Katalog
Werke (24)
2*
Ackermann, Max
(Berlin 1887 - 1975 Unterlengenhardt)
Drei Blatt Zeichnungen. Graphit auf feinem chamoisfarbenen Papier. 1922. 26,5 x 18,5; 32,7 x 20,9 bzw. 34,5 x 24,7 cm. Jeweils unter Passepartout.
Jeweils signiert bzw. monogrammiert u. datiert. Verso jeweils auf dem Unterlagekarton signiert, datiert u. mit der Ortsangabe "Stuttgart" versehen.
In den Ecken jeweils fest auf dem Unterlagekarton montiert. Insgesamt leichte Lager- und Alterungsspuren. Blatt 3 mit einem kleinen Einriss am oberen Rand.
(Berlin 1887 - 1975 Unterlengenhardt)
Drei Blatt Zeichnungen. Graphit auf feinem chamoisfarbenen Papier. 1922. 26,5 x 18,5; 32,7 x 20,9 bzw. 34,5 x 24,7 cm. Jeweils unter Passepartout.
Jeweils signiert bzw. monogrammiert u. datiert. Verso jeweils auf dem Unterlagekarton signiert, datiert u. mit der Ortsangabe "Stuttgart" versehen.
In den Ecken jeweils fest auf dem Unterlagekarton montiert. Insgesamt leichte Lager- und Alterungsspuren. Blatt 3 mit einem kleinen Einriss am oberen Rand.
3
Ackermann, Max
(Berlin 1887 - 1975 Unterlengenhardt)
o.T. Öl auf Holz. 1958. 43,5 x 25 cm.
Verso signiert u. datiert.
Provenienz: Privatsammlung Bayern. - Max Ackermann verwebt Farbe, Rhythmus und Bewegung zu einer malerischen "Partitur" reiner Form. In vorliegender Arbeit ging es ihm nicht um die Darstellung konkreter Motive, sondern um das "Singen" der Farbe selbst - ein visuelles Echo musikalischer Harmonie und Dynamik. Schon in den frühen 1950er Jahren suchte der Künstler nach einer malerischen Entsprechung zu musikalischen Strukturen, in denen Ton und Zeit organisch miteinander verschmelzen. In Seminaren mit Komponisten und durch intensive Auseinandersetzung mit musikalischen Prinzipien versuchte er, Klang und Bild in eine gemeinsame Ordnung zu bringen. Das Ergebnis sind Werke, die wie Klanglandschaften funktionieren: fließende Bögen, kontrastierende Farbakzente und rhythmische Linien suggerieren eine innere Spannung und Bewegung, die an musikalische Kompositionen erinnert und den Betrachter zu einem "hörenden" Blick auf die Malerei einlädt. - Minimale Randläsuren.
(Berlin 1887 - 1975 Unterlengenhardt)
o.T. Öl auf Holz. 1958. 43,5 x 25 cm.
Verso signiert u. datiert.
Provenienz: Privatsammlung Bayern. - Max Ackermann verwebt Farbe, Rhythmus und Bewegung zu einer malerischen "Partitur" reiner Form. In vorliegender Arbeit ging es ihm nicht um die Darstellung konkreter Motive, sondern um das "Singen" der Farbe selbst - ein visuelles Echo musikalischer Harmonie und Dynamik. Schon in den frühen 1950er Jahren suchte der Künstler nach einer malerischen Entsprechung zu musikalischen Strukturen, in denen Ton und Zeit organisch miteinander verschmelzen. In Seminaren mit Komponisten und durch intensive Auseinandersetzung mit musikalischen Prinzipien versuchte er, Klang und Bild in eine gemeinsame Ordnung zu bringen. Das Ergebnis sind Werke, die wie Klanglandschaften funktionieren: fließende Bögen, kontrastierende Farbakzente und rhythmische Linien suggerieren eine innere Spannung und Bewegung, die an musikalische Kompositionen erinnert und den Betrachter zu einem "hörenden" Blick auf die Malerei einlädt. - Minimale Randläsuren.
