Katalog
Alle Werke (297)
173
Kollwitz, Käthe
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Die Gefangenen (Blatt 7 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. 1908. 30,5 x 41,6 (42,6 x 52,5) cm.
Signiert.
Knesebeck 102 VI b - Klipstein 98 VI - Der untere rechte Rand mit einem kleinen Wasserfleck.
(Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg)
Die Gefangenen (Blatt 7 aus dem Zyklus "Bauernkrieg"). Radierung auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton. 1908. 30,5 x 41,6 (42,6 x 52,5) cm.
Signiert.
Knesebeck 102 VI b - Klipstein 98 VI - Der untere rechte Rand mit einem kleinen Wasserfleck.
174
Kontuly, Béla
(Miskolc 1904 - 1983 Budapest)
Selbstporträt. Öl auf Leinwand. Um 1928. 60,5 x 45,5 cm. Gerahmt.
Verso von fremder Hand bezeichnet u. betitelt.
Auf diesem eindringlichen Selbstbildnis begegnet Kontuly dem Betrachter mit konzentriertem, nahezu prüfendem Blick. In frontal angelegter Halbfigur inszeniert der Künstler sich in formalem Anzug und Fliege - ein Selbstentwurf, der künstlerische Professionalität und bürgerliche Selbstbehauptung gleichermaßen betont. Besonders prägnant ist die kompositorische Zweiteilung: Links öffnet sich das Bild wie durch ein Fenster in eine helle, weit ausgreifende Landschaft mit wolkenbewegtem Himmel, während rechts eine dunkle, nahezu monochrome Fläche das Gesicht in dramatischer Licht-Schatten-Wirkung modelliert. Diese Gegenüberstellung - Naturraum und Innenraum, Offenheit und Verdichtung - hat symbolischen Charakter. Sie kann als bildnerische Reflexion über die Rolle des Künstlers gelesen werden: zwischen Weltbeobachtung und innerer Sammlung, zwischen Außenwirklichkeit und subjektiver Wahrnehmung. Die Malweise verbindet neusachliche Partien mit weicheren Übergängen. Kontuly gestaltet das Gesicht mit präziser Zeichnung und fein abgestuften Tonwerten, wodurch ein fast skulpturaler Eindruck entsteht. Gleichzeitig setzen die Landschaftspartie und die Wolkenformationen einen malerischeren, atmosphärischen Akzent. Die Farbigkeit bleibt insgesamt gedämpft, wobei der starke Hell-Dunkel-Kontrast den Ausdruck intensiviert und dem Werk eine psychologische Spannung verleiht. - Kontuly hatte an der Akademie der Bildenden Künste in Prag und der Hochschule für Bildende Künste in Budapest unter István Réti und Andor Dudits studiert. Bereits während seines Studiums konnte er im Museum der Ostslowakei in Kosice ausstellen und erhielt 1928 den Benczúr-Preis, eine Anerkennung des Talents des Malers, der später zahlreiche weitere renommierte Preise gewinnen sollte, darunter den Klebelsberg-Preis und die Wiener Goldmedaille. In den 1930er Jahren stellte er seine Werke im Ernst Museum in Budapest aus und trat der Künstlergilde Munkácsy bei. Die neue Sachlichkeit des italienischen Novecento gab Kontulys Malstil neue Impulse, als er von 1928 bis 1930 gemeinsam mit seiner Frau Hajnalka Fuchs Stipendiat der Ungarischen Akademie in Rom war. Neben der Ausmalung zahlreicher Kirchen und Sakralbauten, trat er insbesondere durch seine klaren und realistischen Porträts hervor. 2004 widmete ihm die Kunsthalle in Budapest eine Retrospektive zum 100. Geburtstag. - Retuschen.
(Miskolc 1904 - 1983 Budapest)
Selbstporträt. Öl auf Leinwand. Um 1928. 60,5 x 45,5 cm. Gerahmt.
Verso von fremder Hand bezeichnet u. betitelt.
Auf diesem eindringlichen Selbstbildnis begegnet Kontuly dem Betrachter mit konzentriertem, nahezu prüfendem Blick. In frontal angelegter Halbfigur inszeniert der Künstler sich in formalem Anzug und Fliege - ein Selbstentwurf, der künstlerische Professionalität und bürgerliche Selbstbehauptung gleichermaßen betont. Besonders prägnant ist die kompositorische Zweiteilung: Links öffnet sich das Bild wie durch ein Fenster in eine helle, weit ausgreifende Landschaft mit wolkenbewegtem Himmel, während rechts eine dunkle, nahezu monochrome Fläche das Gesicht in dramatischer Licht-Schatten-Wirkung modelliert. Diese Gegenüberstellung - Naturraum und Innenraum, Offenheit und Verdichtung - hat symbolischen Charakter. Sie kann als bildnerische Reflexion über die Rolle des Künstlers gelesen werden: zwischen Weltbeobachtung und innerer Sammlung, zwischen Außenwirklichkeit und subjektiver Wahrnehmung. Die Malweise verbindet neusachliche Partien mit weicheren Übergängen. Kontuly gestaltet das Gesicht mit präziser Zeichnung und fein abgestuften Tonwerten, wodurch ein fast skulpturaler Eindruck entsteht. Gleichzeitig setzen die Landschaftspartie und die Wolkenformationen einen malerischeren, atmosphärischen Akzent. Die Farbigkeit bleibt insgesamt gedämpft, wobei der starke Hell-Dunkel-Kontrast den Ausdruck intensiviert und dem Werk eine psychologische Spannung verleiht. - Kontuly hatte an der Akademie der Bildenden Künste in Prag und der Hochschule für Bildende Künste in Budapest unter István Réti und Andor Dudits studiert. Bereits während seines Studiums konnte er im Museum der Ostslowakei in Kosice ausstellen und erhielt 1928 den Benczúr-Preis, eine Anerkennung des Talents des Malers, der später zahlreiche weitere renommierte Preise gewinnen sollte, darunter den Klebelsberg-Preis und die Wiener Goldmedaille. In den 1930er Jahren stellte er seine Werke im Ernst Museum in Budapest aus und trat der Künstlergilde Munkácsy bei. Die neue Sachlichkeit des italienischen Novecento gab Kontulys Malstil neue Impulse, als er von 1928 bis 1930 gemeinsam mit seiner Frau Hajnalka Fuchs Stipendiat der Ungarischen Akademie in Rom war. Neben der Ausmalung zahlreicher Kirchen und Sakralbauten, trat er insbesondere durch seine klaren und realistischen Porträts hervor. 2004 widmete ihm die Kunsthalle in Budapest eine Retrospektive zum 100. Geburtstag. - Retuschen.
