Catalogue
Auction 64
All Artworks
(280)
45
Ebert, Albert
(1906 Halle 1976)
Gratulanten. Öl auf Hartfaser auf Holz. 1961. 15 x 11 cm. Mit Original-Künstlerrahmen (19 x 15 cm).
Signiert u. datiert.
Litt 61-27 - Es ist eine bodenständige Hochzeit, ein Fest, wie es der Künstler vermutlich selbst erlebt haben könnte, das Albert Ebert in diesem 1961 entstandenen Gemälde schildert. Nicht das Brautpaar oder ein feierlicher Zeremonienmoment steht im Mittelpunkt, sondern das ungezwungene Beisammensein nach der Trauung. Familienangehörige und Freunde haben sich in kleinen Gruppen zusammengefunden, unterhalten sich angeregt und warten darauf, dem Brautpaar zu gratulieren. Dazwischen spielen die Blumenkinder in ihren weißen Kleidern fröhlich mit ihren kleinen Sträußen. Mit liebevollem Blick richtet Ebert seine Aufmerksamkeit auf die beiläufigen, alltäglichen Momente des Festes: auf Gesten, Begegnungen und das kindliche Spiel. Gerade diese unspektakulären Einzelheiten verleihen der Szene ihre Wärme und Lebendigkeit. Die Figuren erscheinen zugleich vertraut und entrückt; aus einer gewöhnlichen Hochzeitsgesellschaft entsteht ein poetisches Bild menschlicher Gemeinschaft. Ideologische oder parteipolitische Kunst interessierte Ebert weniger. Sein Hauptaugenmerk galt vielmehr dem Mythologischen und vor allem dem Alltäglich-Schönen, das er wie kaum ein anderer in zauberhaften Szenerien und in herausragender, altmeisterlicher Manier festhielt: "Ich wollte malen und wollte eben die Welt so schön zeigen, wie ich sie eben fand." (Albert Ebert, in: Gerhard Wolf, Albert Ebert. Wie ein Leben gemalt wird, Berlin 1974, ohne Seitenangabe) - Eine kleine Retusche.
(1906 Halle 1976)
Gratulanten. Öl auf Hartfaser auf Holz. 1961. 15 x 11 cm. Mit Original-Künstlerrahmen (19 x 15 cm).
Signiert u. datiert.
Litt 61-27 - Es ist eine bodenständige Hochzeit, ein Fest, wie es der Künstler vermutlich selbst erlebt haben könnte, das Albert Ebert in diesem 1961 entstandenen Gemälde schildert. Nicht das Brautpaar oder ein feierlicher Zeremonienmoment steht im Mittelpunkt, sondern das ungezwungene Beisammensein nach der Trauung. Familienangehörige und Freunde haben sich in kleinen Gruppen zusammengefunden, unterhalten sich angeregt und warten darauf, dem Brautpaar zu gratulieren. Dazwischen spielen die Blumenkinder in ihren weißen Kleidern fröhlich mit ihren kleinen Sträußen. Mit liebevollem Blick richtet Ebert seine Aufmerksamkeit auf die beiläufigen, alltäglichen Momente des Festes: auf Gesten, Begegnungen und das kindliche Spiel. Gerade diese unspektakulären Einzelheiten verleihen der Szene ihre Wärme und Lebendigkeit. Die Figuren erscheinen zugleich vertraut und entrückt; aus einer gewöhnlichen Hochzeitsgesellschaft entsteht ein poetisches Bild menschlicher Gemeinschaft. Ideologische oder parteipolitische Kunst interessierte Ebert weniger. Sein Hauptaugenmerk galt vielmehr dem Mythologischen und vor allem dem Alltäglich-Schönen, das er wie kaum ein anderer in zauberhaften Szenerien und in herausragender, altmeisterlicher Manier festhielt: "Ich wollte malen und wollte eben die Welt so schön zeigen, wie ich sie eben fand." (Albert Ebert, in: Gerhard Wolf, Albert Ebert. Wie ein Leben gemalt wird, Berlin 1974, ohne Seitenangabe) - Eine kleine Retusche.
46
Fehrenbach, Gerson
(Villingen im Schwarzwald 1932 - 2004 Berlin)
Springer - König - Dame. Drei Bronzen mit goldbrauner Patina. 1975-77. 25 x 13 x 8; 38,5 x 14 x 10 u. 37,5 x 10 x 8,5 cm.
