Catalogue
Auction 64
All Artworks
(276)
231
Pechstein, Max
(Zwickau 1881 - 1955 Berlin)
Kornpuppen (Blatt 9 der "Boettcher-Mappe"). Holzschnitt auf chamoisfarbenem Vélin. 1948. 20,7 x 30 (29,2 x 35,6) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Krüger H 313 - Im früheren Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Der untere volle Rand mit minimalen Knitterspuren.
(Zwickau 1881 - 1955 Berlin)
Kornpuppen (Blatt 9 der "Boettcher-Mappe"). Holzschnitt auf chamoisfarbenem Vélin. 1948. 20,7 x 30 (29,2 x 35,6) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Krüger H 313 - Im früheren Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Der untere volle Rand mit minimalen Knitterspuren.
233
Pfahler, Georg Karl
(1926 Emetzheim 2002)
o.T. (Informelle Komposition). Öl auf Leinwand. 1958. 90,3 x 125,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert.
Die Arbeit ist Teil der von Pfahler in den 1950er Jahren geschaffenen Struk-Serie und wird in das Pfahler Archiv, Weissenburg, aufgenommen. - Provenienz: Atelier des Künstlers; Privatsammlung Baden-Württemberg; Privatsammlung Bayern. - Eine leichte Kratzspur.
(1926 Emetzheim 2002)
o.T. (Informelle Komposition). Öl auf Leinwand. 1958. 90,3 x 125,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert.
Die Arbeit ist Teil der von Pfahler in den 1950er Jahren geschaffenen Struk-Serie und wird in das Pfahler Archiv, Weissenburg, aufgenommen. - Provenienz: Atelier des Künstlers; Privatsammlung Baden-Württemberg; Privatsammlung Bayern. - Eine leichte Kratzspur.
234
Picasso, Pablo
(Málaga 1881 - 1973 Mougins)
Visage no. 193. Teller aus weißem Steingut-Ton mit farbigem Engobedekor, teils glasiert. 1963. Durchmesser: 26 cm, Höhe: 2,5 cm.
Verso betitelt, nummeriert "37/150" sowie bezeichnet "Edition Picasso Madoura".
Ramié 493 - Verso von fremder Hand mit Wandhalterung versehen.
(Málaga 1881 - 1973 Mougins)
Visage no. 193. Teller aus weißem Steingut-Ton mit farbigem Engobedekor, teils glasiert. 1963. Durchmesser: 26 cm, Höhe: 2,5 cm.
Verso betitelt, nummeriert "37/150" sowie bezeichnet "Edition Picasso Madoura".
Ramié 493 - Verso von fremder Hand mit Wandhalterung versehen.
235
Pijuan, Joan Hernández
(1931 Barcelona 2005)
o.T. Öl u. Gouache auf gelblichem Papier. 1991. 17 x 25 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Vom Vorbesitzer 2008 in der Galerie Dittmar, Berlin, erworben. - Ausgestellt und abgebildet in: Joan Hernández Pijuan. Zeichnungen 1989-2004. Berlin, Galerie Dittmar, 2007, Katalog-Nr. 10, S. 40 (Preisliste der Galerie in Kopie beigegeben). - Die linke obere Ecke mit minimalem Craquelé.
(1931 Barcelona 2005)
o.T. Öl u. Gouache auf gelblichem Papier. 1991. 17 x 25 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Vom Vorbesitzer 2008 in der Galerie Dittmar, Berlin, erworben. - Ausgestellt und abgebildet in: Joan Hernández Pijuan. Zeichnungen 1989-2004. Berlin, Galerie Dittmar, 2007, Katalog-Nr. 10, S. 40 (Preisliste der Galerie in Kopie beigegeben). - Die linke obere Ecke mit minimalem Craquelé.
236
Pijuan, Joan Hernández
(1931 Barcelona 2005)
o.T. Gouache u. Pinsel in Tusche auf gelblichem Japan. 1991. 18,5 x 33 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Vom Vorbesitzer 2008 in der Galerie Dittmar, Berlin, erworben. - Ausgestellt und abgebildet in: Joan Hernández Pijuan. Zeichnungen 1989-2004. Berlin, Galerie Dittmar, 2007, Katalog-Nr. 11, S. 41 (Preisliste der Galerie in Kopie beigegeben). - Technikbedingt leicht knitterspurig.
