Alle Werke
(316)
181
Loeber, Lou
(Amsterdam 1894 - 1983 Blaricum)
Kop (Porträt Toon Verhoef). Öl auf Papier, auf Hartfaser montiert. 1925. 59,6 x 46,8 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso in Versalien signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Kunsthandel Bas Meijer, Utrecht; Privatsammlung Utrecht; E.J. van Wisselingh & Co., Haarlem; Privatsammlung Amsterdam. - Ausgestellt in: Lou Loeber - Utopie en werkelijkheid. Zwolle, Waanders Uitgevers, 1993, Katalog-Nr. 13 sowie ausgestellt und abgebildet in: Lou Loeber - en haar inzet voor socialistische kunst. Den Haag, Rode Haring, 2026, S. 5 und 12. - Die rechte obere Ecke mit leichter Läsur. - Beigegeben: Dieselbe. Kop (Vorzeichnung zum Gemälde). Bleistift auf Pergamin. 1925. 65 x 51,5 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt. Datiert. Mit zahlreichen handschriftlichen Farbnotizen der Künstlerin. Atelierspuren und Läsuren, teilweise hinterlegt. - Beeinflusst vom Konstruktivismus und den Ideen der Künstlergruppe De Stijl überführte Lou Loeber das Porträt des Kubisten Toon Verhoef (Pseudonym von Karel Luberti, 1893-1979) in eine reduzierte, geometrisch-abstrakte Bildsprache. Aus dem individuellen Abbild ihres Künstlerfreundes entwickelte sie eine universelle, von persönlichen Merkmalen gelöste Formensprache. - 1918 brach die sozialistisch engagierte Künstlerin ihr Studium an der Amsterdamer Reichsakademie der Bildenden Künste vorzeitig ab, da sie deren konservative Ausrichtung ablehnte. Inspiriert von Piet Mondrian, Albert Gleizes und Le Corbusier schuf sie Werke, die bereits zu Beginn der 1920er Jahre in ersten Ausstellungen gezeigt wurden. - 1927 besuchte Loeber Walter Gropius am Bauhaus in Dessau, wo sie weitere Impulse für ihren künstlerischen Werdegang erhielt. In dieser Zeit entwickelte sie ein System, mit dem sich mehrere Fassungen eines Motivs herstellen ließen, und übertrug das modernistische Prinzip der Serialität auf ihre Malerei. Durch die Möglichkeit der Vervielfältigung konnte sie ihre Werke kostengünstiger anbieten und moderne Kunst über verschiedene Medien einem breiteren Publikum zugänglich machen. - Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Künstler Dirk Koning, gründete Loeber 1932 einen Kunstverleih, der ihre Arbeiten zu erschwinglichen Preisen vermietete. Damit verfolgte sie das Ziel, moderne Kunst einer möglichst großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. - In ihren Erinnerungen formulierte sie ihre künstlerische und gesellschaftliche Überzeugung: "Die vereinfachte, abstrahierte Formgebung, die auf rhythmischen Verhältnissen von Formen, Linien und Farben basiert, verleiht dem allgemein Menschlichen ... auf direkte Weise Ausdruck. Eine ausgeglichene sozialistische Gesellschaft könnte es Menschen ermöglichen, zu einem tieferen Bewusstsein des allgemein Menschlichen zu gelangen. Umgekehrt könnte, so hoffe auch ich, eine solche Malerei dieses Bewusstsein bereits zuvor bei den dafür Empfänglichen wecken und so das Streben nach einer ausgeglichenen Gesellschaft anregen." (Herinneringen door Lou Loeber, in: Centraal Museum Utrecht, Mededelingen, Nr. 28-29, 1980, S. 25)
(Amsterdam 1894 - 1983 Blaricum)
