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Glöckner, Hermann

(Dresden 1889 - 1987 Berlin)

Glöckner, Hermann
(Dresden 1889 - 1987 Berlin)
Schwarzweiß geteilte Keilform nach links. Wendetafel. Lack über Tempera, Silberfarbe, Kohle u. collagiertem Karton auf fester Pappe. Vertikal u. horizontal durchbohrt, mit Schnurdurchzug. Um 1933-35/70. 14,5 x 10,2 x 0,7 cm.

Dittrich Tafel 98 - Ausgestellt und abgebildet in: Hermann Glöckner. Faltungen. Arbeiten aus fünf Jahrzehnten. Schwerin u.a., Staatliches Museum, 1996, Katalog-Nr. 15, S. 43. - Mit unserer Wendetafel greift Glöckner eine erste Fassung aus den 1930er Jahren auf. Dabei wiederholte er keine abgeschlossene Komposition, sondern überprüfte erneut eine zentrale Formidee seines konstruktiven Schaffens, bei dem die Diagonale der Ausgangspunkt ist. Als "tragendes Konstruktionselement des Tafelwerks" entwickelte Glöckner aus ihr den spitzen Winkel und schließlich den Keil, der in verschiedenen Ausprägungen zahlreiche frühe Tafeln bestimmt (Werner Schmidt, in: Hermann Glöckner. Die Tafeln 1919-1985, Dresden/Stuttgart 1992, S. 30). - In der vorliegenden Arbeit treffen zwei lang gestreckte Keilformen in einer gemeinsamen Spitze aufeinander. Beim Wenden der Tafel wechseln Schwarz und Weiß ihre Position und verändern dadurch die optische Gewichtung. Das Verhältnis von Positiv und Negativ wird unmittelbar erfahrbar. Die diagonal auf- und absteigenden Spitzen erzeugen zugleich eine Bewegung, die über das begrenzende Rechteck hinauszuweisen scheint.- Die Ecken mit leichten Farbverlusten.
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