Katalog
Alle Werke (297)
101
Graf, Peter
(Crimmitschau 1937 - lebt in Radebeul)
o.T. (Männerkopf). Mischtechnik auf Büttenkarton. 1997. 58 x 46 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
(Crimmitschau 1937 - lebt in Radebeul)
o.T. (Männerkopf). Mischtechnik auf Büttenkarton. 1997. 58 x 46 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
102*
Gröszer, Clemens
(1951 Berlin 2014)
T., jetzt 31. Mischtechnik mit Collage auf Leinwand. 1987. 121 x 91 cm. In vom Künstler gestaltetem Rahmen.
Monogrammiert u. datiert. Verso signiert, datiert, betitelt, mit Adresse u. zahlreichen Ausstellungsorten versehen: Basel/Art 87, Paris 88, Finnland 88, Peking Shanghai 88, FKK 1989 F/M. Mit dem Etikett "750 Jahre Berlin / Staatlicher Kunsthandel der DDR".
Gröszer/Sperling 100 - Bei dem Dargestellten handelt es sich vermutlich um den Kurator und Autor Christoph Tannert. - "Die ganze Palette gesellschaftlichen Seins ist authentisch, visuelle Sensation permanent - Glimmer, Glanz und Trivialität allgegenwärtig. Daran entzünde ich meine Kunst." (Gröszer, zitiert nach: Kunst in der DDR. Berlin, Neue Nationalgalerie, 2003, S. 306) - Clemens Gröszers extravagante Gestalten und Figuren sind abschreckend und faszinierend zugleich. Detailliert bis in die letzte Faser beschreibt er die Körper seiner Protagonisten und sucht "bewusst die überzogene Versenkung in einen detailreichen Naturalismus" (Fritz Jacobi, Großstadt veristisch, in: ebd., S. 228).
(1951 Berlin 2014)
T., jetzt 31. Mischtechnik mit Collage auf Leinwand. 1987. 121 x 91 cm. In vom Künstler gestaltetem Rahmen.
Monogrammiert u. datiert. Verso signiert, datiert, betitelt, mit Adresse u. zahlreichen Ausstellungsorten versehen: Basel/Art 87, Paris 88, Finnland 88, Peking Shanghai 88, FKK 1989 F/M. Mit dem Etikett "750 Jahre Berlin / Staatlicher Kunsthandel der DDR".
Gröszer/Sperling 100 - Bei dem Dargestellten handelt es sich vermutlich um den Kurator und Autor Christoph Tannert. - "Die ganze Palette gesellschaftlichen Seins ist authentisch, visuelle Sensation permanent - Glimmer, Glanz und Trivialität allgegenwärtig. Daran entzünde ich meine Kunst." (Gröszer, zitiert nach: Kunst in der DDR. Berlin, Neue Nationalgalerie, 2003, S. 306) - Clemens Gröszers extravagante Gestalten und Figuren sind abschreckend und faszinierend zugleich. Detailliert bis in die letzte Faser beschreibt er die Körper seiner Protagonisten und sucht "bewusst die überzogene Versenkung in einen detailreichen Naturalismus" (Fritz Jacobi, Großstadt veristisch, in: ebd., S. 228).
104
Grossberg, Carl
(Elberfeld 1894 - 1940 Laon)
Autoausstellung Berlin. Aquarell u. Feder in Tusche auf Bütten. 1928. 40 x 50 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. mit der Ortsangabe "Berlin" versehen.
Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken. Die frühere Montierung in den oberen Ecken leicht nach vorne durchschlagend.
(Elberfeld 1894 - 1940 Laon)
Autoausstellung Berlin. Aquarell u. Feder in Tusche auf Bütten. 1928. 40 x 50 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. mit der Ortsangabe "Berlin" versehen.
Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken. Die frühere Montierung in den oberen Ecken leicht nach vorne durchschlagend.
105
Grosz, George
(1893 Berlin 1959)
Auf dem Sofa (Liegender Akt). Feder in Tusche u. Farbkreide auf chamoisfarbenem Papier. Um 1915. 20,8 x 32,9 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Verso Nachlaßstempel, dort handschriftlich nummeriert "1 129 4".
Die Zeichnung wird aufgenommen in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier von Ralph Jentsch, Berlin/Rom. Dessen Expertise vom 4. Oktober 2022 in Kopie beigegeben. - Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung. - Leichte Randläsuren und Lagerspuren.
(1893 Berlin 1959)
Auf dem Sofa (Liegender Akt). Feder in Tusche u. Farbkreide auf chamoisfarbenem Papier. Um 1915. 20,8 x 32,9 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Verso Nachlaßstempel, dort handschriftlich nummeriert "1 129 4".
Die Zeichnung wird aufgenommen in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier von Ralph Jentsch, Berlin/Rom. Dessen Expertise vom 4. Oktober 2022 in Kopie beigegeben. - Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung. - Leichte Randläsuren und Lagerspuren.
106
Grosse, Katharina
(Freiburg im Breisgau 1961 - lebt in Berlin)
o.T. Acryl auf Karton. 2011. 30 x 37,3 cm. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert, datiert, nummeriert "8/10" u. mit der Werknummer "2011/6002S/8" versehen.
Kunstedition mit unikatem Charakter, bei der Grundaufbau und Farbigkeit des Motives gleichbleibend, die Ausführung jedoch individuell ist. Herausgegeben vom Weserburg Museum für Moderne Kunst, Bremen (Broschüre beigegeben).
(Freiburg im Breisgau 1961 - lebt in Berlin)
o.T. Acryl auf Karton. 2011. 30 x 37,3 cm. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert, datiert, nummeriert "8/10" u. mit der Werknummer "2011/6002S/8" versehen.