Kop (Porträt Toon Verhoef). Öl auf Papier, auf Hartfaser montiert. 1925. 59,6 x 46,8 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert. Verso in Versalien signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Kunsthandel Bas Meijer, Utrecht; Privatsammlung Utrecht; E.J. van Wisselingh & Co., Haarlem; Privatsammlung Amsterdam. - Ausgestellt in: Lou Loeber - Utopie en werkelijkheid. Zwolle, Waanders Uitgevers, 1993, Katalog-Nr. 13 sowie ausgestellt und abgebildet in: Lou Loeber - en haar inzet voor socialistische kunst. Den Haag, Rode Haring, 2026, S. 5 und 12. - Die rechte obere Ecke mit leichter Läsur. - Beigegeben: Dieselbe. Kop (Vorzeichnung zum Gemälde). Bleistift auf Pergamin. 1925. 65 x 51,5 cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt. Datiert. Mit zahlreichen handschriftlichen Farbnotizen der Künstlerin. Atelierspuren und Läsuren, teilweise hinterlegt. - Beeinflusst vom Konstruktivismus und den Ideen der Künstlergruppe De Stijl überführte Lou Loeber das Porträt des Kubisten Toon Verhoef (Pseudonym von Karel Luberti, 1893-1979) in eine reduzierte, geometrisch-abstrakte Bildsprache. Aus dem individuellen Abbild ihres Künstlerfreundes entwickelte sie eine universelle, von persönlichen Merkmalen gelöste Formensprache. - 1918 brach die sozialistisch engagierte Künstlerin ihr Studium an der Amsterdamer Reichsakademie der Bildenden Künste vorzeitig ab, da sie deren konservative Ausrichtung ablehnte. Inspiriert von Piet Mondrian, Albert Gleizes und Le Corbusier schuf sie Werke, die bereits zu Beginn der 1920er Jahre in ersten Ausstellungen gezeigt wurden. - 1927 besuchte Loeber Walter Gropius am Bauhaus in Dessau, wo sie weitere Impulse für ihren künstlerischen Werdegang erhielt. In dieser Zeit entwickelte sie ein System, mit dem sich mehrere Fassungen eines Motivs herstellen ließen, und übertrug das modernistische Prinzip der Serialität auf ihre Malerei. Durch die Möglichkeit der Vervielfältigung konnte sie ihre Werke kostengünstiger anbieten und moderne Kunst über verschiedene Medien einem breiteren Publikum zugänglich machen. - Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Künstler Dirk Koning, gründete Loeber 1932 einen Kunstverleih, der ihre Arbeiten zu erschwinglichen Preisen vermietete. Damit verfolgte sie das Ziel, moderne Kunst einer möglichst großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. - In ihren Erinnerungen formulierte sie ihre künstlerische und gesellschaftliche Überzeugung: "Die vereinfachte, abstrahierte Formgebung, die auf rhythmischen Verhältnissen von Formen, Linien und Farben basiert, verleiht dem allgemein Menschlichen ... auf direkte Weise Ausdruck. Eine ausgeglichene sozialistische Gesellschaft könnte es Menschen ermöglichen, zu einem tieferen Bewusstsein des allgemein Menschlichen zu gelangen. Umgekehrt könnte, so hoffe auch ich, eine solche Malerei dieses Bewusstsein bereits zuvor bei den dafür Empfänglichen wecken und so das Streben nach einer ausgeglichenen Gesellschaft anregen." (Herinneringen door Lou Loeber, in: Centraal Museum Utrecht, Mededelingen, Nr. 28-29, 1980, S. 25)
182
Lüpertz, Markus
(Liberec in Böhmen 1941 - lebt in Düsseldorf u. Berlin)
Harlekin. Bronze, schwarz patiniert u. bemalt. 2003. 22 x 13 x 14,4 cm. Auf Holzsockel (Höhe: 3 cm).
Auf der Plinthe monogrammiert u. nummeriert "31/65" sowie mit dem Gießerstempel "Schmäke Düsseldorf" versehen.
Provenienz: Vom Vorbesitzer 2008 in der Korff-Stiftung, Ilmmünster, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben).