Jeweils auf grauem Steinsockel montiert. Jeweils signiert bzw. monogrammiert.
Pavel/Rathgeber 200a, 202a und 219a (dort datiert 78/79) - 1. Signiert und als "h/c" bezeichnet. Mit dem Gießerstempel "H. Noack Berlin". - 2. Signiert und nummeriert "5/6". Mit dem Gießerstempel "H. Noack Berlin". - 3. Monogrammiert, datiert und nummeriert "IV/VI". - Ein Sockel etwas locker.
(Villingen im Schwarzwald 1932 - 2004 Berlin)
Springer - König - Dame. Drei Bronzen mit goldbrauner Patina. 1975-77. 25 x 13 x 8; 38,5 x 14 x 10 u. 37,5 x 10 x 8,5 cm.
Jeweils auf grauem Steinsockel montiert. Jeweils signiert bzw. monogrammiert.
Pavel/Rathgeber 200a, 202a und 219a (dort datiert 78/79) - 1. Signiert und als "h/c" bezeichnet. Mit dem Gießerstempel "H. Noack Berlin". - 2. Signiert und nummeriert "5/6". Mit dem Gießerstempel "H. Noack Berlin". - 3. Monogrammiert, datiert und nummeriert "IV/VI". - Ein Sockel etwas locker.
47
Felixmüller, Conrad
(Dresden 1897 - 1977 Berlin)
Der Ermordete. Holzschnitt auf chamoisfarbenem Japan. 1919. 16,4 x 7,5 (19 x 9,8) cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert, monogrammiert u. datiert sowie bezeichnet "Holzschnitt". Mit handschriftlicher Widmung an Lisa Pasedag.
Söhn 164 a - Einer von ganz wenigen Handdrucken des Künstlers vor der Auflage für "Die Aktion", IX. Jg., Heft 16. - Provenienz: Nachlass von Margarete Kubicka und Stanislaw Kubicki; Privatsammlung Düsseldorf. - Abgebildet in: Bunt. Expressionismus. Grenzübergreifende Avantgarde. Posen, Nationalmuseum, 2015, Abb. 18, S. 116. - Lisa Pasedag war die Sekretärin der Zeitschrift "Die Aktion". - Insgesamt leicht knitterspurig. Der Rand mit drei kleinen Einrissen.
(Dresden 1897 - 1977 Berlin)
Der Ermordete. Holzschnitt auf chamoisfarbenem Japan. 1919. 16,4 x 7,5 (19 x 9,8) cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert, monogrammiert u. datiert sowie bezeichnet "Holzschnitt". Mit handschriftlicher Widmung an Lisa Pasedag.
Söhn 164 a - Einer von ganz wenigen Handdrucken des Künstlers vor der Auflage für "Die Aktion", IX. Jg., Heft 16. - Provenienz: Nachlass von Margarete Kubicka und Stanislaw Kubicki; Privatsammlung Düsseldorf. - Abgebildet in: Bunt. Expressionismus. Grenzübergreifende Avantgarde. Posen, Nationalmuseum, 2015, Abb. 18, S. 116. - Lisa Pasedag war die Sekretärin der Zeitschrift "Die Aktion". - Insgesamt leicht knitterspurig. Der Rand mit drei kleinen Einrissen.
49
Felixmüller, Conrad
(Dresden 1897 - 1977 Berlin)
Konvolut von drei Blatt Holzschnitten. Auf chamoisfarbenem Bütten. 1924-27. 49,8 x 39,5 (62,2 x 46,6); 49,9 x 39,7 (69,2 x 52,5) bzw. 49,5 x 39,6 (60,4 x 48,6) cm. Jeweils unter Passepartout u. unter Glas gerahmt.
Jeweils signiert. Blatt 2 zusätzlich datiert.
Söhn 325 a, 366 b und 370 - Enthält: 1. Bildnis Max Liebermann. 1926. - 2. Fischer von Helgoland. 1924.- 3. Christian Rohlfs. 1927. - Jeweils im Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Der volle untere Rand von Blatt 3 mit vereinzelten Stockflecken.