44
Claus, Carlfriedrich
(Annaberg 1930 - 1998 Chemnitz)
Glasgliedernde Leere, in der Sprache agiert. Komplex-Objekt. Siebdruck auf 11 Plexiglasplatten, zusammen auf Plexiglassockel verschraubt. 1962/90. 47,2 x 45 x 20,2 cm.
Signiert u. nummeriert "7/10" (links unten, schwer lesbar).
Vgl. Werner Z 297 - Entstanden um 1990 nach dem gleichnamigen Glasobjekt von 1962. - Provenienz: Nachlass Klaus Werner, Leipzig; Privatsammlung Berlin (seit 2007). - Ausgestellt in: Carlfriedrich Claus. 1930-1998. Denklandschaften. Berlin, Kupferstichkabinett in der Neuen Nationalgalerie, 2014. - Die Möglichkeit der Durchdringung von Schrift und Raum ist ein zentrales Anliegen in der Kunst von Carlfriedrich Claus. Dazu hielt er 1962 in einem Brief fest: "...Glasplatten, denk-beschriftet, Raumbildung aus Schrift. Und auch 'Gedanken-Vegetation in wiederholter Spiegelung', bestehend aus 8 Spiegeln und einigen Glasplatten; imaginärer Raum: mehrfache Spiegelung stellt ihn her. Aber hindurch (durch diese quasi Kristall-Entstehung, Reflex-Geometrie) zweigt, ästelt, wuchert schwarze und rote Denk-Schrift, die mögliche lebendige Fülle in durchsichtig gemachtem Stein be-inhaltend. Selbst mehrfach sich spiegelnd, überlagernd, in Pyramiden, Hohlräumen, imaginärer Erstreckung. Mit Übergängen von Lesbarem in verflochtene Gehänge zum wieder Lesbarem usw." (zitiert nach Werner, WVZ, 1990, S. 194) - Vereinzelt minimale Kratzspuren.
(Annaberg 1930 - 1998 Chemnitz)
Glasgliedernde Leere, in der Sprache agiert. Komplex-Objekt. Siebdruck auf 11 Plexiglasplatten, zusammen auf Plexiglassockel verschraubt. 1962/90. 47,2 x 45 x 20,2 cm.
Signiert u. nummeriert "7/10" (links unten, schwer lesbar).
Vgl. Werner Z 297 - Entstanden um 1990 nach dem gleichnamigen Glasobjekt von 1962. - Provenienz: Nachlass Klaus Werner, Leipzig; Privatsammlung Berlin (seit 2007). - Ausgestellt in: Carlfriedrich Claus. 1930-1998. Denklandschaften. Berlin, Kupferstichkabinett in der Neuen Nationalgalerie, 2014. - Die Möglichkeit der Durchdringung von Schrift und Raum ist ein zentrales Anliegen in der Kunst von Carlfriedrich Claus. Dazu hielt er 1962 in einem Brief fest: "...Glasplatten, denk-beschriftet, Raumbildung aus Schrift. Und auch 'Gedanken-Vegetation in wiederholter Spiegelung', bestehend aus 8 Spiegeln und einigen Glasplatten; imaginärer Raum: mehrfache Spiegelung stellt ihn her. Aber hindurch (durch diese quasi Kristall-Entstehung, Reflex-Geometrie) zweigt, ästelt, wuchert schwarze und rote Denk-Schrift, die mögliche lebendige Fülle in durchsichtig gemachtem Stein be-inhaltend. Selbst mehrfach sich spiegelnd, überlagernd, in Pyramiden, Hohlräumen, imaginärer Erstreckung. Mit Übergängen von Lesbarem in verflochtene Gehänge zum wieder Lesbarem usw." (zitiert nach Werner, WVZ, 1990, S. 194) - Vereinzelt minimale Kratzspuren.
52
Dix, Otto
(Untermhaus bei Gera 1891 - 1969 Singen)
Graben in der Champagne. Schwarze Kreide auf bräunlichem Papier. 1915. 28,5 x 29 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Lorenz 5.4.4 - Abgebildet u.a. in: Otto Dix. Handzeichnungen 1912-1962. Berlin, Deutsche Akademie der Künste, 1963, ohne Seitenangaben sowie in: Otto Conzelmann, Der andere Dix. Sein Bild vom Menschen und vom Krieg, Stuttgart 1983, S. 98. - Die oberen Ecken jeweils mit leichter Knitterspur, der linke Blattrand unregelmäßig.