175
Kostabi, Mark
(Los Angeles 1960 - lebt in New York)
The Tradition of Enlightenment. Öl auf Leinwand. 1992. 61 x 45,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, betitelt u. bezeichnet "4.29.92.ACAHARY".
Provenienz: Vom Vorbesitzer 1992 in der Galerie Martin Lawrence Modern, New York, erworben. - Beigegeben: Brief von Harry Saylor, Assistant Director der Galerie, vom 8. Januar 1992 sowie ein Polaroid, das den Künstler zusammen mit dem Gemälde bei der Eröffnungsausstellung der Galerie im Jahr 1992 zeigt. - Die linke untere Ecke mit einer leichten Kratzspur.
(Los Angeles 1960 - lebt in New York)
The Tradition of Enlightenment. Öl auf Leinwand. 1992. 61 x 45,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, betitelt u. bezeichnet "4.29.92.ACAHARY".
Provenienz: Vom Vorbesitzer 1992 in der Galerie Martin Lawrence Modern, New York, erworben. - Beigegeben: Brief von Harry Saylor, Assistant Director der Galerie, vom 8. Januar 1992 sowie ein Polaroid, das den Künstler zusammen mit dem Gemälde bei der Eröffnungsausstellung der Galerie im Jahr 1992 zeigt. - Die linke untere Ecke mit einer leichten Kratzspur.
176
Kother, Paul
(Leipzig 1878 - 1963 Weimar)
Doppelporträt (Otto Mueller und seine Frau Maschka). Leimfarbe auf Rupfen. Um 1906. 56 x 70 cm. Gerahmt.
Die Arbeit wird in das Werkverzeichnis des Künstlers aufgenommen. Wir danken Torsten Sabatier, Verden, für die freundlichen Auskünfte. - Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland (seit Ende der 1920er Jahre in Familienbesitz); Privatsammlung Hessen. - Paul Kother und Otto Mueller lernten sich 1896 in Dresden in der Malklasse von Carl Bantzer kennen. 1909 heiratete Kother Muellers Schwester Martha. In vorliegendem Doppelporträt zeigt Kother seinen Schwager mit dessen Ehefrau Maschka in einer stillen, introvertierten Zweisamkeit. Diese doppelte Nähe - biografisch wie emotional - prägt die besondere Intensität des Bildes. Kother verzichtet auf eine repräsentative Pose oder dekorative Ausgestaltung. Stattdessen rückt er die psychologische Präsenz der beiden Figuren in den Vordergrund. Die Gesichter sind kantig modelliert, von kräftigen Konturen und expressiven Farbkontrasten bestimmt. Blau- und Grüntöne dominieren die Komposition und verleihen ihr eine kühle, fast entrückte Atmosphäre, die durch die dunklen, ernsten Augenpartien noch verstärkt wird. Otto Mueller erscheint nach innen gekehrt, mit angespannt erhobener Hand, während Maschka ruhiger und gefasster wirkt. Kother gelingt es, die unterschiedlichen seelischen Zustände beider Figuren sichtbar zu machen, ohne sie voneinander zu isolieren. Vielmehr entsteht ein Spannungsfeld zwischen Nähe und Eigenständigkeit, das für die Darstellung moderner Paarbeziehungen ebenso charakteristisch ist wie für den Geist des Expressionismus. - Die untere rechte Ecke mit einer leichten Läsur.
(Leipzig 1878 - 1963 Weimar)
Doppelporträt (Otto Mueller und seine Frau Maschka). Leimfarbe auf Rupfen. Um 1906. 56 x 70 cm. Gerahmt.
Die Arbeit wird in das Werkverzeichnis des Künstlers aufgenommen. Wir danken Torsten Sabatier, Verden, für die freundlichen Auskünfte. - Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland (seit Ende der 1920er Jahre in Familienbesitz); Privatsammlung Hessen. - Paul Kother und Otto Mueller lernten sich 1896 in Dresden in der Malklasse von Carl Bantzer kennen. 1909 heiratete Kother Muellers Schwester Martha. In vorliegendem Doppelporträt zeigt Kother seinen Schwager mit dessen Ehefrau Maschka in einer stillen, introvertierten Zweisamkeit. Diese doppelte Nähe - biografisch wie emotional - prägt die besondere Intensität des Bildes. Kother verzichtet auf eine repräsentative Pose oder dekorative Ausgestaltung. Stattdessen rückt er die psychologische Präsenz der beiden Figuren in den Vordergrund. Die Gesichter sind kantig modelliert, von kräftigen Konturen und expressiven Farbkontrasten bestimmt. Blau- und Grüntöne dominieren die Komposition und verleihen ihr eine kühle, fast entrückte Atmosphäre, die durch die dunklen, ernsten Augenpartien noch verstärkt wird. Otto Mueller erscheint nach innen gekehrt, mit angespannt erhobener Hand, während Maschka ruhiger und gefasster wirkt. Kother gelingt es, die unterschiedlichen seelischen Zustände beider Figuren sichtbar zu machen, ohne sie voneinander zu isolieren. Vielmehr entsteht ein Spannungsfeld zwischen Nähe und Eigenständigkeit, das für die Darstellung moderner Paarbeziehungen ebenso charakteristisch ist wie für den Geist des Expressionismus. - Die untere rechte Ecke mit einer leichten Läsur.
177*
Kretzschmar, Bernhard
(Döbeln 1889 - 1972 Dresden)
Konvolut von zehn Blatt Radierungen. Auf chamoisfarbenem Bütten bzw. leichtem Büttenkarton, jeweils unter Passepartout. 1920-24. In blauer Leinenkassette. 67,5 x 50,5 x 10 cm.