(1931 Barcelona 2005)
o.T. Gouache u. Pinsel in Tusche auf gelblichem Japan. 1991. 18,5 x 33 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Vom Vorbesitzer 2008 in der Galerie Dittmar, Berlin, erworben. - Ausgestellt und abgebildet in: Joan Hernández Pijuan. Zeichnungen 1989-2004. Berlin, Galerie Dittmar, 2007, Katalog-Nr. 11, S. 41 (Preisliste der Galerie in Kopie beigegeben). - Technikbedingt leicht knitterspurig.
237
Pods, Reinhard
(Berlin 1951 - lebt in Berlin)
o.T. Öl auf Leinwand. 1985. 115,7 x 80 cm. Gerahmt.
Verso signiert u. datiert.
(Berlin 1951 - lebt in Berlin)
o.T. Öl auf Leinwand. 1985. 115,7 x 80 cm. Gerahmt.
Verso signiert u. datiert.
238
Pippel, Otto
(Lódz 1878 - 1960 Planegg)
Friedrichstraße im Regen. Öl auf Leinwand. 72,5 x 82,5 cm. Gerahmt.
Signiert.
Otto Pippel zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Spätimpressionismus im Münchner Raum. Prägend für seine künstlerische Entwicklung war insbesondere sein Aufenthalt in Paris in den 1920er Jahren, wo er sich intensiv mit den Errungenschaften des französischen Impressionismus auseinandersetzte. Die von Licht und Atmosphäre bestimmte Freilichtmalerei sowie ein lockerer, lebendiger Pinselduktus wurden zu zentralen Merkmalen seiner Bildsprache. Unser Gemälde veranschaulicht diese Qualitäten auf bemerkenswerte Weise: Die regennasse Berliner Friedrichstraße erscheint als lebendiger Stadtraum, dessen wechselnde Lichtreflexe und bewegte Szenerie Pippel mit großer Sensibilität erfasste und so einen flüchtigen Moment urbanen Lebens malerisch verewigte. - Vereinzelte winzige Haarrisse.
(Lódz 1878 - 1960 Planegg)
Friedrichstraße im Regen. Öl auf Leinwand. 72,5 x 82,5 cm. Gerahmt.
Signiert.
Otto Pippel zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Spätimpressionismus im Münchner Raum. Prägend für seine künstlerische Entwicklung war insbesondere sein Aufenthalt in Paris in den 1920er Jahren, wo er sich intensiv mit den Errungenschaften des französischen Impressionismus auseinandersetzte. Die von Licht und Atmosphäre bestimmte Freilichtmalerei sowie ein lockerer, lebendiger Pinselduktus wurden zu zentralen Merkmalen seiner Bildsprache. Unser Gemälde veranschaulicht diese Qualitäten auf bemerkenswerte Weise: Die regennasse Berliner Friedrichstraße erscheint als lebendiger Stadtraum, dessen wechselnde Lichtreflexe und bewegte Szenerie Pippel mit großer Sensibilität erfasste und so einen flüchtigen Moment urbanen Lebens malerisch verewigte. - Vereinzelte winzige Haarrisse.
239
Querner, Curt
(Börnchen bei Freital 1904 - 1976 Kreischa)
Steinhaufen und Gestrüpp. Aquarell auf Bütten. 1968. 24,2 x 63,2 cm. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert u. datiert (20.3.68).
Dittrich B 1724 - Frei schwebend montiert. Der Rand mit Löchlein von Reißzwecken.
(Börnchen bei Freital 1904 - 1976 Kreischa)
Steinhaufen und Gestrüpp. Aquarell auf Bütten. 1968. 24,2 x 63,2 cm. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert u. datiert (20.3.68).
Dittrich B 1724 - Frei schwebend montiert. Der Rand mit Löchlein von Reißzwecken.
240
Rainer, Arnulf
(Baden bei Wien 1929 - 2025 Wien)
Frühlingskreuz. Radierung in Grün auf Rives Büttenkarton. 1990/91. 49,7 x 39,3 (65 x 51) cm.
Signiert u. nummeriert "8/35".
Nicht mehr bei Breicha - Provenienz: Vom Vorbesitzer 2013 in der Galerie Sabine Knust, München, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben).