(Untermhaus bei Gera 1891 - 1969 Singen)
Graben in der Champagne. Schwarze Kreide auf bräunlichem Papier. 1915. 28,5 x 29 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Lorenz 5.4.4 - Abgebildet u.a. in: Otto Dix. Handzeichnungen 1912-1962. Berlin, Deutsche Akademie der Künste, 1963, ohne Seitenangaben sowie in: Otto Conzelmann, Der andere Dix. Sein Bild vom Menschen und vom Krieg, Stuttgart 1983, S. 98. - Die oberen Ecken jeweils mit leichter Knitterspur, der linke Blattrand unregelmäßig.
88
Glöckner, Hermann
(Dresden 1889 - 1987 Berlin)
Wünschendorf, Schusters Auszug. Aquarell über Bleistift auf chamoisfarbenem Büttenkarton. 1934. 50,9 x 35,8 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Datiert (30.5.34.17) u. bezeichnet "Wü. 5". Verso signiert, datiert, betitelt sowie mit der Ortsangabe "Wünschendorf" versehen. Die Rahmenrückwand mit einem Ausstellungsetikett der Kunstausstellung Kühl, Dresden.
Nicht bei Dittrich - Im Passepartoutausschnitt gebräunt. Vereinzelte winzige Stockflecken.
(Dresden 1889 - 1987 Berlin)
Wünschendorf, Schusters Auszug. Aquarell über Bleistift auf chamoisfarbenem Büttenkarton. 1934. 50,9 x 35,8 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Datiert (30.5.34.17) u. bezeichnet "Wü. 5". Verso signiert, datiert, betitelt sowie mit der Ortsangabe "Wünschendorf" versehen. Die Rahmenrückwand mit einem Ausstellungsetikett der Kunstausstellung Kühl, Dresden.
Nicht bei Dittrich - Im Passepartoutausschnitt gebräunt. Vereinzelte winzige Stockflecken.
112
Hagen, Sylvia
(Treuenbrietzen 1947 - lebt in Oderbruch)
bukolisch II. Terrakotta, teils bemalt. 2002. 40,5 x 51 x 36,5 cm.
Unikat. - Provenienz: Vom Vorbesitzer direkt bei der Künstlerin erworben. - Leichte Gipsrückstände. Zwei fachmännisch restaurierte Risse.
(Treuenbrietzen 1947 - lebt in Oderbruch)
bukolisch II. Terrakotta, teils bemalt. 2002. 40,5 x 51 x 36,5 cm.
Unikat. - Provenienz: Vom Vorbesitzer direkt bei der Künstlerin erworben. - Leichte Gipsrückstände. Zwei fachmännisch restaurierte Risse.
120
Heldt, Werner
(Berlin 1904 - 1954 Sant'Angelo, Ischia)
Berliner Stadtlandschaft. Öl auf Leinwand. Um 1930. 45 x 55,5 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. bezeichnet "1890".
Nicht bei Seel - Provenienz: Sammlung Hansheinz Mietke, Berlin (Arzt des Künstlers); Privatsammlung Berlin; Auktionshaus Villa Grisebach, 2017; Privatsammlung Berlin. - Der linke Bildrand mit kleinen Retuschen.
(Berlin 1904 - 1954 Sant'Angelo, Ischia)
Berliner Stadtlandschaft. Öl auf Leinwand. Um 1930. 45 x 55,5 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. bezeichnet "1890".
Nicht bei Seel - Provenienz: Sammlung Hansheinz Mietke, Berlin (Arzt des Künstlers); Privatsammlung Berlin; Auktionshaus Villa Grisebach, 2017; Privatsammlung Berlin. - Der linke Bildrand mit kleinen Retuschen.
126
Herrmann, Peter
(Großschönau 1937 - lebt in Berlin)
o.T. (Türkisches Bad). Öl auf Leinwand. 1989. 80,5 x 100 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
Vereinzeltes Craquelé sowie zwei Retuschen in der Bildmitte. Die Leinwand verso fachmännisch restauriert.