Provenienz: Privatsammlung Hessen. - Enthält die Motive: 1. Meine Frau. 1920/21. 32,8 x 22,7 (51 x 43,6) cm. Signiert, zweifach datiert (1920 bzw. 21), betitelt und als "Probedruck" bezeichnet. Schmidt R 31. - 2. Spielendes Mädchen. 1922. 39,6 x 24,6 (55,5 x 42) cm. Signiert, datiert und betitelt. Mit dem Trockenstempel des Euphorion Verlages, Berlin. Schmidt R 118 b. - 3. Ein schöner Traum. 1923. 28,2 x 20 (41,2 x 31) cm. Signiert. Mit dem Trockenstempel des Euphorion Verlages, Berlin. Schmidt R 125. - 4. Gostritz. 1923. 23,4 x 40,8 (40 x 56) cm. Signiert, datiert und betitelt. Schmidt R 130. - 5. Ich. 1924. 17 x 14,3 (40,7 x 30) cm. Signiert und zweifach datiert. Schmidt R 139 a. - 6. Mein Hauswirt. 1924. 33,5 x 19 (41 x 31) cm. Signiert und datiert (25). Schmidt R 143 a. - 7. Gostritz. 1924. 24 x 28,5 (34 x 47,5) cm. Signiert, datiert und betitelt. Schmidt R 150 II. Zustand a. - 8. Leubnitz. 1924. 22 x 35,3 (39 x 57,8) cm. Signiert, datiert und betitelt. Schmidt R 154 b. - Die Motive 5 und 7 jeweils doppelt enthalten. - Leichte Lager- und Alterungsspuren.
(Döbeln 1889 - 1972 Dresden)
Konvolut von zehn Blatt Radierungen. Auf chamoisfarbenem Bütten bzw. leichtem Büttenkarton, jeweils unter Passepartout. 1920-24. In blauer Leinenkassette. 67,5 x 50,5 x 10 cm.
Provenienz: Privatsammlung Hessen. - Enthält die Motive: 1. Meine Frau. 1920/21. 32,8 x 22,7 (51 x 43,6) cm. Signiert, zweifach datiert (1920 bzw. 21), betitelt und als "Probedruck" bezeichnet. Schmidt R 31. - 2. Spielendes Mädchen. 1922. 39,6 x 24,6 (55,5 x 42) cm. Signiert, datiert und betitelt. Mit dem Trockenstempel des Euphorion Verlages, Berlin. Schmidt R 118 b. - 3. Ein schöner Traum. 1923. 28,2 x 20 (41,2 x 31) cm. Signiert. Mit dem Trockenstempel des Euphorion Verlages, Berlin. Schmidt R 125. - 4. Gostritz. 1923. 23,4 x 40,8 (40 x 56) cm. Signiert, datiert und betitelt. Schmidt R 130. - 5. Ich. 1924. 17 x 14,3 (40,7 x 30) cm. Signiert und zweifach datiert. Schmidt R 139 a. - 6. Mein Hauswirt. 1924. 33,5 x 19 (41 x 31) cm. Signiert und datiert (25). Schmidt R 143 a. - 7. Gostritz. 1924. 24 x 28,5 (34 x 47,5) cm. Signiert, datiert und betitelt. Schmidt R 150 II. Zustand a. - 8. Leubnitz. 1924. 22 x 35,3 (39 x 57,8) cm. Signiert, datiert und betitelt. Schmidt R 154 b. - Die Motive 5 und 7 jeweils doppelt enthalten. - Leichte Lager- und Alterungsspuren.
178
Krug, Karl
(1900 Leipzig 1984)
Bauerngehöft in Schönau. Öl auf Leinwand. 65,5 x 85 cm. Gerahmt.
Hübscher 328 - Unser Gemälde "Bauerngehöft in Schönau" steht exemplarisch für das Werk des Leipziger Malers, der sich zeitlebens intensiv mit Landschaften und ländlichen Motiven des mitteldeutschen Raums beschäftigte. Krugs gedämpfte Farbpalette aus Braun-, Grau- und Ockertönen erzeugt eine ruhige, leicht melancholische Stimmung. Diese zurückgenommene, teilweise nahezu monochrome Bildgestaltung ist charakteristisch für Krugs Werk: In vielen Arbeiten konzentriert er sich weniger auf detailreiche Beschreibung als auf die Wirkung von Licht, Atmosphäre und Materialität der Farbe. So erscheint das Bauerngehöft in Schönau weniger als topographische Darstellung eines konkreten Ortes, denn als atmosphärische Verdichtung der Landschaft - eine Bildwelt, in der Architektur und Vegetation zu einer geschlossenen, stimmungsvollen Einheit verschmelzen.
(1900 Leipzig 1984)
Bauerngehöft in Schönau. Öl auf Leinwand. 65,5 x 85 cm. Gerahmt.
Hübscher 328 - Unser Gemälde "Bauerngehöft in Schönau" steht exemplarisch für das Werk des Leipziger Malers, der sich zeitlebens intensiv mit Landschaften und ländlichen Motiven des mitteldeutschen Raums beschäftigte. Krugs gedämpfte Farbpalette aus Braun-, Grau- und Ockertönen erzeugt eine ruhige, leicht melancholische Stimmung. Diese zurückgenommene, teilweise nahezu monochrome Bildgestaltung ist charakteristisch für Krugs Werk: In vielen Arbeiten konzentriert er sich weniger auf detailreiche Beschreibung als auf die Wirkung von Licht, Atmosphäre und Materialität der Farbe. So erscheint das Bauerngehöft in Schönau weniger als topographische Darstellung eines konkreten Ortes, denn als atmosphärische Verdichtung der Landschaft - eine Bildwelt, in der Architektur und Vegetation zu einer geschlossenen, stimmungsvollen Einheit verschmelzen.
179
Kubicki, Stanislaw
(Ziegenhain 1889 - 1942 Warschau)
Reh mit Jungen II. Öl auf Leinwand. 1930. 95 x 110,5 cm. Gerahmt.
