Catalogue
Auction 64
All Artworks
(276)
254
Sagewka, Ernst
(Nikolaihorst 1883 - 1959 Bielefeld)
Dorfstraße aus Lembruch am Dümmer See. Öl auf Leinwand. 1922. 65 x 80 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, datiert, betitelt u. mit der Werknummer "66" versehen.
Sagewka 351 G - Provenienz: Privatsammlung Münster. - Sagewkas Kunst verbindet die Darstellung seiner heimatlichen Umgebung mit einer Bildsprache, die deutlich vom Expressionismus der frühen 1920er Jahre geprägt ist und emotional aufgeladen die Natur und einfache Lebensweise der Dorfbewohner widerspiegelt. Der Künstler arbeitete mit kräftigen Farbkontrasten und einer bewegten, teils pastosen Pinselführung, die dem Bild Dynamik und Tiefe verleihen. Die warmen Orange- und Ockertöne der Katen links stehen im Spannungsverhältnis zu den kühlen Blau- und Grautönen der rechten Behausung und verdeutlichen die expressionistische Auffassung von Farbe als Ausdrucksträger innerer Empfindung. Seit 1892 in Westfalen, begann Sagewka 1901 eine Lehre als Kirchenmaler. Es folgte 1904 der Eintritt in die Fachschule der Malerinnung in Bielefeld, 1907 der Beginn des Studiums an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ sich Sagewka als freischaffender Künstler in Bielefeld nieder. In den 1920er und 1930er Jahren nahm er an zahlreichen Einzel- und Kollektivausstellungen teil. 1937 wurden seine als entartet bezeichneten Werke aus der Sammlung des Städtischen Kunsthauses in Bielefeld entfernt. - Leichtes Craquelé. Vereinzelte winzige Farbverluste.
(Nikolaihorst 1883 - 1959 Bielefeld)
Dorfstraße aus Lembruch am Dümmer See. Öl auf Leinwand. 1922. 65 x 80 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, datiert, betitelt u. mit der Werknummer "66" versehen.
Sagewka 351 G - Provenienz: Privatsammlung Münster. - Sagewkas Kunst verbindet die Darstellung seiner heimatlichen Umgebung mit einer Bildsprache, die deutlich vom Expressionismus der frühen 1920er Jahre geprägt ist und emotional aufgeladen die Natur und einfache Lebensweise der Dorfbewohner widerspiegelt. Der Künstler arbeitete mit kräftigen Farbkontrasten und einer bewegten, teils pastosen Pinselführung, die dem Bild Dynamik und Tiefe verleihen. Die warmen Orange- und Ockertöne der Katen links stehen im Spannungsverhältnis zu den kühlen Blau- und Grautönen der rechten Behausung und verdeutlichen die expressionistische Auffassung von Farbe als Ausdrucksträger innerer Empfindung. Seit 1892 in Westfalen, begann Sagewka 1901 eine Lehre als Kirchenmaler. Es folgte 1904 der Eintritt in die Fachschule der Malerinnung in Bielefeld, 1907 der Beginn des Studiums an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ sich Sagewka als freischaffender Künstler in Bielefeld nieder. In den 1920er und 1930er Jahren nahm er an zahlreichen Einzel- und Kollektivausstellungen teil. 1937 wurden seine als entartet bezeichneten Werke aus der Sammlung des Städtischen Kunsthauses in Bielefeld entfernt. - Leichtes Craquelé. Vereinzelte winzige Farbverluste.
255
Sagewka, Ernst
(Nikolaihorst 1883 - 1959 Bielefeld)
Dahlien. Öl auf Leinwand. 1921. 56,3 x 58,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Der Keilrahmen verso mit dem Etikett des Kulturhistorischen Museums Bielefeld.
Sagewka 037 G - Provenienz: Von den Vorbesitzern 1984 aus einer Bielefelder Privatsammlung erworben. - Ausgestellt in: Ernst Sagewka. Bielefeld, Kulturhistorisches Museum, 1982, Katalog-Nr. 17 (Leihschein mit Objektliste in Kopie beigegeben). - Vereinzelte kleine Farbverluste. Minimales Craquelé.
