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Hofer, Carl
(Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin)
Hofer, Carl
(Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin)
Mädchen mit Christblume. Öl auf Leinwand. 1945. 80,5 x 50,2 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso auf dem Keilrahmen betitelt "Christrose" u. mit der Widmung "Meiner lieben Frau Lisbeth zu Weihnachten 1946" versehen.
Wohlert/Eisenbeis 1870 - Provenienz: Vom Vorbesitzer 1979 in der Galerie Rosenbach, Hannover, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt in: Carl Hofer. Ausstellung von neuen Werken. Berlin, Ausstellungsräume des Westens, 1946, Katalog-Nr. 71 sowie in: Karl Hofer. Köln, Baukunst-Galerie, 1978, Katalog-Nr. 56. - 1945, kurz nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs, schuf Hofer die Darstellung eines jungen Mädchens in traditioneller Kleidung, das eine große rote Christblume trägt. Die Farbgebung ist geprägt von warmen Gelb- und Grüntönen, die einen starken Kontrast zu der leuchtend roten Blüte bilden. Hofer, der von den Nationalsozialisten als entarteter Künstler verfolgt wurde, blieb seiner stilistischen und inhaltlichen Handschrift auch nach dem Kriege treu. So ist auch unser Gemälde geprägt von Hofers expressiver Klarheit und einer tiefen psychologischen Dimension. - Die Arbeit kann als Symbol für Hoffnung und den Wunsch nach Neuanfang gelesen werden. Während der Weihnachtsstern, der in den Wintermonaten blüht, für Überleben und Widerstandskraft zu stehen scheint, verkörpert das Mädchen mit seiner Nachdenklichkeit die zerbrechliche Hoffnungsträgerin der Nachkriegsgeneration. "Sie wundern sich", schrieb Hofer 1947 an Hans-Carsten Hager, "daß in meinem Werk viel Vorahnung des Kommenden sich findet. Der Künstler ist eben ein Seismograph, der das Unheil vorausregistriert." (Zitiert nach: Ursula und Günter Feist (Hrsg.), Karl Hofer. Bilder im Schloßmuseum Ettlingen, Berlin 1983, S. 96) - "Mädchen mit Christblume" gehört zu den besonderen Werken Hofers, die er selbst so sehr schätzte, dass er das Motiv nicht nur auf Leinwand, sondern auch als Lithographie umsetzte. Diese zählt zu den begehrtesten Grafiken des Künstlers und ist unserem Gemälde beigegeben: Mädchen mit Christblume. Lithographie auf braunem Papier. Um 1946. 37,2 x 20,5 (42 x 29,5) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt. Signiert. Verso mit dem Stempel des Graphik-Verlags Dr. Heinrich Mock, Altenburg. Rathenau L 85 II. Provenienz: Vom Vorbesitzer 1979 in der Galerie Rosenbach, Hannover, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Vereinzeltes leichtes Craquelé.
(Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin)
Mädchen mit Christblume. Öl auf Leinwand. 1945. 80,5 x 50,2 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso auf dem Keilrahmen betitelt "Christrose" u. mit der Widmung "Meiner lieben Frau Lisbeth zu Weihnachten 1946" versehen.
Wohlert/Eisenbeis 1870 - Provenienz: Vom Vorbesitzer 1979 in der Galerie Rosenbach, Hannover, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt in: Carl Hofer. Ausstellung von neuen Werken. Berlin, Ausstellungsräume des Westens, 1946, Katalog-Nr. 71 sowie in: Karl Hofer. Köln, Baukunst-Galerie, 1978, Katalog-Nr. 56. - 1945, kurz nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs, schuf Hofer die Darstellung eines jungen Mädchens in traditioneller Kleidung, das eine große rote Christblume trägt. Die Farbgebung ist geprägt von warmen Gelb- und Grüntönen, die einen starken Kontrast zu der leuchtend roten Blüte bilden. Hofer, der von den Nationalsozialisten als entarteter Künstler verfolgt wurde, blieb seiner stilistischen und inhaltlichen Handschrift auch nach dem Kriege treu. So ist auch unser Gemälde geprägt von Hofers expressiver Klarheit und einer tiefen psychologischen Dimension. - Die Arbeit kann als Symbol für Hoffnung und den Wunsch nach Neuanfang gelesen werden. Während der Weihnachtsstern, der in den Wintermonaten blüht, für Überleben und Widerstandskraft zu stehen scheint, verkörpert das Mädchen mit seiner Nachdenklichkeit die zerbrechliche Hoffnungsträgerin der Nachkriegsgeneration. "Sie wundern sich", schrieb Hofer 1947 an Hans-Carsten Hager, "daß in meinem Werk viel Vorahnung des Kommenden sich findet. Der Künstler ist eben ein Seismograph, der das Unheil vorausregistriert." (Zitiert nach: Ursula und Günter Feist (Hrsg.), Karl Hofer. Bilder im Schloßmuseum Ettlingen, Berlin 1983, S. 96) - "Mädchen mit Christblume" gehört zu den besonderen Werken Hofers, die er selbst so sehr schätzte, dass er das Motiv nicht nur auf Leinwand, sondern auch als Lithographie umsetzte. Diese zählt zu den begehrtesten Grafiken des Künstlers und ist unserem Gemälde beigegeben: Mädchen mit Christblume. Lithographie auf braunem Papier. Um 1946. 37,2 x 20,5 (42 x 29,5) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt. Signiert. Verso mit dem Stempel des Graphik-Verlags Dr. Heinrich Mock, Altenburg. Rathenau L 85 II. Provenienz: Vom Vorbesitzer 1979 in der Galerie Rosenbach, Hannover, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Vereinzeltes leichtes Craquelé.
Estimated price: 45.000 €