Provenienz: Aus dem Nachlass von Margarete Kubicka und Stanislaw Kubicki. - Abgebildet in: Lidia Gluchowska, Stanislaw Kubicki. Kunst und Theorie, Berlin 2001, Tafel XX sowie in: Lidia Gluchowska, Avantgarde und Liebe. Margarete Kubicka und Stanislaw Kubicki 1910-1945, Berlin 2007, S. 192, Abb. 58. - Vorliegendes Gemälde zählt zu den wichtigsten Arbeiten Kubickis um 1930 und verdeutlicht exemplarisch seine eigenständige Position innerhalb der europäischen Moderne - angesiedelt zwischen Expressionismus, konstruktiver Abstraktion und spirituell motivierter Naturauffassung. Eingebettet in eine Komposition aus kristallinen Farbflächen, denen stakkatoartige Pinselstriche eine subtile Textur verleihen, erscheinen unser Reh und sein Junges weniger als individuelle Lebewesen, denn als organische Knotenpunkte innerhalb eines rhythmisch gegliederten Naturraums. Scharf gesetzte Diagonalen erzeugen dynamische Bewegungsströme, die wiederum durch eine strukturelle Ordnung zusammengehalten werden. Eine in Grün-, Blau-, Ocker- und Violettnuancen gehaltene Farbigkeit dominiert das vegetative Umfeld. Dunklere Partien erden die Szene, während hellere Zonen fast kosmische Sphären zu eröffnen scheinen. In einer Sonderausstellung der Juryfreien 1931 präsentierte Kubicki 36 Werke, die von Eckardt von Sydow in der Weltkunst ausführlich rezensiert wurden: "Figuren, Tierbilder, Pflanzen, Stadtbilder sind in ornamental zerlegender und zugleich aufbauender Weise konstruiert. Ein tiefes lyrisch-mystisches Gefühl für Tier und Pflanze füllt das ornamenthafte Gefüge mit symbolkräftigem Gehalt." Die Parallelen und Unterschiede zu Franz Marc, mit dem Kubicki immer wieder in Zusammenhang gebracht wird, hat die Kunsthistorikerin Lidia Gluchowska differenziert herausgearbeitet: Während Marc die innere Natur vor allem über expressive Farbsymbolik erschließt, entwickelte Kubicki seinen Antinaturalismus ebenso in Schwarzweißarbeiten von ausgeprägt linearer Expressivität. Gemeinsam ist beiden Künstlern jedoch ein pantheistisches Grundgefühl, das Mensch, Tier und Umwelt als untrennbar miteinander verbunden begreift. Unser "Reh mit Jungen" lässt sich somit als verdichtete Vision eines harmonischen Naturzusammenhangs erfassen. Muttertier und Nachwuchs verkörpern Schutz, Kontinuität und elementares Leben - Themen, die für Kubicki gerade in den politisch angespannten frühen 1930er Jahren zunehmend in den Mittelpunkt traten. - Vereinzeltes Craquelé sowie stellenweise minimale Farbverluste.
(Ziegenhain 1889 - 1942 Warschau)
Reh mit Jungen II. Öl auf Leinwand. 1930. 95 x 110,5 cm. Gerahmt.
Provenienz: Aus dem Nachlass von Margarete Kubicka und Stanislaw Kubicki. - Abgebildet in: Lidia Gluchowska, Stanislaw Kubicki. Kunst und Theorie, Berlin 2001, Tafel XX sowie in: Lidia Gluchowska, Avantgarde und Liebe. Margarete Kubicka und Stanislaw Kubicki 1910-1945, Berlin 2007, S. 192, Abb. 58. - Vorliegendes Gemälde zählt zu den wichtigsten Arbeiten Kubickis um 1930 und verdeutlicht exemplarisch seine eigenständige Position innerhalb der europäischen Moderne - angesiedelt zwischen Expressionismus, konstruktiver Abstraktion und spirituell motivierter Naturauffassung. Eingebettet in eine Komposition aus kristallinen Farbflächen, denen stakkatoartige Pinselstriche eine subtile Textur verleihen, erscheinen unser Reh und sein Junges weniger als individuelle Lebewesen, denn als organische Knotenpunkte innerhalb eines rhythmisch gegliederten Naturraums. Scharf gesetzte Diagonalen erzeugen dynamische Bewegungsströme, die wiederum durch eine strukturelle Ordnung zusammengehalten werden. Eine in Grün-, Blau-, Ocker- und Violettnuancen gehaltene Farbigkeit dominiert das vegetative Umfeld. Dunklere Partien erden die Szene, während hellere Zonen fast kosmische Sphären zu eröffnen scheinen. In einer Sonderausstellung der Juryfreien 1931 präsentierte Kubicki 36 Werke, die von Eckardt von Sydow in der Weltkunst ausführlich rezensiert wurden: "Figuren, Tierbilder, Pflanzen, Stadtbilder sind in ornamental zerlegender und zugleich aufbauender Weise konstruiert. Ein tiefes lyrisch-mystisches Gefühl für Tier und Pflanze füllt das ornamenthafte Gefüge mit symbolkräftigem Gehalt." Die Parallelen und Unterschiede zu Franz Marc, mit dem Kubicki immer wieder in Zusammenhang gebracht wird, hat die Kunsthistorikerin Lidia Gluchowska differenziert herausgearbeitet: Während Marc die innere Natur vor allem über expressive Farbsymbolik erschließt, entwickelte Kubicki seinen Antinaturalismus ebenso in Schwarzweißarbeiten von ausgeprägt linearer Expressivität. Gemeinsam ist beiden Künstlern jedoch ein pantheistisches Grundgefühl, das Mensch, Tier und Umwelt als untrennbar miteinander verbunden begreift. Unser "Reh mit Jungen" lässt sich somit als verdichtete Vision eines harmonischen Naturzusammenhangs erfassen. Muttertier und Nachwuchs verkörpern Schutz, Kontinuität und elementares Leben - Themen, die für Kubicki gerade in den politisch angespannten frühen 1930er Jahren zunehmend in den Mittelpunkt traten. - Vereinzeltes Craquelé sowie stellenweise minimale Farbverluste.
180
Kubicek, Juro
(Görlitz 1906 - 1970 Berlin)
Das Paar. Öl u. Sand auf Leinwand. 1949. 64,5 x 116 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso signiert, monogrammiert, datiert u. betitelt sowie mit dem Namens- u. Adressetikett des Künstlers versehen.