(Baden bei Wien 1929 - 2025 Wien)
Frühlingskreuz. Radierung in Grün auf Rives Büttenkarton. 1990/91. 49,7 x 39,3 (65 x 51) cm.
Signiert u. nummeriert "8/35".
Nicht mehr bei Breicha - Provenienz: Vom Vorbesitzer 2013 in der Galerie Sabine Knust, München, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben).
241
Rainer, Arnulf
(Baden bei Wien 1929 - 2025 Wien)
Kreuz silber/kirschrot. Kaltnadelradierung in Silber u. Rot auf Büttenkarton. 1999. 20,5 x 14,5 (53 x 37,8) cm.
Signiert u. nummeriert "21/35". Mit dem Trockenstempel des Druckers Kurt Zein, Wien.
Nicht mehr bei Breicha - Provenienz: Vom Vorbesitzer 2013 in der Galerie Sabine Knust, München, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben).
(Baden bei Wien 1929 - 2025 Wien)
Kreuz silber/kirschrot. Kaltnadelradierung in Silber u. Rot auf Büttenkarton. 1999. 20,5 x 14,5 (53 x 37,8) cm.
Signiert u. nummeriert "21/35". Mit dem Trockenstempel des Druckers Kurt Zein, Wien.
Nicht mehr bei Breicha - Provenienz: Vom Vorbesitzer 2013 in der Galerie Sabine Knust, München, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben).
242
Rainer, Arnulf
(Baden bei Wien 1929 - 2025 Wien)
Breitkreuz silber/weinrot. Kaltnadelradierung in Silber u. Rot auf Büttenkarton. 1999. 22,5 x 18,5 (53,2 x 37) cm.
Signiert u. nummeriert "17/35". Mit dem Trockenstempel des Druckers Kurt Zein, Wien.
Nicht mehr bei Breicha - Provenienz: Vom Vorbesitzer 2013 in der Galerie Sabine Knust, München, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben).
(Baden bei Wien 1929 - 2025 Wien)
Breitkreuz silber/weinrot. Kaltnadelradierung in Silber u. Rot auf Büttenkarton. 1999. 22,5 x 18,5 (53,2 x 37) cm.
Signiert u. nummeriert "17/35". Mit dem Trockenstempel des Druckers Kurt Zein, Wien.
Nicht mehr bei Breicha - Provenienz: Vom Vorbesitzer 2013 in der Galerie Sabine Knust, München, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben).
243
Rataiczyk, Werner
(Eisleben 1921 - 2021 Halle)
Stehendes Mädchen (Jutta). Öl auf Hartfaser. 1953. 98,5 x 44,2 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso in Versalien signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Privatsammlung Berlin, direkt vom Künstler erworben. - Unser 1953 in Halle entstandenes Gemälde "Stehendes Mädchen (Jutta)" gehört zu den frühen eigenständigen Figurenbildern Werner Rataiczyks und entstand unmittelbar nach dem Abschluss seines Studiums an der Burg Giebichenstein, wo er von 1947 bis 1952 bei Erwin Hahs ausgebildet wurde. Dessen von der Klassischen Moderne geprägtes Verständnis einer autonomen, auf Farbe und Form gegründeten Malerei bildete eine wesentliche Grundlage für Rataiczyks frühes Werk. - Vor einem in fein abgestuften Grauwerten gehaltenen Hintergrund erscheint die isolierte Figur eines jungen Mädchens. Der auf wenige Elemente reduzierte Bildraum lenkt den Blick ganz auf die ruhige Präsenz der Gestalt. Überlängte Proportionen, vereinfachte Gesichtszüge und eine reservierte Haltung verleihen der Dargestellten eine zeitlose, beinahe entrückte Wirkung. Der Blütenzweig setzt als einziger farbiger Akzent einen lyrischen Kontrapunkt innerhalb der gedämpften Komposition. - Die tonige Farbigkeit erinnert an das für die hallesche Malerei charakteristische "hallische Grau", das weniger der Naturbeobachtung als der atmosphärischen und formalen Verdichtung dient. In der Vereinfachung der Formen und der Konzentration auf die autonome Bildwirkung zeigt sich Rataiczyks Auseinandersetzung mit der Klassischen Moderne, insbesondere mit Werken von Pablo Picasso. - Entstanden in einer Zeit, in der die kulturpolitischen Vorgaben der DDR zunehmend auf den Sozialistischen Realismus ausgerichtet wurden, setzt das Gemälde einen bemerkenswerten Gegenakzent. An die Stelle erzählerischer oder ideologisch geprägter Inhalte tritt die Konzentration auf die einzelne Figur und ihre malerische Präsenz. Unser Gemälde dokumentiert damit die Kontinuität der an der Burg Giebichenstein gepflegten Moderne und markiert zugleich einen frühen Höhepunkt in Rataiczyks Figurenmalerei.