(Nikolaihorst 1883 - 1959 Bielefeld)
Dahlien. Öl auf Leinwand. 1921. 56,3 x 58,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Der Keilrahmen verso mit dem Etikett des Kulturhistorischen Museums Bielefeld.
Sagewka 037 G - Provenienz: Von den Vorbesitzern 1984 aus einer Bielefelder Privatsammlung erworben. - Ausgestellt in: Ernst Sagewka. Bielefeld, Kulturhistorisches Museum, 1982, Katalog-Nr. 17 (Leihschein mit Objektliste in Kopie beigegeben). - Vereinzelte kleine Farbverluste. Minimales Craquelé.
256
Sagewka, Ernst
(Nikolaihorst 1883 - 1959 Bielefeld)
Kiefern am Königsee (Masuren). Öl auf Leinwand. 1923. 91,5 x 70 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Der Keilrahmen verso mit dem Etikett des Kulturhistorischen Museums Bielefeld.
Sagewka 039 G - Provenienz: Von den Vorbesitzern 1984 aus einer Bielefelder Privatsammlung erworben. - Ausgestellt in: Ernst Sagewka. Bielefeld, Kulturhistorisches Museum, 1982, Katalog-Nr. 27 (Leihschein mit Objektliste in Kopie beigegeben). - Vereinzelte winzige Farbverluste und Lagerspuren. Leichtes Craquelé.
(Nikolaihorst 1883 - 1959 Bielefeld)
Kiefern am Königsee (Masuren). Öl auf Leinwand. 1923. 91,5 x 70 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Der Keilrahmen verso mit dem Etikett des Kulturhistorischen Museums Bielefeld.
Sagewka 039 G - Provenienz: Von den Vorbesitzern 1984 aus einer Bielefelder Privatsammlung erworben. - Ausgestellt in: Ernst Sagewka. Bielefeld, Kulturhistorisches Museum, 1982, Katalog-Nr. 27 (Leihschein mit Objektliste in Kopie beigegeben). - Vereinzelte winzige Farbverluste und Lagerspuren. Leichtes Craquelé.
257
Schabbon, Wilhelm
(Sieker 1890 - 1962 Bielefeld)
Frühlingslandschaft bei Sieker. Öl auf Leinwand. 60,5 x 80,5 cm. Gerahmt.
Signiert.
Schabbon wurde 1920 von Walter Gropius an das Bauhaus in Weimar berufen, wo er die Metallwerkstatt leitete. Bereits 1922 kehrte er nach Bielefeld-Sieker zurück und arbeitete dort als freier Maler und Goldschmied. In zahlreichen Werken setzte er sich mit der heimatlichen Landschaft auseinander und thematisierte sie in ihren vielfältigen Facetten. - Vereinzelte Braunflecken. Retuschen.
(Sieker 1890 - 1962 Bielefeld)
Frühlingslandschaft bei Sieker. Öl auf Leinwand. 60,5 x 80,5 cm. Gerahmt.
Signiert.
Schabbon wurde 1920 von Walter Gropius an das Bauhaus in Weimar berufen, wo er die Metallwerkstatt leitete. Bereits 1922 kehrte er nach Bielefeld-Sieker zurück und arbeitete dort als freier Maler und Goldschmied. In zahlreichen Werken setzte er sich mit der heimatlichen Landschaft auseinander und thematisierte sie in ihren vielfältigen Facetten. - Vereinzelte Braunflecken. Retuschen.
258
Schaefler, Fritz
(Eschau 1888 - 1954 Köln)
o.T. (Sitzender). Aquarell auf chamoisfarbenem Büttenkarton. 1919. 34 x 25,5 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso mit dem Adreßstempel "Hanns Otto Schaefler".
Nicht bei Thiel - Im Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Die Blattränder stellenweise mit Löchlein von Reißzwecken.