Becker 62 - Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. - Ausgestellt in: Berliner Neue Gruppe. Berlin, Schloss Charlottenburg, Juni 1950. - Leichtes Craquelé. Vereinzelte winzige Farbverluste.
(Görlitz 1906 - 1970 Berlin)
Das Paar. Öl u. Sand auf Leinwand. 1949. 64,5 x 116 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso signiert, monogrammiert, datiert u. betitelt sowie mit dem Namens- u. Adressetikett des Künstlers versehen.
Becker 62 - Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. - Ausgestellt in: Berliner Neue Gruppe. Berlin, Schloss Charlottenburg, Juni 1950. - Leichtes Craquelé. Vereinzelte winzige Farbverluste.
181
Kubicek, Juro
(Görlitz 1906 - 1970 Berlin)
Experiment zur Nacht (Atombombe). Öl u. Sand auf Leinwand. 1948. 116 x 116 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso in Versalien signiert, monogrammiert, datiert u. betitelt.
Becker 54 - Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. - Ausgestellt in: Juro Kubicek. Berlin, Galerie Franz, November 1949 sowie abgebildet in: The Courier-Journal, Louisville, Kentucky, May 30, 1948. - Kubicek gehörte zur Avantgarde der Berliner Nachkriegszeit und zum Künstlerkreis der Galerie Gerd Rosen. Er wurde 1947 als erster Gastprofessor nach dem Krieg an die University of Louisville in Kentucky berufen, wo vorliegendes Gemälde entstand. Immer mit dem Tagesgeschehen auf Augenhöhe nutzte er als einer der ersten Künstler die Erkenntnisse der Atombombe für ein Bildthema, was in der lokalen Presse für Aufsehen sorgte. Als Gegensatz zum gerade erlebten Chaos des Kriegs stellte Kubicek die Explosion in einem geordneten Linien- und Formenrhythmus dar. Zurück in Berlin leitete er 1949 das Work and Art Studio im Amerikahaus in Berlin, wo er den praxisorientierten Lehransatz des Bauhauses verbreitete. 1954 erhielt er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. - Leichtes Craquelé. Vereinzelte winzige Farbverluste. Eine Stelle leicht berieben.
(Görlitz 1906 - 1970 Berlin)
Experiment zur Nacht (Atombombe). Öl u. Sand auf Leinwand. 1948. 116 x 116 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso in Versalien signiert, monogrammiert, datiert u. betitelt.
Becker 54 - Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. - Ausgestellt in: Juro Kubicek. Berlin, Galerie Franz, November 1949 sowie abgebildet in: The Courier-Journal, Louisville, Kentucky, May 30, 1948. - Kubicek gehörte zur Avantgarde der Berliner Nachkriegszeit und zum Künstlerkreis der Galerie Gerd Rosen. Er wurde 1947 als erster Gastprofessor nach dem Krieg an die University of Louisville in Kentucky berufen, wo vorliegendes Gemälde entstand. Immer mit dem Tagesgeschehen auf Augenhöhe nutzte er als einer der ersten Künstler die Erkenntnisse der Atombombe für ein Bildthema, was in der lokalen Presse für Aufsehen sorgte. Als Gegensatz zum gerade erlebten Chaos des Kriegs stellte Kubicek die Explosion in einem geordneten Linien- und Formenrhythmus dar. Zurück in Berlin leitete er 1949 das Work and Art Studio im Amerikahaus in Berlin, wo er den praxisorientierten Lehransatz des Bauhauses verbreitete. 1954 erhielt er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. - Leichtes Craquelé. Vereinzelte winzige Farbverluste. Eine Stelle leicht berieben.
182
Lange, Hermann
(Niederhäslich 1890 - 1939 Freital)
Wohnküche mit Apfelkorb. Öl auf Holz. Um 1930. 37,3 x 50,2 cm. Gerahmt.
Verso von fremder Hand betitelt. Mit dem Stempel "Emil Geller Nachf. Malbedarf", Dresden, sowie einem Ausstellungsetikett, dort datiert u. betitelt.
Im Frühjahr 1908 schrieb sich Lange an der Königlichen Kunstakademie in Dresden ein, wo er unter anderem bei Richard Müller, Carl Bantzer und Robert Sterl studierte.
(Niederhäslich 1890 - 1939 Freital)
Wohnküche mit Apfelkorb. Öl auf Holz. Um 1930. 37,3 x 50,2 cm. Gerahmt.
Verso von fremder Hand betitelt. Mit dem Stempel "Emil Geller Nachf. Malbedarf", Dresden, sowie einem Ausstellungsetikett, dort datiert u. betitelt.
Im Frühjahr 1908 schrieb sich Lange an der Königlichen Kunstakademie in Dresden ein, wo er unter anderem bei Richard Müller, Carl Bantzer und Robert Sterl studierte.
183
Lange, Otto
(1879 Dresden 1944)
Kinder mit Masken (Karneval). Aquarell u. schwarze Kreide über Ölpause auf Japan. 1920er Jahre. 45,5 x 34 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Auf dem Unterlagekarton von fremder Hand betitelt.
Zum Motiv vgl. Schönjahn R 125 sowie L 35 - Die Blattkanten mit Löchlein von Reißzwecken. Fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(1879 Dresden 1944)
Kinder mit Masken (Karneval). Aquarell u. schwarze Kreide über Ölpause auf Japan. 1920er Jahre. 45,5 x 34 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Auf dem Unterlagekarton von fremder Hand betitelt.
Zum Motiv vgl. Schönjahn R 125 sowie L 35 - Die Blattkanten mit Löchlein von Reißzwecken. Fest auf dem Unterlagekarton montiert.
184
Lange, Otto
(1879 Dresden 1944)
Tschun, der Katzenfreund. Farbradierung auf Bütten. 1920/21. 39 x 31,6 (50,8 x 38,5) cm, unter Passepartout.
Signiert u. bezeichnet "Selbstdruck III Probedruck".