Kunstedition mit unikatem Charakter, bei der Grundaufbau und Farbigkeit des Motives gleichbleibend, die Ausführung jedoch individuell ist. Herausgegeben vom Weserburg Museum für Moderne Kunst, Bremen (Broschüre beigegeben).
107
Grützke, Johannes
(1937 Berlin 2017)
Selbstbildnis mit Brille. Öl auf Leinwand. 2006. 40 x 30 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso signiert u. datiert (13.6.2006).
(1937 Berlin 2017)
Selbstbildnis mit Brille. Öl auf Leinwand. 2006. 40 x 30 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso signiert u. datiert (13.6.2006).
108
Grützke, Johannes
(1937 Berlin 2017)
Entwurf für das Heckerdenkmal. Pastell auf braunem Papier. 1997. 95 x 68 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert (7.11.97) u. betitelt.
Grützke schuf 1998 ein Majolika-Relief für Konstanz, das an Friedrich Hecker, die Badische Revolution und die Ausrufung der Republik von 1848 erinnert. Neben Hecker sind unschlüssige Bürger und Freischärler dargestellt. Vorliegendes Blatt ist ein freizügiger Entwurf dazu. - In den Kanten fest unter dem Passepartout montiert.
(1937 Berlin 2017)
Entwurf für das Heckerdenkmal. Pastell auf braunem Papier. 1997. 95 x 68 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert (7.11.97) u. betitelt.
Grützke schuf 1998 ein Majolika-Relief für Konstanz, das an Friedrich Hecker, die Badische Revolution und die Ausrufung der Republik von 1848 erinnert. Neben Hecker sind unschlüssige Bürger und Freischärler dargestellt. Vorliegendes Blatt ist ein freizügiger Entwurf dazu. - In den Kanten fest unter dem Passepartout montiert.
109
Günther, Herta
(1934 Dresden 2018)
Junge Frau im Café. Öl auf Leinen auf Hartfaser. Um 1980. 43,5 x 34,3 cm. Gerahmt.
Signiert.
(1934 Dresden 2018)
Junge Frau im Café. Öl auf Leinen auf Hartfaser. Um 1980. 43,5 x 34,3 cm. Gerahmt.
Signiert.
110
Händler, Rolf
(Halle 1938 - 2021 Berlin)
Selbst mit Staffelei und Porträts. Öl auf Leinwand. 1989. 25 x 30 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert (zweifach), datiert u. betitelt.
Nicht mehr bei Bergmann.
(Halle 1938 - 2021 Berlin)
Selbst mit Staffelei und Porträts. Öl auf Leinwand. 1989. 25 x 30 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert (zweifach), datiert u. betitelt.
Nicht mehr bei Bergmann.
111
Haese, Günter
(Kiel 1924 - 2016 bei Hannover)
Sesam. Messing. 1987. 24 x 17 x 18,5 cm. Auf Acrylglassockel (Höhe: 1,2 cm).
Postel 231 - Unikat. - Provenienz: Privatsammlung Zürich; Privatsammlung Norddeutschland. - Günther Haeses Skulptur zeugt von großer poetischer Präzision, die exemplarisch für sein Oeuvre steht: ein fragiles Gefüge aus Metallgewebe, filigranen Drähten und kleinen, scheibenartigen Elementen, das sich wie eine schwebende Architektur im Raum entfaltet. In unserer Arbeit verband Haese mehrere organisch anmutende Körperformen - zugleich an Kapseln, Samenkammern oder Kokons erinnernd - zu einem kompakten Ensemble. Der Titel "Sesam" deutet bereits auf ein Motiv des Öffnens und Enthüllens hin: Die Skulptur wirkt wie ein Behältnis für etwas Unsichtbares, wie ein Speicher von Energie oder Erinnerung. - Haeses Arbeiten sind geprägt von einer einzigartigen Balance zwischen technischer Konstruktion und beinahe biologischer Lebendigkeit. Das feinmaschige Metallgewebe lässt die Körper transparent erscheinen; Licht durchdringt die Formen, zeichnet ihre Umrisse nach und macht die Skulptur zu einem sensiblen Resonanzkörper für die Umgebung. Je nach Standort verändert sich ihr Erscheinungsbild: Aus der Ferne wirkt "Sesam" geschlossen und monumental, aus der Nähe eröffnet sich ein Innenraum aus Linien, Knotenpunkten und rhythmischen Wiederholungen. - Charakteristisch ist die Spannung zwischen Stabilität und Verletzlichkeit. Obwohl das Werk aus industriellen Materialien besteht, vermittelt es eine überraschende Zartheit, die durch eine kleinste Bewegung in Schwingung gerät. Die kugeligen Verdichtungen und die schematischen, molekülartigen Verbindungen im Inneren erzeugen Assoziationen an Naturwissenschaft, Mikrokosmos und Wachstum, ohne je illustrativ zu werden. Haese gelingt damit eine Form von "Zeichnung im Raum", die sich zwischen Skulptur, Konstruktion und imaginärem Organismus bewegt.
(Kiel 1924 - 2016 bei Hannover)
Sesam. Messing. 1987. 24 x 17 x 18,5 cm. Auf Acrylglassockel (Höhe: 1,2 cm).
