Katalog
Alle Werke
(280)
295
Ticha, Hans
(Tetschen-Bodenbach 1940 - lebt in Maintal)
Team. Multiple. Gouache u. Ölkreide, Pochoir u. rote Reißzwecken auf Holz. 2002. 30,5 x 25 x 1,5 cm.
Signiert u. nummeriert "4/30".
Ticha P/02/2 - Eines von 30 Exemplaren. - Auf Pressholz fest montiert.
(Tetschen-Bodenbach 1940 - lebt in Maintal)
Team. Multiple. Gouache u. Ölkreide, Pochoir u. rote Reißzwecken auf Holz. 2002. 30,5 x 25 x 1,5 cm.
Signiert u. nummeriert "4/30".
Ticha P/02/2 - Eines von 30 Exemplaren. - Auf Pressholz fest montiert.
296
Thaulow, Frits
(Christiania 1847 - 1906 Volendam)
Abendstimmung am Fluss (Mühlbach). Öl auf Leinwand. 51 x 65,5 cm. Gerahmt.
Signiert. Der Keilrahmen verso mit einem Etikett, dort handschriftlich betitelt "Millstream" sowie mit weiteren Bezeichnungen.
Provenienz: Sotheby's London, Nineteenth Century European Paintings, Drawings and Watercolours. 20. Juni 1990, Los 113 (Katalog beigegeben); Privatsammlung Norddeutschland; Privatsammlung Radebeul. - Thaulow gehört zu den herausragenden Vertretern des skandinavischen Impressionismus und gilt als der große "Maler des Wassers" seiner Zeit. Ausgehend von der Freilichtmalerei der Künstlerkolonie Skagen und der französischen Schule von Barbizon entwickelte er eine unverwechselbare, atmosphärisch dichte Bildsprache, in der fließendes Wasser - Flussläufe, Mühlbäche, winterliche Kanäle - zum zentralen Motiv wurde. Mit feinem Gespür für Licht, Reflexion und Stimmung verband er skandinavische Naturbeobachtung mit impressionistischer Maltechnik und schuf damit einen eigenständigen, international geschätzten Naturalismus. Sein Spätwerk, entstanden vor allem in Nordfrankreich, zählt zu den poetischsten Wasserlandschaften der europäischen Malerei um 1900 und begründet seinen bis heute festen Platz im internationalen Kunstmarkt. - Vereinzelte Retuschen.
(Christiania 1847 - 1906 Volendam)
Abendstimmung am Fluss (Mühlbach). Öl auf Leinwand. 51 x 65,5 cm. Gerahmt.
Signiert. Der Keilrahmen verso mit einem Etikett, dort handschriftlich betitelt "Millstream" sowie mit weiteren Bezeichnungen.
Provenienz: Sotheby's London, Nineteenth Century European Paintings, Drawings and Watercolours. 20. Juni 1990, Los 113 (Katalog beigegeben); Privatsammlung Norddeutschland; Privatsammlung Radebeul. - Thaulow gehört zu den herausragenden Vertretern des skandinavischen Impressionismus und gilt als der große "Maler des Wassers" seiner Zeit. Ausgehend von der Freilichtmalerei der Künstlerkolonie Skagen und der französischen Schule von Barbizon entwickelte er eine unverwechselbare, atmosphärisch dichte Bildsprache, in der fließendes Wasser - Flussläufe, Mühlbäche, winterliche Kanäle - zum zentralen Motiv wurde. Mit feinem Gespür für Licht, Reflexion und Stimmung verband er skandinavische Naturbeobachtung mit impressionistischer Maltechnik und schuf damit einen eigenständigen, international geschätzten Naturalismus. Sein Spätwerk, entstanden vor allem in Nordfrankreich, zählt zu den poetischsten Wasserlandschaften der europäischen Malerei um 1900 und begründet seinen bis heute festen Platz im internationalen Kunstmarkt. - Vereinzelte Retuschen.
297
Uhden, Maria
(Coburg 1892 - 1918 München)
Schloß Rheinsberg (Orangeriepavillon). Öl auf Leinwand. 1913. 91,5 x 110,5 cm. Gerahmt.