(Großschönau 1937 - lebt in Berlin)
o.T. (Türkisches Bad). Öl auf Leinwand. 1989. 80,5 x 100 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
Vereinzeltes Craquelé sowie zwei Retuschen in der Bildmitte. Die Leinwand verso fachmännisch restauriert.
127
Herrmann, Peter
(Großschönau 1937 - lebt in Berlin)
o.T. (Himmelstheke). Öl auf Leinwand. 1993. 190 x 160 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
(Großschönau 1937 - lebt in Berlin)
o.T. (Himmelstheke). Öl auf Leinwand. 1993. 190 x 160 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
139
Hüppi, Alfonso
(Freiburg im Breisgau 1935 - lebt in Baden-Baden)
o.T. (Flügel). Holz, weiß bemalt. 1968/89. 23,5 x 40 x 5 cm.
Verso zweifach signiert u. datiert.
(Freiburg im Breisgau 1935 - lebt in Baden-Baden)
o.T. (Flügel). Holz, weiß bemalt. 1968/89. 23,5 x 40 x 5 cm.
Verso zweifach signiert u. datiert.
140
Hüppi, Alfonso
(Freiburg im Breisgau 1935 - lebt in Baden-Baden)
o.T. (Splitter). Bronze, mehrfarbig bemalt. 1983. 48 x 14 x 6,8 cm.
Auf der Innenseite signiert u. datiert.
Vereinzeltes leichtes Craquelé. Die Rückseite minimal berieben.
(Freiburg im Breisgau 1935 - lebt in Baden-Baden)
o.T. (Splitter). Bronze, mehrfarbig bemalt. 1983. 48 x 14 x 6,8 cm.
Auf der Innenseite signiert u. datiert.
Vereinzeltes leichtes Craquelé. Die Rückseite minimal berieben.
155
Kádár, Béla
(1877 Budapest 1956)
o.T. (Bauernmädchen). Aquarell auf chamoisfarbenem Papier. 29,5 x 20,6 cm, unter Passepartout.
Signiert.
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Hamburg.
(1877 Budapest 1956)
o.T. (Bauernmädchen). Aquarell auf chamoisfarbenem Papier. 29,5 x 20,6 cm, unter Passepartout.
Signiert.
Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Hamburg.
213
Marcks, Gerhard
(Berlin 1889 - 1981 Burgbrohl)
Christinchen auf dem Bauch liegend. Bronze mit goldbrauner Patina. 1959. 26 x 56,5 x 30 cm.
Auf der Fußsohle monogrammiert, nummeriert "III" u. mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln" versehen.
Rudloff 721 - Guss von 1979. Eines von nur drei Exemplaren. - Provenienz: Galerie Nierendorf, Berlin; Privatsammlung Berlin. - Bei "Christinchen" handelt es sich um eines der Enkelkinder des Künstlers.
(Berlin 1889 - 1981 Burgbrohl)
Christinchen auf dem Bauch liegend. Bronze mit goldbrauner Patina. 1959. 26 x 56,5 x 30 cm.
Auf der Fußsohle monogrammiert, nummeriert "III" u. mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln" versehen.
Rudloff 721 - Guss von 1979. Eines von nur drei Exemplaren. - Provenienz: Galerie Nierendorf, Berlin; Privatsammlung Berlin. - Bei "Christinchen" handelt es sich um eines der Enkelkinder des Künstlers.
239
Nehmer, Rudolf
(Bobersberg 1912 - 1983 Dresden)
Angler. Öl auf Leinwand. 1940er Jahre. 55,5 x 60 cm. Gerahmt.
Leichtes Craquelé.
(Bobersberg 1912 - 1983 Dresden)
Angler. Öl auf Leinwand. 1940er Jahre. 55,5 x 60 cm. Gerahmt.
Leichtes Craquelé.
240
Nesch, Rolf
(Oberesslingen 1893 - 1975 Oslo)
Auf dem Steg. Aquarell auf bräunlichem Papier. 1922. 28,7 x 38,5 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Nierendorf, Berlin, erworben. - Leichte Knitter- und Lagerspuren.