(Liberec in Böhmen 1941 - lebt in Düsseldorf u. Berlin)
Harlekin. Bronze, schwarz patiniert u. bemalt. 2003. 22 x 13 x 14,4 cm. Auf Holzsockel (Höhe: 3 cm).
Auf der Plinthe monogrammiert u. nummeriert "31/65" sowie mit dem Gießerstempel "Schmäke Düsseldorf" versehen.
Provenienz: Vom Vorbesitzer 2008 in der Korff-Stiftung, Ilmmünster, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben).
183
Marc, Franz
(München 1880 - 1916 Braquis bei Verdun)
Der Stier. Holzschnitt auf silberbeschichtetem Japan. 1912. 16 x 22,1 (29,5 x 33) cm. Unter Glas gerahmt.
Verso mit dem Nachlaßstempel des Künstlers, dort von Maria Marc autorisiert.
Hoberg/Jansen 28/1 - Lankheit 827/1 - Einziger von insgesamt nur vier bekannten Handdrucken des Künstlers auf silberbeschichtetem Japan der ersten Auflage, der sich in Privatbesitz befindet. - Der volle Rand oben und unten leicht knitterspurig.
(München 1880 - 1916 Braquis bei Verdun)
Der Stier. Holzschnitt auf silberbeschichtetem Japan. 1912. 16 x 22,1 (29,5 x 33) cm. Unter Glas gerahmt.
Verso mit dem Nachlaßstempel des Künstlers, dort von Maria Marc autorisiert.
Hoberg/Jansen 28/1 - Lankheit 827/1 - Einziger von insgesamt nur vier bekannten Handdrucken des Künstlers auf silberbeschichtetem Japan der ersten Auflage, der sich in Privatbesitz befindet. - Der volle Rand oben und unten leicht knitterspurig.
184
Mack, Heinz
(Lollar 1931 - lebt in Mönchengladbach)
a little hope (Chromatische Konstellation). Acryl auf Leinwand. 2008. 46 x 45 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Vom Vorbesitzer 2009 in der Galerie Florian Trampler, München, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Mack. Licht im Blick. München, Galerie Florian Trampler, 2009, ohne Seitenangabe.
(Lollar 1931 - lebt in Mönchengladbach)
a little hope (Chromatische Konstellation). Acryl auf Leinwand. 2008. 46 x 45 cm. In Künstlerleiste gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso signiert, datiert u. betitelt.
Provenienz: Vom Vorbesitzer 2009 in der Galerie Florian Trampler, München, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Mack. Licht im Blick. München, Galerie Florian Trampler, 2009, ohne Seitenangabe.
185
Mack, Heinz
(Lollar 1931 - lebt in Mönchengladbach)
Spring. Farbsiebdruck aus 22 Sieben auf Büttenkarton. 2003. 47,5 x 28,5 (60,3 x 45) cm.
Signiert, datiert u. nummeriert "49/50".
Nicht mehr bei Mack - Provenienz: Vom Vorbesitzer 2011 in der Galerie Florian Trampler, München, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Mack. Licht im Blick. München, Galerie Florian Trampler, 2009, ohne Seitenangabe.
(Lollar 1931 - lebt in Mönchengladbach)
Spring. Farbsiebdruck aus 22 Sieben auf Büttenkarton. 2003. 47,5 x 28,5 (60,3 x 45) cm.
Signiert, datiert u. nummeriert "49/50".
Nicht mehr bei Mack - Provenienz: Vom Vorbesitzer 2011 in der Galerie Florian Trampler, München, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Mack. Licht im Blick. München, Galerie Florian Trampler, 2009, ohne Seitenangabe.
186
Marwan
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Stilleben mit Teekanne. Öl auf Leinwand. 1983. 65 x 81 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso auf dem Keilrahmen signiert u. datiert (März 1983).