Signiert.
Hofmann/Präger 1913/1 - Provenienz: Aus der Familie der Künstlerin. - Maria Uhden zählt zu den eigenständigen Künstlerpersönlichkeiten des deutschen Expressionismus und gilt als wichtige Weggefährtin sowie künstlerische Anregerin ihres späteren Ehemanns Georg Schrimpf. Subtile Grün-, Braun- und Ockertöne sowie eine lichtdurchdrungene Atmosphäre verleihen der Darstellung ihre friedliche Wirkung. Die vertikalen Baumstämme gliedern den Bildraum und schaffen eine kontemplative Ruhe, die bereits auf jene idealisierte Naturauffassung verweist, die später auch Georg Schrimpfs Werk prägen sollte. - Innerhalb von Uhdens schmalem Oeuvre nimmt das Gemälde eine besondere Stellung ein. Während die Künstlerin heute vor allem für ihre expressiven Holzschnitte und figürlichen Kompositionen bekannt ist, zeigt sich hier ihre intensive Beschäftigung mit Landschaft und Erinnerung. Die Darstellung wirkt weniger wie eine topographische Wiedergabe als vielmehr wie die poetische Vision eines vertrauten, verlorenen Ortes. In der Verbindung von Natur, Architektur und menschlicher Figur entsteht eine Bildwelt von stiller Melancholie und zeitloser Schönheit. Die Seltenheit von Gemälden Maria Uhdens ist nicht zuletzt ihrem frühen Tod im Jahr 1918 geschuldet. Zahlreiche Werke gingen verloren oder wurden 1937 im Zuge der nationalsozialistischen Aktion "Entartete Kunst" aus öffentlichen Sammlungen entfernt. Erhaltene Gemälde befinden sich heute nur in wenigen Museen und bedeutenden Privatsammlungen. - Die Leinwandränder doubliert. Retuschen. Der untere Rand mit einem kleinen Farbverlust.
(Coburg 1892 - 1918 München)
Schloß Rheinsberg (Orangeriepavillon). Öl auf Leinwand. 1913. 91,5 x 110,5 cm. Gerahmt.
Signiert.
Hofmann/Präger 1913/1 - Provenienz: Aus der Familie der Künstlerin. - Maria Uhden zählt zu den eigenständigen Künstlerpersönlichkeiten des deutschen Expressionismus und gilt als wichtige Weggefährtin sowie künstlerische Anregerin ihres späteren Ehemanns Georg Schrimpf. Subtile Grün-, Braun- und Ockertöne sowie eine lichtdurchdrungene Atmosphäre verleihen der Darstellung ihre friedliche Wirkung. Die vertikalen Baumstämme gliedern den Bildraum und schaffen eine kontemplative Ruhe, die bereits auf jene idealisierte Naturauffassung verweist, die später auch Georg Schrimpfs Werk prägen sollte. - Innerhalb von Uhdens schmalem Oeuvre nimmt das Gemälde eine besondere Stellung ein. Während die Künstlerin heute vor allem für ihre expressiven Holzschnitte und figürlichen Kompositionen bekannt ist, zeigt sich hier ihre intensive Beschäftigung mit Landschaft und Erinnerung. Die Darstellung wirkt weniger wie eine topographische Wiedergabe als vielmehr wie die poetische Vision eines vertrauten, verlorenen Ortes. In der Verbindung von Natur, Architektur und menschlicher Figur entsteht eine Bildwelt von stiller Melancholie und zeitloser Schönheit. Die Seltenheit von Gemälden Maria Uhdens ist nicht zuletzt ihrem frühen Tod im Jahr 1918 geschuldet. Zahlreiche Werke gingen verloren oder wurden 1937 im Zuge der nationalsozialistischen Aktion "Entartete Kunst" aus öffentlichen Sammlungen entfernt. Erhaltene Gemälde befinden sich heute nur in wenigen Museen und bedeutenden Privatsammlungen. - Die Leinwandränder doubliert. Retuschen. Der untere Rand mit einem kleinen Farbverlust.
