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Cotta, Emma

(Rudolstadt 1880 - 1957 Berlin)

Cotta, Emma
(Rudolstadt 1880 - 1957 Berlin)
Kopf. Bronze mit dunkelbrauner Patina. 19 x 10,5 x 12 cm. Auf Steinsockel (Höhe: 8 cm).
Signiert.

Erst zu Beginn der 1920er Jahre wandte sich Cotta als Autodidaktin der Bildhauerei zu. Bemerkenswert rasch gelang ihr der künstlerische Durchbruch: Bereits 1922 war sie mit drei ausdrucksstarken Porträtbüsten auf der Großen Berliner Kunstausstellung vertreten. Ihre Arbeiten stehen im Spannungsfeld zwischen Spätimpressionismus und Expressionismus und zeichnen sich durch eine sensible psychologische Durchdringung sowie eine kraftvoll bewegte Modellierung der Oberfläche aus. Fern jeder repräsentativen Glätte richtet Cotta den Blick auf den individuellen Ausdruck des Menschen. Die skizzenhaft verdichtete Form, die bewusste Reduktion auf das Wesentliche und die lebendige Behandlung des Materials verleihen der Plastik eine eindrucksvolle Modernität, die den Aufbruch der deutschen Bildhauerei in den 1920er Jahren exemplarisch widerspiegelt. Geboren als Emma Zitzmann, führte Cotta ein außergewöhnliches, von ständigen Orts- und Berufswechseln geprägtes Leben. Zunächst als Porzellanmalerin tätig, ging sie 1902 als Gesellschafterin über Paris und London nach New York. Dort legte sie ihren Geburtsnamen ab und nannte sich fortan "Cotta". Nach ihrer Rückkehr ließ sie sich schließlich in Berlin nieder.
Estimated price: 1.000 €