Postel 231 - Unikat. - Provenienz: Privatsammlung Zürich; Privatsammlung Norddeutschland. - Günther Haeses Skulptur zeugt von großer poetischer Präzision, die exemplarisch für sein Oeuvre steht: ein fragiles Gefüge aus Metallgewebe, filigranen Drähten und kleinen, scheibenartigen Elementen, das sich wie eine schwebende Architektur im Raum entfaltet. In unserer Arbeit verband Haese mehrere organisch anmutende Körperformen - zugleich an Kapseln, Samenkammern oder Kokons erinnernd - zu einem kompakten Ensemble. Der Titel "Sesam" deutet bereits auf ein Motiv des Öffnens und Enthüllens hin: Die Skulptur wirkt wie ein Behältnis für etwas Unsichtbares, wie ein Speicher von Energie oder Erinnerung. - Haeses Arbeiten sind geprägt von einer einzigartigen Balance zwischen technischer Konstruktion und beinahe biologischer Lebendigkeit. Das feinmaschige Metallgewebe lässt die Körper transparent erscheinen; Licht durchdringt die Formen, zeichnet ihre Umrisse nach und macht die Skulptur zu einem sensiblen Resonanzkörper für die Umgebung. Je nach Standort verändert sich ihr Erscheinungsbild: Aus der Ferne wirkt "Sesam" geschlossen und monumental, aus der Nähe eröffnet sich ein Innenraum aus Linien, Knotenpunkten und rhythmischen Wiederholungen. - Charakteristisch ist die Spannung zwischen Stabilität und Verletzlichkeit. Obwohl das Werk aus industriellen Materialien besteht, vermittelt es eine überraschende Zartheit, die durch eine kleinste Bewegung in Schwingung gerät. Die kugeligen Verdichtungen und die schematischen, molekülartigen Verbindungen im Inneren erzeugen Assoziationen an Naturwissenschaft, Mikrokosmos und Wachstum, ohne je illustrativ zu werden. Haese gelingt damit eine Form von "Zeichnung im Raum", die sich zwischen Skulptur, Konstruktion und imaginärem Organismus bewegt.
113
Hagen, Sylvia
(Treuenbrietzen 1947 - lebt in Oderbruch)
Figura aktiva. Bronze mit graugrüner Patina. 2000/03. 93,5 x 90,5 x 56,5 cm. Auf Betonsockel (Höhe: 61,5 cm).
Auf der Plinthe monogrammiert u. mit Gießerstempel (unleserlich) versehen. Eines von insgesamt zwei Exemplaren.
Provenienz: Vom Vorbesitzer direkt bei der Künstlerin erworben. - Leichte Witterungsspuren.
(Treuenbrietzen 1947 - lebt in Oderbruch)
Figura aktiva. Bronze mit graugrüner Patina. 2000/03. 93,5 x 90,5 x 56,5 cm. Auf Betonsockel (Höhe: 61,5 cm).
Auf der Plinthe monogrammiert u. mit Gießerstempel (unleserlich) versehen. Eines von insgesamt zwei Exemplaren.
Provenienz: Vom Vorbesitzer direkt bei der Künstlerin erworben. - Leichte Witterungsspuren.
114
Hahn, Eckart
(Freiburg im Breisgau 1971 - lebt in Reutlingen)
Mobilé. Wandobjekt. Acryl auf Leinwand (gerahmt), schwarze Kordeln u. zwei lackierte Holzkugeln. 2013. 160 x 83 x 8 cm. Gerahmt.
Verso signiert, datiert u. betitelt.
Abgebildet in: Eckart Hahn. Der schwarze Hund trägt bunt. Berlin, 2018, S. 107. - Das einzigartige, surrealistisch anmutende Bilduniversum von Eckart Hahn in seiner altmeisterlichen Perfektion wird in "Der schwarze Hund trägt bunt" von 55 KünstlerInnen unterschiedlicher Disziplinen wie Judith Hermann, Charly Hübner, Karoline Schuch, Will Chancellor, Katja Riemann, Roman Signer, Mieze Katz, Yves Netzhammer, Silke Burmester, Manfred Peckl und Gerhard Polt besprochen. Herausgekommen sind ganz unterschiedliche Betrachtungen: ein Rezept von einem Meisterkoch, eine kleine Komposition eines Musikprofessors, Anekdoten, Geschichten und Gedichte von namhaften Personen aus Kunst und Kultur. Das Buch ist die perfekte Begleitung zu einer Ausstellungstournee Hahns.
(Freiburg im Breisgau 1971 - lebt in Reutlingen)
Mobilé. Wandobjekt. Acryl auf Leinwand (gerahmt), schwarze Kordeln u. zwei lackierte Holzkugeln. 2013. 160 x 83 x 8 cm. Gerahmt.
Verso signiert, datiert u. betitelt.
Abgebildet in: Eckart Hahn. Der schwarze Hund trägt bunt. Berlin, 2018, S. 107. - Das einzigartige, surrealistisch anmutende Bilduniversum von Eckart Hahn in seiner altmeisterlichen Perfektion wird in "Der schwarze Hund trägt bunt" von 55 KünstlerInnen unterschiedlicher Disziplinen wie Judith Hermann, Charly Hübner, Karoline Schuch, Will Chancellor, Katja Riemann, Roman Signer, Mieze Katz, Yves Netzhammer, Silke Burmester, Manfred Peckl und Gerhard Polt besprochen. Herausgekommen sind ganz unterschiedliche Betrachtungen: ein Rezept von einem Meisterkoch, eine kleine Komposition eines Musikprofessors, Anekdoten, Geschichten und Gedichte von namhaften Personen aus Kunst und Kultur. Das Buch ist die perfekte Begleitung zu einer Ausstellungstournee Hahns.
115
Hartung, Karl
(Hamburg 1908 - 1967 Berlin)
o.T. (Abstrakte Komposition). Kohle auf Papier. 1950er Jahre. 61,2 x 43,2 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Norddeutschland.
(Hamburg 1908 - 1967 Berlin)
o.T. (Abstrakte Komposition). Kohle auf Papier. 1950er Jahre. 61,2 x 43,2 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Norddeutschland.
