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Mangold, Josef
(1884 Köln 1937)
Stilleben mit rotem Mohn. Öl auf Leinwand. 1931. 53,8 x 43,2 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso datiert (pinx. 1931).

Mangold besuchte die Kunstgewerbeschulen in Köln und Berlin, im Bereich der Malerei war er jedoch weitestgehend Autodidakt. Er gehörte der "Rheinischen Sezession" an, die 1928 aus der Vereinigung "Das Junge Rheinland" hervorging. - In vorliegendem Stilleben rückt Mangold einen Strauß roter Mohnblumen in den Bildmittelpunkt. Dabei gibt er die Pflanzen in drei verschiedenen Entwicklungsphasen wieder: Neben den leuchtend roten Blüten stellt er eine Knospe und eine Kapselfrucht dar, die sich erst nach dem Verwelken der Blüte ausbildet. Mit der Anspielung auf das Werden und Vergehen stellt sich Mangold in eine kunsthistorische Tradition, die insbesondere in den Stilleben des Barock eine starke Ausprägung erfuhr. - Bemerkenswert ist die scharf konturierende Linienführung, mit der der Künstler präzise jedes kleinste Detail der Pflanzen wiedergibt. Um die Zartheit und Makellosigkeit der sorgsam arrangierten Blumen hervorzuheben, sind Farben und Formen des sie umgebenden Raumes bewusst reduziert. Ganz im Sinne der Neuen Sachlichkeit gelingt es dem Künstler, den Bildgegenstand aus sich heraus wirken zu lassen - ohne das Zutun von gestisch expressiven Gestaltungsmitteln. Durch eine klare und geordnete Bildkomposition, die den Eindruck von tiefer Ruhe und Besonnenheit vermittelt, zelebriert der Künstler das Credo seiner Malerei - die unbedingte Klarheit der Formensprache. - Zwei kleine Retuschen.
Zuschlagspreis: 20.000 €