(Dresden 1897 - 1977 Berlin)
Konvolut von drei Blatt Holzschnitten. Auf chamoisfarbenem Bütten. 1924-27. 49,8 x 39,5 (62,2 x 46,6); 49,9 x 39,7 (69,2 x 52,5) bzw. 49,5 x 39,6 (60,4 x 48,6) cm. Jeweils unter Passepartout u. unter Glas gerahmt.
Jeweils signiert. Blatt 2 zusätzlich datiert.
Söhn 325 a, 366 b und 370 - Enthält: 1. Bildnis Max Liebermann. 1926. - 2. Fischer von Helgoland. 1924.- 3. Christian Rohlfs. 1927. - Jeweils im Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Der volle untere Rand von Blatt 3 mit vereinzelten Stockflecken.
50
Förg, Günther
(Füssen 1952 - 2013 Freiburg im Breisgau)
o.T. (Raster - Streifen). Zwei Blatt Farbradierungen auf Vélin. 1994. Jeweils 31 x 24 (49 x 34,5) cm.
Jeweils signiert, datiert u. nummeriert "5/12".
(Füssen 1952 - 2013 Freiburg im Breisgau)
o.T. (Raster - Streifen). Zwei Blatt Farbradierungen auf Vélin. 1994. Jeweils 31 x 24 (49 x 34,5) cm.
Jeweils signiert, datiert u. nummeriert "5/12".
51
Fußmann, Klaus
(Velbert 1938 - lebt in Berlin)
Stoffbahnen. Öl auf Leinwand. 1985. 71 x 80,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert (B 17.11.85).
Stellenweise vereinzelte Haarrisse.
(Velbert 1938 - lebt in Berlin)
Stoffbahnen. Öl auf Leinwand. 1985. 71 x 80,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert (B 17.11.85).
Stellenweise vereinzelte Haarrisse.
52
Fußmann, Klaus
(Velbert 1938 - lebt in Berlin)
Selbst im Spiegel im Schnee. Öl u. Gouache auf festem Karton. 1985. 71 x 72,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert (B.9.1.85).
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert. Vereinzelte winzige Haarrisse.
(Velbert 1938 - lebt in Berlin)
Selbst im Spiegel im Schnee. Öl u. Gouache auf festem Karton. 1985. 71 x 72,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert (B.9.1.85).
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert. Vereinzelte winzige Haarrisse.
53
Fußmann, Klaus
(Velbert 1938 - lebt in Berlin)
Ansicht von Berlin-Mitte. Öl auf Leinwand. Um 2004. 59,5 x 94,5 cm. Gerahmt.
Signiert.
Die vorliegende Arbeit entstand 2004 im Zusammenhang mit Klaus Fußmanns Auftrag für ein monumentales, 6 x 4 Meter großes Gemälde in der Ullstein-Halle des Axel-Springer-Hauses in Berlin.
(Velbert 1938 - lebt in Berlin)
Ansicht von Berlin-Mitte. Öl auf Leinwand. Um 2004. 59,5 x 94,5 cm. Gerahmt.
Signiert.
Die vorliegende Arbeit entstand 2004 im Zusammenhang mit Klaus Fußmanns Auftrag für ein monumentales, 6 x 4 Meter großes Gemälde in der Ullstein-Halle des Axel-Springer-Hauses in Berlin.
54
Fußmann, Klaus
(Velbert 1938 - lebt in Berlin)
Ostseeabend. Aquarell u. Gouache auf Büttenkarton. 2013. 22 x 30 cm.
Signiert u. datiert (1.13).
(Velbert 1938 - lebt in Berlin)
Ostseeabend. Aquarell u. Gouache auf Büttenkarton. 2013. 22 x 30 cm.
Signiert u. datiert (1.13).
55
Fußmann, Klaus
(Velbert 1938 - lebt in Berlin)
Astern. Aquarell u. Gouache auf Büttenkarton. 2010. 26,8 x 38 cm, im Passepartout freigestellt.
Signiert u. datiert (1.10).
(Velbert 1938 - lebt in Berlin)
Astern. Aquarell u. Gouache auf Büttenkarton. 2010. 26,8 x 38 cm, im Passepartout freigestellt.
Signiert u. datiert (1.10).
56
Gawell, Oskar
(Chawlodno 1888 - 1955 Wien)
o.T. (Dörfliche Szene mit rotem Haus). Gouache u. schwarze Kreide auf leichtem Karton. 39 x 49,6 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. - Minimale Lager- und Alterungsspuren.