116
Hassebrauk, Ernst
(1905 Dresden 1974)
Radebergerstraße (Dresden). Gouache u. schwarze Kreide auf gräulichem festen Papier. 43,7 x 59,4 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Verso signiert u. betitelt.
(1905 Dresden 1974)
Radebergerstraße (Dresden). Gouache u. schwarze Kreide auf gräulichem festen Papier. 43,7 x 59,4 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Verso signiert u. betitelt.
117
Hauptmann, Ivo
(Erkner bei Berlin 1886 - 1973 Hamburg)
Rosen im Krug. Aquarell u. Kreide auf Büttenkarton. 1965. 38,5 x 47 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Berlin. - In den Rändern fest unter Glas fixiert.
(Erkner bei Berlin 1886 - 1973 Hamburg)
Rosen im Krug. Aquarell u. Kreide auf Büttenkarton. 1965. 38,5 x 47 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Berlin. - In den Rändern fest unter Glas fixiert.
118
Heckel, Erich
(Döbeln 1883 - 1970 Radolfzell)
Matrose. Farblithographie auf G. Fichtner Bütten. 1926. 27,1 x 21,7 (46 x 38,2) cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. betitelt.
Ebner/Gabelmann 809 L b - Dube 279 - Eines von nur 12 Exemplaren vom handkolorierten Stein in Ocker und Blau monotypieartig gedruckt.
(Döbeln 1883 - 1970 Radolfzell)
Matrose. Farblithographie auf G. Fichtner Bütten. 1926. 27,1 x 21,7 (46 x 38,2) cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. betitelt.
Ebner/Gabelmann 809 L b - Dube 279 - Eines von nur 12 Exemplaren vom handkolorierten Stein in Ocker und Blau monotypieartig gedruckt.
119
Heckel, Erich
(Döbeln 1883 - 1970 Radolfzell)
Bildnis (Selbst). Holzschnitt in Braun u. Ocker auf festem Japan. 1965. 53,3 x 38,6 (75,5 x 53,5) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. nummeriert "XXXI/XXXV". Mit dem Trockenstempel der Galerie Wolfgang Ketterer, München.
Ebner/Gabelmann 1057 H II B - Dube H 453 - Blatt 5 der Mappe "Europäische Graphik IV - Selbstbildnisse", herausgegeben vom Verlag der Galerie Ketterer in Zusammenarbeit mit Felix H. Man, München 1966. - Im Passepartoutausschnitt minimal gebräunt. Der untere volle Rand mit einem kleinen Braunfleck.
(Döbeln 1883 - 1970 Radolfzell)
Bildnis (Selbst). Holzschnitt in Braun u. Ocker auf festem Japan. 1965. 53,3 x 38,6 (75,5 x 53,5) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. nummeriert "XXXI/XXXV". Mit dem Trockenstempel der Galerie Wolfgang Ketterer, München.
Ebner/Gabelmann 1057 H II B - Dube H 453 - Blatt 5 der Mappe "Europäische Graphik IV - Selbstbildnisse", herausgegeben vom Verlag der Galerie Ketterer in Zusammenarbeit mit Felix H. Man, München 1966. - Im Passepartoutausschnitt minimal gebräunt. Der untere volle Rand mit einem kleinen Braunfleck.
122
Heider-Schweinitz, Maria von
(Darmstadt 1894 - 1974 Frankfurt am Main)
Tanne in Winterlandschaft. Öl auf Leinwand. 1935. 69,5 x 40,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert.
Craquelé. Die Leinwand mit einer kleinen Läsur am oberen Rand.
(Darmstadt 1894 - 1974 Frankfurt am Main)
Tanne in Winterlandschaft. Öl auf Leinwand. 1935. 69,5 x 40,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert.
Craquelé. Die Leinwand mit einer kleinen Läsur am oberen Rand.
123
Heider-Schweinitz, Maria von
(Darmstadt 1894 - 1974 Frankfurt am Main)
Rote Blüten im Dämmerlicht. Öl auf Leinwand. 1943. 65 x 55,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso auf dem Rahmen signiert, datiert u. betitelt.
Maria von Schweinitz studierte ab 1911 bei George Mosson in Berlin und von 1925 bis 1929 Bildhauerei bei Richard Scheibe und Georg Kolbe. Durch ihre Bekanntschaft mit Karl Schmidt-Rottluff wandte sie sich in den 1930er Jahren erneut der Malerei zu und lernte Gerhard Marcks und Ernst Wilhelm Nay kennen. Im Zweiten Weltkrieg ging ein Großteil ihres Werks verloren. 1949 erhielt sie eine Einzelausstellung bei Hanna Bekker vom Rath im Frankfurter Kunstkabinett. - Drei kleine Retuschen.
(Darmstadt 1894 - 1974 Frankfurt am Main)
Rote Blüten im Dämmerlicht. Öl auf Leinwand. 1943. 65 x 55,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso auf dem Rahmen signiert, datiert u. betitelt.
Maria von Schweinitz studierte ab 1911 bei George Mosson in Berlin und von 1925 bis 1929 Bildhauerei bei Richard Scheibe und Georg Kolbe. Durch ihre Bekanntschaft mit Karl Schmidt-Rottluff wandte sie sich in den 1930er Jahren erneut der Malerei zu und lernte Gerhard Marcks und Ernst Wilhelm Nay kennen. Im Zweiten Weltkrieg ging ein Großteil ihres Werks verloren. 1949 erhielt sie eine Einzelausstellung bei Hanna Bekker vom Rath im Frankfurter Kunstkabinett. - Drei kleine Retuschen.
