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Nowacki, Andrzej
(Rabka 1953 - lebt in Berlin)
Nowacki, Andrzej
(Rabka 1953 - lebt in Berlin)
05.02.18. Acryl über Holzrelief auf Hartfaser. 2018. 48,2 x 48 x 4,7 cm.
Verso signiert, datiert u. betitelt.
Nowackis Malerei ist streng konstruiert, häufig modular aufgebaut und durch eine klare, reduzierte Formensprache gekennzeichnet. Die erzeugten rhythmischen Strukturen, die das Auge über die Bildfläche führen und eine innere Dynamik entstehen lassen, machen die Bildfläche zu einem Experimentierfeld der Wahrnehmungsprozesse. Nowacki nutzt die Erkenntnisse der Op-Art, die sich systematisch mit den Gesetzen der visuellen Wahrnehmung auseinandersetzte und untersuchte, wie sich durch geometrische Strukturen, serielle Wiederholungen und starke Kontraste optische Irritationen erzeugen lassen. Bewegung, Flimmern oder räumliche Tiefe entstehen dabei nicht real, sondern als Effekt im Auge des Betrachters. Im Unterschied dazu legt Nowacki seinen Schwerpunkt stärker auf die materielle und energetische Präsenz der Farbe, was ihn wiederum mit der Konkreten Kunst verbindet. Farbe als autonome Realität verweist hier nicht auf etwas außerhalb seiner selbst, sondern thematisiert allein Form, Struktur, Rhythmus. "Meine schöpferische Arbeit entsteht im Wesentlichen aus und auf der Farbe. Die Farbe ergänzt das Licht, ja sie ersetzt es geradezu. Im Dialog mit dem Betrachter bildet sie Wörter einer Sprache des Unbewussten, sie ist eine Energiequelle", schreibt der Künstler auf seiner Webseite: "Die geometrische Abgrenzung der Farben auf der gleichmäßigen Fläche des Quadrats, ihre Scheidung durch die Linie bewirkt eine innere Vibration und Spannungen, ruft Emotionen hervor, die sehr frei sind, weniger definiert als jene, die ein Gegenstand erzeugt." Nowackis Farbkombinationen sind zentrale visuelle Elemente, besitzen aber zugleich physische Qualität und Körperhaftigkeit. Seine konsequente Reduktion auf modulare Farbeinheiten bei gleichzeitiger Rhythmisierung der Werkoberfläche durch vertikale Stäbe schafft ein Oeuvre an der Schnittstelle von Malerei und Objekt, von Fläche und Körper. "Das Bild beginnt mit Hilfe der Sprache der Farben ein Gespräch, öffnet eine ganze Tiefe von Klang und spiritueller Empfangsbereitschaft, wird zu einer unerschöpflichen Quelle der Überraschung und Entdeckung, zu einer Inspiration für alle, die den Mut haben, die alltägliche Realität abzulehnen und sich in die Kontemplation zu versenken, um in Stille dem Flüstern der Farben zu lauschen." (jeweils Nowacki, Farbgeflüster, in: nowacki.art/index.php, abgerufen 02.03.2026)
(Rabka 1953 - lebt in Berlin)
05.02.18. Acryl über Holzrelief auf Hartfaser. 2018. 48,2 x 48 x 4,7 cm.
Verso signiert, datiert u. betitelt.
Nowackis Malerei ist streng konstruiert, häufig modular aufgebaut und durch eine klare, reduzierte Formensprache gekennzeichnet. Die erzeugten rhythmischen Strukturen, die das Auge über die Bildfläche führen und eine innere Dynamik entstehen lassen, machen die Bildfläche zu einem Experimentierfeld der Wahrnehmungsprozesse. Nowacki nutzt die Erkenntnisse der Op-Art, die sich systematisch mit den Gesetzen der visuellen Wahrnehmung auseinandersetzte und untersuchte, wie sich durch geometrische Strukturen, serielle Wiederholungen und starke Kontraste optische Irritationen erzeugen lassen. Bewegung, Flimmern oder räumliche Tiefe entstehen dabei nicht real, sondern als Effekt im Auge des Betrachters. Im Unterschied dazu legt Nowacki seinen Schwerpunkt stärker auf die materielle und energetische Präsenz der Farbe, was ihn wiederum mit der Konkreten Kunst verbindet. Farbe als autonome Realität verweist hier nicht auf etwas außerhalb seiner selbst, sondern thematisiert allein Form, Struktur, Rhythmus. "Meine schöpferische Arbeit entsteht im Wesentlichen aus und auf der Farbe. Die Farbe ergänzt das Licht, ja sie ersetzt es geradezu. Im Dialog mit dem Betrachter bildet sie Wörter einer Sprache des Unbewussten, sie ist eine Energiequelle", schreibt der Künstler auf seiner Webseite: "Die geometrische Abgrenzung der Farben auf der gleichmäßigen Fläche des Quadrats, ihre Scheidung durch die Linie bewirkt eine innere Vibration und Spannungen, ruft Emotionen hervor, die sehr frei sind, weniger definiert als jene, die ein Gegenstand erzeugt." Nowackis Farbkombinationen sind zentrale visuelle Elemente, besitzen aber zugleich physische Qualität und Körperhaftigkeit. Seine konsequente Reduktion auf modulare Farbeinheiten bei gleichzeitiger Rhythmisierung der Werkoberfläche durch vertikale Stäbe schafft ein Oeuvre an der Schnittstelle von Malerei und Objekt, von Fläche und Körper. "Das Bild beginnt mit Hilfe der Sprache der Farben ein Gespräch, öffnet eine ganze Tiefe von Klang und spiritueller Empfangsbereitschaft, wird zu einer unerschöpflichen Quelle der Überraschung und Entdeckung, zu einer Inspiration für alle, die den Mut haben, die alltägliche Realität abzulehnen und sich in die Kontemplation zu versenken, um in Stille dem Flüstern der Farben zu lauschen." (jeweils Nowacki, Farbgeflüster, in: nowacki.art/index.php, abgerufen 02.03.2026)
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