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Seitz, Gustav
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Seitz, Gustav
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Ernst Niekisch (Zweite Fassung). Bronze mit schwarzbrauner Patina. 1955. 31 x 19 x 27 cm. Auf Holzsockel (Höhe: 10 cm).
Signiert (geritzt), mit dem Stempel "GS-ST" sowie mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln".
Grohn 345 - Abgebildet in: Brigitte Heise und Bernd Schälicke, Gustav Seitz. 50 Köpfe, Hamburg 2013, Katalog-Nr. 20, S. 77. - Auftraggeber des Porträts von Ernst Niekisch war dessen Freund und politischer Weggefährte Joseph E. Drexel. Kennengelernt hatten sich beide 1923 im Bund Oberland, wo Niekisch als einer der führenden Vertreter des Nationalbolschewismus und Mitglied der USPD bereits früh öffentlich gegen Hitler Stellung bezog. 1939 wurden beide unter anderem wegen ihrer politischen Publikationen vom Volksgerichtshof zu lebenslanger Haft verurteilt. Wegen Hochverrats ins Zuchthaus Brandenburg deportiert, erlitt Niekisch in jener Zeit schwere körperliche Schäden und erblindete fast vollständig. Nach seiner Befreiung durch die Rote Armee trat Niekisch zunächst der KPD und später der neu gegründeten SED bei. Zudem übernahm er eine Lehrstelle für Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine zunehmend kritische Haltung gegenüber der Führung der DDR führte jedoch 1955 zu seinem Austritt aus der Partei. Im selben Jahr beauftragte Drexel den Bildhauer Seitz mit dem Porträt seines langjährigen Freundes, dessen fortwährend antifaschistisches Engagement er mit diesem Porträt würdigen wollte.
(Neckarau 1906 - 1969 Hamburg)
Ernst Niekisch (Zweite Fassung). Bronze mit schwarzbrauner Patina. 1955. 31 x 19 x 27 cm. Auf Holzsockel (Höhe: 10 cm).
Signiert (geritzt), mit dem Stempel "GS-ST" sowie mit dem Gießerstempel "Guss Barth Rinteln".
Grohn 345 - Abgebildet in: Brigitte Heise und Bernd Schälicke, Gustav Seitz. 50 Köpfe, Hamburg 2013, Katalog-Nr. 20, S. 77. - Auftraggeber des Porträts von Ernst Niekisch war dessen Freund und politischer Weggefährte Joseph E. Drexel. Kennengelernt hatten sich beide 1923 im Bund Oberland, wo Niekisch als einer der führenden Vertreter des Nationalbolschewismus und Mitglied der USPD bereits früh öffentlich gegen Hitler Stellung bezog. 1939 wurden beide unter anderem wegen ihrer politischen Publikationen vom Volksgerichtshof zu lebenslanger Haft verurteilt. Wegen Hochverrats ins Zuchthaus Brandenburg deportiert, erlitt Niekisch in jener Zeit schwere körperliche Schäden und erblindete fast vollständig. Nach seiner Befreiung durch die Rote Armee trat Niekisch zunächst der KPD und später der neu gegründeten SED bei. Zudem übernahm er eine Lehrstelle für Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine zunehmend kritische Haltung gegenüber der Führung der DDR führte jedoch 1955 zu seinem Austritt aus der Partei. Im selben Jahr beauftragte Drexel den Bildhauer Seitz mit dem Porträt seines langjährigen Freundes, dessen fortwährend antifaschistisches Engagement er mit diesem Porträt würdigen wollte.
Schätzpreis: 2.000 €