(Chawlodno 1888 - 1955 Wien)
o.T. (Dörfliche Szene mit rotem Haus). Gouache u. schwarze Kreide auf leichtem Karton. 39 x 49,6 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. - Minimale Lager- und Alterungsspuren.
57
Geccelli, Johannes
(Königsberg 1925 - 2011 Berlin)
Kleines Rahmenbild in Rot. Acryl auf Leinwand. 1998. 60 x 40 cm. In Künstlerrahmen (77,5 x 47,5 cm).
Verso signiert u. datiert. Auf dem Rahmen verso in Versalien signiert, datiert, betitelt u. mit Angaben zur Technik versehen.
(Königsberg 1925 - 2011 Berlin)
Kleines Rahmenbild in Rot. Acryl auf Leinwand. 1998. 60 x 40 cm. In Künstlerrahmen (77,5 x 47,5 cm).
Verso signiert u. datiert. Auf dem Rahmen verso in Versalien signiert, datiert, betitelt u. mit Angaben zur Technik versehen.
58
Geiger, Rupprecht
(1908 München 2009)
Rot zwischen Schwarz. Farblithographie auf Büttenkarton. 1959. 39,5 x 47,7 (42,8 x 59,5) cm.
Signiert u. nummeriert "27/30".
Geiger 33.
(1908 München 2009)
Rot zwischen Schwarz. Farblithographie auf Büttenkarton. 1959. 39,5 x 47,7 (42,8 x 59,5) cm.
Signiert u. nummeriert "27/30".
Geiger 33.
59
Geipel, Hans
(Meiningen 1927 - 2007 Gerlingen)
Lichtobjekt 02/196. Leuchtkasten mit 49 zufallsprogrammierten Farbfeldern, Kabeln u. Elektronik in schwarzem Kasten mit Opal-Plexiglas. 2002. 50 x 50 x 8,5 cm.
Verso auf einem Etikett signiert, dort mit der typografischen Werknummer "03/206" sowie handschriftlich "02/196" bezeichnet.
Die vordere Plexiglasscheibe leicht lose.
(Meiningen 1927 - 2007 Gerlingen)
Lichtobjekt 02/196. Leuchtkasten mit 49 zufallsprogrammierten Farbfeldern, Kabeln u. Elektronik in schwarzem Kasten mit Opal-Plexiglas. 2002. 50 x 50 x 8,5 cm.
Verso auf einem Etikett signiert, dort mit der typografischen Werknummer "03/206" sowie handschriftlich "02/196" bezeichnet.
Die vordere Plexiglasscheibe leicht lose.
60
Gille, Sighard
(Eilenburg 1941 - lebt in Leipzig)
Rehberge. Öl auf Hartfaser. 1991. 100 x 90 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Vom Vorbesitzer 2011 in der Kunststation Kleinsassen erworben.
(Eilenburg 1941 - lebt in Leipzig)
Rehberge. Öl auf Hartfaser. 1991. 100 x 90 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Vom Vorbesitzer 2011 in der Kunststation Kleinsassen erworben.
61
Girke, Raimund
(Heinzendorf in Niederschlesien 1930 - 2002 Köln)
o.T. Aquarell auf Bütten. 1999. 29 x 39,3 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert u. datiert (März 99).
(Heinzendorf in Niederschlesien 1930 - 2002 Köln)
o.T. Aquarell auf Bütten. 1999. 29 x 39,3 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert u. datiert (März 99).
62
Girke, Raimund
(Heinzendorf in Niederschlesien 1930 - 2002 Köln)
o.T. Aquarell u. Graphit auf leichtem Karton. 1997. 25 x 17,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert, datiert u. mit Richtungspfeil versehen.
Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Florian Trampler, München, erworben.
(Heinzendorf in Niederschlesien 1930 - 2002 Köln)
o.T. Aquarell u. Graphit auf leichtem Karton. 1997. 25 x 17,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert, datiert u. mit Richtungspfeil versehen.
Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Florian Trampler, München, erworben.
63
Glajcar, Angela
(Mainz 1970 - lebt in Rheinhessen u. Köln)
Terforation VII/IX. Wandobjekt. Papier, gerissen. Auf Halterung aus Metall u. Kunststoff. 2009. 45 x 35 x 17 cm.