(Oberesslingen 1893 - 1975 Oslo)
Auf dem Steg. Aquarell auf bräunlichem Papier. 1922. 28,7 x 38,5 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Nierendorf, Berlin, erworben. - Leichte Knitter- und Lagerspuren.
254
Radziwill, Franz
(Strohausen 1895 - 1983 Wilhelmshaven)
Bauernhof bei Dangast. Aquarell u. Feder in Tusche auf bräunlichem Karton. 1924. 36 x 49 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso von fremder Hand bezeichnet "Schmieding".
Vermutlich Seeba 2473 (ohne Abb.) - Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Nierendorf, Berlin, erworben. - 1923 hatte Radziwill ein ehemaliges Fischerhaus in Dangast erworben und sich dort niedergelassen. Angeregt durch das dort erfahrbare Naturerlebnis begann er, sich von einer rein expressionistischen Darstellungsweise zu distanzieren und die Veranschaulichung der wiederentdeckten Wirklichkeit ins Zentrum zu stellen, indem er die Dangaster Landschaft als mystisches Naturschauspiel festhielt. - Leichte Lager- und Alterungsspuren.
(Strohausen 1895 - 1983 Wilhelmshaven)
Bauernhof bei Dangast. Aquarell u. Feder in Tusche auf bräunlichem Karton. 1924. 36 x 49 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso von fremder Hand bezeichnet "Schmieding".
Vermutlich Seeba 2473 (ohne Abb.) - Provenienz: Vom Vorbesitzer in der Galerie Nierendorf, Berlin, erworben. - 1923 hatte Radziwill ein ehemaliges Fischerhaus in Dangast erworben und sich dort niedergelassen. Angeregt durch das dort erfahrbare Naturerlebnis begann er, sich von einer rein expressionistischen Darstellungsweise zu distanzieren und die Veranschaulichung der wiederentdeckten Wirklichkeit ins Zentrum zu stellen, indem er die Dangaster Landschaft als mystisches Naturschauspiel festhielt. - Leichte Lager- und Alterungsspuren.
257*
Rainer, Arnulf
(Baden bei Wien 1929 - 2025 Wien)
Karl Kraus (aus der Serie "Totenmasken"). Ölkreide u. schwarze Kreide über Schwarzweißfotografie auf Fotopapier. Um 1984. 60 x 47,7 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, betitelt u. mit der Folgenummer "10" versehen. Verso von fremder Hand bezeichnet.
Rainer schrieb zu der Totenmaskenserie in seinem Artikel "Als wäre es Endgültigkeit": "Zu allen meinen Fotoüberarbeitungen trieb mich eine Suche nach Identifikation, Selbstverwandlung, Dialog, Einfühlung; zumindest war es Neugier, Kommunikationsversuch. Zwiesprache mit den Geistern der Verstorbenen ist ein altes schamanistisches Ritual. Dies ist nicht Ursache meiner Annäherung an die Todesthematik. Nach 10 Jahren verkrampfter Selbstdarstellung berührte mich vor allem die mimisch-physiognomische Sprache dieser Gesichter: das Hinübergeglittene und Gelittene, das Interesse und Affektlose im Ausdruck. Keine Grimasse, keine physiognomische Anspannung, keine dialogsuchende Zuwendung; keinen Beeindruckungsehrgeiz, keinen Verzerrungswillen, keinen Übertreibungsmanierismus gibt es hier. Dafür Gleichgültigkeit als wäre es Formgültigkeit, als wäre es Endgültigkeit." (Rainer in: Hirndrang. Selbstkommentare und andere Texte zu Werk und Person, hrsg. von Otto Breicha, Salzburg, Galerie Welz, 1980, S. 146 f.) - Durch den Übermalungsprozess entstandene, hinterlegte Einrisse und Knitterspuren.
(Baden bei Wien 1929 - 2025 Wien)
Karl Kraus (aus der Serie "Totenmasken"). Ölkreide u. schwarze Kreide über Schwarzweißfotografie auf Fotopapier. Um 1984. 60 x 47,7 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, betitelt u. mit der Folgenummer "10" versehen. Verso von fremder Hand bezeichnet.