125
Herrmann, Peter
(Großschönau 1937 - lebt in Berlin)
o.T. (In der Waschküche). Öl auf Leinwand. 1987. 55 x 35,5 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
(Großschönau 1937 - lebt in Berlin)
o.T. (In der Waschküche). Öl auf Leinwand. 1987. 55 x 35,5 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
129
Hilmar, Jiri
(Hradec Králové 1937 - 2026 Gelsenkirchen)
o.T. (Optisches Relief, Flächenverlauf). Schwarzweißer Karton, gefaltet u. verklebt, in Plexiglaskasten. 1970. 61,1 x 60,9 x 6,1 cm.
Verso signiert u. datiert sowie mit einem Etikett, dort typografisch betitelt u. mit Angaben zur Technik versehen.
Ein wichtiges Ausgangsmoment für Hilmar ist die Gegenüberstellung von positiven und negativen Formen, "wobei der optische Effekt durch die allmähliche Änderung der Struktur hervorgerufen wird. Eine bedeutende Rolle entfällt auf den Zuschauer: Die Statik des Objekts wird durch die Veränderung des Beobachtungsortes aufgehoben und eine neue optische Wirkung wird erzielt. Mit den zufälligen Bewegungen des Zuschauers rechnet Hilmar bei der Herstellung seiner Reliefs schon im Voraus. Er hält diese 'Bewegung in Ruhe' für den wichtigsten Ausgangspunkt seiner Arbeit." (Zdenek Felix, Optische Reliefs von Jiri Hilmar, Saarbrücken, Galerie St. Johann, 1970, Faltblatt) - Der Plexiglaskasten mit minimalen Kratzspuren. Verso Spuren der früheren Montierung.
(Hradec Králové 1937 - 2026 Gelsenkirchen)
o.T. (Optisches Relief, Flächenverlauf). Schwarzweißer Karton, gefaltet u. verklebt, in Plexiglaskasten. 1970. 61,1 x 60,9 x 6,1 cm.
Verso signiert u. datiert sowie mit einem Etikett, dort typografisch betitelt u. mit Angaben zur Technik versehen.
Ein wichtiges Ausgangsmoment für Hilmar ist die Gegenüberstellung von positiven und negativen Formen, "wobei der optische Effekt durch die allmähliche Änderung der Struktur hervorgerufen wird. Eine bedeutende Rolle entfällt auf den Zuschauer: Die Statik des Objekts wird durch die Veränderung des Beobachtungsortes aufgehoben und eine neue optische Wirkung wird erzielt. Mit den zufälligen Bewegungen des Zuschauers rechnet Hilmar bei der Herstellung seiner Reliefs schon im Voraus. Er hält diese 'Bewegung in Ruhe' für den wichtigsten Ausgangspunkt seiner Arbeit." (Zdenek Felix, Optische Reliefs von Jiri Hilmar, Saarbrücken, Galerie St. Johann, 1970, Faltblatt) - Der Plexiglaskasten mit minimalen Kratzspuren. Verso Spuren der früheren Montierung.
130
Hilmar, Jiri
(Hradec Králové 1937 - 2026 Gelsenkirchen)
o.T. (Struktur). Kunstharzkleber über gefaltetem u. collagiertem Transparentpapier auf Leinwand auf Holz. In Kasten mit entspiegeltem Museumsglas. 1975. 120 x 90 cm.
Verso signiert u. datiert.
Uwe Rüth beschreibt Hilmars Transparentpapierobjekte wie folgt: "Hilmar schöpft wie immer die Möglichkeiten des Materials voll aus: Die Transparenz der bis zu 10 Lagen geschichteten Papiere bewirkt eine optische Tiefe, die nur mit der lasierenden Farbigkeit von Aquarellen zu vergleichen ist, sie steht gegen die Klarheit der Grundformen, die durch die geknickten aufgerissenen oder gewellten Ecken ihrer Idealität beraubt werden. Wie sagte mir Jiri Hilmar im Gespräch: 'Ich möchte die Befreiung vom Perfekten' [...]." (in: gerade. Museum Bochum, Kunstsammlung, 1985, ohne Seitenangaben)
(Hradec Králové 1937 - 2026 Gelsenkirchen)
o.T. (Struktur). Kunstharzkleber über gefaltetem u. collagiertem Transparentpapier auf Leinwand auf Holz. In Kasten mit entspiegeltem Museumsglas. 1975. 120 x 90 cm.
Verso signiert u. datiert.
Uwe Rüth beschreibt Hilmars Transparentpapierobjekte wie folgt: "Hilmar schöpft wie immer die Möglichkeiten des Materials voll aus: Die Transparenz der bis zu 10 Lagen geschichteten Papiere bewirkt eine optische Tiefe, die nur mit der lasierenden Farbigkeit von Aquarellen zu vergleichen ist, sie steht gegen die Klarheit der Grundformen, die durch die geknickten aufgerissenen oder gewellten Ecken ihrer Idealität beraubt werden. Wie sagte mir Jiri Hilmar im Gespräch: 'Ich möchte die Befreiung vom Perfekten' [...]." (in: gerade. Museum Bochum, Kunstsammlung, 1985, ohne Seitenangaben)
131*
Hoenerloh, Stefan
(Karlsruhe 1960 - lebt in Berlin)
Vogon Plaza. Öl auf Leinwand auf Polyvinyl. 1994. 140 x 189 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Zweifach monogrammiert u. datiert sowie betitelt. Verso signiert, datiert, betitelt u. mit einem Ausstellungsetikett des Frankfurter Kunstkabinetts Hanna Bekker vom Rath versehen. Dort handschriftlich bezeichnet "Art Cologne 1996".
Abgebildet in: Stefan Hoenerloh. Berlin, in Eigenverlag, 1996, ohne Seitenangaben sowie in: Stefan Hoenerloh - Notice the wild rabbit in this area. Berlin, in Eigenverlag, 2008, Abb. 39. - Zwei kleine Kratzspuren. Die Farben altersbedingt leicht bläulich.
