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Böttger, Herbert
(Krefeld 1898 - 1954 Büderich)
Böttger, Herbert
(Krefeld 1898 - 1954 Büderich)
o.T. (Gartenblumen im Krug). Öl auf Leinwand. 1937. 50 x 40,3 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
Nicht bei Jacobs - Wiederentdeckt durch die Ausstellung "Herbert Böttger und die Malerei der Neuen Sachlichkeit" im Jahre 1998 gilt Herbert Böttger mit seinen Blumenstilleben und Landschaftsdarstellungen des Niederrheins als einer der bedeutendsten Maler dieser realistischen Stilrichtung. Mit außerordentlicher Sorgfalt sind Blüten, Samenkapseln und filigrane Stängel wiedergegeben: Zarte Blütenblätter, die matte Oberfläche der Mohnkapseln und die feinen Blattadern erscheinen in präziser, nahezu naturwissenschaftlicher Genauigkeit. Die Farbigkeit bleibt zurückhaltend und harmonisch, dominiert von erdigen Grün- und Brauntönen, die durch vereinzelte Akzente in Rot, Gelb und Blau belebt werden. Diese kontrollierte Palette verstärkt den ruhigen, kontemplativen Charakter des Bildes. Die Keramikkanne, auf einem Spitzenläufer platziert, verleiht der Komposition zusätzliche stoffliche Präsenz. Selbst beiläufige Details - eine herabgefallene Samenkapsel, verstreute Blütenblätter - sind bewusst gesetzt und tragen zur stillen Narration von Vergänglichkeit und natürlichem Kreislauf bei. Gerade diese Verbindung aus strenger Ordnung und leiser Unordnung verleiht dem Stilleben seine eigene Spannung. Im Entstehungsjahr 1937 erscheint das Werk als bewusste Hinwendung zu handwerklicher Meisterschaft und zeitloser Gegenständlichkeit. Abseits zeitgenössischer Experimente behauptet Böttger eine Malerei, die Ruhe, Präzision und Dauer in den Mittelpunkt stellt. Das Stilleben erweist sich damit nicht nur als virtuose Naturdarstellung, sondern auch als stilles Bekenntnis zu einer klassischen Auffassung von Kunst. - Stellenweise minimales Craquelé. Ein winziger Farbverlust sowie eine kleine Retusche am rechten Bildrand.
(Krefeld 1898 - 1954 Büderich)
o.T. (Gartenblumen im Krug). Öl auf Leinwand. 1937. 50 x 40,3 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
Nicht bei Jacobs - Wiederentdeckt durch die Ausstellung "Herbert Böttger und die Malerei der Neuen Sachlichkeit" im Jahre 1998 gilt Herbert Böttger mit seinen Blumenstilleben und Landschaftsdarstellungen des Niederrheins als einer der bedeutendsten Maler dieser realistischen Stilrichtung. Mit außerordentlicher Sorgfalt sind Blüten, Samenkapseln und filigrane Stängel wiedergegeben: Zarte Blütenblätter, die matte Oberfläche der Mohnkapseln und die feinen Blattadern erscheinen in präziser, nahezu naturwissenschaftlicher Genauigkeit. Die Farbigkeit bleibt zurückhaltend und harmonisch, dominiert von erdigen Grün- und Brauntönen, die durch vereinzelte Akzente in Rot, Gelb und Blau belebt werden. Diese kontrollierte Palette verstärkt den ruhigen, kontemplativen Charakter des Bildes. Die Keramikkanne, auf einem Spitzenläufer platziert, verleiht der Komposition zusätzliche stoffliche Präsenz. Selbst beiläufige Details - eine herabgefallene Samenkapsel, verstreute Blütenblätter - sind bewusst gesetzt und tragen zur stillen Narration von Vergänglichkeit und natürlichem Kreislauf bei. Gerade diese Verbindung aus strenger Ordnung und leiser Unordnung verleiht dem Stilleben seine eigene Spannung. Im Entstehungsjahr 1937 erscheint das Werk als bewusste Hinwendung zu handwerklicher Meisterschaft und zeitloser Gegenständlichkeit. Abseits zeitgenössischer Experimente behauptet Böttger eine Malerei, die Ruhe, Präzision und Dauer in den Mittelpunkt stellt. Das Stilleben erweist sich damit nicht nur als virtuose Naturdarstellung, sondern auch als stilles Bekenntnis zu einer klassischen Auffassung von Kunst. - Stellenweise minimales Craquelé. Ein winziger Farbverlust sowie eine kleine Retusche am rechten Bildrand.
Estimated price: 6.000 €
