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Tarasewicz, Leon

(Walily 1957 - lebt in Walily)

Tarasewicz, Leon
(Walily 1957 - lebt in Walily)
o.T. (Blumenfelder). Acryl auf Leinwand. 1995. 190 x 130 cm.
Verso signiert u. datiert sowie von fremder Hand mit "WKZ-5333/13/98" bezeichnet.

Provenienz: Galerie Claes Nordenhake, Stockholm; Galerie Metta Linde, Lübeck; Privatsammlung Lübeck. - Der polnisch-weißrussische Künstler Leon Tarasewicz bezieht wesentliche Impulse aus der Landschaft seiner Heimatregion um Walily. Natureindrücke dienten ihm bereits in den frühen Arbeiten der 1980er und 1990er Jahre als Ausgangspunkt für großformatige Landschaftsbilder, in denen er Dynamik, Farbtexturen und Lichtwirkungen untersuchte. Ackerfurchen, Traktorspuren, Lattenzäune, Vogelschwärme, einfaches Blattwerk, lichtdurchflutete Wälder oder - wie im vorliegenden Werk - aus der Luft gesehene Felder mit Blumenreihen wurden zum Motiv einer semi-abstrakten Farbmalerei. "Ich habe immer inmitten der Natur gelebt, und ich tue, was ich kann, um in meiner natürlichen Umgebung zu bleiben. Daraus geht eine schöne, sich selbst regulierende Harmonie hervor", schrieb der Künstler anlässlich seiner Ausstellung "Landschaft" auf Schloss Plüschow 1993. Später formulierte er seinen künstlerischen Anspruch noch radikaler: "Mein Traum wäre es, dass Gemälde die absolute Kontrolle über den Betrachter übernehmen und dessen Umgebung zum Verschwinden bringen. Meine Gemälde könnten sich dann - frei von jeglicher Rahmung - ungehemmt ausdehnen und den Betrachter in sich hineinziehen." (ingart.pl/en/kolekcja/prace/untitled_0023) Mittlerweile arbeitet Tarasewicz mit einer leuchtenden, reinen Farbpalette, deren intensive Wirkung den Bildraum vollständig bestimmt. Für seine "Farblandschaften" weist der Künstler jede Form der narrativen Anspielung oder Interpretation zurück. Er verzichtet bewusst auf kommentierende Texte und Titel und lässt die Malerei allein durch Farbe, Rhythmus und Wahrnehmung wirken.
Schätzpreis: 12.000 €