(Eschau 1888 - 1954 Köln)
o.T. (Sitzender). Aquarell auf chamoisfarbenem Büttenkarton. 1919. 34 x 25,5 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso mit dem Adreßstempel "Hanns Otto Schaefler".
Nicht bei Thiel - Im Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Die Blattränder stellenweise mit Löchlein von Reißzwecken.
259
Scharff, Edwin
(Ulm 1887 - 1955 Hamburg)
Sitzende. Bronze mit goldbrauner Patina. 1925. 20 x 10,5 x 20 cm.
Monogrammiert.
Jörgens-Lendrum 110.2.
(Ulm 1887 - 1955 Hamburg)
Sitzende. Bronze mit goldbrauner Patina. 1925. 20 x 10,5 x 20 cm.
Monogrammiert.
Jörgens-Lendrum 110.2.
260
Scheib, Hans
(Potsdam 1949 - 2026 Berlin)
o.T. (Fliegende). Holz, farbig bemalt. 21 x 96 x 94,5 cm.
Provenienz: Von der Vorbesitzerin direkt beim Künstler erworben.
(Potsdam 1949 - 2026 Berlin)
o.T. (Fliegende). Holz, farbig bemalt. 21 x 96 x 94,5 cm.
Provenienz: Von der Vorbesitzerin direkt beim Künstler erworben.
261
Scheib, Hans
(Potsdam 1949 - 2026 Berlin)
Träumerin II. Holz, farbig bemalt. 1999. 122 x 29 x 29 cm.
Auf der Standfläche signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Brockstedt erworben. - Die Standfläche mit einer kleinen Läsur.
(Potsdam 1949 - 2026 Berlin)
Träumerin II. Holz, farbig bemalt. 1999. 122 x 29 x 29 cm.
Auf der Standfläche signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Brockstedt erworben. - Die Standfläche mit einer kleinen Läsur.
262
Schiestl, Matthäus
(Gnigl 1869 - 1939 München)
o.T. (Kardinal in Gebirgslandschaft). Lack über Öl u. Bleistift auf Karton auf Schichtholz. 26 x 24,6 cm. Gerahmt.
Signiert.
Provenienz: Sammlung Glaubrecht Friedrich, Radebeul. - Leichte Lager- und Alterungsspuren.
(Gnigl 1869 - 1939 München)
o.T. (Kardinal in Gebirgslandschaft). Lack über Öl u. Bleistift auf Karton auf Schichtholz. 26 x 24,6 cm. Gerahmt.
Signiert.
Provenienz: Sammlung Glaubrecht Friedrich, Radebeul. - Leichte Lager- und Alterungsspuren.
265
Schmitz, Hans
(1896 Köln 1977)
Liegender. Bronze mit brauner Patina. Um 1924. 8,5 x 18,5 x 11,5 cm.
Monogrammiert.
Hans Schmitz schloss sich nach seiner Begegnung mit Heinrich Hoerle 1921 den "Kölner Progressiven" an, die eine reduzierte, konstruktivistische Bildsprache entwickelten. Unter dem Nationalsozialismus wurden seine Werke nicht mehr öffentlich gezeigt und sein Frühwerk wurde im Krieg nahezu vollständig zerstört. Zu den wenigen erhaltenen Arbeiten zählt das Kunstwachsmodell des Liegenden von 1930. Unsere vorliegende Bronze entstand vermutlich Anfang der 1970er Jahre zu Lebzeiten des Künstlers als späterer Guss nach diesem Modell.
(1896 Köln 1977)
Liegender. Bronze mit brauner Patina. Um 1924. 8,5 x 18,5 x 11,5 cm.
Monogrammiert.
Hans Schmitz schloss sich nach seiner Begegnung mit Heinrich Hoerle 1921 den "Kölner Progressiven" an, die eine reduzierte, konstruktivistische Bildsprache entwickelten. Unter dem Nationalsozialismus wurden seine Werke nicht mehr öffentlich gezeigt und sein Frühwerk wurde im Krieg nahezu vollständig zerstört. Zu den wenigen erhaltenen Arbeiten zählt das Kunstwachsmodell des Liegenden von 1930. Unsere vorliegende Bronze entstand vermutlich Anfang der 1970er Jahre zu Lebzeiten des Künstlers als späterer Guss nach diesem Modell.