Provenienz: Privatsammlung Berlin. - Ausgestellt und abgebildet in: Marwan. Ölbilder und Arbeiten auf Papier aus zwei Sammlungen und zwei Jahrzehnten. Berlin, Dr. Irene Lehr Kunsthandel, 2002, Katalog-Nr. 26, S. 29. - Marwans Stilleben zeigt keine stille, überschaubare Ordnung der Dinge. Das Gemälde ist vielmehr ein Schauplatz der Verdichtung und Verwandlung. Auf einem kleinen Tisch drängen sich Gefäße, Früchte, Schalen und Tücher. Sie bilden kein klar gegliedertes Arrangement, sondern einen farbigen Organismus, in dem jede Form von den benachbarten Elementen berührt, überlagert oder aufgelöst wird. 1983 entstanden, gehört unser Gemälde in eine Phase, in der Marwan bereits eine unverwechselbare Position innerhalb der deutschen Nachkriegsmalerei entwickelt hatte. Seine Berliner Jahre waren zunächst von materieller Unsicherheit geprägt. In einem Gespräch mit dem Städel Museum erinnerte Marwan sich daran, tagsüber in einer Berliner Kürschnerei Felle geschnitten und nachts, nach einer großen Kanne Kaffee, gezeichnet zu haben. Die Erfahrung körperlicher Arbeit, die unmittelbare Nähe zu Material, Haut und Oberfläche sowie der einsame Rhythmus des nächtlichen Zeichnens bilden den biografischen Hintergrund für jene taktile Intensität, mit der Marwan Farbe behandelte. Seine Gemälde scheinen weniger mit dem Pinsel beschrieben als Schicht um Schicht ertastet zu sein. - Auch in unserem Stilleben wird Farbe zu einer körperlichen Substanz. Breite, pastose Pinselzüge treffen auf dünn verriebene und stellenweise durchscheinende Partien. Der Pinsel modelliert keine fest umrissenen Gegenstände, sondern legt Farbzüge nebeneinander, übereinander und gegeneinander. Grün, Rosa, Gelb und Weiß über leuchtenden Orange- und Rottönen intensivieren sich im Zentrum zu einem flirrenden Gewebe, das einem blaugrauen Hintergrund gegenübergestellt ist. Auch er ist kein neutraler Raum, sondern Teil des malerischen Geschehens. - Marwans Stellung zwischen Damaskus und Berlin ist für diese Bildsprache zentral. Er verstand seine Biografie nicht als einfache Ablösung von einer Herkunftskultur durch eine europäische Moderne. Vielmehr blieb seine Berliner Existenz von der Erinnerung an Damaskus durchdrungen. Im Gespräch mit dem Städel Museum bezeichnete er den Satz des Kunsthistorikers Eberhard Roters, er habe "sein Damaskus in Berlin gefunden", als besonders treffend. - Die Entstehungszeit im März 1983 bezeichnet zudem einen Moment zunehmender öffentlicher Anerkennung. Seit 1980 war Marwan Professor an der Berliner Hochschule der Künste; 1982 waren seine Arbeiten auf der Biennale von Venedig vertreten, 1983 zeigte die Overbeck-Gesellschaft in Lübeck eine Einzelausstellung, der 1984 eine Ausstellung in der Kunsthalle Darmstadt folgte. Das Gemälde entstand somit nicht mehr unter den prekären Bedingungen seiner frühen Berliner Jahre, sondern auf dem Höhepunkt einer künstlerischen Entwicklung, die Damaskus und Berlin in einer eigenständigen malerischen Sprache miteinander verband.
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Stilleben mit Teekanne. Öl auf Leinwand. 1983. 65 x 81 cm. Gerahmt.
Signiert. Verso auf dem Keilrahmen signiert u. datiert (März 1983).
