97

Gaul, August

(Großauheim bei Hanau 1869 - 1921 Berlin)

Gaul, August
(Großauheim bei Hanau 1869 - 1921 Berlin)
Pinguin. Bronze mit dunkelbrauner Patina. Um 1914. 24,5 x 15,5 x 16 cm. Auf schwarzem Marmorsockel (Höhe: 3 cm).
Signiert. Mit dem Gießerstempel "H. Noack Berlin".

Gabler 202-2 - Provenienz: Galerie Rosenbach, Hannover (Brief der Galerie vom 13.12.1999 in Kopie beigegeben); seit 1999 Privatsammlung Maulbronn. - Gauls Plastiken zeichnen sich durch eine klare Formensprache und eine Konzentration auf das Wesentliche aus, wodurch er als Wegbereiter der modernen Tierplastik gilt. Gerade in seiner späten Schaffensphase um 1914 wurden Gauls Formen noch reduzierter. Dabei zeigen sie oft eine große Sensibilität für die Eigenheiten der Tiere, ohne diese übermäßig zu idealisieren oder zu vermenschlichen. Gauls Faszination für Pinguine führte zur Schaffung mehrerer Skulpturen dieser Vögel. Ein bemerkenswertes Beispiel ist der Pinguin-Brunnen im Hamburger Stadtpark, dessen Arbeiten 1914 begonnen, jedoch kriegsbedingt unterbrochen und erst 1921 abgeschlossen wurden.
Schätzpreis: 8.000 €