 x 31) cm. Signiert. Mit dem Trockenstempel des Euphorion Verlages, Berlin. Schmidt R 125. - 4. Gostritz. 1923. 23,4 x 40,8 (40 x 56) cm. Signiert, datiert und betitelt. Schmidt R 130. - 5. Ich. 1924. 17 x 14,3 (40,7 x 30) cm. Signiert und zweifach datiert. Schmidt R 139 a. - 6. Mein Hauswirt. 1924. 33,5 x 19 (41 x 31) cm. Signiert und datiert (25). Schmidt R 143 a. - 7. Gostritz. 1924. 24 x 28,5 (34 x 47,5) cm. Signiert, datiert und betitelt. Schmidt R 150 II. Zustand a. - 8. Leubnitz. 1924. 22 x 35,3 (39 x 57,8) cm. Signiert, datiert und betitelt. Schmidt R 154 b. - Die Motive 5 und 7 jeweils doppelt enthalten. - Leichte Lager- und Alterungsspuren.
(Döbeln 1889 - 1972 Dresden)
Konvolut von zehn Blatt Radierungen. Auf chamoisfarbenem Bütten bzw. leichtem Büttenkarton, jeweils unter Passepartout. 1920-24. In blauer Leinenkassette. 67,5 x 50,5 x 10 cm.
Provenienz: Privatsammlung Hessen. - Enthält die Motive: 1. Meine Frau. 1920/21. 32,8 x 22,7 (51 x 43,6) cm. Signiert, zweifach datiert (1920 bzw. 21), betitelt und als "Probedruck" bezeichnet. Schmidt R 31. - 2. Spielendes Mädchen. 1922. 39,6 x 24,6 (55,5 x 42) cm. Signiert, datiert und betitelt. Mit dem Trockenstempel des Euphorion Verlages, Berlin. Schmidt R 118 b. - 3. Ein schöner Traum. 1923. 28,2 x 20 (41,2 x 31) cm. Signiert. Mit dem Trockenstempel des Euphorion Verlages, Berlin. Schmidt R 125. - 4. Gostritz. 1923. 23,4 x 40,8 (40 x 56) cm. Signiert, datiert und betitelt. Schmidt R 130. - 5. Ich. 1924. 17 x 14,3 (40,7 x 30) cm. Signiert und zweifach datiert. Schmidt R 139 a. - 6. Mein Hauswirt. 1924. 33,5 x 19 (41 x 31) cm. Signiert und datiert (25). Schmidt R 143 a. - 7. Gostritz. 1924. 24 x 28,5 (34 x 47,5) cm. Signiert, datiert und betitelt. Schmidt R 150 II. Zustand a. - 8. Leubnitz. 1924. 22 x 35,3 (39 x 57,8) cm. Signiert, datiert und betitelt. Schmidt R 154 b. - Die Motive 5 und 7 jeweils doppelt enthalten. - Leichte Lager- und Alterungsspuren.
178
Krug, Karl
(1900 Leipzig 1984)
Bauerngehöft in Schönau. Öl auf Leinwand. 65,5 x 85 cm. Gerahmt.
Hübscher 328 - Unser Gemälde "Bauerngehöft in Schönau" steht exemplarisch für das Werk des Leipziger Malers, der sich zeitlebens intensiv mit Landschaften und ländlichen Motiven des mitteldeutschen Raums beschäftigte. Krugs gedämpfte Farbpalette aus Braun-, Grau- und Ockertönen erzeugt eine ruhige, leicht melancholische Stimmung. Diese zurückgenommene, teilweise nahezu monochrome Bildgestaltung ist charakteristisch für Krugs Werk: In vielen Arbeiten konzentriert er sich weniger auf detailreiche Beschreibung als auf die Wirkung von Licht, Atmosphäre und Materialität der Farbe. So erscheint das Bauerngehöft in Schönau weniger als topographische Darstellung eines konkreten Ortes, denn als atmosphärische Verdichtung der Landschaft - eine Bildwelt, in der Architektur und Vegetation zu einer geschlossenen, stimmungsvollen Einheit verschmelzen.
(1900 Leipzig 1984)
Bauerngehöft in Schönau. Öl auf Leinwand. 65,5 x 85 cm. Gerahmt.
