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Ophey, Walter
(Eupen 1882 - 1930 Düsseldorf)
Ophey, Walter
(Eupen 1882 - 1930 Düsseldorf)
Strandszene (vermutlich Lido di Venezia). Öl auf Leinwand auf fester Malpappe. Um 1910. 34 x 48 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Mit einer Expertise von Dr. Stefan Kraus vom 26. August 2026 (in Kopie beigegeben), der darin ausführt: "Mit der Italienreise 1910 erfüllt sich Walter Ophey einen lang gehegten Wunsch. Auf ihr erreicht er im Bestreben, Licht zu malen, den Durchbruch: '1908, 1909 erreichte ich eine außerordentliche Kunst im hellen farbigen Sonnenlicht, vielleicht ohne Parallele in Deutschland ... 1910 Italien! Drei überglückliche Monate, die Bilder werden ganz hell, die Farben aufgesogen vom Licht, Pinselstrich bei den wichtigen Bildern breit. 1910 im Atelier das Meerbild, wandbildartig, hell, hoher Horizont, jubelnde Morgensonne, italienische Farben.' (zit. nach: Konrad Niermann, Walter Ophey, 1930, S. 31-34). Im Kontext der in dieser Zeit durchaus variierenden Farbaufträge und Malweisen muss die Singularität des vorliegenden Gemäldes betrachtet werden. Ophey löst das Sujet der Strandszene zu einer Lichterscheinung auf, bei der die Farbe Weiß dominiert. ... Zur Datierung des vorliegenden Bildes ziehe ich ein im Mai 1910 zum Abschluss seiner Italienreise entstandenes Gemälde heran, das auf seine Weise ebenso ungewöhnlich ist, da es Menschengruppen auf dem Markusplatz in Venedig zum Motiv hat, während Ophey ansonsten - von Portraits abgesehen - auf die Darstellung von Menschen fast ganz verzichtet hat. Dessen Farbpalette ist mit der des vorliegenden Bildes nahezu identisch (WVZ, G 253, dort ohne Abb., siehe beiliegendes Farbfoto). Die Vermutung liegt nahe, dass die Strandszene im Mai 1910 am Lido di Venezia entstand. Das Bild stellt ein im Gesamtwerk des Düsseldorfer Malers schlüssig integriertes, dennoch außergewöhnliches Werk dar, dessen Gültigkeit er mit der zeitgleich aufgetragenen Signatur bestätigt hat. Als Studie einer für ihn experimentellen Malweise ist es ein aussagekräftiges Beispiel für das Oeuvre eines Malers, für den 'jedes Bild ein Einzelfall sein' sollte, wie er sich 1913 in einem Tagebuch notierte (schriftlicher Nachlass Walter Ophey, Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe, Bonn). Nach 1910 verlässt Ophey die ornamentale Malweise und forciert mit starken expressionistischen Farbwerten eine Auseinandersetzung mit Bildgegenständen, die in seinem Hauptwerk der 1920er Jahre metaphysische Aspekte repräsentieren." - Vereinzelte Haarrisse.
(Eupen 1882 - 1930 Düsseldorf)
Strandszene (vermutlich Lido di Venezia). Öl auf Leinwand auf fester Malpappe. Um 1910. 34 x 48 cm. Unter Glas gerahmt.
Signiert.
Mit einer Expertise von Dr. Stefan Kraus vom 26. August 2026 (in Kopie beigegeben), der darin ausführt: "Mit der Italienreise 1910 erfüllt sich Walter Ophey einen lang gehegten Wunsch. Auf ihr erreicht er im Bestreben, Licht zu malen, den Durchbruch: '1908, 1909 erreichte ich eine außerordentliche Kunst im hellen farbigen Sonnenlicht, vielleicht ohne Parallele in Deutschland ... 1910 Italien! Drei überglückliche Monate, die Bilder werden ganz hell, die Farben aufgesogen vom Licht, Pinselstrich bei den wichtigen Bildern breit. 1910 im Atelier das Meerbild, wandbildartig, hell, hoher Horizont, jubelnde Morgensonne, italienische Farben.' (zit. nach: Konrad Niermann, Walter Ophey, 1930, S. 31-34). Im Kontext der in dieser Zeit durchaus variierenden Farbaufträge und Malweisen muss die Singularität des vorliegenden Gemäldes betrachtet werden. Ophey löst das Sujet der Strandszene zu einer Lichterscheinung auf, bei der die Farbe Weiß dominiert. ... Zur Datierung des vorliegenden Bildes ziehe ich ein im Mai 1910 zum Abschluss seiner Italienreise entstandenes Gemälde heran, das auf seine Weise ebenso ungewöhnlich ist, da es Menschengruppen auf dem Markusplatz in Venedig zum Motiv hat, während Ophey ansonsten - von Portraits abgesehen - auf die Darstellung von Menschen fast ganz verzichtet hat. Dessen Farbpalette ist mit der des vorliegenden Bildes nahezu identisch (WVZ, G 253, dort ohne Abb., siehe beiliegendes Farbfoto). Die Vermutung liegt nahe, dass die Strandszene im Mai 1910 am Lido di Venezia entstand. Das Bild stellt ein im Gesamtwerk des Düsseldorfer Malers schlüssig integriertes, dennoch außergewöhnliches Werk dar, dessen Gültigkeit er mit der zeitgleich aufgetragenen Signatur bestätigt hat. Als Studie einer für ihn experimentellen Malweise ist es ein aussagekräftiges Beispiel für das Oeuvre eines Malers, für den 'jedes Bild ein Einzelfall sein' sollte, wie er sich 1913 in einem Tagebuch notierte (schriftlicher Nachlass Walter Ophey, Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe, Bonn). Nach 1910 verlässt Ophey die ornamentale Malweise und forciert mit starken expressionistischen Farbwerten eine Auseinandersetzung mit Bildgegenständen, die in seinem Hauptwerk der 1920er Jahre metaphysische Aspekte repräsentieren." - Vereinzelte Haarrisse.
Schätzpreis: 15.000 €