Rainer schrieb zu der Totenmaskenserie in seinem Artikel "Als wäre es Endgültigkeit": "Zu allen meinen Fotoüberarbeitungen trieb mich eine Suche nach Identifikation, Selbstverwandlung, Dialog, Einfühlung; zumindest war es Neugier, Kommunikationsversuch. Zwiesprache mit den Geistern der Verstorbenen ist ein altes schamanistisches Ritual. Dies ist nicht Ursache meiner Annäherung an die Todesthematik. Nach 10 Jahren verkrampfter Selbstdarstellung berührte mich vor allem die mimisch-physiognomische Sprache dieser Gesichter: das Hinübergeglittene und Gelittene, das Interesse und Affektlose im Ausdruck. Keine Grimasse, keine physiognomische Anspannung, keine dialogsuchende Zuwendung; keinen Beeindruckungsehrgeiz, keinen Verzerrungswillen, keinen Übertreibungsmanierismus gibt es hier. Dafür Gleichgültigkeit als wäre es Formgültigkeit, als wäre es Endgültigkeit." (Rainer in: Hirndrang. Selbstkommentare und andere Texte zu Werk und Person, hrsg. von Otto Breicha, Salzburg, Galerie Welz, 1980, S. 146 f.) - Durch den Übermalungsprozess entstandene, hinterlegte Einrisse und Knitterspuren.
259
Réth, Alfréd
(d.i. Alfréd Roth, Budapest 1884 - 1966 Paris)
o.T. (Komposition). Mischtechnik (Öl, Quarzsand, Keramiksplitter, Muschelschalen, bemalter Stoff) auf Schichtholz. 1962. 65,5 x 50 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso Stempel der Galerie La Pochade, Paris.
Provenienz: Seit 2013 Sammlung Daniel Abissror; Privatsammlung Berlin. - Mit einer Echtheitsbestätigung von Aline Boutin, Association Alfréd Réth Paris, vom 19. April 1990 (in Kopie beigegeben). - Abgebildet in: Kálmán Makláry und Zsuzsa Kis (Hrsg.), Alfréd Réth. Du cubisme à l'abstraction, Pomáz 2003, Katalog-Nr. 248, S. 287.
(d.i. Alfréd Roth, Budapest 1884 - 1966 Paris)
o.T. (Komposition). Mischtechnik (Öl, Quarzsand, Keramiksplitter, Muschelschalen, bemalter Stoff) auf Schichtholz. 1962. 65,5 x 50 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso Stempel der Galerie La Pochade, Paris.
Provenienz: Seit 2013 Sammlung Daniel Abissror; Privatsammlung Berlin. - Mit einer Echtheitsbestätigung von Aline Boutin, Association Alfréd Réth Paris, vom 19. April 1990 (in Kopie beigegeben). - Abgebildet in: Kálmán Makláry und Zsuzsa Kis (Hrsg.), Alfréd Réth. Du cubisme à l'abstraction, Pomáz 2003, Katalog-Nr. 248, S. 287.