298
Uhlig, Max
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Mecklenburger Landschaft. Öl auf Leinwand. 1982. 81 x 181 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, datiert u. betitelt.
Vereinzelte winzige Haarrisse.
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Mecklenburger Landschaft. Öl auf Leinwand. 1982. 81 x 181 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, datiert u. betitelt.
Vereinzelte winzige Haarrisse.
299
Uhlig, Max
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Männliches Bildnis. Öl auf Leinwand. 1984. 159,5 x 91,5 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso zweifach signiert u. datiert (März/April 84; 6.V.84) sowie betitelt.
Stellenweise leichtes Craquelé.
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Männliches Bildnis. Öl auf Leinwand. 1984. 159,5 x 91,5 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso zweifach signiert u. datiert (März/April 84; 6.V.84) sowie betitelt.
Stellenweise leichtes Craquelé.
300
Uhlig, Max
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Am Katharinenberg. Öl auf Leinwand. 1985. 99,5 x 202 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, dreifach datiert (August 84; 14.VII.85; 16.VII.85) u. betitelt.
Der Rand mit vereinzelten winzigen Farbverlusten.
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Am Katharinenberg. Öl auf Leinwand. 1985. 99,5 x 202 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, dreifach datiert (August 84; 14.VII.85; 16.VII.85) u. betitelt.
Der Rand mit vereinzelten winzigen Farbverlusten.
301
Uhlig, Max
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Bärtiger Mann R. Oe. Öl auf Leinwand. 1986. 130 x 85,5 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Zweifach signiert u. datiert. Verso signiert, zweifach datiert (März 86; 27.IV.86) u. betitelt.
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Bärtiger Mann R. Oe. Öl auf Leinwand. 1986. 130 x 85,5 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Zweifach signiert u. datiert. Verso signiert, zweifach datiert (März 86; 27.IV.86) u. betitelt.
302
Uhlig, Max
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Frauenbildnis P.F. Aquarell, Gouache u. schwarze Kreide auf chamoisfarbenem Japan. 1986. 61,5 x 55 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Die Rahmenrückwand mit einem Etikett, dort von fremder Hand betitelt.
In den Ecken fest auf der Unterlage montiert.
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Frauenbildnis P.F. Aquarell, Gouache u. schwarze Kreide auf chamoisfarbenem Japan. 1986. 61,5 x 55 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Die Rahmenrückwand mit einem Etikett, dort von fremder Hand betitelt.
In den Ecken fest auf der Unterlage montiert.
303
Uhlig, Max
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Männlicher Kopf. Öl auf fester Malpappe. 1976. 78 x 94 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(Dresden 1937 - lebt in Dresden)
Männlicher Kopf. Öl auf fester Malpappe. 1976. 78 x 94 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
304
Ursula
(Mittenwalde 1921 - 1999 Köln)
d.i. Ursula Schultze-Bluhm
Cauchemar. Farbstift u. Feder in Tusche über Papiercollage auf festem Karton. 1976. 39,5 x 28,4 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. betitelt.
Weiss 76/201 - Ausgestellt in: Ursula. Neue Zeichnungen. Köln, Galerie Der Spiegel, 1976 (die Rahmenrückwand mit dem Etikett) sowie ausgestellt und abgebildet in: Ursula. Das bin ich. Na und? Köln, Museum Ludwig, 2023, S. 337.
(Mittenwalde 1921 - 1999 Köln)
d.i. Ursula Schultze-Bluhm
Cauchemar. Farbstift u. Feder in Tusche über Papiercollage auf festem Karton. 1976. 39,5 x 28,4 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. betitelt.
Weiss 76/201 - Ausgestellt in: Ursula. Neue Zeichnungen. Köln, Galerie Der Spiegel, 1976 (die Rahmenrückwand mit dem Etikett) sowie ausgestellt und abgebildet in: Ursula. Das bin ich. Na und? Köln, Museum Ludwig, 2023, S. 337.
305
Ursula
(Mittenwalde 1921 - 1999 Köln)
d.i. Ursula Schultze-Bluhm
Fuerte - Die Familie. Zwei Blatt. Farb- u. Faserstift bzw. Farbstift auf festem Karton. 1984/85. 37,5 x 51 bzw. 32,5 x 72,5 cm. Jeweils im Passepartout freigestellt u. unter Glas gerahmt.