(Karlsruhe 1960 - lebt in Berlin)
Vogon Plaza. Öl auf Leinwand auf Polyvinyl. 1994. 140 x 189 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Zweifach monogrammiert u. datiert sowie betitelt. Verso signiert, datiert, betitelt u. mit einem Ausstellungsetikett des Frankfurter Kunstkabinetts Hanna Bekker vom Rath versehen. Dort handschriftlich bezeichnet "Art Cologne 1996".
Abgebildet in: Stefan Hoenerloh. Berlin, in Eigenverlag, 1996, ohne Seitenangaben sowie in: Stefan Hoenerloh - Notice the wild rabbit in this area. Berlin, in Eigenverlag, 2008, Abb. 39. - Zwei kleine Kratzspuren. Die Farben altersbedingt leicht bläulich.
132
Hoffmann, Erik
(Leoben 1952 - lebt in Lilienthal u. auf Barra)
Judith in Wonderland. Acryl auf Sperrholz. 1996. 36,8 x 47,7 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Auf der Website des Künstlers registriert.
(Leoben 1952 - lebt in Lilienthal u. auf Barra)
Judith in Wonderland. Acryl auf Sperrholz. 1996. 36,8 x 47,7 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Auf der Website des Künstlers registriert.
133
Hofer, Carl
(Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin)
Zwei Männer im Gespräch. Feder u. Pinsel in Tusche auf chamoisfarbenem festen Papier. 1920er Jahre. 54 x 35 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert.
Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Aquarelle und Zeichnungen von Karl Bernhard Wohlert, Dortmund, aufgenommen. - Provenienz: Privatsammlung Berlin; Privatsammlung Norddeutschland. - Im früheren Passepartoutausschnitt lichtrandig. Die Blattränder leicht knitterspurig.
(Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin)
Zwei Männer im Gespräch. Feder u. Pinsel in Tusche auf chamoisfarbenem festen Papier. 1920er Jahre. 54 x 35 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert.
Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Aquarelle und Zeichnungen von Karl Bernhard Wohlert, Dortmund, aufgenommen. - Provenienz: Privatsammlung Berlin; Privatsammlung Norddeutschland. - Im früheren Passepartoutausschnitt lichtrandig. Die Blattränder leicht knitterspurig.
135
Hrdlicka, Alfred
(1928 Wien 2009)
Fußballspieler. Bronze mit goldbrauner Patina. 1998. 30 x 48 x 30 cm.
Monogrammiert u. als "E.A." bezeichnet. Auf der Standfläche mit dem Gießerstempel "Guss A. Zöttl Wien".
Nicht mehr bei Lewin - Provenienz: Vom Vorbesitzer 1999 in der Galerie Benden & Klimczak, Köln, erworben. - Künstlerexemplar außerhalb der Auflage von 30 Exemplaren.
(1928 Wien 2009)
Fußballspieler. Bronze mit goldbrauner Patina. 1998. 30 x 48 x 30 cm.
Monogrammiert u. als "E.A." bezeichnet. Auf der Standfläche mit dem Gießerstempel "Guss A. Zöttl Wien".
Nicht mehr bei Lewin - Provenienz: Vom Vorbesitzer 1999 in der Galerie Benden & Klimczak, Köln, erworben. - Künstlerexemplar außerhalb der Auflage von 30 Exemplaren.
136
Hubbuch, Karl
(1891 Karlsruhe 1979)
Atelierstilleben mit Hase. Bleistift auf chamoisfarbenem Karton. 1920er Jahre. 50,5 x 38,5 cm, unter Passepartout.
Signiert.
Karl Hubbuchs Stilleben ist weit mehr als eine nüchterne Atelieransicht. Die Zeichnung entwirft ein schonungsloses Bild der Wirklichkeit in der Zwischenkriegszeit und spiegelt die politische und gesellschaftliche Desillusionierung der 1920er Jahre wider. Im Zentrum liegt ein toter Hase, reglos und mit verschnürten Beinen auf dem Arbeitstisch ausgebreitet - ein Motiv, das sich der traditionellen Ästhetisierung des Jagdstillebens bewusst entzieht. Statt dekorativer Anordnung begegnet dem Betrachter ein Körper, der der Gewalt der Realität ausgeliefert ist. So kann der tote Hase als Sinnbild für das verletzte, ausgelieferte Individuum in einer Zeit politischer Instabilität, wirtschaftlicher Unsicherheit und sozialer Verwerfungen gelesen werden. In der Weimarer Republik war das Versprechen von Fortschritt und Rationalität brüchig geworden; an seine Stelle trat eine Erfahrung von Kontrollverlust. Hubbuch überträgt diese Erfahrung in den Raum seines Karlsruher Ateliers, der hier nicht als geschützter Ort künstlerischer Autonomie erscheint, sondern als Schauplatz der Konfrontation mit einer beschädigten Welt. Gerade vor dem zeitlichen Hintergrund der späten 1920er Jahre lässt sich die Einbeziehung der englischsprachigen Zeitung als bewusst gesetzter politischer Verweis lesen. Karl Hubbuch integriert mit der fragmentierten Schlagzeile nicht zufällig ein internationales, englisches Presseerzeugnis in den Atelierraum. In einer Zeit, in der das Verhältnis zwischen Deutschland und England zwar formal friedlich, jedoch von den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs, von Reparationsfragen, wirtschaftlicher Abhängigkeit und politischem Misstrauen geprägt war, fungiert die Zeitung als Zeichen einer ungelösten Nachkriegsordnung. Hubbuchs präzise, sachliche Linienführung und formale Strenge macht die Zeichnung politisch. Sie folgt dem Prinzip der Neuen Sachlichkeit, die nicht kommentiert, sondern entlarvt. Die Kälte der Darstellung ist keine emotionale Distanz, sondern eine Strategie der Zuspitzung: Das Gezeigte wird nicht entschärft, sondern in seiner Unbequemlichkeit festgehalten. Hubbuch zeigt seine gegenwärtige Situation nicht als Beobachter außerhalb der politischen Realität, sondern als Teil eines Systems, das er nüchtern analysiert - ohne Pathos, ohne Erlösung, ohne Illusion. - Gezeichnet auf zwei unterschiedlich großen vom Künstler horizontal zusammengefügten Kartonbögen. Insgesamt leichte Lager- und Alterungsspuren.