Nicht bei Schönjahn - Einziger bekannter Abzug. - Das Motiv des vorliegenden Blattes basiert auf dem heute verschollenen, gleichnamigen Gemälde von 1920/21 (Schönjahn, Abb. 14.16, S. 281), das sich ehemals im Stadtmuseum Dresden befand. Es wurde 1933 gemeinsam mit anderen Arbeiten Otto Langes in der Ausstellung "Entartete Kunst" zunächst in Dresden und letztmalig 1937 in München gezeigt. Der Bildaufbau von Radierung und Gemälde ist dabei nahezu identisch, wenngleich spiegelverkehrt. Während das Gemälde jedoch nur als Schwarzweißaufnahme überliefert ist, besticht die Radierung durch ihre leuchtende Farbigkeit. Es handelt sich dabei wohl nicht um eine Farbradierung im eigentlichen Sinne, vielmehr weist das Blatt einen fast monotypiehaften Charakter auf. Für die Kolorierung bediente sich Lange vermutlich einer Technik, die sich in ähnlicher Art auch bei seinen Hochdrucken findet: Er färbte die Platte per Hand ein, so dass sich keine homogene Oberfläche, sondern eine leicht unregelmäßige Farbigkeit ergibt, bei der teils noch Pinselspuren erkennbar sind. - Der volle Rand mit fachmännisch restaurierten Läsuren. Eine kleine Retusche.
(1879 Dresden 1944)
Tschun, der Katzenfreund. Farbradierung auf Bütten. 1920/21. 39 x 31,6 (50,8 x 38,5) cm, unter Passepartout.
Signiert u. bezeichnet "Selbstdruck III Probedruck".
Nicht bei Schönjahn - Einziger bekannter Abzug. - Das Motiv des vorliegenden Blattes basiert auf dem heute verschollenen, gleichnamigen Gemälde von 1920/21 (Schönjahn, Abb. 14.16, S. 281), das sich ehemals im Stadtmuseum Dresden befand. Es wurde 1933 gemeinsam mit anderen Arbeiten Otto Langes in der Ausstellung "Entartete Kunst" zunächst in Dresden und letztmalig 1937 in München gezeigt. Der Bildaufbau von Radierung und Gemälde ist dabei nahezu identisch, wenngleich spiegelverkehrt. Während das Gemälde jedoch nur als Schwarzweißaufnahme überliefert ist, besticht die Radierung durch ihre leuchtende Farbigkeit. Es handelt sich dabei wohl nicht um eine Farbradierung im eigentlichen Sinne, vielmehr weist das Blatt einen fast monotypiehaften Charakter auf. Für die Kolorierung bediente sich Lange vermutlich einer Technik, die sich in ähnlicher Art auch bei seinen Hochdrucken findet: Er färbte die Platte per Hand ein, so dass sich keine homogene Oberfläche, sondern eine leicht unregelmäßige Farbigkeit ergibt, bei der teils noch Pinselspuren erkennbar sind. - Der volle Rand mit fachmännisch restaurierten Läsuren. Eine kleine Retusche.
185
Lange, Otto
(1879 Dresden 1944)
Fischer I. Farblinolschnitt auf feinem Bütten. 1916. 23,2 x 28 (35,4 x 48,5) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. bezeichnet "Orig. Linolschnitt Handdruck".
Schönjahn H 79 - Der volle Rand unter dem Passepartout minimal gebräunt sowie mit vereinzelten kleinen Stockflecken. Die Ecken teils leicht knitterspurig.
(1879 Dresden 1944)
Fischer I. Farblinolschnitt auf feinem Bütten. 1916. 23,2 x 28 (35,4 x 48,5) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. bezeichnet "Orig. Linolschnitt Handdruck".
Schönjahn H 79 - Der volle Rand unter dem Passepartout minimal gebräunt sowie mit vereinzelten kleinen Stockflecken. Die Ecken teils leicht knitterspurig.
186
Leber, Wolfgang
(Berlin 1936 - lebt in Berlin)
Aus den Dünen. Öl auf Gaze auf Holz. 1997. 36,4 x 27,5 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso signiert, datiert, betitelt u. mit Angaben zur Technik versehen.
(Berlin 1936 - lebt in Berlin)
Aus den Dünen. Öl auf Gaze auf Holz. 1997. 36,4 x 27,5 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso signiert, datiert, betitelt u. mit Angaben zur Technik versehen.
187
Lemcke, Dietmar
(Goldap 1930 - 2020 Berlin)
Großer Strauß mit Sonnenblumen. Öl auf Leinwand. 1983/85. 81 x 90 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, datiert u. betitelt sowie mit der Adresse des Künstlers versehen.
Ausgestellt in: Grosse Kunstausstellung. München, Haus der Kunst, 1986 (verso zwei Etiketten).
(Goldap 1930 - 2020 Berlin)
Großer Strauß mit Sonnenblumen. Öl auf Leinwand. 1983/85. 81 x 90 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, datiert u. betitelt sowie mit der Adresse des Künstlers versehen.
Ausgestellt in: Grosse Kunstausstellung. München, Haus der Kunst, 1986 (verso zwei Etiketten).
188
Libuda, Walter
(Zechau-Leesen 1950 - 2021 Berlin)
Die Spritze. Öl auf Leinwand. 1989. 130 x 100 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, datiert u. betitelt.
(Zechau-Leesen 1950 - 2021 Berlin)
Die Spritze. Öl auf Leinwand. 1989. 130 x 100 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, datiert u. betitelt.
189
Liebknecht, Robert
(Berlin 1903 - 1994 Paris)
Interieur aux fleurs. Öl auf fester Malpappe. 1950. 48,7 x 61 cm. Gerahmt.
Signiert (schwer leserlich). Verso von fremder Hand datiert, betitelt u. mit dem Namen des Künstlers versehen.
(Berlin 1903 - 1994 Paris)
Interieur aux fleurs. Öl auf fester Malpappe. 1950. 48,7 x 61 cm. Gerahmt.
Signiert (schwer leserlich). Verso von fremder Hand datiert, betitelt u. mit dem Namen des Künstlers versehen.
190
Liebermann, Max
(1847 Berlin 1935)
Holländischer Hirtenjunge in den Dünen. Schwarze Kreide auf leichtem Katon. 1888. 24,9 x 34,3 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Vereinzelte kleinere Läsuren. Fest auf Karton montiert.