266
Schmidt-Rottluff, Karl
(Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Stilleben mit Blaudistel und Fruchtschale. Aquarell auf festem chamoisfarbenen Bütten. 1958. 69,5 x 50 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. mit der Werkverzeichnisnummer "5822" versehen. Die Rahmenrückwand mit einem Etikett der Galerie Neher, Essen.
Die Arbeit ist im Archiv der Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung, Berlin, dokumentiert (Zertifikat vom 23. Januar 2019 beigegeben). - Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Neher, Essen, erworben (Werkdatenblatt der Galerie vom 15. Juni 2022 beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Frühjahr 2022. Kunst aus dem 20. Jahrhundert. Essen, Galerie Neher, 2022, S. 15. - In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Stilleben mit Blaudistel und Fruchtschale. Aquarell auf festem chamoisfarbenen Bütten. 1958. 69,5 x 50 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. mit der Werkverzeichnisnummer "5822" versehen. Die Rahmenrückwand mit einem Etikett der Galerie Neher, Essen.
Die Arbeit ist im Archiv der Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung, Berlin, dokumentiert (Zertifikat vom 23. Januar 2019 beigegeben). - Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Neher, Essen, erworben (Werkdatenblatt der Galerie vom 15. Juni 2022 beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Frühjahr 2022. Kunst aus dem 20. Jahrhundert. Essen, Galerie Neher, 2022, S. 15. - In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
267
Schmidt-Rottluff, Karl
(Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Heiliger Franziskus. Holzschnitt auf chamoisfarbenem Vélin. 1919. 59,5 x 48,5 (75 x 60) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Schapire H 243 - In den Kanten fest unter dem Passepartout montiert. Lager- und Alterungsspuren.
(Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Heiliger Franziskus. Holzschnitt auf chamoisfarbenem Vélin. 1919. 59,5 x 48,5 (75 x 60) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Schapire H 243 - In den Kanten fest unter dem Passepartout montiert. Lager- und Alterungsspuren.
268
Schmidt-Rottluff, Karl
(Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Lago Maggiore. Holzschnitt auf chamoisfarbenem Bütten. Um 1930. 39,5 x 50 (42,9 x 58) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Rathenau H 32 - Jahresgabe der Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin - "Der Holzschnitt muß etwa von 1930 sein, ursprünglich sollte daraus ein Farbholzschnitt werden. Aus nicht mehr erklärbaren Gründen ist das unterblieben. Da der Stock sich zufällig erhalten hatte und mich die Hoferges. letzthin bat, ob ich nicht u.s.w., kam mir der Stock wieder in die Hände, ich ließ ihn andrucken und man war damit einverstanden." (Schmidt-Rottluff, zitiert nach: Ernest Rathenau, Karl Schmidt-Rottluff. Das graphische Werk seit 1923, Berlin 1976, ohne Seitenangabe) - Der volle Rand mit leichten Lager- und Alterungsspuren.
(Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Lago Maggiore. Holzschnitt auf chamoisfarbenem Bütten. Um 1930. 39,5 x 50 (42,9 x 58) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Rathenau H 32 - Jahresgabe der Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin - "Der Holzschnitt muß etwa von 1930 sein, ursprünglich sollte daraus ein Farbholzschnitt werden. Aus nicht mehr erklärbaren Gründen ist das unterblieben. Da der Stock sich zufällig erhalten hatte und mich die Hoferges. letzthin bat, ob ich nicht u.s.w., kam mir der Stock wieder in die Hände, ich ließ ihn andrucken und man war damit einverstanden." (Schmidt-Rottluff, zitiert nach: Ernest Rathenau, Karl Schmidt-Rottluff. Das graphische Werk seit 1923, Berlin 1976, ohne Seitenangabe) - Der volle Rand mit leichten Lager- und Alterungsspuren.