(1891 Karlsruhe 1979)
Atelierstilleben mit Hase. Bleistift auf chamoisfarbenem Karton. 1920er Jahre. 50,5 x 38,5 cm, unter Passepartout.
Signiert.
Karl Hubbuchs Stilleben ist weit mehr als eine nüchterne Atelieransicht. Die Zeichnung entwirft ein schonungsloses Bild der Wirklichkeit in der Zwischenkriegszeit und spiegelt die politische und gesellschaftliche Desillusionierung der 1920er Jahre wider. Im Zentrum liegt ein toter Hase, reglos und mit verschnürten Beinen auf dem Arbeitstisch ausgebreitet - ein Motiv, das sich der traditionellen Ästhetisierung des Jagdstillebens bewusst entzieht. Statt dekorativer Anordnung begegnet dem Betrachter ein Körper, der der Gewalt der Realität ausgeliefert ist. So kann der tote Hase als Sinnbild für das verletzte, ausgelieferte Individuum in einer Zeit politischer Instabilität, wirtschaftlicher Unsicherheit und sozialer Verwerfungen gelesen werden. In der Weimarer Republik war das Versprechen von Fortschritt und Rationalität brüchig geworden; an seine Stelle trat eine Erfahrung von Kontrollverlust. Hubbuch überträgt diese Erfahrung in den Raum seines Karlsruher Ateliers, der hier nicht als geschützter Ort künstlerischer Autonomie erscheint, sondern als Schauplatz der Konfrontation mit einer beschädigten Welt. Gerade vor dem zeitlichen Hintergrund der späten 1920er Jahre lässt sich die Einbeziehung der englischsprachigen Zeitung als bewusst gesetzter politischer Verweis lesen. Karl Hubbuch integriert mit der fragmentierten Schlagzeile nicht zufällig ein internationales, englisches Presseerzeugnis in den Atelierraum. In einer Zeit, in der das Verhältnis zwischen Deutschland und England zwar formal friedlich, jedoch von den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs, von Reparationsfragen, wirtschaftlicher Abhängigkeit und politischem Misstrauen geprägt war, fungiert die Zeitung als Zeichen einer ungelösten Nachkriegsordnung. Hubbuchs präzise, sachliche Linienführung und formale Strenge macht die Zeichnung politisch. Sie folgt dem Prinzip der Neuen Sachlichkeit, die nicht kommentiert, sondern entlarvt. Die Kälte der Darstellung ist keine emotionale Distanz, sondern eine Strategie der Zuspitzung: Das Gezeigte wird nicht entschärft, sondern in seiner Unbequemlichkeit festgehalten. Hubbuch zeigt seine gegenwärtige Situation nicht als Beobachter außerhalb der politischen Realität, sondern als Teil eines Systems, das er nüchtern analysiert - ohne Pathos, ohne Erlösung, ohne Illusion. - Gezeichnet auf zwei unterschiedlich großen vom Künstler horizontal zusammengefügten Kartonbögen. Insgesamt leichte Lager- und Alterungsspuren.
137
Hubbuch, Karl
(1891 Karlsruhe 1979)
Der Geiger von St. Malo. Lithographie auf chamoisfarbenem Büttenkarton. 1927. 40,1 x 49,9 (50 x 60) cm, unter Passepartout.
Signiert. Verso signiert, datiert u. betitelt sowie mit der Ortsangabe "Karlsruhe" versehen.
Abgebildet in: Karl Hubbuch. Retrospektive. Karlsruhe, Städtische Galerie im PrinzMaxPalais, 1993/94, Katalog-Nr. 155, S. 393. - Extrem seltene Lithographie, die kein weiteres Mal auf dem Kunstmarkt nachweisbar ist. - Mit "Der Geiger von St. Malo" schuf Karl Hubbuch eine der ersten Darstellungen des Freilichtkinos. Der Künstler, der sich intensiv mit der Inszenierung von Gefühlen durch Film und Kino sowie mit der vom neuen Medium begeisterten Zuschauermenge auseinandersetzte, rückte dabei das Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Masse in den Mittelpunkt. Hubbuch fertigte auch eine Federzeichnung zum selben Motiv, deren Komposition mit Ausnahme der leeren Leinwand detailgenau mit der unserer Lithographie übereinstimmt: "Einen geschickten szenischen Schachzug vollzieht der Zeichner mit der Konfrontation des Geigers, im Vordergrund erhöht platziert, und der erwartungsvollen Menge. Indem Hubbuch dem Betrachter einen Blick hinter die Kulissen gewährt, läßt er etwas von der Alltäglichkeit der Fabrikation von Träumen erahnen. Dabei bedient er sich wieder der Verwischung der Grenzen von Innen und Außen über die Spiegelung beleuchteter in verdunkelten Raumsegmenten." (Joachim Heusinger von Waldegg, in: ebd., S. 151) - Die späten 1920er Jahre markieren eine Übergangsphase des Freilichtkinos in der späten Stummfilmzeit. Obwohl der Tonfilm sich gerade durchzusetzen begann, blieben viele Aufführungen - besonders im Freien - zunächst stumm und wurden weiterhin musikalisch begleitet. Vor allem für die Atmosphäre im Freien erwies sich, neben der Trompete und Klarinette, die Geige als besonders durchsetzungsfähig. Die Einzelmusiker, wie hier der Violinist, mussten Szenen live lesen und spontan darauf reagieren. Ihre Aufgabe war es, den Stimmungsverlauf zu verstärken und die Gefühlslagen des Publikums zu lenken, indem sie Aktionsszenen rhythmisch betonten oder narrative Brüche glätteten. Freilichtvorführungen waren dadurch ein sichtbares Zusammenspiel von Bild, Publikum und den Musikern, letztere hier verkörpert durch den "Geiger von St. Malo", den Hubbuch durch den Titel, vor allem aber durch seine Darstellung ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. - Im Passepartoutausschnitt minimal lichtrandig sowie insgesamt leicht stockfleckig.
