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Mammen, Jeanne

(1890 Berlin 1976)

Mammen, Jeanne
(1890 Berlin 1976)
Im Resi. Feder in Tusche auf chamoisfarbenem Papier. Um 1932. 45,5 x 39,4 cm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt.
Signiert u. monogrammiert.

Döpping/Klünner Z 267 - Abgebildet in: Simplicissimus, Heft 31, Jg. 36, März 1932, S. 605. - Jeanne Mammen wurde als Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns in Berlin geboren, wuchs jedoch in Paris auf. Sie studierte dort Malerei, später auch in Brüssel und in Rom. 1914, mit Beginn des Ersten Weltkrieges, verlor die Familie ihr gesamtes Vermögen und floh nach Holland. Jeanne, unerwartet mittellos, übersiedelte 1916 mit ihrer Schwester Adeline Maria Louise nach Berlin, wo sie 1919 ein Atelier am Kurfürstendamm 29 bezog, "ihre Malhöhle", die sie bis zu ihrem Tod bewohnte. Von hier aus erhielt sie nach Kriegsende ihre ersten Illustrationsaufträge, insbesondere für den "Ulk", den "Junggesellen" und die satirische Wochenzeitschrift "Simplicissimus", in der vorliegende Arbeit unter dem Titel "Fachinteresse" abgedruckt wurde. Die in den Zwanzigern bis kurz nach 1930 geschaffenen Aquarelle und Zeichnungen sicherten Mammen nicht nur ihren Lebensunterhalt für mehr als ein Jahrzehnt, sondern machten sie als gesellschaftskritische Chronistin des mondänen Berliner Großstadtlebens berühmt. - Leichte Randläsuren.
Schätzpreis: 4.000 €