Provenienz: Privatsammlung Berlin. - Ausgestellt und abgebildet in: Marwan. Ölbilder und Arbeiten auf Papier aus zwei Sammlungen und zwei Jahrzehnten. Berlin, Dr. Irene Lehr Kunsthandel, 2002, Katalog-Nr. 26, S. 29. - Marwans Stilleben zeigt keine stille, überschaubare Ordnung der Dinge. Das Gemälde ist vielmehr ein Schauplatz der Verdichtung und Verwandlung. Auf einem kleinen Tisch drängen sich Gefäße, Früchte, Schalen und Tücher. Sie bilden kein klar gegliedertes Arrangement, sondern einen farbigen Organismus, in dem jede Form von den benachbarten Elementen berührt, überlagert oder aufgelöst wird. 1983 entstanden, gehört unser Gemälde in eine Phase, in der Marwan bereits eine unverwechselbare Position innerhalb der deutschen Nachkriegsmalerei entwickelt hatte. Seine Berliner Jahre waren zunächst von materieller Unsicherheit geprägt. In einem Gespräch mit dem Städel Museum erinnerte Marwan sich daran, tagsüber in einer Berliner Kürschnerei Felle geschnitten und nachts, nach einer großen Kanne Kaffee, gezeichnet zu haben. Die Erfahrung körperlicher Arbeit, die unmittelbare Nähe zu Material, Haut und Oberfläche sowie der einsame Rhythmus des nächtlichen Zeichnens bilden den biografischen Hintergrund für jene taktile Intensität, mit der Marwan Farbe behandelte. Seine Gemälde scheinen weniger mit dem Pinsel beschrieben als Schicht um Schicht ertastet zu sein. - Auch in unserem Stilleben wird Farbe zu einer körperlichen Substanz. Breite, pastose Pinselzüge treffen auf dünn verriebene und stellenweise durchscheinende Partien. Der Pinsel modelliert keine fest umrissenen Gegenstände, sondern legt Farbzüge nebeneinander, übereinander und gegeneinander. Grün, Rosa, Gelb und Weiß über leuchtenden Orange- und Rottönen intensivieren sich im Zentrum zu einem flirrenden Gewebe, das einem blaugrauen Hintergrund gegenübergestellt ist. Auch er ist kein neutraler Raum, sondern Teil des malerischen Geschehens. - Marwans Stellung zwischen Damaskus und Berlin ist für diese Bildsprache zentral. Er verstand seine Biografie nicht als einfache Ablösung von einer Herkunftskultur durch eine europäische Moderne. Vielmehr blieb seine Berliner Existenz von der Erinnerung an Damaskus durchdrungen. Im Gespräch mit dem Städel Museum bezeichnete er den Satz des Kunsthistorikers Eberhard Roters, er habe "sein Damaskus in Berlin gefunden", als besonders treffend. - Die Entstehungszeit im März 1983 bezeichnet zudem einen Moment zunehmender öffentlicher Anerkennung. Seit 1980 war Marwan Professor an der Berliner Hochschule der Künste; 1982 waren seine Arbeiten auf der Biennale von Venedig vertreten, 1983 zeigte die Overbeck-Gesellschaft in Lübeck eine Einzelausstellung, der 1984 eine Ausstellung in der Kunsthalle Darmstadt folgte. Das Gemälde entstand somit nicht mehr unter den prekären Bedingungen seiner frühen Berliner Jahre, sondern auf dem Höhepunkt einer künstlerischen Entwicklung, die Damaskus und Berlin in einer eigenständigen malerischen Sprache miteinander verband.
187
Marwan
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Kopf. Öl auf Holz. 2000. 11,4 x 8 cm. Gerahmt.
Verso signiert, datiert (März 2000) sowie mit Widmung vom "Feb. 2001".
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Kopf. Öl auf Holz. 2000. 11,4 x 8 cm. Gerahmt.
Verso signiert, datiert (März 2000) sowie mit Widmung vom "Feb. 2001".
188
Marwan
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Selbstbildnis. Öl auf Leinwand. 1984. 27 x 22 cm. Gerahmt.
Verso auf dem Keilrahmen signiert u. datiert.