(Eisleben 1921 - 2021 Halle)
Stehendes Mädchen (Jutta). Öl auf Hartfaser. 1953. 98,5 x 44,2 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso in Versalien signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Privatsammlung Berlin, direkt vom Künstler erworben. - Unser 1953 in Halle entstandenes Gemälde "Stehendes Mädchen (Jutta)" gehört zu den frühen eigenständigen Figurenbildern Werner Rataiczyks und entstand unmittelbar nach dem Abschluss seines Studiums an der Burg Giebichenstein, wo er von 1947 bis 1952 bei Erwin Hahs ausgebildet wurde. Dessen von der Klassischen Moderne geprägtes Verständnis einer autonomen, auf Farbe und Form gegründeten Malerei bildete eine wesentliche Grundlage für Rataiczyks frühes Werk. - Vor einem in fein abgestuften Grauwerten gehaltenen Hintergrund erscheint die isolierte Figur eines jungen Mädchens. Der auf wenige Elemente reduzierte Bildraum lenkt den Blick ganz auf die ruhige Präsenz der Gestalt. Überlängte Proportionen, vereinfachte Gesichtszüge und eine reservierte Haltung verleihen der Dargestellten eine zeitlose, beinahe entrückte Wirkung. Der Blütenzweig setzt als einziger farbiger Akzent einen lyrischen Kontrapunkt innerhalb der gedämpften Komposition. - Die tonige Farbigkeit erinnert an das für die hallesche Malerei charakteristische "hallische Grau", das weniger der Naturbeobachtung als der atmosphärischen und formalen Verdichtung dient. In der Vereinfachung der Formen und der Konzentration auf die autonome Bildwirkung zeigt sich Rataiczyks Auseinandersetzung mit der Klassischen Moderne, insbesondere mit Werken von Pablo Picasso. - Entstanden in einer Zeit, in der die kulturpolitischen Vorgaben der DDR zunehmend auf den Sozialistischen Realismus ausgerichtet wurden, setzt das Gemälde einen bemerkenswerten Gegenakzent. An die Stelle erzählerischer oder ideologisch geprägter Inhalte tritt die Konzentration auf die einzelne Figur und ihre malerische Präsenz. Unser Gemälde dokumentiert damit die Kontinuität der an der Burg Giebichenstein gepflegten Moderne und markiert zugleich einen frühen Höhepunkt in Rataiczyks Figurenmalerei.
244
Reuter, Erich Fritz
(1911 Berlin 1997)
Entwurf zum Denkmal des "Unbekannten Politischen Gefangenen". Bronze mit dunkelbrauner Patina. 1952. 46 x 49 x 64 cm.
Monogrammiert, bezeichnet "I" u. mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln" versehen.
Karpen 21 B - Ausgestellt in: Der unbekannte politische Gefangene. Berlin, Kunsthaus Dahlem, 2020, online abgebildet. - Wie kein anderer nach 1945 ist der Wettbewerb Spiegelbild einer höchst ideologisierten Kunstpolitik: Im Spannungsfeld des Ost-West-Konflikts wurde die Auslobung im Januar 1952 durch das Londoner Institute of Contemporary Arts (ICA) durchgeführt. Weltweit reagierten über 3.000 Bildhauer aus 57 Nationen auf die Ausschreibung, etwa 1.500 reichten Entwürfe ein. Mit 262 Einsendungen war die Beteiligung aus der noch jungen Bundesrepublik am höchsten. Um die Fülle der Einreichungen zu bewältigen, organisierte das ICA nationale Ausstellungen und Vorentscheidungen in Deutschland, England, Frankreich, Italien, Österreich, Norwegen und den USA. Zusammen mit den 46 Einreichungen aus der Schweiz wurden die deutschen Entwürfe 1952/53 im Haus am Waldsee in Berlin gezeigt. (Vgl. Kunsthaus Dahlem, artatberlin.com)
(1911 Berlin 1997)
Entwurf zum Denkmal des "Unbekannten Politischen Gefangenen". Bronze mit dunkelbrauner Patina. 1952. 46 x 49 x 64 cm.