(1847 Berlin 1935)
Holländischer Hirtenjunge in den Dünen. Schwarze Kreide auf leichtem Katon. 1888. 24,9 x 34,3 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Vereinzelte kleinere Läsuren. Fest auf Karton montiert.
191
Lohse-Wächtler, Elfriede
(Dresden 1899 - 1940 Pirna-Sonnenstein)
Frauenbildnis. Pastell, teilweise laviert, auf chamoisfarbenem Papier. 1929. 29,7 x 21 cm. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
Nicht bei Weinstock und Reinhardt - Mit einer Echtheitsbestätigung von Werner Fischer, Fischer Kunsthandel & Edition, Berlin, vom 13. Dezember 2019 (in Kopie beigegeben). - Provenienz: Privatsammlung Sachsen. - Lagerspuren und Randläsuren, diese fachmännisch restauriert. Das Blatt ganzheitlich hinterlegt.
(Dresden 1899 - 1940 Pirna-Sonnenstein)
Frauenbildnis. Pastell, teilweise laviert, auf chamoisfarbenem Papier. 1929. 29,7 x 21 cm. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
Nicht bei Weinstock und Reinhardt - Mit einer Echtheitsbestätigung von Werner Fischer, Fischer Kunsthandel & Edition, Berlin, vom 13. Dezember 2019 (in Kopie beigegeben). - Provenienz: Privatsammlung Sachsen. - Lagerspuren und Randläsuren, diese fachmännisch restauriert. Das Blatt ganzheitlich hinterlegt.
192
Loeber, Lou
(Amsterdam 1894 - 1983 Blaricum)
Lezende II. Linolschnitt auf chamoisfarbenem Büttenkarton. 1930. 20,2 x 18 (30 x 22,3) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. nummeriert "54/75".
In den Kanten fest unter Passepartout montiert. Insgesamt leicht gebräunt sowie mit vereinzelten kleinen Stockflecken.
(Amsterdam 1894 - 1983 Blaricum)
Lezende II. Linolschnitt auf chamoisfarbenem Büttenkarton. 1930. 20,2 x 18 (30 x 22,3) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. nummeriert "54/75".
In den Kanten fest unter Passepartout montiert. Insgesamt leicht gebräunt sowie mit vereinzelten kleinen Stockflecken.
193
Lüdicke, Marianne
(Frankfurt am Main 1919 - 2012 Marquartstein)
Sitzende. Bronze mit brauner Patina. 32 x 14 x 17 cm.
Monogrammiert.
Charakteristisch für Lüdickes plastisches Werk ist die Balance zwischen figurativer Erkennbarkeit und stilisierender Vereinfachung. Die glatt geführten Flächen und die kompakte Massigkeit der Form betonen weniger individuelle Physiognomie als vielmehr eine zeitlose Haltung der Innerlichkeit. In dieser Verbindung von Reduktion und poetischer Ruhe steht die Arbeit exemplarisch für die figurative Bronzekunst der Nachkriegszeit, mit der sich Lüdicke besonders in Süddeutschland einen Namen machte.
(Frankfurt am Main 1919 - 2012 Marquartstein)
Sitzende. Bronze mit brauner Patina. 32 x 14 x 17 cm.
Monogrammiert.
Charakteristisch für Lüdickes plastisches Werk ist die Balance zwischen figurativer Erkennbarkeit und stilisierender Vereinfachung. Die glatt geführten Flächen und die kompakte Massigkeit der Form betonen weniger individuelle Physiognomie als vielmehr eine zeitlose Haltung der Innerlichkeit. In dieser Verbindung von Reduktion und poetischer Ruhe steht die Arbeit exemplarisch für die figurative Bronzekunst der Nachkriegszeit, mit der sich Lüdicke besonders in Süddeutschland einen Namen machte.
194
Maasdorf, Frank
(1950 Dresden 2023)
Weibliche Figur. Sandstein, teilweise naturbelassen. 75,5 x 23,5 x 21,5 cm.
Provenienz: Vom Vorbesitzer direkt beim Künstler erworben.
(1950 Dresden 2023)
Weibliche Figur. Sandstein, teilweise naturbelassen. 75,5 x 23,5 x 21,5 cm.
Provenienz: Vom Vorbesitzer direkt beim Künstler erworben.
195
Maasdorf, Frank
(1950 Dresden 2023)
Dämon. Sandstein. 32,5 x 22,8 x 18 cm.
Provenienz: Vom Vorbesitzer direkt beim Künstler erworben. - Frank Maasdorf absolvierte sein Bildhauereistudium von 1972 bis 1977 an der Dresdner Kunsthochschule bei Gerd Jaeger, Walter Arnold und Helmut Heinze. Thematischer Ausgangspunkt seiner Arbeiten war vor allem die menschliche Gestalt in Zusammenhang mit Säulenformen. Im Vordergrund steht dabei jedoch nicht zwangsläufig das Motiv, sondern die Beschaffenheit und schöpferische Möglichkeit des jeweiligen Materials. Vor diesem Hintergrund und von den verschiedensten Epochen der Kunstgeschichte inspiriert, schuf der unter anderem mit A.R. Penck in künstlerischem Austausch stehende Bildhauer eindrucksvolle wie einzigartige Skulpturen aus Holz, Sandstein, Marmor und Bronze. Seine Werke befinden sich heute unter anderem in der Berliner Nationalgalerie, der Dresdner Skulpturensammlung und in der Galerie Moritzburg Halle.
(1950 Dresden 2023)
Dämon. Sandstein. 32,5 x 22,8 x 18 cm.
Provenienz: Vom Vorbesitzer direkt beim Künstler erworben. - Frank Maasdorf absolvierte sein Bildhauereistudium von 1972 bis 1977 an der Dresdner Kunsthochschule bei Gerd Jaeger, Walter Arnold und Helmut Heinze. Thematischer Ausgangspunkt seiner Arbeiten war vor allem die menschliche Gestalt in Zusammenhang mit Säulenformen. Im Vordergrund steht dabei jedoch nicht zwangsläufig das Motiv, sondern die Beschaffenheit und schöpferische Möglichkeit des jeweiligen Materials. Vor diesem Hintergrund und von den verschiedensten Epochen der Kunstgeschichte inspiriert, schuf der unter anderem mit A.R. Penck in künstlerischem Austausch stehende Bildhauer eindrucksvolle wie einzigartige Skulpturen aus Holz, Sandstein, Marmor und Bronze. Seine Werke befinden sich heute unter anderem in der Berliner Nationalgalerie, der Dresdner Skulpturensammlung und in der Galerie Moritzburg Halle.