263
Rohlfs, Christian
(Niendorf 1849 - 1938 Hagen)
Lilien auf rotem Grund. Wassertempera auf Karton. 1918. 53,7 x 44 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
Vogt 1918/31 - Provenienz: Sammlung Adalbert und Thilda Colsman, Langenberg, seitdem in Familienbesitz; Privatsammlung Nordrhein-Westfalen. - Christian Rohlfs hatte im Verlauf seines langen künstlerischen Schaffens die Ölmalerei zunehmend zugunsten einer reinen Aquarell- und Temperatechnik zurückgestellt. Diese Hinwendung zu leichteren, transparenteren Materialien bedeutete keineswegs einen Rückzug, sondern eröffnete ihm neue Möglichkeiten farblicher Differenzierung und gesteigerter Leuchtkraft. "Seine Malerei ist Musik der Farben. Jeder Ton, jedes Verhältnis zweier Töne entwickelt Reize. Seine Ausschnitte sind so gewählt, daß Mengen und Gegensätze der Farben im Gleichgewichte stehen. Auch die Linien sind vor allem Grenzen für Farbenkomplexe und nur selten, wie zufällig, Mittel einer Raumsuggestion.", schrieb Karl Ernst Osthaus, der Gründer des Folkwang Museums in Hagen, 1905 zur Kunst von Christian Rohlfs (in: Die Rheinlande, Heft 3, 9.1905, S. 103 f.). Im Jahr 1918 lernte Rohlfs die junge Helene Vogt kennen, die bald als Sekretärin in seine Dienste trat. In den folgenden Monaten reisten beide gemeinsam nach Weimar und Erfurt; ein Jahr später wurde im Hagener Museum Folkwang die Ehe geschlossen. Diese persönliche Neuorientierung ging mit einer spürbaren künstlerischen Aufbruchsstimmung einher. Vor allem in der Wassertempera entstanden Bilder von bislang unerreichter Intensität: Die Farben erscheinen freudiger, voller und im Ton gesteigert. Auch im vorliegenden Werk manifestiert sich dieses meisterliche Können eindrucksvoll. Mit vollendetem Farbgefühl und rhythmisierendem Pinselduktus verleiht Rohlfs dem schlichten Lilienstrauß malerischen Glanz und eine wild vibrierende, beinahe überschäumende Daseinsfreude. - Minimale Lagerspuren.
(Niendorf 1849 - 1938 Hagen)
Lilien auf rotem Grund. Wassertempera auf Karton. 1918. 53,7 x 44 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
Vogt 1918/31 - Provenienz: Sammlung Adalbert und Thilda Colsman, Langenberg, seitdem in Familienbesitz; Privatsammlung Nordrhein-Westfalen. - Christian Rohlfs hatte im Verlauf seines langen künstlerischen Schaffens die Ölmalerei zunehmend zugunsten einer reinen Aquarell- und Temperatechnik zurückgestellt. Diese Hinwendung zu leichteren, transparenteren Materialien bedeutete keineswegs einen Rückzug, sondern eröffnete ihm neue Möglichkeiten farblicher Differenzierung und gesteigerter Leuchtkraft. "Seine Malerei ist Musik der Farben. Jeder Ton, jedes Verhältnis zweier Töne entwickelt Reize. Seine Ausschnitte sind so gewählt, daß Mengen und Gegensätze der Farben im Gleichgewichte stehen. Auch die Linien sind vor allem Grenzen für Farbenkomplexe und nur selten, wie zufällig, Mittel einer Raumsuggestion.", schrieb Karl Ernst Osthaus, der Gründer des Folkwang Museums in Hagen, 1905 zur Kunst von Christian Rohlfs (in: Die Rheinlande, Heft 3, 9.1905, S. 103 f.). Im Jahr 1918 lernte Rohlfs die junge Helene Vogt kennen, die bald als Sekretärin in seine Dienste trat. In den folgenden Monaten reisten beide gemeinsam nach Weimar und Erfurt; ein Jahr später wurde im Hagener Museum Folkwang die Ehe geschlossen. Diese persönliche Neuorientierung ging mit einer spürbaren künstlerischen Aufbruchsstimmung einher. Vor allem in der Wassertempera entstanden Bilder von bislang unerreichter Intensität: Die Farben erscheinen freudiger, voller und im Ton gesteigert. Auch im vorliegenden Werk manifestiert sich dieses meisterliche Können eindrucksvoll. Mit vollendetem Farbgefühl und rhythmisierendem Pinselduktus verleiht Rohlfs dem schlichten Lilienstrauß malerischen Glanz und eine wild vibrierende, beinahe überschäumende Daseinsfreude. - Minimale Lagerspuren.
276
Schmalix, Hubert
(Graz 1952 - 2025 Los Angeles)
o.T. (Drei Köpfe). Tempera auf Büttenkarton. 1982. 54,3 x 40,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(Graz 1952 - 2025 Los Angeles)
o.T. (Drei Köpfe). Tempera auf Büttenkarton. 1982. 54,3 x 40,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
277
Schoen, Klaus-Jürgen
(Königsberg 1931 - 2018 Berlin)
Spiegelung 16. Acryl auf Leinwand auf asymmetrisch geformtem Keilrahmen. 1996. 191 x 163 cm. Gerahmt.