Monogrammiert, bezeichnet "I" u. mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln" versehen.
Karpen 21 B - Ausgestellt in: Der unbekannte politische Gefangene. Berlin, Kunsthaus Dahlem, 2020, online abgebildet. - Wie kein anderer nach 1945 ist der Wettbewerb Spiegelbild einer höchst ideologisierten Kunstpolitik: Im Spannungsfeld des Ost-West-Konflikts wurde die Auslobung im Januar 1952 durch das Londoner Institute of Contemporary Arts (ICA) durchgeführt. Weltweit reagierten über 3.000 Bildhauer aus 57 Nationen auf die Ausschreibung, etwa 1.500 reichten Entwürfe ein. Mit 262 Einsendungen war die Beteiligung aus der noch jungen Bundesrepublik am höchsten. Um die Fülle der Einreichungen zu bewältigen, organisierte das ICA nationale Ausstellungen und Vorentscheidungen in Deutschland, England, Frankreich, Italien, Österreich, Norwegen und den USA. Zusammen mit den 46 Einreichungen aus der Schweiz wurden die deutschen Entwürfe 1952/53 im Haus am Waldsee in Berlin gezeigt. (Vgl. Kunsthaus Dahlem, artatberlin.com)
245
Reed, David
(San Diego 1946 - lebt in New York)
Studio Study #11, 2017 (For Painting #662). Öl u. Alkydharzlack über Papiercollage u. eine Fotocollage auf Karton. 2017. 38 x 53,6 cm. Beidseitig sichtbar unter Glas gerahmt.
Mit handschriftlichen Notizen zum Werk. Verso signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Privatsammlung Berlin. - Mit handschriftlichen Notizen zum Werk vom 12.7.2013 bis 16.11.2014, wie folgt: "Toxic California light - use image of Los Angeles modernist house in 'True Detective' seen while working on this study / This smog really relates to the house at 1541 Garrison Place, San Diego / Used an image of our house on this study. Architect: John August Reed. / etc.".
(San Diego 1946 - lebt in New York)
Studio Study #11, 2017 (For Painting #662). Öl u. Alkydharzlack über Papiercollage u. eine Fotocollage auf Karton. 2017. 38 x 53,6 cm. Beidseitig sichtbar unter Glas gerahmt.
Mit handschriftlichen Notizen zum Werk. Verso signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Privatsammlung Berlin. - Mit handschriftlichen Notizen zum Werk vom 12.7.2013 bis 16.11.2014, wie folgt: "Toxic California light - use image of Los Angeles modernist house in 'True Detective' seen while working on this study / This smog really relates to the house at 1541 Garrison Place, San Diego / Used an image of our house on this study. Architect: John August Reed. / etc.".
