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Rainer, Arnulf
(Baden bei Wien 1929 - lebt in Oberösterreich)
Rainer, Arnulf
(Baden bei Wien 1929 - lebt in Oberösterreich)
Klimt Aktüberarbeitung. Ölkreide, Faser- u. Bleistift über Heliogravüre auf leichtem Karton. 1981. 35,1 x 25 cm. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert. Verso datiert u. betitelt (Stempel).
Provenienz: Sammlung Hacker, Frankfurt am Main, von diesen 1985 in der Galerie Herbert Meyer-Ellinger, Frankfurt am Main, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Arnulf Rainer. Klimt-Frauen. Überzeichnungen auf Papier 1981. Frankfurt am Main, Galerie Herbert Meyer-Ellinger, 1985, S. 11. - Arnulf Rainer ist bekannt für seine radikalen Übermalungen, mit denen er bestehende Werke in eine neue, oft expressive und düstere Dimension überführt. Seine Serie der Klimt-Frauen greift auf die sinnlichen, ornamentalen Frauenakte von Gustav Klimt zurück, die er mit wilder, gestischer Übermalung verfremdet. Diese sind nicht einfach Zerstörungen oder Negationen des Originals, sondern vielmehr eine dialogische Auseinandersetzung mit der Kunst der Vergangenheit. Während Klimts Frauenakte für Sinnlichkeit, ornamentale Zartheit und eine fast überirdische Ästhetik stehen, fügt Rainer eine rohe, expressive Energie hinzu. Sein schwarzer, oft regelloser Farbauftrag kann zum einen als eine Art Verhüllung oder Verdeckung interpretiert werden, was einer bewussten Störung der harmonischen Schönheit Klimts zugunsten eines existenzielleren Ausdrucks entspricht. Zum anderen sind Rainers Übermalungen als Symbol für Vergänglichkeit, Verdrängung oder auch als Kommentar zur Idealisierung des weiblichen Körpers in der Kunstgeschichte lesbar. Die Linie zwischen Zerstörung und Erschaffung verschwimmt dabei und wirft die Frage nach Autorenschaft, künstlerischer Aneignung und der Rolle von Schönheit in der Kunst auf. - Minimal knitterspurig.
(Baden bei Wien 1929 - lebt in Oberösterreich)
Klimt Aktüberarbeitung. Ölkreide, Faser- u. Bleistift über Heliogravüre auf leichtem Karton. 1981. 35,1 x 25 cm. Unter Glas gerahmt.
Monogrammiert. Verso datiert u. betitelt (Stempel).
Provenienz: Sammlung Hacker, Frankfurt am Main, von diesen 1985 in der Galerie Herbert Meyer-Ellinger, Frankfurt am Main, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Arnulf Rainer. Klimt-Frauen. Überzeichnungen auf Papier 1981. Frankfurt am Main, Galerie Herbert Meyer-Ellinger, 1985, S. 11. - Arnulf Rainer ist bekannt für seine radikalen Übermalungen, mit denen er bestehende Werke in eine neue, oft expressive und düstere Dimension überführt. Seine Serie der Klimt-Frauen greift auf die sinnlichen, ornamentalen Frauenakte von Gustav Klimt zurück, die er mit wilder, gestischer Übermalung verfremdet. Diese sind nicht einfach Zerstörungen oder Negationen des Originals, sondern vielmehr eine dialogische Auseinandersetzung mit der Kunst der Vergangenheit. Während Klimts Frauenakte für Sinnlichkeit, ornamentale Zartheit und eine fast überirdische Ästhetik stehen, fügt Rainer eine rohe, expressive Energie hinzu. Sein schwarzer, oft regelloser Farbauftrag kann zum einen als eine Art Verhüllung oder Verdeckung interpretiert werden, was einer bewussten Störung der harmonischen Schönheit Klimts zugunsten eines existenzielleren Ausdrucks entspricht. Zum anderen sind Rainers Übermalungen als Symbol für Vergänglichkeit, Verdrängung oder auch als Kommentar zur Idealisierung des weiblichen Körpers in der Kunstgeschichte lesbar. Die Linie zwischen Zerstörung und Erschaffung verschwimmt dabei und wirft die Frage nach Autorenschaft, künstlerischer Aneignung und der Rolle von Schönheit in der Kunst auf. - Minimal knitterspurig.
Estimated price: 9.000 €