Marwans Gesichter sind keine Porträts im herkömmlichen Sinne, auch wenn das eigene Antlitz oder das von Freunden häufig den Ausgangspunkt bildete. Vielmehr behandelte Marwan den Kopf wie eine Landschaft, deren Furchen, Erhebungen und Ablagerungen von Erinnerung und gelebter Erfahrung zeugen. Farbe bildet dabei keine äußere Erscheinung ab, sondern legt seelische Zustände frei. Das wiederholte Malen des Gesichts ist deshalb weniger Selbstbeschreibung als fortgesetzte Befragung: Wer erscheint, wenn sich das Sichtbare Schicht um Schicht öffnet? In Marwans Werk wird das Antlitz zum wandelbaren Resonanzraum menschlicher Existenz, zu einem Ort, an dem Innen und Außen, Körper und Erinnerung unauflöslich ineinander übergehen.
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Selbstbildnis. Öl auf Leinwand. 1984. 27 x 22 cm. Gerahmt.
Verso auf dem Keilrahmen signiert u. datiert.
Marwans Gesichter sind keine Porträts im herkömmlichen Sinne, auch wenn das eigene Antlitz oder das von Freunden häufig den Ausgangspunkt bildete. Vielmehr behandelte Marwan den Kopf wie eine Landschaft, deren Furchen, Erhebungen und Ablagerungen von Erinnerung und gelebter Erfahrung zeugen. Farbe bildet dabei keine äußere Erscheinung ab, sondern legt seelische Zustände frei. Das wiederholte Malen des Gesichts ist deshalb weniger Selbstbeschreibung als fortgesetzte Befragung: Wer erscheint, wenn sich das Sichtbare Schicht um Schicht öffnet? In Marwans Werk wird das Antlitz zum wandelbaren Resonanzraum menschlicher Existenz, zu einem Ort, an dem Innen und Außen, Körper und Erinnerung unauflöslich ineinander übergehen.
189
Marwan
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Marionette. Aquarell auf Bütten. 2009. 25,5 x 20,7 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert u. datiert (18-12-09).
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Marionette. Aquarell auf Bütten. 2009. 25,5 x 20,7 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Verso signiert u. datiert (18-12-09).
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
190
Marwan
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Kopf. Aquarell u. Pinsel in Tusche auf Bütten. 1986. 43,5 x 30,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Kopf. Aquarell u. Pinsel in Tusche auf Bütten. 1986. 43,5 x 30,5 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
191
Marwan
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Kopf. Aquarell auf Bütten. 1989. 59 x 46 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
(Damaskus 1934 - 2016 Berlin)
Kopf. Aquarell auf Bütten. 1989. 59 x 46 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
In den Ecken fest auf dem Unterlagekarton montiert.
192
Masereel, Frans
(Blankenberghe 1889 - 1972 Avignon)
Nu assis après sa toilette. Öl auf Karton auf Spanplatte. 1944. 33 x 24,5 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
Vorms 39.
(Blankenberghe 1889 - 1972 Avignon)
Nu assis après sa toilette. Öl auf Karton auf Spanplatte. 1944. 33 x 24,5 cm. Gerahmt.
Monogrammiert u. datiert.
Vorms 39.
193
Mataré, Ewald
(Aachen 1887 - 1965 Büderich)
Bischof Altfrid und Äbtissin Elisabeth. Bronzerelief, geschmiedet. 1955/56. 60 x 48 x 3,5 cm.
Monogrammiert u. betitelt.
Schilling/de Werd 475 - Vgl. Schilling 437 - Provenienz: Sammlung Margrit Loh, Zug; Privatsammlung Bayern; 2013-2021 als Leihgabe in der Mataré-Sammlung im Museum Kurhaus Kleve. - Entwurf für das Mosaikmedaillon des Portals des Essener Münsterschatzhauses. Das Medaillon zeigt Altfrid, den späteren Bischof von Hildesheim, und seine Schwester Gerswid. Gerswid war die erste Äbtissin des von ihrem Bruder um 850 auf seinem Gut Astnidi gegründeten Frauenstifts. Auf dem Areal des Gründungsbaus wurde später das Essener Münster errichtet.