246
Reynolds, Alan
(Newmarket 1926 - 2014 Kent)
Structure - Green, Yellow, Black and Red. Öl auf Karton. 1961. 111 x 100,5 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso Etikett der Redfern Gallery, London, dort von fremder Hand signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Von der Vorbesitzerin in der Galerie Annely Juda Fine Art, London, erworben. - Ausgestellt in: Pittsburgh International Exhibition of Contemporary Painting. Pittsburgh, Carnegie Institute, Department of Fine Art, 1961 (verso Ausstellungsetikett). - Unser 1961 entstandenes Werk gehört zu jener entscheidenden Übergangsphase, in der sich Reynolds von der neo-romantischen Landschaftsmalerei löste und zu einer eigenständigen konstruktiven Bildsprache fand. Die Hinwendung zur Abstraktion bedeutete dabei keinen vollständigen Bruch mit der Natur. Vielmehr überführte der Künstler deren wahrgenommene Gliederungen, Rhythmen und Kräfteverhältnisse in ein autonomes Gefüge aus Fläche, Farbe und Proportion. Die Komposition wird von einem tiefen, nahezu schwarzen Farbfeld beherrscht. An den Rändern treten kleinere grüne, gelbe und rote Farbkörper hervor. Besonders das kräftige Rot rechts oben und das warme Gelb im unteren rechten Bereich wirken wie visuelle Akzente innerhalb der dunklen Grundstruktur. Links antwortet ihnen eine große, angeschnittene ovale Form in gedämpftem Grün. Helle Zonen am oberen und unteren Bildrand öffnen die Komposition und setzen der Schwere des Zentrums eine lichte, beinahe schwebende Gegenbewegung entgegen. - Reynolds vermeidet die makellose Oberfläche und die mathematische Härte einer rein geometrischen Abstraktion. Die Farbfelder besitzen sichtbare malerische Texturen; Kanten bleiben stellenweise offen, überarbeitet oder leicht verschoben. Dadurch bewahrt das Bild den Charakter eines gewachsenen Organismus. Ordnung und Improvisation, Stabilität und Bewegung halten sich gegenseitig im Gleichgewicht. Gerade diese Balance gehört zu den grundlegenden Anliegen des Künstlers, dessen Werk von der Galeristin Annely Juda als eine lebenslange Suche nach dem Gleichgewicht beschrieben wird. - Der Titel Structure verweist entsprechend weniger auf ein dargestelltes Motiv als auf das eigentliche Thema des Bildes: das Verhältnis der einzelnen Formen zueinander und zum Ganzen. Die stark begrenzte Palette dient nicht der Beschreibung sichtbarer Gegenstände. Farbe wird vielmehr als strukturelle Kraft eingesetzt. So entsteht ein Bildgefüge, das zugleich architektonisch und lebendig erscheint. - Bereits Reynolds' gefeierte Gemälde der 1950er Jahre waren durch starke horizontale Teilungen und eine zunehmende Vereinfachung natürlicher Formen bestimmt. Ab 1958 trat die gegenständliche Erscheinung immer weiter zurück. Dabei waren insbesondere Paul Klee, dessen Werk Reynolds unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland kennenlernte, sowie Piet Mondrian wichtige Bezugspunkte. Anders als Mondrian behielt Reynolds jedoch eine spürbar malerische, intuitive und von Naturerfahrung geprägte Formensprache bei. Die frühe internationale Präsentation unseres Gemäldes unterstreicht seinen Rang. Noch im Entstehungsjahr war es in der Pittsburgh International Exhibition of Contemporary Painting des Carnegie Institute zu sehen. Structure - Green, Yellow, Black and Red ist damit nicht nur ein charakteristisches Beispiel der britischen Nachkriegsabstraktion, sondern ein Schlüsselwerk innerhalb von Reynolds' persönlicher Entwicklung. In seiner Verbindung von geometrischer Disziplin, malerischer Empfindsamkeit und unterschwelliger Naturerinnerung zeigt es einen Künstler, der Abstraktion nicht als Verzicht, sondern als Vertiefung verstand: als Suche nach einer Ordnung hinter den sichtbaren Dingen. - Minimale Randläsuren.