(1891 Karlsruhe 1979)
Der Geiger von St. Malo. Lithographie auf chamoisfarbenem Büttenkarton. 1927. 40,1 x 49,9 (50 x 60) cm, unter Passepartout.
Signiert. Verso signiert, datiert u. betitelt sowie mit der Ortsangabe "Karlsruhe" versehen.
Abgebildet in: Karl Hubbuch. Retrospektive. Karlsruhe, Städtische Galerie im PrinzMaxPalais, 1993/94, Katalog-Nr. 155, S. 393. - Extrem seltene Lithographie, die kein weiteres Mal auf dem Kunstmarkt nachweisbar ist. - Mit "Der Geiger von St. Malo" schuf Karl Hubbuch eine der ersten Darstellungen des Freilichtkinos. Der Künstler, der sich intensiv mit der Inszenierung von Gefühlen durch Film und Kino sowie mit der vom neuen Medium begeisterten Zuschauermenge auseinandersetzte, rückte dabei das Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Masse in den Mittelpunkt. Hubbuch fertigte auch eine Federzeichnung zum selben Motiv, deren Komposition mit Ausnahme der leeren Leinwand detailgenau mit der unserer Lithographie übereinstimmt: "Einen geschickten szenischen Schachzug vollzieht der Zeichner mit der Konfrontation des Geigers, im Vordergrund erhöht platziert, und der erwartungsvollen Menge. Indem Hubbuch dem Betrachter einen Blick hinter die Kulissen gewährt, läßt er etwas von der Alltäglichkeit der Fabrikation von Träumen erahnen. Dabei bedient er sich wieder der Verwischung der Grenzen von Innen und Außen über die Spiegelung beleuchteter in verdunkelten Raumsegmenten." (Joachim Heusinger von Waldegg, in: ebd., S. 151) - Die späten 1920er Jahre markieren eine Übergangsphase des Freilichtkinos in der späten Stummfilmzeit. Obwohl der Tonfilm sich gerade durchzusetzen begann, blieben viele Aufführungen - besonders im Freien - zunächst stumm und wurden weiterhin musikalisch begleitet. Vor allem für die Atmosphäre im Freien erwies sich, neben der Trompete und Klarinette, die Geige als besonders durchsetzungsfähig. Die Einzelmusiker, wie hier der Violinist, mussten Szenen live lesen und spontan darauf reagieren. Ihre Aufgabe war es, den Stimmungsverlauf zu verstärken und die Gefühlslagen des Publikums zu lenken, indem sie Aktionsszenen rhythmisch betonten oder narrative Brüche glätteten. Freilichtvorführungen waren dadurch ein sichtbares Zusammenspiel von Bild, Publikum und den Musikern, letztere hier verkörpert durch den "Geiger von St. Malo", den Hubbuch durch den Titel, vor allem aber durch seine Darstellung ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. - Im Passepartoutausschnitt minimal lichtrandig sowie insgesamt leicht stockfleckig.
138
Huber, Thomas
(Zürich 1955)
Loreley (Bild 2). Acryl u. Farbstift auf Schichtholz. 1997. 68,8 x 135,6 cm. Gerahmt.
Verso signiert, datiert, betitelt u. als "Entwurf für Bertelsmann" bezeichnet.
Das Gedicht "Lied von der Loreley" von Heinrich Heine aus dem Jahre 1824 gilt als Ausdruck der Rheinromantik. Huber füllte einen realen Raum mit den großformatigen Zeilen des Gedichts, um seine Lyrik als körperlich erfahrbar darzustellen. - Minimale Lagerspuren.
(Zürich 1955)
Loreley (Bild 2). Acryl u. Farbstift auf Schichtholz. 1997. 68,8 x 135,6 cm. Gerahmt.
Verso signiert, datiert, betitelt u. als "Entwurf für Bertelsmann" bezeichnet.
Das Gedicht "Lied von der Loreley" von Heinrich Heine aus dem Jahre 1824 gilt als Ausdruck der Rheinromantik. Huber füllte einen realen Raum mit den großformatigen Zeilen des Gedichts, um seine Lyrik als körperlich erfahrbar darzustellen. - Minimale Lagerspuren.
141
Jacobi, Rudolf
(Mühlhausen 1889 - 1972 München)
Mädchen (Weiblicher Akt im Atelier). Aquarell u. schwarze Kreide auf chamoisfarbenem Bütten. 1922. 53 x 41,3 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso datiert u. betitelt.
Vereinzelte Lagerspuren.
(Mühlhausen 1889 - 1972 München)
Mädchen (Weiblicher Akt im Atelier). Aquarell u. schwarze Kreide auf chamoisfarbenem Bütten. 1922. 53 x 41,3 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso datiert u. betitelt.
Vereinzelte Lagerspuren.