Hübscher 328 - Unser Gemälde "Bauerngehöft in Schönau" steht exemplarisch für das Werk des Leipziger Malers, der sich zeitlebens intensiv mit Landschaften und ländlichen Motiven des mitteldeutschen Raums beschäftigte. Krugs gedämpfte Farbpalette aus Braun-, Grau- und Ockertönen erzeugt eine ruhige, leicht melancholische Stimmung. Diese zurückgenommene, teilweise nahezu monochrome Bildgestaltung ist charakteristisch für Krugs Werk: In vielen Arbeiten konzentriert er sich weniger auf detailreiche Beschreibung als auf die Wirkung von Licht, Atmosphäre und Materialität der Farbe. So erscheint das Bauerngehöft in Schönau weniger als topographische Darstellung eines konkreten Ortes, denn als atmosphärische Verdichtung der Landschaft - eine Bildwelt, in der Architektur und Vegetation zu einer geschlossenen, stimmungsvollen Einheit verschmelzen.
179
Kubicki, Stanislaw
(Ziegenhain 1889 - 1942 Warschau)
Reh mit Jungen II. Öl auf Leinwand. 1930. 95 x 110,5 cm. Gerahmt.
Provenienz: Aus dem Nachlass von Margarete Kubicka und Stanislaw Kubicki. - Abgebildet in: Lidia Gluchowska, Stanislaw Kubicki. Kunst und Theorie, Berlin 2001, Tafel XX sowie in: Lidia Gluchowska, Avantgarde und Liebe. Margarete Kubicka und Stanislaw Kubicki 1910-1945, Berlin 2007, S. 192, Abb. 58. - Vorliegendes Gemälde zählt zu den wichtigsten Arbeiten Kubickis um 1930 und verdeutlicht exemplarisch seine eigenständige Position innerhalb der europäischen Moderne - angesiedelt zwischen Expressionismus, konstruktiver Abstraktion und spirituell motivierter Naturauffassung. Eingebettet in eine Komposition aus kristallinen Farbflächen, denen stakkatoartige Pinselstriche eine subtile Textur verleihen, erscheinen unser Reh und sein Junges weniger als individuelle Lebewesen, denn als organische Knotenpunkte innerhalb eines rhythmisch gegliederten Naturraums. Scharf gesetzte Diagonalen erzeugen dynamische Bewegungsströme, die wiederum durch eine strukturelle Ordnung zusammengehalten werden. Eine in Grün-, Blau-, Ocker- und Violettnuancen gehaltene Farbigkeit dominiert das vegetative Umfeld. Dunklere Partien erden die Szene, während hellere Zonen fast kosmische Sphären zu eröffnen scheinen. In einer Sonderausstellung der Juryfreien 1931 präsentierte Kubicki 36 Werke, die von Eckardt von Sydow in der Weltkunst ausführlich rezensiert wurden: "Figuren, Tierbilder, Pflanzen, Stadtbilder sind in ornamental zerlegender und zugleich aufbauender Weise konstruiert. Ein tiefes lyrisch-mystisches Gefühl für Tier und Pflanze füllt das ornamenthafte Gefüge mit symbolkräftigem Gehalt." Die Parallelen und Unterschiede zu Franz Marc, mit dem Kubicki immer wieder in Zusammenhang gebracht wird, hat die Kunsthistorikerin Lidia Gluchowska differenziert herausgearbeitet: Während Marc die innere Natur vor allem über expressive Farbsymbolik erschließt, entwickelte Kubicki seinen Antinaturalismus ebenso in Schwarzweißarbeiten von ausgeprägt linearer Expressivität. Gemeinsam ist beiden Künstlern jedoch ein pantheistisches Grundgefühl, das Mensch, Tier und Umwelt als untrennbar miteinander verbunden begreift. Unser "Reh mit Jungen" lässt sich somit als verdichtete Vision eines harmonischen Naturzusammenhangs erfassen. Muttertier und Nachwuchs verkörpern Schutz, Kontinuität und elementares Leben - Themen, die für Kubicki gerade in den politisch angespannten frühen 1930er Jahren zunehmend in den Mittelpunkt traten. - Vereinzeltes Craquelé sowie stellenweise minimale Farbverluste.