Signiert, datiert, betitelt u. als "Wandobjekt" bezeichnet sowie mit dem Künstlersignet (Trockenstempel) versehen.
Hanten 2009-040 - Provenienz: Vom Vorbesitzer 2009 in der Wichtendahl Galerie, Berlin, erworben (Brief der Künstlerin mit Widmung in Kopie beigegeben). - Eine minimale Knitterspur sowie ein winziger Einriss. - Beigegeben: Lichtsack-Lampe zur Beleuchtung des Kunstwerks.
(Mainz 1970 - lebt in Rheinhessen u. Köln)
Terforation VII/IX. Wandobjekt. Papier, gerissen. Auf Halterung aus Metall u. Kunststoff. 2009. 45 x 35 x 17 cm.
Signiert, datiert, betitelt u. als "Wandobjekt" bezeichnet sowie mit dem Künstlersignet (Trockenstempel) versehen.
Hanten 2009-040 - Provenienz: Vom Vorbesitzer 2009 in der Wichtendahl Galerie, Berlin, erworben (Brief der Künstlerin mit Widmung in Kopie beigegeben). - Eine minimale Knitterspur sowie ein winziger Einriss. - Beigegeben: Lichtsack-Lampe zur Beleuchtung des Kunstwerks.
64
Glöckner, Hermann
(Dresden 1889 - 1987 Berlin)
Kleiner sechszackiger Stern in Rot, Gelb und Blau auf Schwarz. Tafel. Lack über Tempera u. Papiercollage auf schwarz grundierter Pappe. Um 1933-35. 49,8 x 35 x 0,3 cm.
Die Rückseite mit Papier bezogen u. schwarz grundiert sowie mit Künstlermonogramm versehen (geprägt). Bezeichnet mit der Negativnummer "149/8a".
Dittrich Tafel 82 - Innerhalb der ungegenständlichen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts nimmt Hermann Glöckner mit seinem Tafelwerk eine Sonderposition ein. Abseits verbindlicher ästhetischer Dogmen ließ er sich von einem experimentellen, forschenden Erkunden bildnerischer Möglichkeiten leiten. Statt einer strengen konstruktiven Formgrammatik, wie sie etwa Kasimir Malewitsch, El Lissitzky oder László Moholy-Nagy entwickelten, fügte Glöckner seinen mathematisch fundierten Konstruktionen häufig Kontrapunkte hinzu, die von materiellen und nicht vollständig vorhersehbaren Vorgängen zeugen. Die um 1930 entwickelte Sternform, die der Künstler auch als "Verschränkung von zwei Winkeln" bezeichnete, gilt als eines der Hauptmotive seiner Tafeln. - Unsere zwischen 1933 und 1935 entstandene Tafel führt dieses Prinzip mit äußerster Konzentration vor. Auf einem annähernd schwarzen, rechteckigen Binnenfeld erscheint eine aus drei farbigen Linienzügen gebildete Sternfigur. Rot markiert eine waagerechte und eine senkrechte Achse, während Gelb und Blau zwei schräg gestellte, spitzwinklige Formen beschreiben. Erst durch deren Überschneidung entsteht der Eindruck eines sechszackigen Sterns. Die Form ist nicht als geschlossene Silhouette gegeben, sondern muss vom Auge aus Linien, Richtungen und Schnittpunkten zusammengesetzt werden. Glöckner zeigt weniger einen Stern als vielmehr den Vorgang seiner Entstehung. - Bewusst vermeidet Glöckner die vollkommene Symmetrie. Die Zacken sind unterschiedlich lang, die Winkelfiguren gegeneinander verschoben und die Achsen nicht in einem einzigen Mittelpunkt gebündelt. Diese kontrollierte Unregelmäßigkeit verleiht der Konstruktion ihre Spannung. Die horizontale rote Linie stabilisiert das Gefüge, während die vertikale es nach oben und unten aufspannt. Gelb steigt steil empor und verläuft anschließend diagonal nach rechts; Blau entwickelt eine gegenläufige Bewegung, die von links ansteigt und scharf nach unten abknickt. Die statische Sternform verwandelt sich so in ein dynamisches System aus Kräften, Richtungen und räumlichen Beziehungen. - Die drei nahezu unvermischten Grundfarben Rot, Gelb und Blau heben sich leuchtend vom schwarzen Grund ab. Farbe füllt hier keine Flächen, sondern wird selbst zur konstruktiven Linie. Die farbliche Unterscheidung macht die Bestandteile der Figur nachvollziehbar und zeigt zugleich, wie aus ihrer Überlagerung eine neue Gestalt hervorgeht. Das Schwarz erzeugt einen unbestimmten Tiefenraum, in dem die Linien zu schweben und sich zugleich in die Fläche einzuschreiben scheinen. - Durch mathematische Klarheit, handwerkliche Unmittelbarkeit und elementare Farbsetzung mit bewegter Raumwirkung erscheint unser Stern weder als dekoratives Ornament noch als eindeutig symbolisch aufgeladenes Zeichen, sondern als Modell eines Denkens in Beziehungen. - Leichte Gebrauchsspuren sowie stellenweise Retuschen.