(Aachen 1887 - 1965 Büderich)
Bischof Altfrid und Äbtissin Elisabeth. Bronzerelief, geschmiedet. 1955/56. 60 x 48 x 3,5 cm.
Monogrammiert u. betitelt.
Schilling/de Werd 475 - Vgl. Schilling 437 - Provenienz: Sammlung Margrit Loh, Zug; Privatsammlung Bayern; 2013-2021 als Leihgabe in der Mataré-Sammlung im Museum Kurhaus Kleve. - Entwurf für das Mosaikmedaillon des Portals des Essener Münsterschatzhauses. Das Medaillon zeigt Altfrid, den späteren Bischof von Hildesheim, und seine Schwester Gerswid. Gerswid war die erste Äbtissin des von ihrem Bruder um 850 auf seinem Gut Astnidi gegründeten Frauenstifts. Auf dem Areal des Gründungsbaus wurde später das Essener Münster errichtet.
194
Mattheuer, Wolfgang
(Reichenbach 1927 - 2004 Leipzig)
Zu Günther Rücker: "Der Nachbar des Herrn Pansa", Nachbar, es brennt doch wirklich. Lithographie auf chamoisfarbenem Büttenkarton. 1970. 64,7 x 49 (70,4 x 54,6) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. nummeriert "15/25".
Koch/Arendt 176 - Ausgesprochen seltene Lithographie Mattheuers, entstanden im Zusammenhang mit Günther Rückers Theaterstück "Der Nachbar des Herrn Pansa", das 1969 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt wurde. Mattheuer entwarf hierfür nicht nur grafische Arbeiten, sondern auch das Bühnenbild der Inszenierung. Wie viele Werke des Künstlers aus dieser Zeit verbindet die Lithographie Alltagsszene und gesellschaftliche Allegorie. Der alarmierende Ruf "Nachbar, es brennt doch wirklich" wird zum Sinnbild einer Gesellschaft, die Gefahr wahrnimmt und zugleich verdrängt. - In den Kanten fest unter dem Passepartout montiert. Insgesamt leicht gebräunt.
(Reichenbach 1927 - 2004 Leipzig)
Zu Günther Rücker: "Der Nachbar des Herrn Pansa", Nachbar, es brennt doch wirklich. Lithographie auf chamoisfarbenem Büttenkarton. 1970. 64,7 x 49 (70,4 x 54,6) cm, unter Passepartout. Unter Glas gerahmt.
Signiert, datiert u. nummeriert "15/25".
Koch/Arendt 176 - Ausgesprochen seltene Lithographie Mattheuers, entstanden im Zusammenhang mit Günther Rückers Theaterstück "Der Nachbar des Herrn Pansa", das 1969 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt wurde. Mattheuer entwarf hierfür nicht nur grafische Arbeiten, sondern auch das Bühnenbild der Inszenierung. Wie viele Werke des Künstlers aus dieser Zeit verbindet die Lithographie Alltagsszene und gesellschaftliche Allegorie. Der alarmierende Ruf "Nachbar, es brennt doch wirklich" wird zum Sinnbild einer Gesellschaft, die Gefahr wahrnimmt und zugleich verdrängt. - In den Kanten fest unter dem Passepartout montiert. Insgesamt leicht gebräunt.
195
Mattheuer, Wolfgang
(Reichenbach 1927 - 2004 Leipzig)
Die Flucht des Sisyphos. Lithographie auf chamoisfarbenem Bütten. 1971. 64,2 x 48,8 (75,5 x 54,7) cm.
Signiert, datiert u. nummeriert "13/25".
Koch/Arendt 182 II - Der volle Rand mit leichten Lagerspuren.