(Newmarket 1926 - 2014 Kent)
Structure - Green, Yellow, Black and Red. Öl auf Karton. 1961. 111 x 100,5 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso Etikett der Redfern Gallery, London, dort von fremder Hand signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Von der Vorbesitzerin in der Galerie Annely Juda Fine Art, London, erworben. - Ausgestellt in: Pittsburgh International Exhibition of Contemporary Painting. Pittsburgh, Carnegie Institute, Department of Fine Art, 1961 (verso Ausstellungsetikett). - Unser 1961 entstandenes Werk gehört zu jener entscheidenden Übergangsphase, in der sich Reynolds von der neo-romantischen Landschaftsmalerei löste und zu einer eigenständigen konstruktiven Bildsprache fand. Die Hinwendung zur Abstraktion bedeutete dabei keinen vollständigen Bruch mit der Natur. Vielmehr überführte der Künstler deren wahrgenommene Gliederungen, Rhythmen und Kräfteverhältnisse in ein autonomes Gefüge aus Fläche, Farbe und Proportion. Die Komposition wird von einem tiefen, nahezu schwarzen Farbfeld beherrscht. An den Rändern treten kleinere grüne, gelbe und rote Farbkörper hervor. Besonders das kräftige Rot rechts oben und das warme Gelb im unteren rechten Bereich wirken wie visuelle Akzente innerhalb der dunklen Grundstruktur. Links antwortet ihnen eine große, angeschnittene ovale Form in gedämpftem Grün. Helle Zonen am oberen und unteren Bildrand öffnen die Komposition und setzen der Schwere des Zentrums eine lichte, beinahe schwebende Gegenbewegung entgegen. - Reynolds vermeidet die makellose Oberfläche und die mathematische Härte einer rein geometrischen Abstraktion. Die Farbfelder besitzen sichtbare malerische Texturen; Kanten bleiben stellenweise offen, überarbeitet oder leicht verschoben. Dadurch bewahrt das Bild den Charakter eines gewachsenen Organismus. Ordnung und Improvisation, Stabilität und Bewegung halten sich gegenseitig im Gleichgewicht. Gerade diese Balance gehört zu den grundlegenden Anliegen des Künstlers, dessen Werk von der Galeristin Annely Juda als eine lebenslange Suche nach dem Gleichgewicht beschrieben wird. - Der Titel Structure verweist entsprechend weniger auf ein dargestelltes Motiv als auf das eigentliche Thema des Bildes: das Verhältnis der einzelnen Formen zueinander und zum Ganzen. Die stark begrenzte Palette dient nicht der Beschreibung sichtbarer Gegenstände. Farbe wird vielmehr als strukturelle Kraft eingesetzt. So entsteht ein Bildgefüge, das zugleich architektonisch und lebendig erscheint. - Bereits Reynolds' gefeierte Gemälde der 1950er Jahre waren durch starke horizontale Teilungen und eine zunehmende Vereinfachung natürlicher Formen bestimmt. Ab 1958 trat die gegenständliche Erscheinung immer weiter zurück. Dabei waren insbesondere Paul Klee, dessen Werk Reynolds unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland kennenlernte, sowie Piet Mondrian wichtige Bezugspunkte. Anders als Mondrian behielt Reynolds jedoch eine spürbar malerische, intuitive und von Naturerfahrung geprägte Formensprache bei. Die frühe internationale Präsentation unseres Gemäldes unterstreicht seinen Rang. Noch im Entstehungsjahr war es in der Pittsburgh International Exhibition of Contemporary Painting des Carnegie Institute zu sehen. Structure - Green, Yellow, Black and Red ist damit nicht nur ein charakteristisches Beispiel der britischen Nachkriegsabstraktion, sondern ein Schlüsselwerk innerhalb von Reynolds' persönlicher Entwicklung. In seiner Verbindung von geometrischer Disziplin, malerischer Empfindsamkeit und unterschwelliger Naturerinnerung zeigt es einen Künstler, der Abstraktion nicht als Verzicht, sondern als Vertiefung verstand: als Suche nach einer Ordnung hinter den sichtbaren Dingen. - Minimale Randläsuren.
247
Röhl, Karl Peter
(1890 Kiel 1975)
o.T. (Tektonische Komposition I). Pinsel in Tusche auf chamoisfarbenem Karton. 1920. 48,5 x 32,3 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Hofstaetter Z 1920-20 - Provenienz: Sammlung Edwin Redslob, Berlin, danach in Familienbesitz; 1994 Galerie Bodo Niemann, Berlin; Privatsammlung Berlin.
(1890 Kiel 1975)
o.T. (Tektonische Komposition I). Pinsel in Tusche auf chamoisfarbenem Karton. 1920. 48,5 x 32,3 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Hofstaetter Z 1920-20 - Provenienz: Sammlung Edwin Redslob, Berlin, danach in Familienbesitz; 1994 Galerie Bodo Niemann, Berlin; Privatsammlung Berlin.
248
Röhl, Karl Peter
(1890 Kiel 1975)
o.T. (Abstrakte Komposition). Aquarell, Pinsel u. Feder in Tusche auf chamoisfarbenem Bütten. 1920. 37,5 x 46,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. mit Signaturzeichen versehen. Verso unleserlich betitelt. Auf dem Unterlagekarton zusätzlich signiert, datiert sowie mit der Ortsangabe "Weimar", dem Signaturzeichen u. Pentagramm versehen.