(Dresden 1889 - 1987 Berlin)
Kleiner sechszackiger Stern in Rot, Gelb und Blau auf Schwarz. Tafel. Lack über Tempera u. Papiercollage auf schwarz grundierter Pappe. Um 1933-35. 49,8 x 35 x 0,3 cm.
Die Rückseite mit Papier bezogen u. schwarz grundiert sowie mit Künstlermonogramm versehen (geprägt). Bezeichnet mit der Negativnummer "149/8a".
Dittrich Tafel 82 - Innerhalb der ungegenständlichen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts nimmt Hermann Glöckner mit seinem Tafelwerk eine Sonderposition ein. Abseits verbindlicher ästhetischer Dogmen ließ er sich von einem experimentellen, forschenden Erkunden bildnerischer Möglichkeiten leiten. Statt einer strengen konstruktiven Formgrammatik, wie sie etwa Kasimir Malewitsch, El Lissitzky oder László Moholy-Nagy entwickelten, fügte Glöckner seinen mathematisch fundierten Konstruktionen häufig Kontrapunkte hinzu, die von materiellen und nicht vollständig vorhersehbaren Vorgängen zeugen. Die um 1930 entwickelte Sternform, die der Künstler auch als "Verschränkung von zwei Winkeln" bezeichnete, gilt als eines der Hauptmotive seiner Tafeln. - Unsere zwischen 1933 und 1935 entstandene Tafel führt dieses Prinzip mit äußerster Konzentration vor. Auf einem annähernd schwarzen, rechteckigen Binnenfeld erscheint eine aus drei farbigen Linienzügen gebildete Sternfigur. Rot markiert eine waagerechte und eine senkrechte Achse, während Gelb und Blau zwei schräg gestellte, spitzwinklige Formen beschreiben. Erst durch deren Überschneidung entsteht der Eindruck eines sechszackigen Sterns. Die Form ist nicht als geschlossene Silhouette gegeben, sondern muss vom Auge aus Linien, Richtungen und Schnittpunkten zusammengesetzt werden. Glöckner zeigt weniger einen Stern als vielmehr den Vorgang seiner Entstehung. - Bewusst vermeidet Glöckner die vollkommene Symmetrie. Die Zacken sind unterschiedlich lang, die Winkelfiguren gegeneinander verschoben und die Achsen nicht in einem einzigen Mittelpunkt gebündelt. Diese kontrollierte Unregelmäßigkeit verleiht der Konstruktion ihre Spannung. Die horizontale rote Linie stabilisiert das Gefüge, während die vertikale es nach oben und unten aufspannt. Gelb steigt steil empor und verläuft anschließend diagonal nach rechts; Blau entwickelt eine gegenläufige Bewegung, die von links ansteigt und scharf nach unten abknickt. Die statische Sternform verwandelt sich so in ein dynamisches System aus Kräften, Richtungen und räumlichen Beziehungen. - Die drei nahezu unvermischten Grundfarben Rot, Gelb und Blau heben sich leuchtend vom schwarzen Grund ab. Farbe füllt hier keine Flächen, sondern wird selbst zur konstruktiven Linie. Die farbliche Unterscheidung macht die Bestandteile der Figur nachvollziehbar und zeigt zugleich, wie aus ihrer Überlagerung eine neue Gestalt hervorgeht. Das Schwarz erzeugt einen unbestimmten Tiefenraum, in dem die Linien zu schweben und sich zugleich in die Fläche einzuschreiben scheinen. - Durch mathematische Klarheit, handwerkliche Unmittelbarkeit und elementare Farbsetzung mit bewegter Raumwirkung erscheint unser Stern weder als dekoratives Ornament noch als eindeutig symbolisch aufgeladenes Zeichen, sondern als Modell eines Denkens in Beziehungen. - Leichte Gebrauchsspuren sowie stellenweise Retuschen.