269
Schrader, Sebastian
(Berlin 1978 - lebt in Berlin)
Dilettanten. Öl auf Leinwand. 2011. 150 x 120 cm.
Verso signiert u. datiert sowie mit dem Etikett der maerzgalerie, Berlin/Leipzig, versehen.
Abgebildet auf der Webseite des Künstlers (work 2012). - Ausgestellt in: Aufgeschoben. Mannheim, Kunstverein, 2015-16, sowie in: Sebastian Schrader. Schloss Detmold, Lippische Gesellschaft für Kunst e.V. Detmold Kunstverein Lippe, 2018. - Den eigentlichen Fokus des Gemäldes bildet die rechts platzierte männliche Gestalt, die ohne Beine dargestellt ist und ihren Blick auf das von ihrem Gegenüber präsentierte Schaukelpferd richtet. Zwischen beiden entwickelt sich eine stille, rätselhafte Spannung, deren Bedeutung bewusst offen bleibt. Die körperliche Versehrtheit könnte als Sinnbild einer prekären künstlerischen Existenz oder als Reflexion über die Bedingungen des Kunstbetriebs verstanden werden - zumal die Gestalt durchaus als Selbstbildnis des Malers gelesen werden kann. Das angebotene Schaukelpferd erscheint dabei als vieldeutiges Symbol zwischen Kindheitserinnerung, Illusion und unerreichbaren Sehnsüchten. Wie in vielen seiner Arbeiten verzichtete Schrader auf eine eindeutige Erzählung und eröffnet stattdessen einen Bildraum, der unterschiedliche Lesarten zulässt. - Stellenweise leichtes Craquelé.
(Berlin 1978 - lebt in Berlin)
Dilettanten. Öl auf Leinwand. 2011. 150 x 120 cm.
Verso signiert u. datiert sowie mit dem Etikett der maerzgalerie, Berlin/Leipzig, versehen.
Abgebildet auf der Webseite des Künstlers (work 2012). - Ausgestellt in: Aufgeschoben. Mannheim, Kunstverein, 2015-16, sowie in: Sebastian Schrader. Schloss Detmold, Lippische Gesellschaft für Kunst e.V. Detmold Kunstverein Lippe, 2018. - Den eigentlichen Fokus des Gemäldes bildet die rechts platzierte männliche Gestalt, die ohne Beine dargestellt ist und ihren Blick auf das von ihrem Gegenüber präsentierte Schaukelpferd richtet. Zwischen beiden entwickelt sich eine stille, rätselhafte Spannung, deren Bedeutung bewusst offen bleibt. Die körperliche Versehrtheit könnte als Sinnbild einer prekären künstlerischen Existenz oder als Reflexion über die Bedingungen des Kunstbetriebs verstanden werden - zumal die Gestalt durchaus als Selbstbildnis des Malers gelesen werden kann. Das angebotene Schaukelpferd erscheint dabei als vieldeutiges Symbol zwischen Kindheitserinnerung, Illusion und unerreichbaren Sehnsüchten. Wie in vielen seiner Arbeiten verzichtete Schrader auf eine eindeutige Erzählung und eröffnet stattdessen einen Bildraum, der unterschiedliche Lesarten zulässt. - Stellenweise leichtes Craquelé.
270
Schroeder, Ernst
(Stettin 1928 - 1989 Hamburg)
Präparierte Fische II. Pinsel in Tusche auf leichtem chamoisfarbenen Büttenkarton. Um 1952-1958. 29,6 x 41,8 cm. Unter Glas gerahmt.
Verso weitere Arbeit in Faserstift (Großer Segler).
Makarinus 400 - Ausgestellt und abgebildet in: Ernst Schroeder. Arbeiten auf Papier. Neustrelitz u.a., galerie refugium, 1992. - Die rückseitige Zeichnung leicht nach vorne durchschlagend. Leichte Randläsuren.
