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Auktion 65: 24. Oktober 2026
ab 12 Uhr
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Los 128 aus unserer Herbstauktion am 24. Oktober 2026

Zoltán Kemény
(Banica 1907 – 1965 Zürich)

Soleil sans horizon. Relief. Messing u. Kupfer, geschweißt, auf Holz. 1964. 55,5 x 72,5 x 12 cm.
Verso in Versalien signiert, monogrammiert u. mit der Werknummer “176” versehen.

Kemény 186 – Provenienz: Sammlung Margrit Loh, Zug; Privatsammlung Bayern. – Ausgestellt in: Zoltán Kemény. Paris, Musée national d’art moderne, 1966, Katalog-Nr. 67 (verso mit dem Etikett).

Zoltán Kemény gilt als Pionier der modernen Reliefkunst, bei der er dreidimensionale Kunstwerke aus zusammengeschweißten Metallen und Fundstücken schuf. Unsere Arbeit entstand im selben Jahr, in dem der ungarisch-schweizerische Künstler auf der Biennale von Venedig mit dem Internationalen Preis für Skulptur ausgezeichnet wurde. In diese bedeutende Schaffensphase fallen seine charakteristischen Metallreliefs, in denen geschweißte Elemente aus Kupfer und Messing zu komplexen, nahezu organisch wachsenden Oberflächen verschmelzen.
Der Titel “Sonne ohne Horizont” verweist dabei nicht auf die naturalistische Darstellung eines Himmelskörpers, sondern auf die Vorstellung einer grenzenlosen, im Raum schwebenden Licht- und Energieform, die Sonne als autonomes Zentrum unendlicher Ausdehnung – ohne Bezug zu einem Horizont, ohne Verortung in Raum und Zeit.
Kemény erreicht diese Wirkung durch die meisterhafte Kombination unterschiedlicher Metallteile. Hunderte ringförmiger Messingelemente erzeugen eine vibrierende, beinahe immaterielle Oberfläche, während geschwungene Kupferstege die spiralartige Bewegung bündeln und zugleich gliedern. Das Licht wird nicht lediglich reflektiert, sondern vielfach gebrochen; je nach Standpunkt des Betrachters verändert sich das Erscheinungsbild des Reliefs kontinuierlich. Dadurch überschreitet das Werk die Grenze zwischen Bild und Skulptur und entwickelt eine ausgeprägte räumliche Präsenz.

Schätzpreis: 8.000 €

Weitere Highlights

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