Beide Blatt signiert, datiert u. betitelt (teils auf der Rahmenrückwand).
Weiss 84/203 und 85/205.
(Mittenwalde 1921 - 1999 Köln)
d.i. Ursula Schultze-Bluhm
Fuerte - Die Familie. Zwei Blatt. Farb- u. Faserstift bzw. Farbstift auf festem Karton. 1984/85. 37,5 x 51 bzw. 32,5 x 72,5 cm. Jeweils im Passepartout freigestellt u. unter Glas gerahmt.
Beide Blatt signiert, datiert u. betitelt (teils auf der Rahmenrückwand).
Weiss 84/203 und 85/205.
306
Vogelgesang, Klaus
(Radebeul 1945 - lebt in Berlin)
Pschscht. Farbstifte u. Graphit auf Karton. 1979. 200 x 150 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Die Rückwand verso mit verschiedenen Transportetiketten.
Provenienz: Atelier des Künstlers; vom Vorbesitzer 1980 in der Kunsthalle Düsseldorf erworben (Ausstellungskatalog beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet u.a. in: Klaus Vogelgesang. Zeichnungen 1975-1980. Düsseldorf, Kunsthalle, 1980, Katalog-Nr. 17, ohne Seitenangabe; Realism and Expressionism in Berlin Art. Frederick S. Wight Art Gallery, University of California, Los Angeles, 1980, Katalog-Nr. 39, S. 79 (verso Transportetikett); Klaus Vogelgesang 1969-1982. Berlin (West), Staatliche Kunsthalle, 1982, Katalog-Nr. 138, S. 128 (verso Transportetikett) sowie in: Mensch und Landschaft in der zeitgenössischen Malerei und Graphik. Düsseldorf/Moskau, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, 1983, S. 73 (verso Transportetikett).
(Radebeul 1945 - lebt in Berlin)
Pschscht. Farbstifte u. Graphit auf Karton. 1979. 200 x 150 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert. Die Rückwand verso mit verschiedenen Transportetiketten.
Provenienz: Atelier des Künstlers; vom Vorbesitzer 1980 in der Kunsthalle Düsseldorf erworben (Ausstellungskatalog beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet u.a. in: Klaus Vogelgesang. Zeichnungen 1975-1980. Düsseldorf, Kunsthalle, 1980, Katalog-Nr. 17, ohne Seitenangabe; Realism and Expressionism in Berlin Art. Frederick S. Wight Art Gallery, University of California, Los Angeles, 1980, Katalog-Nr. 39, S. 79 (verso Transportetikett); Klaus Vogelgesang 1969-1982. Berlin (West), Staatliche Kunsthalle, 1982, Katalog-Nr. 138, S. 128 (verso Transportetikett) sowie in: Mensch und Landschaft in der zeitgenössischen Malerei und Graphik. Düsseldorf/Moskau, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, 1983, S. 73 (verso Transportetikett).
307
Voss, Jan
(Hamburg 1936 - lebt in Paris)
Figurant CIV. Assemblage aus Karton, Leichtstoffplatten u. Acryl. 2001. 43 x 29 x 2 cm. Im Objektkasten gerahmt.
Signiert u. datiert. Die Rahmenrückwand verso mit einem Etikett der Galerie Boisserée, Köln.
(Hamburg 1936 - lebt in Paris)
Figurant CIV. Assemblage aus Karton, Leichtstoffplatten u. Acryl. 2001. 43 x 29 x 2 cm. Im Objektkasten gerahmt.
Signiert u. datiert. Die Rahmenrückwand verso mit einem Etikett der Galerie Boisserée, Köln.
308
Walter-Kurau, Johann
(Jelgava 1869 - 1932 Berlin)
Frauenporträt. Öl auf Karton. 1912. 26,4 x 22 cm. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert.