(Stettin 1928 - 1989 Hamburg)
Präparierte Fische II. Pinsel in Tusche auf leichtem chamoisfarbenen Büttenkarton. Um 1952-1958. 29,6 x 41,8 cm. Unter Glas gerahmt.
Verso weitere Arbeit in Faserstift (Großer Segler).
Makarinus 400 - Ausgestellt und abgebildet in: Ernst Schroeder. Arbeiten auf Papier. Neustrelitz u.a., galerie refugium, 1992. - Die rückseitige Zeichnung leicht nach vorne durchschlagend. Leichte Randläsuren.
271
Seitz, Gustav
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Käthe Kollwitz (Entwurf zum Käthe-Kollwitz-Denkmal). Bronze mit brauner Patina. 1956. 34 x 17 x 20 cm.
Mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln".
Nicht bei Grohn - Eines von insgesamt zwei Exemplaren. - Provenienz: Geschenk von Luise Seitz an Helga Steffan, Hamburg; 2013 Privatsammlung Lübeck. - 1956 erhielt Gustav Seitz, der bereits zu dieser Zeit zu den bedeutendsten Bildhauern der DDR zählte, den Auftrag zur Schaffung eines Denkmals für Käthe Kollwitz auf dem Berliner Käthe-Kollwitz-Platz im Prenzlauer Berg. An jenem Ort hatte sich einst das Wohnhaus der Künstlerin befunden, das 1943 bei einem Bombenangriff zerstört wurde. Bereits seit 1950 erinnerte dort eine Kalksteinkopie von Kollwitz' eigener Skulptur "Mutter mit zwei Kindern" an ihr Leben und Werk. Unsere Bronze, der zweite plastische Entwurf, dokumentiert auf eindrucksvolle Weise den zwei Jahre andauernden Kompositionsprozess des Bildhauers, wobei ihm das späte Selbstbildnis von Kollwitz aus dem Jahr 1938 als Anhaltspunkt diente. Im Unterschied zu später ausgeführten Fassungen zeigt unsere Plastik die dargestellte Kollwitz noch beide Hände über einer auf dem Schoß ruhenden Zeichenmappe gefaltet. Im endgültigen, 1958 vollendeten Denkmal (Grohn 127) entschied sich Seitz für eine reduziertere, kubische Formensprache, die an jene Ernst Barlachs erinnert: Dort hält die Künstlerin die nun neben sich platzierte Zeichenmappe mit der linken Hand umfasst, während sie in der rechten, auf dem Schoß ruhenden Hand einen Kreidestift bereithält. Die leicht nach vorn gebeugte Körperhaltung unserer Bronze, die Seitz in der finalen Version etwas zurücknahm, sowie der ernste, nachdenkliche, aber dennoch standhafte Gesichtsausdruck erinnern an eine Künstlerin, die unter dem faschistischen Regime großes Leid ertragen musste und trotzdem nie den Kampf für den Humanismus aufgab. Das überlebensgroße Denkmal, eine bildhauerische Meisterleistung, gilt heute als Seitz' Hauptwerk.
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Käthe Kollwitz (Entwurf zum Käthe-Kollwitz-Denkmal). Bronze mit brauner Patina. 1956. 34 x 17 x 20 cm.
Mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln".