Verso signiert, datiert u. betitelt.
Abgebildet in: Kunst als Konzept. Konkrete und geometrische Tendenzen seit 1960 im Werk deutscher Künstler aus Ost- und Südosteuropa. Regensburg, Ostdeutsche Galerie, 1996, Katalog-Nr. 157. - Vgl. die Serie der Spiegelungen in: Hans-Peter Riese, Klaus J. Schoen, Köln 2015, S. 288-303. - Das Werk wird als Rhombus gehängt. Quadratisch gemessen sind die Maße 134,5 x 134,5 cm. - Leichte Lagerspuren.
(Königsberg 1931 - 2018 Berlin)
Spiegelung 16. Acryl auf Leinwand auf asymmetrisch geformtem Keilrahmen. 1996. 191 x 163 cm. Gerahmt.
Verso signiert, datiert u. betitelt.
Abgebildet in: Kunst als Konzept. Konkrete und geometrische Tendenzen seit 1960 im Werk deutscher Künstler aus Ost- und Südosteuropa. Regensburg, Ostdeutsche Galerie, 1996, Katalog-Nr. 157. - Vgl. die Serie der Spiegelungen in: Hans-Peter Riese, Klaus J. Schoen, Köln 2015, S. 288-303. - Das Werk wird als Rhombus gehängt. Quadratisch gemessen sind die Maße 134,5 x 134,5 cm. - Leichte Lagerspuren.
288
Seitz, Gustav
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Richard Kirn (3. Fassung). Bronze mit schwarzbrauner Patina. 1966. 28 x 21,5 x 24 cm. Auf Holzsockel (Höhe: 10 cm).
Signiert. Mit dem Gießerstempel "Knaak", Berlin.
Grohn 415 - Abgebildet in: Brigitte Heise und Bernd Schälicke, Gustav Seitz. 50 Köpfe, Hamburg 2013, Katalog-Nr. 46, S. 130.
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Richard Kirn (3. Fassung). Bronze mit schwarzbrauner Patina. 1966. 28 x 21,5 x 24 cm. Auf Holzsockel (Höhe: 10 cm).
Signiert. Mit dem Gießerstempel "Knaak", Berlin.
Grohn 415 - Abgebildet in: Brigitte Heise und Bernd Schälicke, Gustav Seitz. 50 Köpfe, Hamburg 2013, Katalog-Nr. 46, S. 130.
330
Ury, Lesser
(Birnbaum 1861 - 1931 Berlin)
Am Neuruppiner See. Kohle auf Papier auf Schichtholz. Um 1910. 31,8 x 47,2 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Die Rückwand verso mit einem Etikett der Galerie Binhold, Hamburg.
Bei vorliegender Zeichnung handelt es sich um eine Vorarbeit für das Aquarell "Bauernhaus am See" von 1910. - Das Papier fest auf dem Holz montiert. Alterungs- und Lagerspuren.
(Birnbaum 1861 - 1931 Berlin)
Am Neuruppiner See. Kohle auf Papier auf Schichtholz. Um 1910. 31,8 x 47,2 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Die Rückwand verso mit einem Etikett der Galerie Binhold, Hamburg.
Bei vorliegender Zeichnung handelt es sich um eine Vorarbeit für das Aquarell "Bauernhaus am See" von 1910. - Das Papier fest auf dem Holz montiert. Alterungs- und Lagerspuren.
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Wigand, Albert
(Ziegenhain in Hessen 1890 - 1978 Leipzig)
Gewürfelte Decke. Aquarell u. Gouache auf leichtem Karton. 1922. 48 x 64,5 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Verso betitelt.
Grüß-Wigand B-1922/17 - Die Blattränder mit mehreren hinterlegten Einrissen, davon zwei vom Künstler selbst restauriert.
(Ziegenhain in Hessen 1890 - 1978 Leipzig)
Gewürfelte Decke. Aquarell u. Gouache auf leichtem Karton. 1922. 48 x 64,5 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert. Verso betitelt.
Grüß-Wigand B-1922/17 - Die Blattränder mit mehreren hinterlegten Einrissen, davon zwei vom Künstler selbst restauriert.