Mit einer Expertise von Frau Dr. Kristiana Abele, Riga, vom 16.02.2026. Das Werk entstand im Zusammenhang mit dem Ölgemälde "Im Treppenhaus des Gewandhauses zu Leipzig nach dem Konzert" von 1912. - Ab 1889 studierte Walter-Kurau an der St. Petersburger Kunstakademie und emigrierte 1906 nach Deutschland, wo er sich zunächst in Dresden niederließ. Dort gehörte er zu den Mitbegründern der "Dresdner Künstlergruppe 1913". 1917 zog er weiter nach Berlin und beteiligte sich von da an regelmäßig an den Ausstellungen der Berliner Secession. Sein dortiges Atelier betrieb er zugleich als Kunstschule, an der unter anderem Hans Zank ausgebildet wurde. - Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken. Eine kleine Kratzspur und winzige Retuschen.
(Jelgava 1869 - 1932 Berlin)
Frauenporträt. Öl auf Karton. 1912. 26,4 x 22 cm. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert.
Mit einer Expertise von Frau Dr. Kristiana Abele, Riga, vom 16.02.2026. Das Werk entstand im Zusammenhang mit dem Ölgemälde "Im Treppenhaus des Gewandhauses zu Leipzig nach dem Konzert" von 1912. - Ab 1889 studierte Walter-Kurau an der St. Petersburger Kunstakademie und emigrierte 1906 nach Deutschland, wo er sich zunächst in Dresden niederließ. Dort gehörte er zu den Mitbegründern der "Dresdner Künstlergruppe 1913". 1917 zog er weiter nach Berlin und beteiligte sich von da an regelmäßig an den Ausstellungen der Berliner Secession. Sein dortiges Atelier betrieb er zugleich als Kunstschule, an der unter anderem Hans Zank ausgebildet wurde. - Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken. Eine kleine Kratzspur und winzige Retuschen.
309
Wauer, William
(Oberwiesenthal 1866 - 1962 Berlin)
Blitzreiter. Bronze, teils versilbert. 1923. 14,5 x 24,5 x 12 cm.
Signiert u. mit dem Gießerstempel "W. Füssel Berlin" versehen. Auf der Standfläche nummeriert "VI/VII".
Laszlo S. 57 - Wauer präsentierte ab 1916 seine kantig-geometrischen Skulpturen in der Avantgarde-Galerie "Der Sturm": "Ich werde häufig gefragt, warum ich 'viereckig' modelliere. Ich gestalte natürlich, wie alle Künstler, meinen 'Idealmenschen'. Ich wünsche ihn wesensecht aus seiner physiologischen Substanz. Ich wünsche ihn befreit von allem Menschlich-Allzumenschlichen, ganz eingespannt in den Rhythmus seiner Daseinsaufgabe", schrieb er 1928 an den Museumsdirektor Ludwig Justi. Sein berühmtestes Werk, das Porträt von Herwarth Walden, ist zu einem Inbegriff formaler Radikalität der deutschen Moderne geworden. Neben den Porträts schuf er eine größere Anzahl Figuren, die im Sinne seiner "rhythmisch gebändigten Dynamik" von raumgreifenden Bewegungslinien durchzogen sind und bis heute ihre formale Aktualität erhalten haben. (Wauer, zitiert nach: Herwarth Waldens Sturmfrisur, BZ, 19.04.11)
(Oberwiesenthal 1866 - 1962 Berlin)
Blitzreiter. Bronze, teils versilbert. 1923. 14,5 x 24,5 x 12 cm.
Signiert u. mit dem Gießerstempel "W. Füssel Berlin" versehen. Auf der Standfläche nummeriert "VI/VII".