(Ziegenhain 1889 - 1942 Warschau)
Reh mit Jungen II. Öl auf Leinwand. 1930. 95 x 110,5 cm. Gerahmt.
Provenienz: Aus dem Nachlass von Margarete Kubicka und Stanislaw Kubicki. - Abgebildet in: Lidia Gluchowska, Stanislaw Kubicki. Kunst und Theorie, Berlin 2001, Tafel XX sowie in: Lidia Gluchowska, Avantgarde und Liebe. Margarete Kubicka und Stanislaw Kubicki 1910-1945, Berlin 2007, S. 192, Abb. 58. - Vorliegendes Gemälde zählt zu den wichtigsten Arbeiten Kubickis um 1930 und verdeutlicht exemplarisch seine eigenständige Position innerhalb der europäischen Moderne - angesiedelt zwischen Expressionismus, konstruktiver Abstraktion und spirituell motivierter Naturauffassung. Eingebettet in eine Komposition aus kristallinen Farbflächen, denen stakkatoartige Pinselstriche eine subtile Textur verleihen, erscheinen unser Reh und sein Junges weniger als individuelle Lebewesen, denn als organische Knotenpunkte innerhalb eines rhythmisch gegliederten Naturraums. Scharf gesetzte Diagonalen erzeugen dynamische Bewegungsströme, die wiederum durch eine strukturelle Ordnung zusammengehalten werden. Eine in Grün-, Blau-, Ocker- und Violettnuancen gehaltene Farbigkeit dominiert das vegetative Umfeld. Dunklere Partien erden die Szene, während hellere Zonen fast kosmische Sphären zu eröffnen scheinen. In einer Sonderausstellung der Juryfreien 1931 präsentierte Kubicki 36 Werke, die von Eckardt von Sydow in der Weltkunst ausführlich rezensiert wurden: "Figuren, Tierbilder, Pflanzen, Stadtbilder sind in ornamental zerlegender und zugleich aufbauender Weise konstruiert. Ein tiefes lyrisch-mystisches Gefühl für Tier und Pflanze füllt das ornamenthafte Gefüge mit symbolkräftigem Gehalt." Die Parallelen und Unterschiede zu Franz Marc, mit dem Kubicki immer wieder in Zusammenhang gebracht wird, hat die Kunsthistorikerin Lidia Gluchowska differenziert herausgearbeitet: Während Marc die innere Natur vor allem über expressive Farbsymbolik erschließt, entwickelte Kubicki seinen Antinaturalismus ebenso in Schwarzweißarbeiten von ausgeprägt linearer Expressivität. Gemeinsam ist beiden Künstlern jedoch ein pantheistisches Grundgefühl, das Mensch, Tier und Umwelt als untrennbar miteinander verbunden begreift. Unser "Reh mit Jungen" lässt sich somit als verdichtete Vision eines harmonischen Naturzusammenhangs erfassen. Muttertier und Nachwuchs verkörpern Schutz, Kontinuität und elementares Leben - Themen, die für Kubicki gerade in den politisch angespannten frühen 1930er Jahren zunehmend in den Mittelpunkt traten. - Vereinzeltes Craquelé sowie stellenweise minimale Farbverluste.
180
Kubicek, Juro
(Görlitz 1906 - 1970 Berlin)
Das Paar. Öl u. Sand auf Leinwand. 1949. 64,5 x 116 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso signiert, monogrammiert, datiert u. betitelt sowie mit dem Namens- u. Adressetikett des Künstlers versehen.
Becker 62 - Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. - Ausgestellt in: Berliner Neue Gruppe. Berlin, Schloss Charlottenburg, Juni 1950. - Leichtes Craquelé. Vereinzelte winzige Farbverluste.
(Görlitz 1906 - 1970 Berlin)
Das Paar. Öl u. Sand auf Leinwand. 1949. 64,5 x 116 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso signiert, monogrammiert, datiert u. betitelt sowie mit dem Namens- u. Adressetikett des Künstlers versehen.
Becker 62 - Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. - Ausgestellt in: Berliner Neue Gruppe. Berlin, Schloss Charlottenburg, Juni 1950. - Leichtes Craquelé. Vereinzelte winzige Farbverluste.