Nicht bei Hofstaetter - Der obere Rand mit einem Einriss.
(1890 Kiel 1975)
o.T. (Abstrakte Komposition). Aquarell, Pinsel u. Feder in Tusche auf chamoisfarbenem Bütten. 1920. 37,5 x 46,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. mit Signaturzeichen versehen. Verso unleserlich betitelt. Auf dem Unterlagekarton zusätzlich signiert, datiert sowie mit der Ortsangabe "Weimar", dem Signaturzeichen u. Pentagramm versehen.
Nicht bei Hofstaetter - Der obere Rand mit einem Einriss.
251
Robbel, Kurt
(Berlin 1909 - 1986 Mahlow)
Bei der Morgentoilette. Aquarell u. Gouache über Bleistift auf leichtem Karton. 1949. 62 x 46 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Robbel lehrte ab 1951 in verschiedenen Funktionen an der Kunsthochschule Weißensee, zuletzt als Professor. Er war mit Horst Strempel und Ernst Rudolf Vogenauer befreundet. Zu seinen Schülern gehörten u.a. Konrad Knebel, Ronald Paris, Hans Ticha und Hans Vent. - In den Kanten fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(Berlin 1909 - 1986 Mahlow)
Bei der Morgentoilette. Aquarell u. Gouache über Bleistift auf leichtem Karton. 1949. 62 x 46 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Robbel lehrte ab 1951 in verschiedenen Funktionen an der Kunsthochschule Weißensee, zuletzt als Professor. Er war mit Horst Strempel und Ernst Rudolf Vogenauer befreundet. Zu seinen Schülern gehörten u.a. Konrad Knebel, Ronald Paris, Hans Ticha und Hans Vent. - In den Kanten fest auf dem Unterlagekarton montiert.
252
Rudolph, Wilhelm
(Chemnitz 1889 - 1982 Dresden)
o.T. (Dresdner Straßenansicht). Holzschnitt auf Japan. Vor 1945. 41 x 57,2 (45,8 x 65,7) cm.
Signiert u. als "Handdruck" bezeichnet (in deutscher Schreibschrift).
Seltener Holzschnitt des Künstlers, in dem er eine Straßenansicht Dresdens vor der Zerstörung im Jahr 1945 festhielt. - Der volle Rand mit vereinzelten winzigen Stockflecken.
(Chemnitz 1889 - 1982 Dresden)
o.T. (Dresdner Straßenansicht). Holzschnitt auf Japan. Vor 1945. 41 x 57,2 (45,8 x 65,7) cm.
Signiert u. als "Handdruck" bezeichnet (in deutscher Schreibschrift).
Seltener Holzschnitt des Künstlers, in dem er eine Straßenansicht Dresdens vor der Zerstörung im Jahr 1945 festhielt. - Der volle Rand mit vereinzelten winzigen Stockflecken.
253
Sagert, Horst
(Dramburg 1934 - 2014 Berlin)
Herbstwald vor Industriehafen. Gouache auf Papier. 1962. 25,8 x 21,8 cm (im Oval). Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert.
Riemann-Reyer 29 - Sagert, der Theatermacher, kreierte mit seiner überbordenden Fantasie ganz eigene Bildräume. Eine Freundin aus dem Theater schrieb in einem Brief zu seinen Werken: "Ein Blick in verschiedene Welten, wie durchs Fernrohr. Verzaubert. Verzaubernd. Etwas wird verdeckt und gleichzeitig sichtbar. Eine verschlossene Welt, die sich öffnet, wenn man genau hinschaut" - Treffender kann man es nicht formulieren.
(Dramburg 1934 - 2014 Berlin)
Herbstwald vor Industriehafen. Gouache auf Papier. 1962. 25,8 x 21,8 cm (im Oval). Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert.
Riemann-Reyer 29 - Sagert, der Theatermacher, kreierte mit seiner überbordenden Fantasie ganz eigene Bildräume. Eine Freundin aus dem Theater schrieb in einem Brief zu seinen Werken: "Ein Blick in verschiedene Welten, wie durchs Fernrohr. Verzaubert. Verzaubernd. Etwas wird verdeckt und gleichzeitig sichtbar. Eine verschlossene Welt, die sich öffnet, wenn man genau hinschaut" - Treffender kann man es nicht formulieren.
