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Liebermann, Max
(1847 Berlin 1935)
Liebermann, Max
(1847 Berlin 1935)
Gartenlokal an der Havel. Öl auf Holz. Um 1920-22. 32 x 40,8 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso Stempel "Dr. Fr. Schoenfeld & Co., Düsseldorf / Malfarben u. Maltuchfabrik".
Mit einer Expertise von Matthias Eberle vom 2. November 2014 (in Kopie beigegeben). Die Arbeit wird in den Nachtrag des Werkverzeichnisses unter der Nummer "1921/36b" aufgenommen. - Provenienz: Privatsammlung Hamburg; Privatsammlung Süddeutschland. - "Das Motiv 'Gartenlokal' zieht sich für Jahrzente als ein grüner Faden durch Liebermanns Werk. Er beginnt 1879 mit der Darstellung von kleinen Biergärten in der Nähe von Dachau und liefert zu diesem Motiv mit dem 'Münchner Biergarten' von 1884 (Neue Pinakothek München) ein erstes großes Werk; 1893 folgen verschiedene Fassungen eines 'Biergarten in Brannenburg' bei Rosenheim, im Jahr darauf entstehen ein 'Wirtshaus in Overveen' und andere Gartenlokale in Holland. Schließlich, als Liebermann 1914 seine Malreisen in die Niederlande einstellt, sucht und findet er während der Sommermonate Ersatz in den im Südwesten der Stadt gelegenen vielen Lokalen am Ufer der Havel, die sich vor seinem Grundstück zum Wannsee weitet. Dieser Typ Gaststätte ist ihm geradezu ein Gleichnis für die zivile Verbindung des Menschen mit der Natur, die auf seinen Bildern eben nicht unkontrolliert wuchert, sondern vom Menschen so verwandelt wird, dass er sich in ihr als einer von ihm geformten Umgebung bewegen kann. In den zwanziger Jahren entstehen dann Gemälde mit Gartenlokalen im Dutzend. Liebermann nutz das Motiv - ebenso wie Details aus seinem Garten - um eine reiche Farbigkeit zu entwickeln, die er bei anderen Motiven nicht in gleicher Weise einsetzt." (Matthias Eberle 2014) - Vereinzelte kleine Randretuschen.
(1847 Berlin 1935)
Gartenlokal an der Havel. Öl auf Holz. Um 1920-22. 32 x 40,8 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso Stempel "Dr. Fr. Schoenfeld & Co., Düsseldorf / Malfarben u. Maltuchfabrik".
Mit einer Expertise von Matthias Eberle vom 2. November 2014 (in Kopie beigegeben). Die Arbeit wird in den Nachtrag des Werkverzeichnisses unter der Nummer "1921/36b" aufgenommen. - Provenienz: Privatsammlung Hamburg; Privatsammlung Süddeutschland. - "Das Motiv 'Gartenlokal' zieht sich für Jahrzente als ein grüner Faden durch Liebermanns Werk. Er beginnt 1879 mit der Darstellung von kleinen Biergärten in der Nähe von Dachau und liefert zu diesem Motiv mit dem 'Münchner Biergarten' von 1884 (Neue Pinakothek München) ein erstes großes Werk; 1893 folgen verschiedene Fassungen eines 'Biergarten in Brannenburg' bei Rosenheim, im Jahr darauf entstehen ein 'Wirtshaus in Overveen' und andere Gartenlokale in Holland. Schließlich, als Liebermann 1914 seine Malreisen in die Niederlande einstellt, sucht und findet er während der Sommermonate Ersatz in den im Südwesten der Stadt gelegenen vielen Lokalen am Ufer der Havel, die sich vor seinem Grundstück zum Wannsee weitet. Dieser Typ Gaststätte ist ihm geradezu ein Gleichnis für die zivile Verbindung des Menschen mit der Natur, die auf seinen Bildern eben nicht unkontrolliert wuchert, sondern vom Menschen so verwandelt wird, dass er sich in ihr als einer von ihm geformten Umgebung bewegen kann. In den zwanziger Jahren entstehen dann Gemälde mit Gartenlokalen im Dutzend. Liebermann nutz das Motiv - ebenso wie Details aus seinem Garten - um eine reiche Farbigkeit zu entwickeln, die er bei anderen Motiven nicht in gleicher Weise einsetzt." (Matthias Eberle 2014) - Vereinzelte kleine Randretuschen.
Estimated price: 250.000 €