Laszlo S. 57 - Wauer präsentierte ab 1916 seine kantig-geometrischen Skulpturen in der Avantgarde-Galerie "Der Sturm": "Ich werde häufig gefragt, warum ich 'viereckig' modelliere. Ich gestalte natürlich, wie alle Künstler, meinen 'Idealmenschen'. Ich wünsche ihn wesensecht aus seiner physiologischen Substanz. Ich wünsche ihn befreit von allem Menschlich-Allzumenschlichen, ganz eingespannt in den Rhythmus seiner Daseinsaufgabe", schrieb er 1928 an den Museumsdirektor Ludwig Justi. Sein berühmtestes Werk, das Porträt von Herwarth Walden, ist zu einem Inbegriff formaler Radikalität der deutschen Moderne geworden. Neben den Porträts schuf er eine größere Anzahl Figuren, die im Sinne seiner "rhythmisch gebändigten Dynamik" von raumgreifenden Bewegungslinien durchzogen sind und bis heute ihre formale Aktualität erhalten haben. (Wauer, zitiert nach: Herwarth Waldens Sturmfrisur, BZ, 19.04.11)
310
Wigand, Albert
(Ziegenhain in Hessen 1890 - 1978 Leipzig)
Wasserglas mit Blumen. Mischtechnik über Collage auf festem Karton. 1960. 36,8 x 26 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Grüß-Wigand C-1960/8 - Provenienz: Nachlass Gerhard Altenbourg, Altenburg; Privatsammlung Berlin. - Herausragende großformatige Arbeit, die wohl als eine der bedeutendsten Collagen im Werk Wigands betrachtet werden kann. - Fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(Ziegenhain in Hessen 1890 - 1978 Leipzig)
Wasserglas mit Blumen. Mischtechnik über Collage auf festem Karton. 1960. 36,8 x 26 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
Grüß-Wigand C-1960/8 - Provenienz: Nachlass Gerhard Altenbourg, Altenburg; Privatsammlung Berlin. - Herausragende großformatige Arbeit, die wohl als eine der bedeutendsten Collagen im Werk Wigands betrachtet werden kann. - Fest auf dem Unterlagekarton montiert.
311
Wilhelm, Paul
(Greiz 1886 - 1965 Radebeul bei Dresden)
Tulpenstilleben. Aquarell u. Pinsel in Tusche auf Japan auf Karton. 1954. 49,8 x 32,5 cm, im Passepartout freigestellt.
Signiert u. datiert.
Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
(Greiz 1886 - 1965 Radebeul bei Dresden)
Tulpenstilleben. Aquarell u. Pinsel in Tusche auf Japan auf Karton. 1954. 49,8 x 32,5 cm, im Passepartout freigestellt.
Signiert u. datiert.
Die Ecken mit Löchlein von Reißzwecken.
313
Wittig, Werner
(Chemnitz 1930 - 2013 Radebeul)
Chrysanthemen. Öl auf Hartfaser. 1967. 36,8 x 37,3 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso signiert u. datiert "im Winter 67" sowie auf einem Etikett von fremder Hand betitelt.
Provenienz: Kunstausstellung Kühl, Dresden; 1980 Sammlung Glaubrecht Friedrich, Radebeul. - Stellenweise minimales Craquelé.
(Chemnitz 1930 - 2013 Radebeul)
Chrysanthemen. Öl auf Hartfaser. 1967. 36,8 x 37,3 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso signiert u. datiert "im Winter 67" sowie auf einem Etikett von fremder Hand betitelt.
Provenienz: Kunstausstellung Kühl, Dresden; 1980 Sammlung Glaubrecht Friedrich, Radebeul. - Stellenweise minimales Craquelé.
314
Zeniuk, Jerry
(Bardowick 1945 - lebt in München)
o.T. Öl u. Aquarell auf Büttenkarton. 1991. 26,5 x 31,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert, datiert (Summer 1991) u. mit der Ortsangabe "New Mexico" versehen.
(Bardowick 1945 - lebt in München)
o.T. Öl u. Aquarell auf Büttenkarton. 1991. 26,5 x 31,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert, datiert (Summer 1991) u. mit der Ortsangabe "New Mexico" versehen.
316
Zimmermann, Mac
(Stettin 1912 - 1995 Wasserburg am Inn)
Jongleure und Zuschauer. Öl auf Hartfaser. 1953. 69,5 x 99,7 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert u. betitelt.