65
Glöckner, Hermann
(Dresden 1889 - 1987 Berlin)
Schwarzweiß geteilte Keilform nach links. Wendetafel. Lack über Tempera, Silberfarbe, Kohle u. collagiertem Karton auf fester Pappe. Vertikal u. horizontal durchbohrt, mit Schnurdurchzug. Um 1933-35/70. 14,5 x 10,2 x 0,7 cm.
Dittrich Tafel 98 - Ausgestellt und abgebildet in: Hermann Glöckner. Faltungen. Arbeiten aus fünf Jahrzehnten. Schwerin u.a., Staatliches Museum, 1996, Katalog-Nr. 15, S. 43. - Mit unserer Wendetafel greift Glöckner eine erste Fassung aus den 1930er Jahren auf. Dabei wiederholte er keine abgeschlossene Komposition, sondern überprüfte erneut eine zentrale Formidee seines konstruktiven Schaffens, bei dem die Diagonale der Ausgangspunkt ist. Als "tragendes Konstruktionselement des Tafelwerks" entwickelte Glöckner aus ihr den spitzen Winkel und schließlich den Keil, der in verschiedenen Ausprägungen zahlreiche frühe Tafeln bestimmt (Werner Schmidt, in: Hermann Glöckner. Die Tafeln 1919-1985, Dresden/Stuttgart 1992, S. 30). - In der vorliegenden Arbeit treffen zwei lang gestreckte Keilformen in einer gemeinsamen Spitze aufeinander. Beim Wenden der Tafel wechseln Schwarz und Weiß ihre Position und verändern dadurch die optische Gewichtung. Das Verhältnis von Positiv und Negativ wird unmittelbar erfahrbar. Die diagonal auf- und absteigenden Spitzen erzeugen zugleich eine Bewegung, die über das begrenzende Rechteck hinauszuweisen scheint.- Die Ecken mit leichten Farbverlusten.
(Dresden 1889 - 1987 Berlin)
Schwarzweiß geteilte Keilform nach links. Wendetafel. Lack über Tempera, Silberfarbe, Kohle u. collagiertem Karton auf fester Pappe. Vertikal u. horizontal durchbohrt, mit Schnurdurchzug. Um 1933-35/70. 14,5 x 10,2 x 0,7 cm.
Dittrich Tafel 98 - Ausgestellt und abgebildet in: Hermann Glöckner. Faltungen. Arbeiten aus fünf Jahrzehnten. Schwerin u.a., Staatliches Museum, 1996, Katalog-Nr. 15, S. 43. - Mit unserer Wendetafel greift Glöckner eine erste Fassung aus den 1930er Jahren auf. Dabei wiederholte er keine abgeschlossene Komposition, sondern überprüfte erneut eine zentrale Formidee seines konstruktiven Schaffens, bei dem die Diagonale der Ausgangspunkt ist. Als "tragendes Konstruktionselement des Tafelwerks" entwickelte Glöckner aus ihr den spitzen Winkel und schließlich den Keil, der in verschiedenen Ausprägungen zahlreiche frühe Tafeln bestimmt (Werner Schmidt, in: Hermann Glöckner. Die Tafeln 1919-1985, Dresden/Stuttgart 1992, S. 30). - In der vorliegenden Arbeit treffen zwei lang gestreckte Keilformen in einer gemeinsamen Spitze aufeinander. Beim Wenden der Tafel wechseln Schwarz und Weiß ihre Position und verändern dadurch die optische Gewichtung. Das Verhältnis von Positiv und Negativ wird unmittelbar erfahrbar. Die diagonal auf- und absteigenden Spitzen erzeugen zugleich eine Bewegung, die über das begrenzende Rechteck hinauszuweisen scheint.- Die Ecken mit leichten Farbverlusten.