Nicht bei Grohn - Eines von insgesamt zwei Exemplaren. - Provenienz: Geschenk von Luise Seitz an Helga Steffan, Hamburg; 2013 Privatsammlung Lübeck. - 1956 erhielt Gustav Seitz, der bereits zu dieser Zeit zu den bedeutendsten Bildhauern der DDR zählte, den Auftrag zur Schaffung eines Denkmals für Käthe Kollwitz auf dem Berliner Käthe-Kollwitz-Platz im Prenzlauer Berg. An jenem Ort hatte sich einst das Wohnhaus der Künstlerin befunden, das 1943 bei einem Bombenangriff zerstört wurde. Bereits seit 1950 erinnerte dort eine Kalksteinkopie von Kollwitz' eigener Skulptur "Mutter mit zwei Kindern" an ihr Leben und Werk. Unsere Bronze, der zweite plastische Entwurf, dokumentiert auf eindrucksvolle Weise den zwei Jahre andauernden Kompositionsprozess des Bildhauers, wobei ihm das späte Selbstbildnis von Kollwitz aus dem Jahr 1938 als Anhaltspunkt diente. Im Unterschied zu später ausgeführten Fassungen zeigt unsere Plastik die dargestellte Kollwitz noch beide Hände über einer auf dem Schoß ruhenden Zeichenmappe gefaltet. Im endgültigen, 1958 vollendeten Denkmal (Grohn 127) entschied sich Seitz für eine reduziertere, kubische Formensprache, die an jene Ernst Barlachs erinnert: Dort hält die Künstlerin die nun neben sich platzierte Zeichenmappe mit der linken Hand umfasst, während sie in der rechten, auf dem Schoß ruhenden Hand einen Kreidestift bereithält. Die leicht nach vorn gebeugte Körperhaltung unserer Bronze, die Seitz in der finalen Version etwas zurücknahm, sowie der ernste, nachdenkliche, aber dennoch standhafte Gesichtsausdruck erinnern an eine Künstlerin, die unter dem faschistischen Regime großes Leid ertragen musste und trotzdem nie den Kampf für den Humanismus aufgab. Das überlebensgroße Denkmal, eine bildhauerische Meisterleistung, gilt heute als Seitz' Hauptwerk.
273
Seitz, Gustav
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Das Strumpfband. Bronze mit schwarzbrauner Patina. 1949. 22,5 x 6 x 13 cm.
Signiert u. datiert. Auf der Standfläche nummeriert "II". Mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln".
Grohn 78.
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Das Strumpfband. Bronze mit schwarzbrauner Patina. 1949. 22,5 x 6 x 13 cm.
Signiert u. datiert. Auf der Standfläche nummeriert "II". Mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln".
Grohn 78.
274
Sitte, Willi
(Kratzau 1921 - 2013 Halle an der Saale)
Studie mit Akten (Strand). Öl, Gouache sowie Pinsel u. Feder in Tusche auf festem Karton. 1960. 54 x 61 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso datiert u. betitelt.
Provenienz: Privatsammlung Berlin, direkt vom Künstler erworben. - Die vorliegende Studie zählt zu den frühen Beispielen des Motivs "Menschen am Strand", das in der ostdeutschen Gesellschaft zu einem Sinnbild für Sehnsucht, Freiheit und vorübergehende Unbeschwertheit in den 60er und 70er Jahren werden sollte. Am Strand schienen alle gleich zu sein; für die Dauer weniger Urlaubstage konnten die Sorgen und Zwänge des Alltags in den Hintergrund treten. Mit seinem freien, gestischen Duktus und dem lebendigen Farbauftrag verdichtet Sitte schwebende Formen, Sand und menschliche Körper zu einem atmosphärischen Ganzen. Wie eine flüchtige Erinnerung mit nur angedeuteten Konturen und Formen heben sich die Figuren vor einem grauen Hintergrund ab. Einzelne Körper, Bewegungen und Details werden bei näherer Betrachtung sichtbar, bleiben jedoch insgesamt bewusst diffus und offen. So entsteht das Bild einer Gemeinschaft aus Paaren und Einzelpersonen, die weniger durch ihre Beziehungen als vielmehr durch den Ort und ihre Menschlichkeit miteinander verbunden sind. Auf eindrucksvolle Weise vermittelt Sitte das lichte, sommerliche Gefühl einer unbeschwerten Gemeinschaft. Bei einem Interview mit Günter Gaus im Berliner Rundfunk 1996 erklärte Willi Sitte zu seiner Vorliebe für Aktmalerei: "Das ist für mich die große Leidenschaft. Der Mensch ist für mich der eigentliche Mittelpunkt. Deswegen kann ich vom Menschen, den der liebe Gott geschaffen hat, als Maler nicht ablassen." (Gespräch, RBB, 14.09.1996, Text online). - Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
(Kratzau 1921 - 2013 Halle an der Saale)
Studie mit Akten (Strand). Öl, Gouache sowie Pinsel u. Feder in Tusche auf festem Karton. 1960. 54 x 61 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso datiert u. betitelt.