196
Mack, Heinz
(Lollar 1931 - lebt in Mönchengladbach)
Zwei Blatt Siebdrucke aus der Serie "Struttura di Luce". Auf Karton bzw. mit Aluminiumfolie kaschiertem Karton. 1974. Jeweils 59 x 44 cm (Darstellung u. Blatt) sowie unter Glas gerahmt.
Jeweils signiert, datiert u. nummeriert "22/50" bzw. "19/45".
Mack 41 A und B - Nach einem Original von 1963.
(Lollar 1931 - lebt in Mönchengladbach)
Zwei Blatt Siebdrucke aus der Serie "Struttura di Luce". Auf Karton bzw. mit Aluminiumfolie kaschiertem Karton. 1974. Jeweils 59 x 44 cm (Darstellung u. Blatt) sowie unter Glas gerahmt.
Jeweils signiert, datiert u. nummeriert "22/50" bzw. "19/45".
Mack 41 A und B - Nach einem Original von 1963.
197
Mack, Heinz
(Lollar 1931 - lebt in Mönchengladbach)
Nacht-Sonne. Farbsiebdruck auf schwarzem Karton. 1972. 46 x 45,8 (48 x 45,8) cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. nummeriert "II 285/300".
Mack 103.
(Lollar 1931 - lebt in Mönchengladbach)
Nacht-Sonne. Farbsiebdruck auf schwarzem Karton. 1972. 46 x 45,8 (48 x 45,8) cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. nummeriert "II 285/300".
Mack 103.
198
Mark, Anna
(Budapest 1928 - 2026 Paris)
Relief blanc. Marmorpulver u. Leim auf Hartfaser. 1988. 129 x 96,5 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Verso signiert u. datiert.
Grundlage für Anna Marks Werke ist die naturalistische und materielle Untersuchung physischer Objekte. Seit den späten 1970er Jahren fertigt die Künstlerin neben Gemälden und Arbeiten auf Papier auch Reliefbilder an. Diese stehen mit ihren detaillierten Oberflächen zwischen Skulptur und Malerei und vermitteln zugleich Stärke und Fragilität.
(Budapest 1928 - 2026 Paris)
Relief blanc. Marmorpulver u. Leim auf Hartfaser. 1988. 129 x 96,5 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Verso signiert u. datiert.
Grundlage für Anna Marks Werke ist die naturalistische und materielle Untersuchung physischer Objekte. Seit den späten 1970er Jahren fertigt die Künstlerin neben Gemälden und Arbeiten auf Papier auch Reliefbilder an. Diese stehen mit ihren detaillierten Oberflächen zwischen Skulptur und Malerei und vermitteln zugleich Stärke und Fragilität.
200
Marwan
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Figuren. Aquarell u. Bleistift auf Bütten. 1970. 42 x 59,8 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Provenienz: Atelier des Künstlers; Privatsammlung Berlin. - Ausgestellt und abgebildet in: Marwan. Ölbilder und Arbeiten auf Papier aus zwei Sammlungen und zwei Jahrzehnten. Berlin, Dr. Irene Lehr Kunsthandel, 2002, Katalog-Nr. 7, S. 18.
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Figuren. Aquarell u. Bleistift auf Bütten. 1970. 42 x 59,8 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Provenienz: Atelier des Künstlers; Privatsammlung Berlin. - Ausgestellt und abgebildet in: Marwan. Ölbilder und Arbeiten auf Papier aus zwei Sammlungen und zwei Jahrzehnten. Berlin, Dr. Irene Lehr Kunsthandel, 2002, Katalog-Nr. 7, S. 18.
201
Marwan
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
o.T. (Kopf). Öl auf Pappe. 2013. 14 x 14,8 x 2,5 cm. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert, datiert u. mit Widmung vom 29.10.2013 versehen.
Provenienz: Sammlung Jörn Merkert, Spatzenhausen. - Gemalt auf dem Deckel einer Pappschachtel.
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
o.T. (Kopf). Öl auf Pappe. 2013. 14 x 14,8 x 2,5 cm. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert, datiert u. mit Widmung vom 29.10.2013 versehen.
Provenienz: Sammlung Jörn Merkert, Spatzenhausen. - Gemalt auf dem Deckel einer Pappschachtel.
202
Marwan
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Porträt Jörn Merkert. Öl auf Leinwand. 2000. 31 x 41 cm.
Verso signiert, datiert (18.8.2000) u. mit Widmung versehen.
Provenienz: Sammlung Jörn Merkert, Spatzenhausen.
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Porträt Jörn Merkert. Öl auf Leinwand. 2000. 31 x 41 cm.
Verso signiert, datiert (18.8.2000) u. mit Widmung versehen.
Provenienz: Sammlung Jörn Merkert, Spatzenhausen.
203
Marwan
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Stilleben mit Früchten. Öl auf Leinwand. 1978. 27 x 46 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso signiert u. datiert.
Provenienz: Atelier des Künstlers; Privatsammlung Berlin. - Ausgestellt und abgebildet in: Marwan. Ölbilder und Arbeiten auf Papier aus zwei Sammlungen und zwei Jahrzehnten. Berlin, Dr. Irene Lehr Kunsthandel, 2002, Katalog-Nr. 21, S. 30. - Die rechte obere Ecke mit einem winzigen Farbverlust.
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Stilleben mit Früchten. Öl auf Leinwand. 1978. 27 x 46 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso signiert u. datiert.
Provenienz: Atelier des Künstlers; Privatsammlung Berlin. - Ausgestellt und abgebildet in: Marwan. Ölbilder und Arbeiten auf Papier aus zwei Sammlungen und zwei Jahrzehnten. Berlin, Dr. Irene Lehr Kunsthandel, 2002, Katalog-Nr. 21, S. 30. - Die rechte obere Ecke mit einem winzigen Farbverlust.