Knapp/Petersen 418 - Mac Zimmermanns Jongleure und Zuschauer führen in eine rätselhafte Bildwelt, in der die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum aufgehoben scheinen. Auf einer bühnenartig ausgebreiteten Ebene stehen sich zwei Figurengruppen gegenüber: links die hellen, bewegten Jongleure, rechts die dunkleren, eng miteinander verschlungenen Zuschauer. Ihre gesichtslosen, organisch verformten Körper erinnern weniger an individuelle Personen als an urtümliche Wesen, die sich in einem fortwährenden Prozess der Verwandlung zu befinden scheinen. Während die erhobenen Arme der Jongleure freudige Bewegungen beschreiben und den Blick in den tiefblauen Himmel lenken, wirken die Zuschauer kompakter und stärker an die helle Ruinenarchitektur gebunden. Lange Schlagschatten verstärken den kulissenhaften Charakter der Szene. So entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen Bewegung und Erstarrung, Darbietung und Beobachtung, Gemeinschaft und Abgrenzung. Obwohl Zimmermanns Werk dem Surrealismus nahesteht, reicht seine Bildsprache darüber hinaus. Die menschenleere Weite, der tiefe Horizont und die gedämpfte Farbigkeit verweisen auf die romantische Landschaftstradition, insbesondere auf Caspar David Friedrich. Die gesichtslosen Figuren und die verlassene Architektur lassen zugleich an Giorgio de Chiricos metaphysische Malerei denken. Die Ruinen können als Sinnbilder der Vergänglichkeit verstanden werden. Zugleich scheint aus ihnen neues Leben hervorzugehen: Körper, Landschaft und Architektur gehen ineinander über. Das Gemälde veranschaulicht damit Zimmermanns Vorstellung einer Welt nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Vieles im Aufbruch und nichts endgültig festgelegt ist. Wie ein "zeichnender Ovid" - so Torsten Rodiek - macht der Künstler die Metamorphose selbst zum eigentlichen Thema des Bildes. - Stellenweise minimales Craquelé und winzige Farbverluste.
(Stettin 1912 - 1995 Wasserburg am Inn)
Jongleure und Zuschauer. Öl auf Hartfaser. 1953. 69,5 x 99,7 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert u. betitelt.
Knapp/Petersen 418 - Mac Zimmermanns Jongleure und Zuschauer führen in eine rätselhafte Bildwelt, in der die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum aufgehoben scheinen. Auf einer bühnenartig ausgebreiteten Ebene stehen sich zwei Figurengruppen gegenüber: links die hellen, bewegten Jongleure, rechts die dunkleren, eng miteinander verschlungenen Zuschauer. Ihre gesichtslosen, organisch verformten Körper erinnern weniger an individuelle Personen als an urtümliche Wesen, die sich in einem fortwährenden Prozess der Verwandlung zu befinden scheinen. Während die erhobenen Arme der Jongleure freudige Bewegungen beschreiben und den Blick in den tiefblauen Himmel lenken, wirken die Zuschauer kompakter und stärker an die helle Ruinenarchitektur gebunden. Lange Schlagschatten verstärken den kulissenhaften Charakter der Szene. So entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen Bewegung und Erstarrung, Darbietung und Beobachtung, Gemeinschaft und Abgrenzung. Obwohl Zimmermanns Werk dem Surrealismus nahesteht, reicht seine Bildsprache darüber hinaus. Die menschenleere Weite, der tiefe Horizont und die gedämpfte Farbigkeit verweisen auf die romantische Landschaftstradition, insbesondere auf Caspar David Friedrich. Die gesichtslosen Figuren und die verlassene Architektur lassen zugleich an Giorgio de Chiricos metaphysische Malerei denken. Die Ruinen können als Sinnbilder der Vergänglichkeit verstanden werden. Zugleich scheint aus ihnen neues Leben hervorzugehen: Körper, Landschaft und Architektur gehen ineinander über. Das Gemälde veranschaulicht damit Zimmermanns Vorstellung einer Welt nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Vieles im Aufbruch und nichts endgültig festgelegt ist. Wie ein "zeichnender Ovid" - so Torsten Rodiek - macht der Künstler die Metamorphose selbst zum eigentlichen Thema des Bildes. - Stellenweise minimales Craquelé und winzige Farbverluste.