Provenienz: Privatsammlung Berlin, direkt vom Künstler erworben. - Die vorliegende Studie zählt zu den frühen Beispielen des Motivs "Menschen am Strand", das in der ostdeutschen Gesellschaft zu einem Sinnbild für Sehnsucht, Freiheit und vorübergehende Unbeschwertheit in den 60er und 70er Jahren werden sollte. Am Strand schienen alle gleich zu sein; für die Dauer weniger Urlaubstage konnten die Sorgen und Zwänge des Alltags in den Hintergrund treten. Mit seinem freien, gestischen Duktus und dem lebendigen Farbauftrag verdichtet Sitte schwebende Formen, Sand und menschliche Körper zu einem atmosphärischen Ganzen. Wie eine flüchtige Erinnerung mit nur angedeuteten Konturen und Formen heben sich die Figuren vor einem grauen Hintergrund ab. Einzelne Körper, Bewegungen und Details werden bei näherer Betrachtung sichtbar, bleiben jedoch insgesamt bewusst diffus und offen. So entsteht das Bild einer Gemeinschaft aus Paaren und Einzelpersonen, die weniger durch ihre Beziehungen als vielmehr durch den Ort und ihre Menschlichkeit miteinander verbunden sind. Auf eindrucksvolle Weise vermittelt Sitte das lichte, sommerliche Gefühl einer unbeschwerten Gemeinschaft. Bei einem Interview mit Günter Gaus im Berliner Rundfunk 1996 erklärte Willi Sitte zu seiner Vorliebe für Aktmalerei: "Das ist für mich die große Leidenschaft. Der Mensch ist für mich der eigentliche Mittelpunkt. Deswegen kann ich vom Menschen, den der liebe Gott geschaffen hat, als Maler nicht ablassen." (Gespräch, RBB, 14.09.1996, Text online). - Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
275
Sitte, Willi
(Kratzau 1921 - 2013 Halle an der Saale)
Weiblicher Paris I. Öl auf Karton. 1971. 61,5 x 54,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso datiert u. betitelt. Auf der Rahmenrückwand ebenfalls betitelt.
Ausgestellt und abgebildet in: Sittes Welt. Willi Sitte: Die Retrospektive. Halle, Kunstmuseum Moritzburg, 2021, S. 442. - Der Bildträger materialbedingt leicht gewellt. Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
(Kratzau 1921 - 2013 Halle an der Saale)
Weiblicher Paris I. Öl auf Karton. 1971. 61,5 x 54,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso datiert u. betitelt. Auf der Rahmenrückwand ebenfalls betitelt.
Ausgestellt und abgebildet in: Sittes Welt. Willi Sitte: Die Retrospektive. Halle, Kunstmuseum Moritzburg, 2021, S. 442. - Der Bildträger materialbedingt leicht gewellt. Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
276
Sintenis, Renée
(Glatz 1888 - 1965 Berlin)
Liegendes Zebukalb. Bronze mit schwarzgoldener Patina. 1924. 5,8 x 10 x 3,8 cm.
Zweifach monogrammiert sowie nummeriert "8". Auf der Standfläche mit dem Gießerstempel "H. Noack Berlin Friedenau".
Buhlmann 201 - Berger/Ladwig/Wenzel-Lent 61.
(Glatz 1888 - 1965 Berlin)
Liegendes Zebukalb. Bronze mit schwarzgoldener Patina. 1924. 5,8 x 10 x 3,8 cm.
Zweifach monogrammiert sowie nummeriert "8". Auf der Standfläche mit dem Gießerstempel "H. Noack Berlin Friedenau".
Buhlmann 201 - Berger/Ladwig/Wenzel-Lent 61.