(Reichenbach 1927 - 2004 Leipzig)
Die Flucht des Sisyphos. Lithographie auf chamoisfarbenem Bütten. 1971. 64,2 x 48,8 (75,5 x 54,7) cm.
Signiert, datiert u. nummeriert "13/25".
Koch/Arendt 182 II - Der volle Rand mit leichten Lagerspuren.
196
Mattheuer, Wolfgang
(Reichenbach 1927 - 2004 Leipzig)
Zugvögel II. Lithographie auf Vélin. 1966. 35,2 x 46,5 (49,8 x 66) cm, unter Passepartout.
Signiert u. datiert.
Koch/Arendt 134 II - Der volle Rand leicht gebräunt sowie fingerspurig.
(Reichenbach 1927 - 2004 Leipzig)
Zugvögel II. Lithographie auf Vélin. 1966. 35,2 x 46,5 (49,8 x 66) cm, unter Passepartout.
Signiert u. datiert.
Koch/Arendt 134 II - Der volle Rand leicht gebräunt sowie fingerspurig.
197
Mattheuer, Wolfgang
(Reichenbach 1927 - 2004 Leipzig)
Flüchtende. Holzschnitt auf leichtem Karton. 1967. 48 x 36,3 (65 x 50) cm.
Signiert u. datiert.
Koch/Arendt 153.
(Reichenbach 1927 - 2004 Leipzig)
Flüchtende. Holzschnitt auf leichtem Karton. 1967. 48 x 36,3 (65 x 50) cm.
Signiert u. datiert.
Koch/Arendt 153.
198
Mattheuer, Wolfgang
(Reichenbach 1927 - 2004 Leipzig)
o.T. (Figur mit Mantel). Bleistift auf Papier. 1975. 21 x 20,4 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
(Reichenbach 1927 - 2004 Leipzig)
o.T. (Figur mit Mantel). Bleistift auf Papier. 1975. 21 x 20,4 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. datiert.
199
Metzkes, Harald
(Bautzen 1929 - 2026 Wegendorf)
Tango. Öl auf Leinwand. 1998. 90 x 120 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert.
Provenienz: Vom Vorbesitzer 1999 in der Galerie Leo.Coppi, Berlin, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Das Karussell. Bilder von Harald Metzkes 1957-1999. Berlin, Galerie Leo.Coppi, 1999, Katalog-Nr. 15, ohne Seitenangabe.
(Bautzen 1929 - 2026 Wegendorf)
Tango. Öl auf Leinwand. 1998. 90 x 120 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert.
Provenienz: Vom Vorbesitzer 1999 in der Galerie Leo.Coppi, Berlin, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Das Karussell. Bilder von Harald Metzkes 1957-1999. Berlin, Galerie Leo.Coppi, 1999, Katalog-Nr. 15, ohne Seitenangabe.
200
Metzkes, Harald
(Bautzen 1929 - 2026 Wegendorf)
Die Sänfte. Öl auf Leinwand. 1988. 30,5 x 40,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso auf dem Keilrahmen datiert u. betitelt.
Provenienz: Vom Vorbesitzer 1999 in der Galerie Leo.Coppi, Berlin, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Das Karussell - Bilder von Harald Metzkes 1957-1999. Berlin, Galerie Leo.Coppi, 1999, Katalog-Nr. 9, ohne Seitenangabe.
(Bautzen 1929 - 2026 Wegendorf)
Die Sänfte. Öl auf Leinwand. 1988. 30,5 x 40,5 cm. Gerahmt.
Signiert u. datiert. Verso auf dem Keilrahmen datiert u. betitelt.
Provenienz: Vom Vorbesitzer 1999 in der Galerie Leo.Coppi, Berlin, erworben (Rechnung in Kopie beigegeben). - Ausgestellt und abgebildet in: Das Karussell - Bilder von Harald Metzkes 1957-1999. Berlin, Galerie Leo.Coppi, 1999, Katalog-Nr. 9, ohne Seitenangabe.
